Das Leben ist zu kurz für später

von Alexandra Reinwarth 
4,0 Sterne bei15 Bewertungen
Das Leben ist zu kurz für später
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J

Es ist nah, lustig & real geschrieben. Es regt zum Nachdenken an, berührt & bei mir hat es etwas angestoßen.Ich hab es schon weiterempfohlen

KidsandCatss avatar

Bis auf die letzten drei oder vier Kapitel macht das neue Buch von Alexandra Reinwarth wieder sehr viel Spaß und regt zum Nachdenken an.

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Inhaltsangabe zu "Das Leben ist zu kurz für später"

Einen Tag nach ihrem Todestag wacht Alexandra Reinwarth morgens auf – und ist glücklicher als je zuvor. Und nichts ist mehr so, wie es einmal war.

Aber von vorne: Es gibt Momente, in denen einem klar wird, dass es so nicht weitergehen kann, dass sich das Leben ändern muss. In einem genau solchen Moment entschließt sich Alexandra Reinwarth zu einem spannenden Selbstversuch: Sie wird so leben, als wäre es ihr letztes Jahr. Und dieses Experiment ändert alles: Wie aus Sorgen, Stress und Anspannung ein Leben ohne Wenn und Aber mit völlig neuen Prioritäten und überraschenden Zielen wurde, erzählt sie in ihrer unnachahmlich humorvollen Art und zeigt, was passiert, wenn man wirklich im Jetzt lebt!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868829167
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:mvg
Erscheinungsdatum:14.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Angelika123s avatar
    Angelika123vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Anregendes Buch für ein Leben im Hier und Jetzt
    Genieße und lebe jeden Augenblick

    In ihrem Buch „Das Leben ist zu kurz für später“, entschließt sich die Autorin zu einem Selbstversuch. Sie will über den Zeitraum eines Jahres so leben, als ob es ihr letztes Lebensjahr wäre.
    Sie erzählt was passiert, wenn man seine Prioritäten ändert - wenn man Stress, Sorgen und Anspannung eintauscht gegen ein entspanntes und gelassenes Leben im Hier und Jetzt - ohne „wenn und aber“.

    Die Autorin bringt auf lockere und witzige Art das spannende und ernst zu nehmende Thema gut rüber.
    Es Macht Spaß das Buch zu lesen und animiert und regt zum Umdenken an.

    Sie zeigt wie etwas sich in eine ganz andere und positivere Richtung bewegt, wenn man nur eine Kleinigkeit ändert.

    Lebe den Tag und genieße ihn – das Buch setzt Gedankenprozesse in Gang, die es , wenn man sie bewusst und sorgfältig umsetzt, einiges im Leben verändern können – in eine gute und richtige Richtung.

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    vanessablns avatar
    vanessablnvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Interessantes, ernstes Thema, unterhaltsam aufbereitet, aber doch irgendwie bruchstück- bzw. lückenhaft...
    Nachdenkenswert, aber irgendwie nicht wirklich spannend

    Die Autorin kannte ich bisher nicht, aber das Thema hörte sich interessant an. Wer hat schon nicht manchmal das Gefühl, dass das wahre Leben bzw. das, wofür es sich zu leben lohnt, im Alltag verloren geht? Die Autorin stellt die Grundidee in den Raum, jeder müsste einmal denken, er hätte nicht mehr lange zu leben. Dann wäre zu erfahren, was wirklich wichtig ist... Etwas Wahres ist natürlich dran und der Gedanken würde manch einem (vielleicht sogar der eigenen Person) nicht schaden.

    Das Buch ist ziemlich locker und auch oft witzig geschrieben, so dass es eine Mischung aus Unterhaltung und Ernsthaftigkeit ist. Dafür hat es sich allerdings (zumindest bei mir) sehr langsam gelesen, ohne dass ich wüsste warum. Vielleicht ist die Gliederung nicht ganz ausgereift oder der Ton manchmal zu schnodderig, so dass ein wenig Professionalität fehlt. Aber vielleicht soll es auch so sein. Im Prinzip könnte jeder ein ähnliches Buch schreiben, der die Idee hat, sich mal eine eigene Todesanzeige für ein Jahr später zu gestalten, und über die Folgen berichten möchte. Die Autorin schreibt über ihre eigenen Gefühle und Erlebnisse, die teilweise bei anderen ähnlich sein werden, je nach individuellem Leben vielleicht mit anderen Schwerpunkten. Deshalb ist es schwer sich darüber zu streiten, ob Geld nicht doch der springende Punkt ist, denn nicht jeder macht sich wohl beruflich selbstständig, wenn der Todestag nicht tatsächlich naht (bzw. wäre man dann unter Umständen zu krank dafür).

