Alexandra Sell Das Totendorf

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Inhaltsangabe zu „Das Totendorf“ von Alexandra Sell

Sein Fluch wird dich treffen Ein Dorf im Harz, 1729. Seit einigen Jahren versetzen seltsame Todesfälle und unerklärlicher Wahnsinn die Einwohner in Angst und Schrecken. Das junge Dienstmädchen Ida und die Nonne Johanna sitzen nach einem Unfall im Dorf fest. Johanna findet schließlich heraus, dass der Ursprung der Vorfälle beim mythischen Wesen Lugus liegt, der germanischen Gottheit des Chaos. Doch ihr bleibt nur wenig Zeit: Von Tag zu Tag werden die Dorfbewohner misstrauischer, und schließlich beginnt eine mörderische Hexenjagd ...

Fazit: Ein mythischer, gruseliger und spannender Historienroman mit einer fesselnd erzählten Geschichte und Protagonisten, die einem durch ihre etwas eigenwillige und liebenswerte Art sofort sympathisch sind.

— Bellexr
Bellexr

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  • Mystik und Spannung vereinen sich versuchsweise in einem historischen Schmöker

    Das Totendorf
    TigorA

    TigorA

    13. August 2013 um 18:22

    Inhalt: 1729: Ödrode ist ein kleines Dorf im Harz, dass seit 6 Jahren immer wieder von seltsamen Todesfällen, Morde wie Selbstmorde, verschwundenen Personen und einem unerklärlichen Wahnsinn - welchem die Dorfbewohner wahllos verfallen - heimgesucht wird. Der junge Leutnant Robert von Collas wird vom König entsandt, um im Dorf zu ermitteln und die Geschehnisse in den Griff zu bekommen. So erhält er endlich die Chance, sich zu beweisen. Durch Zufall (oder auch nicht) landen die Nonne Johanna, welche sich für Mysterien und Phänomene aller Art begeistert und die junge Dienstmagd Ida in dem Dorf. An ihrer Reisekutsche wurde die Achse angesägt, kurz vor Eintreffen in Ödrode. So sitzen die Beiden zusammen mit ihren lästigen Reisegefährten Frau Ruhleben und dem Studenten Benedikt Pohl im Dorf fest. Johanna freundet sich mit Robert an und zusammen kommen die Beiden dem ungeheuerlichen Treiben in der Stadt auf die Schliche. Denn ein mächtiges Wesen aus alter Zeit ist entfesselt und bald sind auch Johanna, Robert und Ida in Gefahr. Cover und Titel: Das Cover ist düster aber hübsch mit dem nebligen Wald und der Andetung eines Dorfes im Hintergrund. Die in rot gekleidete Frau fällt jedoch zuerst ins Auge. Sie hat dem Betrachter den Rücken zugewandt und macht den Eindruck, als würde sie zum Dorf rüber schauen. Ich finde sowohl das Cover als auch den Titel sehr passend, auch wenn ich nicht sagen könnte, wen die Frau darstellen soll. Der Titel 'Das Totendorf' ist durchaus zutreffend, denn um dieses Dorf - in dem sehr viele Menschen sterben - dreht es sich den gesamten Roman hindurch. Meine Meinung: An sich war das Buch okay, auch wenn es nichts weiter besonderes ist. Ein historischer Roman dem man versucht hat ein wenig Würze durch eine germanische Gottheit, mysteriösen Todesfällen und Besessenheit zu