Alexandra Tobor

 4.4 Sterne bei 81 Bewertungen
Alexandra Tobor

Lebenslauf von Alexandra Tobor

Alexandra Tobor, geboren in Polen, kam 1989 als Achtjährige nach Deutschland. Sie studierte Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte und lebt heute in Augsburg. Als Produzentin eines Podcasts über Sachliteratur ("In trockenen Büchern") bringt sie zahlreichen Hörern kulturwissenschaftliche Themen näher. Ihr erster Roman "Sitzen vier Polen im Auto" war ein großer Erfolg.

Alle Bücher von Alexandra Tobor

Alexandra ToborSitzen vier Polen im Auto
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Sitzen vier Polen im Auto
Sitzen vier Polen im Auto
 (57)
Erschienen am 08.06.2012
Alexandra ToborMinigolf Paradiso
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Minigolf Paradiso
Minigolf Paradiso
 (24)
Erschienen am 21.05.2016

Interview mit Alexandra Tobor

Alexandra Tobor im Interview mit LovelyBooks // August 2012

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

In jungen Jahren hatte ich es schwer, bei Gleichaltrigen Anschluss zu finden. Ich war so unsportlich, dass es bei den Bundesjugendspielen nicht mal zur Siegerurkunde gereicht hat. Ich rollte das „r“, trug Karottenjeans von C&A und das einzige Piercing, das meine Eltern mir erlaubten, war ein mit Silber-Edding übermalter Pickel. Mein Vater würde nie Schützenkönig werden, meine Mutter nie auf einer Klassenpflegschaftssitzung Geld für einen kunstvoll verpackten Fresskorb eintreiben. Mit meinem blassen, polnischen Mondgesicht empfand ich mich als Fremdkörper, zum Schweigen in die Ecke getrieben von unerreichbaren Integrationsanforderungen. Irgendwann in der achten Klasse stellte der Englischlehrer uns die Aufgabe, über die Erfahrung des Fremdseins zu schreiben. Und ich schrieb wie besessen. Der Lehrer gab mir mein Heft mit feuchten Augen wieder und lobte meinen Aufsatz vor den Mitschülern, sie ungerecht niedermachend für ihre ereignislosen Kindheiten, ihren Mangel an Fremdheitserfahrung. Zum ersten Mal wurde mir klar, dass meine Defizite sich im Schreiben in Stärken verwandelten. Ich entdeckte das Schreiben als Weg, mich anderen mitzuteilen, ohne ihren Vereinen beitreten zu müssen. Seitdem schreibe ich, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Worte schreiten über Vorurteile und Äußerlichkeiten hinweg. Sie bannen sich ihren Weg durch das Dickicht aus Unsicherheiten, Ängsten und Ignoranz. Sie können gewaltig an der Wirklichkeit rütteln, sie sogar kippen und neu gestalten.

2. Welche Bücher/Autoren liest du selbst gern und wo findest bzw. suchst du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich liebe die Kinderabteilung der Stadtbücherei! Bücher von Michael Ende, Roald Dahl oder Angela Sommer-Bodenburg machen mich immer noch glücklich. Seit einigen Jahren ernähre ich mich auch von zeitgenössischer polnischer Literatur. Darin finde ich häufig meine Vorlieben vereint: Subjektivität, magischen Realismus, das Groteske, Surreale und Poetische, schonungslose Beobachtung und mitreißende Sprachgewalt. Neue Autoren entdecke ich über Nominierungen, z.B. für den Warschauer Literaturpreis Nike. Wenn Lieblingsschriftsteller in Interviews ihre literarischen Einflüsse verraten, lege ich mir die genannten Bücher gleich zu.

3. Von welchem Autor würdest du dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Steffen Möller aus Wuppertal, der in den Neunzigern nach Polen ausgewandert ist und in seinen Büchern „Viva Polonia“ und „Expedition zu den Polen“ von der anderen Seite des Spiegels berichtet. Ein unerhört sympathischer Typ, mit dem ich das Ziel teile, die Kommunikation zwischen Deutschen und Polen zu fördern; nicht politisch-symbolisch, sondern menschlich.

4. Wo holst du dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Bilder sind meine wichtigsten Quellen. Alle meine „Kreativitätstechniken“ sind visueller Natur. Ich blättere durch Kunstbände, Hochglanzmagazine, Modekataloge. Ich nutze die Bildersuche von Google, gehe ins Museum, mache Screenshots von Filmen. Ich habe Kunstgeschichte studiert. Da ging es immer nur darum, Bilder zu beschreiben, Dinge zu benennen. Klingt stupide, ein bisschen wie Grundschule, aber wenn man sich einmal auf ein Bild einlässt, läuft die Phantasie Amok. Wenn ein Bild mich anspricht, versuche ich, es so treffend wie möglich zu beschreiben. Oder die Gefühle, die es in mir auslöst, die Erinnerungen, die es weckt. Charaktere setze ich spielerisch aus Bildfragmenten zusammen. Manchmal zeichne ich sie, erstelle Karikaturen, um mehr über sie zu erfahren. Eine sehr intuitive Angelegenheit, bei der mir auf magische Weise die passenden Formulierungen in den Kopf sprudeln.