    Ich würde insgesamt 3,5 Sterne geben, wegen der möglichen positiven Folgen des Buches runde ich mal auf. Es ist ein Buch, das aufgrund des Themas etwas auslöst (wenn man mitten im Stress ist, aber es einem sonst an nicht viel mangelt), aber kein wirklicher Ratgeber oder gar eine To-do-Anleitung.   

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    Simi159s avatar
    Simi159vor 3 Monaten
    Carpe Diem

    Allein in dem Titel des neuen Buches von Alexandra Reinwarth steckt soviel Wahrheit, dass man zwar schon ahnt, was die Botschaft ist, doch lesen sollte man das Buch dennoch, denn unser Dasein ist endlich und wir sollten das Beste aus unserer Zeit hier machen….


    Wie schon in ihren Büchern: „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ und „Das Glücksprojekt“ schreibt und redet  die Autorin nicht nur, was man tun sollte, sondern setzt dieses direkt in ihrem Leben um und läßt  den Leser an ihren Erfahrungen  teilhaben.


    Diesmal ist der Ausgangspunkt oder Besser die Frage um die es sich dreht: „Wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte, was würde ich tun?“

    Gibt es unerfüllte Wünsche?

    Dinge, die unbedingt noch getan oder auch gelassen werden sollten?


    Lustig und anregend sind die Dinge, die Alexandra Reinwarth erzählt. Was passiert, wenn man nur eine Kleinigkeit ändert. Vom gewohnten Pfad minimal abweicht-Was und vor allem wieviel man damit für sich und für andere verändert.


    Neu ist dieses Gedankenspiel und auch der Inhalt des Buches nicht. An manchen Stellen für mich redundant zu den anderen Büchern der Autorin. Und doch entdeckt man etwas Neues, oder denkt Dinge ein Stück weiter. 


    Der Locker leichter Schreibstil macht Spass beim Lesen und regt gleichzeitig an, selbst etwas mehr „Carpe Diem“ ins eigene Leben zu lassen. Da die Autorin nie sagt, so mußt oder so solltest Du das machen, kann jeder selbst entscheiden, wieviel „später“ er noch in seinem Leben haben will.


    Von mit gibt es 4 STERNE.

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    S
    Streiflichtvor 3 Monaten
    Absolut lesenwert

    Selten bin ich total überzeugt von Büchern, die aus dem Bereich Lebenserfahrung, Ratgeber etc. kommen. Auch bei diesem Buch war ich erst skeptisch. Dementsprechend haben mir die ersten Seiten auch nicht so besonders gut gefallen. Je mehr ich aber gelesen und auch mitgedacht habe, desto überzeugter wurde ich. Ich kannte die Autorin Alexandra Reinwarth bisher nicht. Zwar hatte ich von einem anderen Buch von ihr viel gehört und gelesen, aber es selbst nicht gelesen. Nun bin ich froh, dieses Buch entdeckt zu haben. Ich fand die Fragestellung bzw. Aufgabenstellung „Stell dir vor, du hast nur noch ein Jahr“ und die daraus resultierenden Antworten und Aktionen wirklich interessant. Im Angesicht des Todes kann man plötzlich mutig sein, sich Wünsche und Träume erfüllen, seine Ziele neu justieren, Menschen seine wahre Meinung sagen und selbstlos sein. Warum können wir das sonst nicht? Was wäre so verkehrt daran, jeden Tag zu genießen und sich zu freuen, glücklich zu sein, den Moment zu leben und die Zeit mit denen zu verbringen, die einem wirklich am Herzen liegen? Angst, Unsicherheit, Scham und Hilflosigkeit sind keine guten Ratgeber für ein erfülltes Leben.

