Alexandra Sell

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Alexandra SellDas Totendorf
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Das Totendorf
Das Totendorf
 (21)
Erschienen am 09.01.2012

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TigorAs avatar

Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

Mystik und Spannung vereinen sich versuchsweise in einem historischen Schmöker
TigorAvor 5 Jahren

Inhalt:

1729: Ödrode ist ein kleines Dorf im Harz, dass seit 6 Jahren immer wieder von seltsamen Todesfällen, Morde wie Selbstmorde, verschwundenen Personen und einem unerklärlichen Wahnsinn - welchem die Dorfbewohner wahllos verfallen - heimgesucht wird.
Der junge Leutnant Robert von Collas wird vom König entsandt, um im Dorf zu ermitteln und die Geschehnisse in den Griff zu bekommen. So erhält er endlich die Chance, sich zu beweisen.
Durch Zufall (oder auch nicht) landen die Nonne Johanna, welche sich für Mysterien und Phänomene aller Art begeistert und die junge Dienstmagd Ida in dem Dorf. An ihrer Reisekutsche wurde die Achse angesägt, kurz vor Eintreffen in Ödrode. So sitzen die Beiden zusammen mit ihren lästigen Reisegefährten Frau Ruhleben und dem Studenten Benedikt Pohl im Dorf fest.
Johanna freundet sich mit Robert an und zusammen kommen die Beiden dem ungeheuerlichen Treiben in der Stadt auf die Schliche. Denn ein mächtiges Wesen aus alter Zeit ist entfesselt und bald sind auch Johanna, Robert und Ida in Gefahr.

Cover und Titel:

Das Cover ist düster aber hübsch mit dem
nebligen Wald und der Andetung eines Dorfes im Hintergrund. Die in rot
gekleidete Frau fällt jedoch zuerst ins Auge. Sie hat dem Betrachter den
Rücken zugewandt und macht den Eindruck, als würde sie zum Dorf rüber
schauen. Ich finde sowohl das Cover als auch den Titel sehr passend,
auch wenn ich nicht sagen könnte, wen die Frau darstellen soll. Der
Titel 'Das Totendorf' ist durchaus zutreffend, denn um dieses Dorf - in
dem sehr viele Menschen sterben - dreht es sich den gesamten Roman
hindurch.

Meine Meinung:

An sich war das Buch okay, auch wenn es nichts weiter besonderes ist. Ein historischer Roman dem man versucht hat ein wenig Würze durch eine germanische Gottheit, mysteriösen Todesfällen und Besessenheit zu verleihen. Teilweise ist das auch ganz gut gelungen, nur ich fand für einen historischen Roman ist die Story ein wenig zu sehr abgedriftet ins Fantastische und darauf lag letztendlich auch der Fokus. Ob gewollt oder nicht, das ist Geschmackssache und gefällt sicher nicht jedem.

Die Story hatte gewiss ihre spannenden Momente. Die viergesichtige Gottheit des Chaos die im Dorf wütet fand ich durchaus interessant und hätte mir gewünscht, dass die Autorin dort noch etwas tiefer und etwas mehr ins Detail geht wenn sie sich schon so sehr auf den mysischen Aspekt fokussiert. Immerhin hat sie ein paar kleine Textpassagen eingebaut in denen sie aus Sicht des Gottes schreibt.
Hier ein Beispiel für so eine kleine Passage:
"Lugus' Augen: Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspsiel beginnt."
In meinen Augen hätte das aber gerne noch ausführlicher also die Textpassagen ruhig länger und viel mehr ausgeschmückt sein können.
Gut war auf jeden Fall, dass man sich bis zum Schluss nicht ganz sicher sein kann wer die letzten 2 Gesichter der Gottheit sind. Man kann es vermuten, aber bei mir ging die Vermutung immer zwischen mehreren Personen hin und her. So muss es sein, denn das hat die Spannung erhalten.