verleihen. Teilweise ist das auch ganz gut gelungen, nur ich fand für einen historischen Roman ist die Story ein wenig zu sehr abgedriftet ins Fantastische und darauf lag letztendlich auch der Fokus. Ob gewollt oder nicht, das ist Geschmackssache und gefällt sicher nicht jedem. Die Story hatte gewiss ihre spannenden Momente. Die viergesichtige Gottheit des Chaos die im Dorf wütet fand ich durchaus interessant und hätte mir gewünscht, dass die Autorin dort noch etwas tiefer und etwas mehr ins Detail geht wenn sie sich schon so sehr auf den mysischen Aspekt fokussiert. Immerhin hat sie ein paar kleine Textpassagen eingebaut in denen sie aus Sicht des Gottes schreibt. Hier ein Beispiel für so eine kleine Passage: "Lugus' Augen: Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspsiel beginnt." In meinen Augen hätte das aber gerne noch ausführlicher also die Textpassagen ruhig länger und viel mehr ausgeschmückt sein können. Gut war auf jeden Fall, dass man sich bis zum Schluss nicht ganz sicher sein kann wer die letzten 2 Gesichter der Gottheit sind. Man kann es vermuten, aber bei mir ging die Vermutung immer zwischen mehreren Personen hin und her. So muss es sein, denn das hat die Spannung erhalten. Die Charaktere haben mir wiederum sehr gut gefallen. Die Autorin widmet sich den 3 Hauptpersonen abwechselnd. Ich mochte die Nonne Johanna am Liebsten. Sie ist ein wenig abgebrüht und alles andere als eine typische Nonne. Sie interessiert sich für Mysterien und trinkt auch gerne mal ein oder zwei Gläschen. Außerdem mochte ich ihren etwas trockenen Humor. Die Dienstmagd Ida ist hingegen ein wenig ängstlich und zurückhaltend, aber tapfer. Sie ist die 'normale' Figur in der Story, mit der sich der Leser am leichtesten identifizieren kann. Robert von Collas hat mir am Anfang auch sehr gut gefallen weil er als Leutnant ein wenig aus der Reihe tanzt und es noch nicht wirklich zu etwas gebracht hat. Im Verlauf die Geschichte fand ich ihn aber immer farbloser und er kam meiner Meinung nach von allen Charakteren am langweiligsten rüber. Zum Schreibstil der Autorin kann ich eigentlich nicht viel sagen. Er ist einfach und verständlich und sie hat sich bemüht spannend zu schreiben. Die Texte der Gottheit sind zwar eine tolle Idee, aber hätten stilistisch noch besser umgesetzt werden können. Ich hätte mir, wie schon vorher erwähnt, ein wenig mehr Tiefgang gewünscht. Dann wäre es noch gruseliger und mysteriöser rüber gekommen. So wirkte das ganze ein wenig zu gewollt. Fazit: Das Buch war also teilweise schon spannend und mit netten Charakteren versehen, aber vieles ließ mich unbefriedigt zurück und ich hatte irgendwie mehr erwartet. Von der Idee her, so viele Themen miteinander zu vermischen, bin ich zwar angetan, hätte mir aber eine gekonntere Umsetzung gewünscht. So ist es leider nur ein kurzweiliger und durchschnittlicher Roman der zwar ein netter Zeitvertreib aber eben nichts herausragendes ist. Schade eigentlich.