    Mich hat dieses Buch fasziniert, weil es Fragen sind, die ich mir auch schon öfter gestellt habe. Und eigentlich sind die Antworten ganz einfach – sie liegen bereits in uns. Fast jeder weiß ganz genau, was er ändern würde und warum, was er dann nie wieder oder nur noch tun würde. Lassen wir es uns doch gutgehen, machen wir, was unser Herz sagt und hören wir auf unsere Leidenschaften, Wünsche und Träumen!

    Dieser Absatz hat mich besonders angesprochen: „Ich würde mehr Geld ausgeben für Momente, in denen ich mich frei fühle: auf einem Pferd durch den Wald galoppieren, in einem Segelflugzeug über den Wolken schweben und auf Konzerten laut mitsingen. Tauchen und tanzen und einen Tag blau machen, um mit dem Kind in einem Mohnblumenfeld zu liegen. Solche Dinge. Wenn ich sie nicht auf der Prioritätenliste nach oben schiebe, werden sie nicht passieren vor lauter Alltag.“ Denn am Ende bereuen wir das, was wir nicht getan oder wenigstens versucht haben, die Fehler, die wir nicht begangen haben.

    Für dieses Buch gibt es eine absolute Leseempfehlung von mir. Ich werde es mehrfach kaufen und verschenken, weil man die kurze Zeit nutzen sollte, die man hat.

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    jams avatar
    jamvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das dennoch zum Nachdenken anregt.
    Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das dennoch zum Nachdenken anregt.

    „Es ist ein Wimpernschlag, unser Leben. Wir sehen kurz nicht hin, weil wir beschäftigt sind, und dann, im nächsten Moment, ist es vorbei. Lass uns in dieser kurzen Zeit alles rausholen (…)!“
    (Seite 54)

    Die Autorin Alexandra Reinwarth erfährt von der erneuten Krebserkrankung einer Freundin. Und langsam macht sich ein Gedanke in ihrem Kopf breit… Was wäre, wenn…
    Was wäre, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte?
    Sie wagt den Selbstversuch, sucht sich einen fiktiven Todestag aus und verbringt ihr Leben im Bewusstsein, dass es nicht ewig dauern wird.

    Obwohl ich das Buch gezielt in die Hand genommen habe, hatte ich nach den ersten Seiten und den Beschreibungen des Feierns am Freitag so meine Befürchtungen. Erstmal kam das so klischeehaft rüber und ich habe mich gefragt, ob wirklich viele noch mit so wenig Spaß und Achtsamkeit leben, fünf Tage im Job ausharren und dann alles „versäumte“ Leben in zwei Tage Wochenende packen wollen. 
    „Und was kommt jetzt?“ dachte ich mir. Die obligate „Bucket-List“? Plündert sie das Sparbuch, beleidigt ihren Boss und verpfändet das Haus? 
    Ich wurde sehr überrascht! Was folgte, war ein Jahr, in dem Alexandra Reinwarth sehr bewusst mit den Menschen in ihrer Umgebung umging, manchmal höflich und bestimmt Grenzen zog. Und einige Dinge wirklich komplett auf den Kopf stellte. Sie beschreibt für mich auch gut verständlich die Differenzierung der Ziele, muss jetzt wirklich die Weltreise her? Oder doch lieber die Zeit mit Freunden verbringen und aufwerten? Gespräche dahinplätschern lassen oder einfach mal ehrlich miteinander umgehen und dadurch wirkliche Nähe zulassen?
    Die Autorin erzählt ihre Erlebnisse lustig und humorvoll, auch sehr persönlich von Begebenheiten im Freundeskreis. Und obwohl das Buch so locker-leicht daherkommt, ertappte ich mich dabei, wie ich sinnierte „Wenn ich noch ein Jahr zu leben hätte,… würde ich wirklich dieses und jenes…“. 
    Ihre Erkenntnis am Ende dieses Jahres: Das einzige was zählt, ist Wie, Wo, mit Wem und von Was wir leben wollen. Und wenn sich vieles davon mit dem deckt, wie man momentan lebt, hat man doch schon gewonnen, oder?
    Ich für mich weiß, dass ich mir die Frage „Was wäre wenn…“ in Zukunft immer wieder mal stellen werde!