Die Charaktere haben mir wiederum sehr gut gefallen. Die Autorin widmet sich den 3 Hauptpersonen abwechselnd. Ich mochte die Nonne Johanna am Liebsten. Sie ist ein wenig abgebrüht und alles andere als eine typische Nonne. Sie interessiert sich für Mysterien und trinkt auch gerne mal ein oder zwei Gläschen. Außerdem mochte ich ihren etwas trockenen Humor.
Die Dienstmagd Ida ist hingegen ein wenig ängstlich und zurückhaltend, aber tapfer. Sie ist die 'normale' Figur in der Story, mit der sich der Leser am leichtesten identifizieren kann.  
Robert von Collas hat mir am Anfang auch sehr gut gefallen weil er als Leutnant ein wenig aus der Reihe tanzt und es noch nicht wirklich zu etwas gebracht hat. Im Verlauf die Geschichte fand ich ihn aber immer farbloser und er kam meiner Meinung nach von allen Charakteren am langweiligsten rüber.

Zum Schreibstil der Autorin kann ich eigentlich nicht viel sagen. Er ist einfach und verständlich und sie hat sich bemüht spannend zu schreiben. Die Texte der Gottheit sind zwar eine tolle Idee, aber hätten stilistisch noch besser umgesetzt werden können. Ich hätte mir, wie schon vorher erwähnt, ein wenig mehr Tiefgang gewünscht. Dann wäre es noch gruseliger und mysteriöser rüber gekommen. So wirkte das ganze ein wenig zu gewollt.

Fazit:

Das Buch war also teilweise schon spannend und mit netten Charakteren versehen, aber vieles ließ mich unbefriedigt zurück und ich hatte irgendwie mehr erwartet. Von der Idee her, so viele Themen miteinander zu vermischen, bin ich zwar angetan, hätte mir aber eine gekonntere Umsetzung gewünscht. So ist es leider nur ein kurzweiliger und durchschnittlicher Roman der zwar ein netter Zeitvertreib aber eben nichts herausragendes ist. Schade eigentlich.

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Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

Das Totendorf
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

Meinung: Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Cover liebe. Die Farben sind so brilliant, das Motiv gut gewählt und ein Hingucker im Regal. Wälder gefallen mir auf Büchern sowieso sehr gut.

Leutnant Robert von Collas wird nach Ödroge geschickt um dort ungewöhnliche Todesfälle zu untersuchen. Mit ihm fahren noch die junge Ida, die Nonne Johanna und der Student Benedikt. Mitten im Wald, nur 10 Minuten von Ödroge entfernt, müssen sie Halt machen. Dort treffen sie auch auf Paul und zum ersten Mal auf diesen gruseligen Hund. Schon bald finden Robert und Johanna heraus, was wirklich in dem Dorf passiert, aber schon bald müssen sie sich nicht nur vor dem Bösen, sondern auch vor den Dorfbewohnern schützen.

Die Handlung beginnt vielversprechend mit einem Prolog und auch das Kennenlernen des Leutnants mit den anderen Personen ist spannend. Sogleich begegnen sie dem Hund und sind gezwungen im Dorf zu übernachten. Sie wollen am nächsten Tag weiter reisen, aber der Regen macht ihnen einen Strich durch ihre Rechnung. Danach schleppt es sich ein wenig voran bis Johanna und Robert wissen, wer hinter den Morden steckt, aber damit ist es nicht getan. Nun müssen sie die einzelnen Personen erst aufspüren. Ich würde sagen, es gab ein paar langweilige Seiten, aber nie für längeren Zeitraum und dann auch nur, um auf den nächsten Seiten wieder richtig spannend zu werden. Öfters wurde ich von den neuen Handlungssträngen überrascht, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte.


Lugus Augen
Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspiel beginnt.
S. 32


Andererseits war vieles Vorhersehbar. Wer denn nun ein Böser war, wusste ich schon, als Robert und Johanna noch im Dunkeln tappten. Das wars dann aber auch. Das Ende war echt atemberaubend und hielt nochmal einen richtigen Schock bereit. Vorausgesetzt du hast das Buch aufmerksam gelesen ;)

Die Charactere gefielen mir gut, sie wirkten echt, nicht zu verkrampft und konnten mich überzeugen. Besonders Ida habe ich ins Herzchen geschlossen und freue mich für sie über ihr Liebesglück. Sie hat sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt und ist erwachsen geworden. Auch Robert hat eine Verwandlung durch gemacht. Er weiß nun, worauf es im Leben ankommt. Auch die anderen mussten Entsetzliches durchmachen und sind reifer geworden.