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  • Das Totendorf

    Das Totendorf
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    10. April 2013 um 15:08

    Meinung: Zuerst möchte ich sagen, dass ich das Cover liebe. Die Farben sind so brilliant, das Motiv gut gewählt und ein Hingucker im Regal. Wälder gefallen mir auf Büchern sowieso sehr gut. Leutnant Robert von Collas wird nach Ödroge geschickt um dort ungewöhnliche Todesfälle zu untersuchen. Mit ihm fahren noch die junge Ida, die Nonne Johanna und der Student Benedikt. Mitten im Wald, nur 10 Minuten von Ödroge entfernt, müssen sie Halt machen. Dort treffen sie auch auf Paul und zum ersten Mal auf diesen gruseligen Hund. Schon bald finden Robert und Johanna heraus, was wirklich in dem Dorf passiert, aber schon bald müssen sie sich nicht nur vor dem Bösen, sondern auch vor den Dorfbewohnern schützen. Die Handlung beginnt vielversprechend mit einem Prolog und auch das Kennenlernen des Leutnants mit den anderen Personen ist spannend. Sogleich begegnen sie dem Hund und sind gezwungen im Dorf zu übernachten. Sie wollen am nächsten Tag weiter reisen, aber der Regen macht ihnen einen Strich durch ihre Rechnung. Danach schleppt es sich ein wenig voran bis Johanna und Robert wissen, wer hinter den Morden steckt, aber damit ist es nicht getan. Nun müssen sie die einzelnen Personen erst aufspüren. Ich würde sagen, es gab ein paar langweilige Seiten, aber nie für längeren Zeitraum und dann auch nur, um auf den nächsten Seiten wieder richtig spannend zu werden. Öfters wurde ich von den neuen Handlungssträngen überrascht, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Lugus Augen Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspiel beginnt. S. 32 Andererseits war vieles Vorhersehbar. Wer denn nun ein Böser war, wusste ich schon, als Robert und Johanna noch im Dunkeln tappten. Das wars dann aber auch. Das Ende war echt atemberaubend und hielt nochmal einen richtigen Schock bereit. Vorausgesetzt du hast das Buch aufmerksam gelesen ;) Die Charactere gefielen mir gut, sie wirkten echt, nicht zu verkrampft und konnten mich überzeugen. Besonders Ida habe ich ins Herzchen geschlossen und freue mich für sie über ihr Liebesglück. Sie hat sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelt und ist erwachsen geworden. Auch Robert hat eine Verwandlung durch gemacht. Er weiß nun, worauf es im Leben ankommt. Auch die anderen mussten Entsetzliches durchmachen und sind reifer geworden. Der Schreibstil war einfach und leicht gehalten. Frau Sell hat es verstanden, mich in die Geschichte zu führen und mich mit einem Schocker zu überraschen. Die Atmosphäre ist dunkel, gruselig und düster. Ihr Vorliebe für Mythen ist deutlich zu erkennen und wird gut ins Buch gebracht. Schade, dass dies bisher ihr einziges Buch ist, aber das kann sich ja noch ändern. Fazit: Ein gut durchdachter Roman mit fantastischen Elementen, großartiger Handlung und authentischen Characteren. Top.

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  • Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