    Fazit: Ein unterhaltsames Lesevergnügen, das dennoch zum Nachdenken anregt. 

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    Schnuck59s avatar
    Schnuck59vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Oberflächliche psychologische Denkansätze
    Dem eigenen Herzen folgen

    In „Das Leben ist zu kurz für später“ nimmt uns Alexandra Reinwarth mit zu „Stell dir vor, du hast nur noch ein Jahr – ein Selbstversuch, der dein Leben verbessern wird“.

    Es beginnt mit einer Art Reflexion, wie ich mein bisheriges Leben beschreiben würde. Dann werden unterschiedliche Themen angesprochen, die bei diesem Gedankenexperiment daraufhin betrachtet werden was man tun würde wenn es das letzte Jahr wäre. Freunde, Job, Kinder, Geld, Fehler und das eigene Ich bekommen eine andere Wertigkeit.

    Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Die Gedanken sind nachvollziehbar, doch für mich gibt es in diesem Buch keine neuen Erkenntnisse. Insgesamt eher oberflächliche psychologische Ansätze innerhalb dieses Gedankenexperiments. In einer realen Situation, die ich so ähnlich selbst erlebt habe, hat man wohl viele andere Gedanken. Gut fand ich die „Notizen an mich“, die am Ende jedes Kapitels stehen und eine Art abschließender Denkanstoß zu den einzelnen Unterthemen sind.

    Man selbst sein und tun, was das Herz will – das wäre für uns alle ein gutes Lebensmotto.

     


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    Anteks avatar
    Antekvor 5 Monaten
    Leben entrümpeln, dem Herz folgen, einfacher gesagt als getan, oder?

    Wie oft ist aus dem Poesiealbum Spruch „Carpe Diem“ aus Kindertagen ein Frohsein, wenn man das „Leben einigermaßen hinbekommt, wenn man sich über die kleinen Dinge erfreuen kann.“ Ja so ist es auch bei mir, der Alltag läuft und ich bin grundsätzlich eigentlich ganz zufrieden mit meinem Leben, doch ab und an auch sehr in meinem Hamsterrad gefangen, Freunde, der Genuss kommt aus Pflichtgefühl oft zu kurz und deshalb war ich sehr gespannt auf das Experiment der Autorin.


    Diese hat sich nämlich nach einer erneuten Krebsdiagnose einer Bekannten ein fiktives Sterbedatum gesetzt. Was wäre, wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte? Und genau von diesen Erfahrungen berichtet sie in ihrem Ratgeber, der mich zweigespalten zurücklässt.


    Wirklich gut gefallen hat mir, ihr absolut locker, spritziger Schreibstil, sodass sich das Ganze wie ein Roman liest, der einfach auch nur amüsant unterhält. Ich konnte über so manche Szene schmunzeln, habe bei Wortschöpfungen oder dem einen oder anderen pointierten Spruch mit einem Grinsen gelesen. Man muss sich auf gar keinen Fall durch die Seiten kämpfen, auch wenn der Inhalt vielleicht nicht ganz so überzeugt, wie es bei mir der Fall war.


    „Wie, Wo mit Wem und von Was… will ich leben.“, sind laut Autorin die vier Säulen des Daseins, die man überprüfen, seinem Herzen folgen und auch umgestalten muss. Man sollte sich nicht mit kleinen Dingen ablenken, weil einem der Mut für das Große fehlt. Ein Beruf, in dem ich totunglücklich bin, käme für mich auch nie infrage, klar da lieber weniger verdienen. Aber das hört sich alles toll an, ist meiner Meinung aber auch leichter gesagt als getan und ich bin der Meinung, dass vieles bei ihrem Experiment nur geklappt hat, weil ihr Umfeld stimmt. Denn, „Als ich Anne erkläre, dass ich sie möglichst oft sehen will, weil ich in meiner imaginären Welt nächsten Februar hops gehe, entgegnet sie trocken: Ja aber ich doch nicht! Und schmeißt mich raus.“, ist der einzige Satz in diesem Buch, der ihren Plänen und Ideen deutliche Grenzen von außen zeigt. Sie kann es sich leisten weniger zu arbeiten, um mehr Zeit mit ihrem Kind zu verbringen, sie hat eine Familie und Freunde, die sie unterstützen, wenn es darum geht den Traum vom eigenen Bed and Breakfast zu verwirklichen, sie hat einen Mann, der sich nach fünfzehn Jahren gemeinsamer Hütte auf zwei Wohnungen einlässt, klar ist das erfrischend für die Beziehung, sie träumt von einem teuren Ring, erkennt dann, dass den zu kaufen nicht wirklich glücklich macht, verzichtet und bekommt ihn von ihren Freunden geschenkt. Wer hat schon solche, die einem zudem nicht krumm nehmen, wenn man ihnen Sätze „Was bist du eigentlich für ein gefühlskalter Arsch!“ vor den Latz knallt.