Der Schreibstil war einfach und leicht gehalten. Frau Sell hat es verstanden, mich in die Geschichte zu führen und mich mit einem Schocker zu überraschen. Die Atmosphäre ist dunkel, gruselig und düster. Ihr Vorliebe für Mythen ist deutlich zu erkennen und wird gut ins Buch gebracht. Schade, dass dies bisher ihr einziges Buch ist, aber das kann sich ja noch ändern.

Fazit: Ein gut durchdachter Roman mit fantastischen Elementen, großartiger Handlung und authentischen Characteren. Top.

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Granuailes avatar

Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell
Granuailevor 6 Jahren

Lugus spiel beginnt

Die Fällung einer heiligen Eiche bringt das Spiel in gang.

In einem einsam gelegenen Ort im Harz geht das Grauen um. Seit einigen Jahren verschwinden Manschen spurlos und andere werden Wahnsinnig.

Leutnant Robert von Collas soll im Auftrag des preußischen Königs diese Geschehnisse aufklären.
Unterstützug findet er in der unkonventionellen Nonne Johanna. Auch die Dientmagd Ida findet in dem Grauen ihre Stärken.

Vorsicht Spoiler:
Die Fällung der Eiche bringt den germanischen Gott Lugus (Loki) auf die Erde. Er allein hat die Götterdämmerung überlebt und will die Welt in Chaos versinken shen.

In dem Kleinen Ort Ödrode geht der Wahnsinn um.
Ein schwarzer Hund versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Ein Mann bringt seine Tochter um und hängt sich auf. Eine Frau verschwindet im Wald.

Als Ida beobachtet wie die Wirtin sich in eine Felsspalte stürzt kommen die ddinge ins Rollen.

Hauptmann von Collas steigt später in die Spalte und kommt bei dem Versuch fast um. Was er findet lässt ihn erschauern, Tote Menschen, aber nur die Hüllen davon. Zusammengesunkene Körper.
Die Nonne Johanna findet heraus das es abgelegte Körper von Lugus, Gott des Chaos, sind.

Lugus kann in so vielen Gestalten gleichzeitig umherwandeln wie es Elemente gibt(Feuer, Wasser, Luft und Erde). So schließt Johanna darauf das alle 4 Gestalten vernichtet werden müssen um Lugus zu töten bevor der Wahnsinn sie alle umbringt.

Der Gott kann andere Menschen in Besitz nehmen wenn er ihre Liebe erlangt, sie das Fürchten lehrt und sie in den Hass treibt, und nur dann.

Von Collas und Johanna stehen vor eimem Großen Problem, denn Lugus kann nur mit feuer getötet werden.

Den Hund fangen sie mit einer Finte. Aber Johanna verliert einen Teil ihrer selbst weil sie die Furcht kannen lernt.

Der hund ist also vernichtet, nur wer sind die anderen 3 Gestalten.

Ein Rätsel Raten beginnt, jeder ist Verdächtig, Menschen sterben.

Meinung:
Das Buch ist nicht ganz flüssig zu lesen. Manches wird zu oft wiederholt. Nach dem 12. mal habe ich echt schon verstanden das Johanna keine gewöhnliche Nonne ist.
Aber trotzdem ist das Buch spannend geschrieben. Die Figuren sind sehr gut durchdacht und besitzen Tiefe.

Die Atmosphäre des Buches ist dunkel und beklemmend, also genau passen für so ein Buch. Es regnet, Nebel legt sich über das Dorf und die Welt wird ganz klein, besteht nur noch aus dem Dorf, so abgeschieden liegt es.

Auch die Figur des Lugus wurde gut beschrieben. Ein richtig böses Wesen.
Er bemächtigt sich nach und nach der Seelen dieser Menschen ohne das sie dieses merken.
Und dann ist es zu spät.

Das Ende hat mich dann doch sehr erschüttert. Alles scheint wieder gut zu sein das Böse besiegt. Alle 4 Gestalten des Lugus getötet.
Ein einziger Satz im Epilog. Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther.

Da ich mich gegruselt habe vergebe ich gute 7 von 10 Punkten.

Ach so: Gut das zur Germanenzeit noch kein Periodensystem bekannt war, sonst hätten sie ein echt großes Problem .

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