    Das Totendorf
    Granuaile

    Granuaile

    14. January 2013 um 18:24

    Lugus spiel beginnt Die Fällung einer heiligen Eiche bringt das Spiel in gang. In einem einsam gelegenen Ort im Harz geht das Grauen um. Seit einigen Jahren verschwinden Manschen spurlos und andere werden Wahnsinnig. Leutnant Robert von Collas soll im Auftrag des preußischen Königs diese Geschehnisse aufklären. Unterstützug findet er in der unkonventionellen Nonne Johanna. Auch die Dientmagd Ida findet in dem Grauen ihre Stärken. Vorsicht Spoiler: Die Fällung der Eiche bringt den germanischen Gott Lugus (Loki) auf die Erde. Er allein hat die Götterdämmerung überlebt und will die Welt in Chaos versinken shen. In dem Kleinen Ort Ödrode geht der Wahnsinn um. Ein schwarzer Hund versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Ein Mann bringt seine Tochter um und hängt sich auf. Eine Frau verschwindet im Wald. Als Ida beobachtet wie die Wirtin sich in eine Felsspalte stürzt kommen die ddinge ins Rollen. Hauptmann von Collas steigt später in die Spalte und kommt bei dem Versuch fast um. Was er findet lässt ihn erschauern, Tote Menschen, aber nur die Hüllen davon. Zusammengesunkene Körper. Die Nonne Johanna findet heraus das es abgelegte Körper von Lugus, Gott des Chaos, sind. Lugus kann in so vielen Gestalten gleichzeitig umherwandeln wie es Elemente gibt(Feuer, Wasser, Luft und Erde). So schließt Johanna darauf das alle 4 Gestalten vernichtet werden müssen um Lugus zu töten bevor der Wahnsinn sie alle umbringt. Der Gott kann andere Menschen in Besitz nehmen wenn er ihre Liebe erlangt, sie das Fürchten lehrt und sie in den Hass treibt, und nur dann. Von Collas und Johanna stehen vor eimem Großen Problem, denn Lugus kann nur mit feuer getötet werden. Den Hund fangen sie mit einer Finte. Aber Johanna verliert einen Teil ihrer selbst weil sie die Furcht kannen lernt. Der hund ist also vernichtet, nur wer sind die anderen 3 Gestalten. Ein Rätsel Raten beginnt, jeder ist Verdächtig, Menschen sterben. Meinung: Das Buch ist nicht ganz flüssig zu lesen. Manches wird zu oft wiederholt. Nach dem 12. mal habe ich echt schon verstanden das Johanna keine gewöhnliche Nonne ist. Aber trotzdem ist das Buch spannend geschrieben. Die Figuren sind sehr gut durchdacht und besitzen Tiefe. Die Atmosphäre des Buches ist dunkel und beklemmend, also genau passen für so ein Buch. Es regnet, Nebel legt sich über das Dorf und die Welt wird ganz klein, besteht nur noch aus dem Dorf, so abgeschieden liegt es. Auch die Figur des Lugus wurde gut beschrieben. Ein richtig böses Wesen. Er bemächtigt sich nach und nach der Seelen dieser Menschen ohne das sie dieses merken. Und dann ist es zu spät. Das Ende hat mich dann doch sehr erschüttert. Alles scheint wieder gut zu sein das Böse besiegt. Alle 4 Gestalten des Lugus getötet. Ein einziger Satz im Epilog. Feuer, Wasser, Luft, Erde und Äther. Da ich mich gegruselt habe vergebe ich gute 7 von 10 Punkten. Ach so: Gut das zur Germanenzeit noch kein Periodensystem bekannt war, sonst hätten sie ein echt großes Problem .