    Die Autorin relativiert zwar immer wieder, zumindest versuchen muss man es und man kann auch scheitern,  und warnt auch „Es reicht nicht, sich gegen etwas zu entscheiden, das man nicht will. Man muss sich für etwas entscheiden, was das Herz will!“, aber grundsätzlich läuft für sie alles so glatt, dass man hier auf keinen Fall ein Ideal oder eine Anleitung finden kann, die man auf sich als Leser einfach übertragen kann.


    Ich habe in den vergangenen Jahren Freunde bereits aussortiert, lebe in einer Wohnung, in der ich mich rundherum wohlfühle, habe einen Job, zu dem ich mich nur gelegentlich Montagmorgens einmal schleppen muss, grundsätzlich aber gerne gehe. Ich hatte mir erhofft auch kleine Dinge zu finden, die ich einfach in meinen Alltag einbeziehen kann, denn ich teile ihre Meinung, man darf auf keinen Fall bei allem was Großes und Tolles zu planen vergessen, den Augenblick zu genießen. Bei kleinen alltagspraktischen Tipps bin ich eher weniger fündig geworden, auch wenn ich einige Gedanken sehr inspirierend fand. „Alles bewusster und nicht mit Gedanken bei anderen Dingen zu erledigen“, ist sicher ein solcher, um den ich mich auf jeden Fall in nächster Zeit, bevor mich der Alltag wieder überrollt, halten möchte. Auch wenn mir etwas am Herzen liegt, dies sofort aussprechen, Gefühle offen legen, keine unsichtbare Wand bauen, klar das nehme ich mir allerdings schon lange vor, bisher klappt das eher mäßig. Auch bei „Vielleicht sagt er Ja, vielleicht sagt er Nein - Schmerz oder Glück, das ist das Risiko, das ist Leben! Es ist doch bessere beides zu fühlen statt vorsichtshalber lauwarm auf halb acht herumzueiern.“, ist mir durchaus bewusst, dass sie so recht hat, aber mehr Mut zu haben, nicht von Versagensängsten gehindert zu werden, ist auch einfacher gesagt, als getan, aber vielleicht hilft ja der Gedanke nur noch wenige Tage oder Wochen leben zu dürfen wirklich, ich werde es testen.


    „Wir wissen natürlich, dass wir irgendwann in die Grube fahren, wie sind ja nicht bescheuert – aber im Alltag wird dieses Wissen im Hirn ganz hinten aufbewahrt, wo man es, wenn nötig zwar findet, aber wo man eben auch nicht permanent darüber stolpert. Und dann benehmen wir uns weiterhin so, als wären wir unsterblich.“ Ob man sich unbedingt eine selbst entworfene Sterbeanzeige aufhängen muss, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Aber der Gedanke daran, dass einen das Zeitliche segnen wird, hilft dabei ein paar Dinge geradezurücken, darin stimme ich der Autorin zweifelsohne zu und ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mir dies in Zukunft auf jeden Fall viel öfters vor Augen zu halten, ganz besonders, wenn ich mich über etwas ärgere oder aufrege. Wenn ich damit den einen oder anderen Nerv sparen kann, hat sich die unterhaltsame Lektüre ja auch auf jeden Fall gelohnt und ich vergebe noch vier Sterne für einen vergnüglichen Ratgeber, der das Rad allerdings auch nicht neu erfindet.