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  • Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

    Das Totendorf
    jala68

    jala68

    14. July 2012 um 14:59

    Oh no, Sorry!
    Ich habe das Buch nach ca. 85 Seiten abgebrochen.
    Ich mag aber auch keine Krimis und Horror, mit Strömen von Blut mag ich schon garnicht.
    Für den, der sowas gerade mag ist es aber warscheinlich genau das Richtige, denn es ist gut, flüssig und spannend geschrieben.

  • Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

    Das Totendorf
    BlueNa

    BlueNa

    11. July 2012 um 20:24

    Legt euch nicht mit den Germanen an! . Eine bunt gemischte Reisegruppe, bestehend aus einer Nonne, einem Stubenmädchen, einem Student und einer Witwe, ist in einer Postkutsche unterwegs nach Braunschweig. In einem ziemlich düsteren Wald im Harz bleibt die Postkutsche wegen eines Achsschadens liegen. Durch einen glücklichen Zufall kommt auch gerade Leutnant Robert Collas mit vier Rekruten des Weges und bringt die vier Reisenden ins nächste Dorf. Robert ist vom preußischen König ausgesandt worden, um die sich häufenden, merkwürdigen Todesfälle im Dörfchen Ödrode aufzuklären. Kaum dort angekommen, beginnt er auch schon zu ermitteln und auch die Nonne Johanna will den Geschehnissen auf die Spur kommen. Noch ahnen die beiden nicht, dass sie sich mit einer alten germanischen Gottheit anlegen, die in den Harz gekommen ist, um die Menschen ins Chaos zu stürzen. . Alexandra Sell hat mit „Totendorf“ einen Historischen Roman geschrieben, der im Jahr 1729 spielt und neben Krimi- eben auch fantastische Elemente enthält. Die Stimmung in diesem Buch ist düster, denn es ist Oktober, es regnet fast die ganze Zeit und das Dorf Ödrode ist von dichtem Wald umgeben. Auch hängt eine bedrückende Stimmung über der Szenerie, die die Neuankömmlinge aus der Postkutsche und Leutnant von Collas erst nicht richtig einordnen können, bis sie selbst Zeuge einer geistig verwirrten Frau werden, die scheinbar grundlos Menschen aus ihrer Gemeinde mit einem Messer angreift. Mit der Zeit werden die Dorfbewohner immer misstrauischer und beginnen eine gnadenlose Hexenjagd, denn jeder könnte jeden in die Verderbnis stürzen. . Der Schreibstil ist mir am Anfang nicht ganz so gut bei mir angekommen. Ich fand ihn ein wenig hölzern und manchmal ein wenig gestelzt, aber nach einigen Seiten konnte ich gut damit umgehen und fand Gefallen daran. Nachdem alle Personen in Ödrode angekommen sind, wird es auf jeden Fall sehr spannend, denn ein merkwürdiges Ereignis jagt das Nächste und stellt Leutnant Robert, Nonne Johanna, Student Benedikt und Dienstmädchen Ida vor große Herausforderungen. Sie merken schnell, dass sie niemandem trauen können. Die Spannung lässt eigentlich nie nach, nur als zum Schluss die Ereignisse ihren Höhepunkt erreichen, flacht die Story meiner Meinung nach ab und wird zu leicht zu durchschauen. Hier hätte ich mir noch einen größeren Aha-Effekt gewünscht. . Die Protagonisten waren jeder für sich etwas Einzigartiges. Robert, der mutige Soldat, will sich beweisen um in der Armee voran zu kommen. Er verbündet sich mit Johanna, als er sie merken, dass beide wegen der gleichen Sache hier sind. Johanna ist eine weltoffene Nonne, die gerne dem Übersinnlichen nachjagt und alte Bücher sammelt. Sie ist ein interessanter Charakter, denn sie beweist Courage und bringt Robert dazu, über den Tellerrand hinauszublicken. Ida ist anfangs sehr naiv, entwickelt sich dann aber zu einer jungen Frau, die dem rechten Weg folgen will. Benedikt, der Student, ist ein wenig geheimnisvoll und zwielichtig, schleicht er doch zu gerne Ida hinterher. . Das Cover hatte es mir gleich angetan. Ich finde, es wunderbar gestaltet und gibt auch die düstere Stimmung im Buch bildlich wieder. Eine junge Frau im roten Barockkleid ist von Hinten zu sehen. Im Hintergrund ist ein düsterer Wald abgebildet. . Fazit: „Das Totendorf“ von Alexandra Sell ist eine gekonnte Mischung: Ein Historischer Roman mit einer Prise Krimi und gewürzt mit fantastischen Elementen, der mir viel Lesespass bereitet hat!