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    Thrillerladys avatar
    Thrillerladyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Erinnert vom Stil und von seiner Aussage her sehr an "Am Arsch vorbei ist auch ein Weg". Leider wieder kein Aha-Effekt, dafür Unterhaltung.
    Erinnert sehr an an das Vorgängerbuch

    Das Leben ist zu kurz für später von Alexandra Reinwarth (Sachbuch, 2018; mvg Verlag)

    Aufgrund dessen, dass ich bereits das Vorgängerbuch der Autorin gelesen hatte, war ich nun auch auf ihr Neues gespannt. In diesem Fall hat sie ein Selbstexperiment gestartet, in dem sie sich ein fiktives Sterbedatum gesetzt hat, in dem sie sich vorstellt, sie hätte nur noch ein Jahr zu leben. Der Sinn dahinter war, dass sie herausfinden wollte, was sie in dieser Zeit anders machen würde und wie sie ihr Leben verbessern könnte.

    Meine Erwartungen an das Buch waren jetzt eher nicht, dass es eine Liste a la du sollst in diesem Jahr jetzt noch das und das machen, damit du noch das und das gemacht hast. Ich kann gar nicht genau sagen, was ich erwartet habe, ich war wohl einfach nur neugierig auf dieses Experiment.

    Also fing ich an zu lesen und stellte quasi sofort fest, dass es sich um quasi das gleiche Buch, wie "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" handelt, nur eben zu einem anderen Thema, aber ansonsten so ziemlich identisch. Zumindest kam es mir sehr danach vor.

    Es gab wieder eine Unterteilung in verschiedene Themenbereiche, in denen sie in ihrem Selbstversuch abtauchte. Auch die Kernaussage des Buches ist so ziemlich identisch mit dem Vorgängerbuch, nämlich:

    Mach einfach nur noch das, was du willst und den Rest lässt du sein. Du bist mit deinem derzeitigen Job nicht zufrieden? Egal, kündige und mach einfach nur noch das, was du willst. Du bist mit deiner Wohnsituation unzufrieden? Egal, kauf ein Haus, egal, ob du es dir leisten kannst oder nicht.

    Genau so kam die Hauptaussage des Buches jedenfalls bei mir an. Und somit genau so, wie im Vorgängerbuch. Du hast auf irgendwas, sei es putzen, bestimmte Menschen keine Lust, egal, dann umgibst du dich halt nur noch mit Menschen und Tätigkeiten, auf die du Lust hast, schließlich ist es dein letztes Jahr und du hast sowieso nichts mehr zu verlieren.

    Dass das für den Normalomenschen natürlich nicht ganz so einfach umzusetzen ist dürfte klar sein. Selbst wenn man in der Situation wäre, dass man nur noch ein Jahr zu leben hätte. Für mich ist es einfach viel zu realitätsfern, denn im Grunde geht es ja darum, dass man genauso leben sollte, wenn man nicht nur noch ein Jahr zu leben hätte, sondern generell. Man einfach vom Prinzip her so leben sollte, damit man die Momente des Lebens genießen kann und da kommt der Normalo halt schnell an seine Grenzen. Um so leben zu können, wie die Autorin es in ihrem Versuch getan hat, braucht man nämlich doch eben Geld, um diese Momente wahrwerden zu lassen oder auch ein gutes Netzwerk an Familie, Freunde und Bekannten, damit man dieses einfach auch so leben könnte. Es ist eben nicht realistisch, seinen Job zu kündigen, um mal eben etwas ganz Anderes zu machen, was man sich schon immer gewünscht hat. Da würde man sofort an seine Grenzen stoßen und schon würde dieses Prinzip nicht aufgehen.

    Es kann doch nicht einfach nur Sinn der Sache zu sein, nur noch die Dinge zu machen, auf die man wirklich Lust hat, da so das Leben einfach nicht funktioniert. Viel mehr konnte ich dem Buch leider nicht entnehmen, da sich mir mehr beim Lesen, als eben dieser Aussage nicht offenbarte. Dafür geht es zu wenig in die Tiefe der Thematik.

    Fazit:
    Rein vom Lesen her wieder gutunterhaltend, von der Thematik her aber wieder zu flach gehalten. Im Grunde ist es das gleiche Buch, wie der Vorgänger, nur eben halt in Gelb. Der Aha-Effekt blieb bei mir aus, so dass ich nur das mitnehmen kann, was ich dem anderen Buch auch schon entnommen habe: Werde glücklich, indem du alles aus deinem Leben schmeißt, worauf du keine Lust hast. Ob das der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln, denn dann bräuchte man auch einfach gar nichts mehr zu machen. Für den Ottonormalverbraucher nicht wirklich anwendbar.
    Note: 3

    Kommentare: 3
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    Kleine1984s avatar
    Kleine1984vor 5 Monaten
    Nicht ganz das was ich erwartet habe

    Die Autorin macht ein Selbstexperiment. Sie tut ein Jahr lang so, als wenn Sie wüsste, das sie an einem bestimmten Datum stirbt und betrachtet nun alles von diesem Standpunkt aus.


    Das Buch entspricht nicht ganz meinen Erwartungen. Ich hätte wahrscheinlich eher eine Löffel-Liste erwartet als dieses eher nachdenkliche Buch darüber, was man tut oder aus bestimmten Gründen eben nicht tut. Viele Themen haben mich berührt und manchmal ist auch das ein oder andere Tränchen geflossen. 
    Trotzdem hatte ich irgendwie ein wenig mehr erwartet. Vielleicht eine radikalere Veränderung oder irgendwie einen Aha-Effekt. Zudem hätte ich irgendwie einen anderen Aufbau erwartet, quasi eine Art Countdown des Lebens der Autorin, stattdessen ist das Buch nach Themen gegliedert. Dabei wird oft auch über die Probleme im Freundeskreis gesprochen. Die Autorin selbst bzw. ihr Leben bleibt erstaunlicher Weise wenig fassbar.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein nettes Buch für zwischendurch, wenn man in seinem Leben mal innehalten will. Aber für mich brachte es kaum Neues.
    Das Leben ist zu kurz für später

    Das Leben ist zu kurz für später, von Alexandra Reinwarth

    Cover:
    Die hellen Farben sprechen mich auf Anhieb positiv an.

    Inhalt:
    Was wäre wenn…. Ich wüsste, dass ich in einem Jahr sterben muss!

    Die Autorin macht genau dieses Selbstexperiment.
    Wie sie nun mit Sorgen, Stress und Anspannung umgeht, wie sie ihren Freunden, ihrer Familie und ihrer Umwelt begegnet, das erzählt sie in diesem Buch.

    Meine Meinung:
    Ein sehr inspirierendes Selbstexperiment, das aber doch immer mit einem WENN steht.

    Klar kann und soll ich mein Leben bestimmt immer wieder überdenken und unnötigen Ballast oder Handlungsweisen, erkennen und aussortieren.
    Aber vieles geht eben einfach nicht.
    Im Buch bekommen wir Anregungen auf was wir achten können, aber die Fragen stellen und danach handeln muss jeder selber, nach seinem eigenen Charakter und seinem eigenen Umfeld.
    Beim Lesen habe ich mir immer wieder gedacht, die Autorin hat schon ein außergewöhnliches Umfeld (Freunde und Familie) um sich. Hier kann man viel umsetzen und auch erreichen (als Beispiel: wenn man von diesem Umfeld einfach so, einen sündhaft teuren Ring geschenkt bekommt).
    Oder ich finde ihre Fragen und Antworten sind ganz andere als z.B. meine wären.
    Die Autorin merkt schon auch an, nicht immer ist das was ich will (und was ich dann evtl. ändern würde) für die anderen im „ Normalen-Alltag“ auch gut.
    Z.B. wenn ich sage ich will jetzt nur noch mit meinen Freunden und meinen Kindern zusammen sein, tja: die machen das Experiment ja nicht, und haben auch ein eigenes Leben, mit Terminen und Verpflichtungen und deshalb vielleicht keine Zeit und Lust (die sie sich nehmen würden, wäre man wirklich z.B. todkrank).
    Oder ich finde manche Dinge werden zu einfach dargestellt oder zu einseitig.
    Geld macht nicht glücklich!(?) –Aber mit Geld kann man viele Dinge tun die glücklich machen. Hier muss man sehr genau differenzieren, was die Autorin auch anklingen lässt.