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  • Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

    Das Totendorf
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    22. February 2012 um 20:09

    4,5 Punte für die gelungene Mischung aus historischer Kulisse und nordischer Mythologie Inhalt . Als der junge Leutnant Robert von Collas unter strengster Geheimhaltung zum preußischen König nach Berlin bestellt wird, ahnt er nicht, was für eine unheilvolle Mission ihn erwartet. Er wird in ein kleines Dorf im Harz entsandt, das seit sechs Jahren Schauplatz mysteriöser Vorfälle ist: Die Einwohner werden plötzlich wahnsinnig, ermorden sich gegenseitig, zünden ihre Häuser an und begehen auf grausamste Weise Selbstmord. Auch die gelehrte Nonne Johanna und das Dienstmädchen Ida sitzen in dem Dorf fest, denn jemand hat ihre Kutsche manipuliert. Johanna hat ein außergewöhnliches Interesse an allen übernatürlichen Erscheinungen, und so steht sie von Collas mit ihrem Wissen zur Seite. Zunächst einmal scheint es, als handele es sich um eine grassierende Geisteskrankheit. Aber dann wird Johanne und Robert klar, dass etwas viel Größeres dahinter steht: ein dunkles germanisches Wesen von göttlichem Ausmaß, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die gesamte Menschheit ins Unglück zu stürzen. . Einschätzung . "Lugus Augen Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspiel beginnt." . Im Dörfchen Ödrode ' Nomen est Omen ' gehen Chaos und Verwirrung um. Rätselhafte Ereignisse versetzen die Dorfbewohner seit geraumer Zeit in Angst und Schrecken, lassen sie beinahe an ihrem Verstand zweifeln. Menschen töten einander oder sich selbst ohne erkennbaren Grund, andere verschwinden spurlos im Wald, als hätten sie nie existiert. Es gibt kein Schema, jeder scheint gefährdet, mit einem Mal dem Wahnsinn zu verfallen. Das Eintreffen von Leutnant Robert von Collas erweckt leise Hoffnung bei den Einwohnern. Ihm zur Seite stehen die Passagiere einer vierköpfigen Reisegruppe, die infolge eines Kutschenunglücks in Ödrode gestrandet zu sein scheinen. Während Robert nach einer objektiven Erklärung für die Vorkommnisse sucht, ist die Nonne Johanna davon überzeugt, dass eine höhere Macht ihre Hände im Spiel hat. In ihren Büchern findet sie schließlich einen Hinweis auf den germanischen Gott Lugus, der scheinbar immer gleichzeitig in vier Gestalten der Dorfbewohner schlüpft, um Konfusion zu verbreiten, für die er mit seinem Namen bürgt. Mit der Zeit traut keiner keinem mehr, alle stehen sich misstrauisch gegenüber und alsbald beginnt eine wahre Hexenjagd. . Leutnant Robert von Collas ist ein Soldat wie er im Buche steht: Tatkräftig und gesetzestreu. Mit der Nonne Johanna verbindet ihn ein starkes Band, nachdem nur sie beide um die vier Gestalten des Lugus wissen, während er für die Gräfin Helene ausschließlich romantische Gefühle entwickelt. Die Nonne Johanna ist trotz ihres festen Glaubens keine typische Nonne. Sie interessiert sich für übernatürliche Phänomene und betreibt dahingehend ihre Forschungen. Weitere Merkmale sind ihre Scharfzüngigkeit und ihre Vorliebe für Branntwein. Das Dienstmädchen Ida ist auf dem Weg zu einer neuen Dienststelle. Unschuldig und naiv, verliebt sie sich in den Schustergesellen Paul, während sie sich mit dem Studenten Benedikt ständig in die Haare bekommt. Der Student Benedikt Pohl wirkt von Anfang an undurchschaubar. Er scheint ein Auge auf Ida geworfen zu haben, die ihn jedoch permanent zurückweist. Erst als er ihr in scheinbar ausweglosen Situationen zu Hilfe eilt, beginnen sich Ida und Leser zu fragen, ob ihm nun zu trauen ist oder nicht. Die Witwe Sophie Ruhleben kann man durchaus als 'lustige' Witwe bezeichnen, denn sie jagt jedem Mann hinterher, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Immer wieder versucht sie Ida Ratschläge in Sachen Liebe zu erteilen, liefert sich Wortgefechte mit Johanna und flirtet geradezu schamlos mit Robert und Benedikt. . Alexandra Sells Vorliebe gilt nicht nur historischen Stoffen, sondern auch alten Sagen und Mythen sowie fantastischen Geschichten. Es ist ihr in diesem Roman hervorragend gelungen, die unterschiedlichsten Charaktere auf einem Schauplatz zu vereinen. Humor und Spannung halten sich gekonnt die Waage und lassen somit keine unnötigen Längen zu. Da der Roman ohne Ich-Erzähler auskommt, weiß der Leser bis zum Schluss nicht, welche vier Gestalten sich als Lugus entpuppen. Achtung: Der Epilog hält noch eine Überraschung bereit! ;-) . Das Cover ist ein Hingucker und der eigentliche Grund, warum ich das Buch in die Hand genommen habe. Es zeigt eine junge Frau in einem altertümlichen Kleid, die wie gebannt in die Ferne blickt. Blutroter Farn weist ihr den Weg durch den Wald zu einem Dorf, dessen Dächer im Nebel nur schemenhaft zu erkennen sind. Der Schriftzug mit den verschnörkelten Anfangsbuchstaben lässt auf eine historische Geschichte hoffen. . Fazit . 'Das Totendorf' ist eine gelungene Mischung aus historischer Kulisse und nordischer Mythologie, die durch Spannung und sympathische Charaktere überzeugt. Dafür gibt es von mir 4,5 von 5 Punkten!

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  • Rezension zu "Das Totendorf" von Alexandra Sell