    Ja es gibt Anregungen, aber der große Aha-Effekt blieb bei mir leider aus.
    Ich habe mir auf jedenfall mehr von dem Buch erwartet.
    Mir persönlich sind in dem Buch einige einzelne persönliche Beispiele, die einfach zu unglaublich sind (und deshalb nicht auf die Allgemeinheit zu übertragen) und auf der anderen Seite klingt es wie eines dieser vielen –WIE WERDE ICH GLÜCKLICHER Bücher- die man aber nicht so gut im Alltag integrieren kann.

    Autorin:
    Alexandra Reinwarth lebt mit ihrer Familie in Valencia.

    Mein Fazit:
    Ein nettes Buch für zwischendurch, wenn man in seinem Leben mal innehalten will. Aber für mich brachte es kaum Neues.
    3 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MuenchnerVerlagsgruppes avatar

    Schmeiß alles raus, was dich in deinem Leben belastet – ein Selbstversuch!


    Ein stressiger Alltag, in dem man nur noch dem Wochenende entgegenfiebert, Unzufriedenheit, Verbindlichkeiten und Bekanntschaften, die immer nur über sich reden – Bestseller-Autorin Alexandra Reinwarth kennt das alles. Doch als sie von der Krebserkrankung einer Freundin erfährt, entschließt sie sich, ihr Leben zu ändern und nicht zu warten, bis es irgendwann zu spät dafür ist. Es ist der Beginn eines spannenden und radikalen Selbstversuchs: Im Frühling 2017 setzt sie sich ein fiktives Sterbedatum – den 15. Februar 2018 – und beschließt von jetzt an, so zu leben, als hätte sie nur noch wenige Monate zu leben! Denn was ist, wenn man wüsste, dass einem nur noch wenig Zeit bleibt? Würde man sein Leben dann genau so weiterführen wie bisher? Mit wem würde man seine Zeit verbringen wollen und was ist wirklich wichtig?


    Über ihre Erlebnisse während dieses Experiments schreibt Alexandra Reinwarth in ihrem neuen Buch Das Leben ist zu kurz für später. Mit ihrem fiktiven Sterbedatum im Hinterkopf beginnt sie ihr Leben kompromisslos aufzuräumen und zu entrümpeln. Sie stellt plötzlich alles in Frage, setzt sich neue Ziele und Prioritäten, macht sich Gedanken über Freundschaften, den Job oder ihre heimlichen Wünsche und berichtet dabei aus ihrer eigenen Perspektive, was passiert, wenn man wirklich im Jetzt lebt!


    Alexandra Reinwarth? Die kenne ich doch!


    Alexandra Reinwarth ist Bestseller-Autorin von Am Arsch vorbei geht auch ein Weg. Sie war schon immer unkonventionell und der klassische Bürojob für sie der ultimative Horror. Mit Anfang 20 wurde sie Teilhaberin eines Kneipenkollektivs, bevor sie dann vor einigen Jahren spontan nach Spanien auswanderte. Diese Entscheidung hat sie bis heute nicht bereut. Mit Ihrem Sohn lebt Alexandra Reinwarth in Valencia, wo sie bald ihre eigene Bar eröffnet.


    Wie kann ich mitmachen?


    Wenn Ihr Alexandra bei ihrem spannenden Selbstversuch begleiten und erfahren wollt, wie sie ihr Leben im letzten Jahr radikal aufgeräumt hat, dann bewerbt Euch bis zum 27.05. über den blauen „Jetzt bewerben“-Button und beantwortet uns folgende Frage:

    „Was würdet Ihr an Eurem Leben ändern, wenn Ihr wüsstet, dass Ihr nur noch ein Jahr zu leben hättet?“

    Viele Grüße
    Eure Münchner Verlagsgruppe


    Aufgepasst!

    Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Aber Ihr kennt das ja :)

    Und beachtet bitte, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Es wird also keine ausgewiesene Moderation geben. Über eine angeregte Diskussion freuen wir uns natürlich trotzdem! Erzählt uns und den anderen Gewinnern, was Ihr von dem Buch haltet! Wir sind gespannt!

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