    Das Totendorf
    Bellexr

    Bellexr

    11. January 2012 um 16:36

    Das Todesspiel beginnt . Lugus‘ Augen Die Kutsche steht, der Plan ist aufgegangen. Ich sehe die Neuankömmlinge, beobachte sie, wie sie sich in meinem Netz verfangen, ohne es zu bemerken. Das Todesspiel beginnt. . Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. ist zu Ohren gekommen, dass in einem kleinen Dorf im Harz unerklärliche Todesfälle geschehen und Menschen dem Wahnsinn verfallen. So bestellt er Leutnant Robert von Collas ins Berliner Stadtschloss und beauftragt ihn, sich den Vorfällen anzunehmen und diese aufzuklären. Zusammen mit vier Rekruten reist Robert im Oktober 1729 in den Harz. Kurz vor ihrem Ziel treffen sie auf eine beschädigte Kutsche. Den vier Reisenden, darunter auch die Nonne Johanna, bleibt nichts anderes übrig, als die Nacht in Ödrode zu verbringen, begleitet von den Soldaten. Kaum im Dorf angekommen beginnt der Leutnant mit seinen Ermittlungen, aber auch Schwester Johanna, die ebenfalls Kenntnis von den seltsamen Vorfällen erhielt, beginnt nach den Ursachen zu forschen. Zusammen kommen Robert und Schwester Johanna recht schnell hinter den Grund für die Morde und dem Wahnsinn unter den Dorfbewohnern. Und die Zeit drängt, denn die Dorfbewohner haben Todesangst, ihr Misstrauen wächst und schon bald schrecken sie auch vor einer mörderischen Hexenjagd nicht zurück. . Im Jahr 723 hält nach und nach das Christentum Einzug im Fränkischen Reich, die germanischen Götter rücken immer mehr in den Hintergrund, ihre heidnischen Symbole werden zerstört. Solch eine Szene beschreibt die Autorin in ihrem Prolog und somit ist einem bald klar, dass Legenden und alte Gottheiten Grundlage für den historischen Krimi sind. . Nach diesem kurzen Prolog wechselt die Autorin zur eigentlichen Geschichte ins Jahr 1729 und es dauert auch nicht lange, bis sich eine geheimnisvolle, düstere und auch gruselige Atmosphäre aufbaut. Scheinbar ohne Grund und ganz plötzlich verfallen Dorfbewohner dem Wahnsinn, mehrere Menschen sind in den letzten Jahren spurlos verschwunden und scheinbar friedliebende Menschen werden zu Mördern. Anfangs stehen Schwester Johanna und Robert vor einem Rätsel. Nichts scheint einen Sinn zu ergeben, nirgends ist ein Grund für das Verhalten der Dorfbewohner zu finden bis Schwester Johanna das uralte Buch Yggdrasil liest. . Man merkt schnell, dass Alexandra Sell eine Vorliebe für alte Sagen und Mythen hat, denn diese Einflüsse baut sie geschickt und überzeugend in die Story ein, die sich schon bald ziemlich rasant und überaus spannend präsentiert. Ihr Sprachstil ist der Zeit angepasst, wirkt dennoch modern, ist trotz der gruseligen Stimmung gelegentlich auch etwas humoristisch und durchweg flüssig und lebendig. Hinzu kommt, dass noch einige nicht unbedingt vorhersehbare Wendungen eingebaut sind und auch der Ausgang der Geschichte ist einem lange nicht ersichtlich. Nicht zu vergessen dabei sind aber auch die Charaktere des Buches. Denn eigentlich kann man keinem trauen, hier trügt wirklich der äußere Schein und nie ist man sich sicher, ob die Handlungen einzelner Personen nicht Berechnung sind. . Die Charakterzeichnungen sind der Autorin wunderbar gelungen. Die Hauptfiguren ihres Buches sind zum einen der junge Leutnant. Robert nimmt selten ein Blatt vor den Mund, kann für sein Alter schon sehr autoritär auftreten, ist kampferprobt und mutig und offen für neue Ideen. Diese präsentiert ihm die eigenwillige, belesene, extrem neugierige und mit einem wunderbaren schwarzen Humor gesegneten Nonne. Die dritte im Bunde ist das das Hausmädchen Ida, die zum ersten Mal verreist, anfangs total verschüchtert, ängstlich und unsicher ist und die an den Herausforderungen, welche an sie gestellt werden, über sich hinauswächst. Auch alle weiteren Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle bestens beschrieben und wirken in ihren Handlungen authentisch. Allerdings sind wirklich alle Charaktere, bedingt durch den Verlauf der Geschichte, für einen als Leser in ihren Handlungen so gut wie nicht einschätzbar. . Fazit: Ein mythischer, gruseliger und spannender Historienroman mit einer fesselnd erzählten Geschichte und Protagonisten, die einem durch ihre etwas eigenwillige und liebenswerte Art sofort sympathisch sind.

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