5. Wie und wann schreibst du normalerweise, kannst du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Die wichtigste Erkenntnis, die ich während der Arbeit an meinem Roman gewonnen habe, ist die, dass Schreiben nicht das Formulieren druckreifer Sätze ist, sondern überwiegend aus Recherche, Spiel und Kritzelei besteht. Disziplin klingt so nach Schreiben wider Willen, und so fühlte es sich an, wann immer ich mir vornahm, zu bestimmten Zeiten aktiv zu „formulieren“. Aber als Autor kann und muss man auch passiv sein. Lesen zum Beispiel kann man auch, wenn man uninspiriert und stumpf ist. Bücher, die irgendwas mit den Themen zu tun haben, mit denen man sich selbst beschäftigt, sind immer eine Bereicherung, vor allem Sachbücher. Ideen kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern wachsen aus vorhandenem Wissen. Ich warte weder auf die Muse, noch lasse ich Disziplin walten. Aber ich versuche stets, entweder aktiv (kritzelnd, zeichnend, formulierend) oder passiv (lesend, konsumierend) bei meinem Projekt zu bleiben.

6. Welche Wünsche hast du im Bezug auf deine Bücher und deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Die Kindheit des Aussiedlermädchens Ola ist erzählerisch abgeschlossen, nun stehen für die geplante Fortsetzung die Jugendjahre an. Es wird nicht mehr so niedlich und naiv zugehen wie im ersten Band, aber es bleibt hoffentlich lehrreich und unterhaltsam. Daneben möchte ich unbedingt mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen arbeiten, die Begeisterung fürs Lesen und den Mut zum Schreiben fördern. Das ist mein Traum.

7. Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Furchtbar. Heutzutage ist es ja üblich, für ein Exposé und ein Probekapitel unter Vertrag genommen zu werden. Man bekommt vom Verlag einen Vorschuss und eine Deadline. Das verdammte Buch muss also tatsächlich geschrieben werden. Bis dahin quält man sich mit Selbstzweifeln und Existenzängsten, träumt nachts von Versagen und Blamage. Alles ist ungewiss, man kann sich nicht mehr zurückziehen. Das Buch kann ein Erfolg werden, aber auch eine Katastrophe, für die man sich zeitlebens schämen wird. Hinzu kommt die Ohnmacht vor den Marketingwünschen des Verlags. Da hilft nur noch Gottvertrauen.

8. Was machst du am liebsten, wenn du gerade nicht schreibst?

Amerikanische Serien konsumieren! „Breaking Bad“ und „Mad Men“ zum Beispiel sind Meisterwerke. Sie faszinieren mich so sehr, dass ich über jede Folge Aufsätze schreiben könnte. Was in den letzten zehn Jahren in den USA und teilweise auch in Großbritannien produziert wurde, ist so gut, dass es nach dem Nobelpreis für Literatur schreit.

Neue Rezensionen zu Alexandra Tobor

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Ann-Marys avatar

Rezension zu "Minigolf Paradiso" von Alexandra Tobor

Eine Reise in die Vergangenheit...
Ann-Maryvor 2 Jahren

Die 16-jährige Malina ist gebürtige Polin und als kleines Kind gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland, genauer gesagt in den Ruhrpott ausgewandert. Malina ist ein nettes Mädchen, besucht ein Gymnasium, ist gut in der Schule nur hat sie eines nicht… Freunde! Als gebürtige Polin wird sie gemieden und wurde letztlich zum Außenseiter der einfach nicht wahrgenommen wird.
Als ihre Eltern in den Sommerferien 1997 in den Urlaub fahren und Malina zuhause bleiben darf ahnt sie noch nicht dass in den kommenden Wochen das Abendteuer ihres Lebens auf sie wartet, denn durch puren Zufall stößt Malina auf ihren Großvater, der eigentlich schon lange Todgesagt ist…
Gemeinsam mit ihm reist sie in die Vergangenheit und lernt endlich die Geschichte ihrer Familie kennen…

Fazit:

Cover:

Sehr schönes Cover, das einen schon alleine durch den Anblick in die Vergangenheit reisen lässt

Schreibstil:

Toller, leicht zu lesender Schreibstil. Mir hat er gut gefallen

Inhalt:

Die Autorin Alexandra Tobor hat mit „Minigolf Paradiso“ einen Roman geschrieben, der nicht nur Malina in die Vergangenheit führt, sondern auch jeden einzelnen Leser. Ich selbst bin in den 80er/90er Jahren groß geworden und wurde durch so viele Dinge an meine eigene Kindheit/ Jugend erinnert.

Malina war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihre Neugier nach ihrer eigenen Vergangenheit, die die Mutter mit aller Macht zu verdrängen versucht wurde sehr ausführlich beschrieben, selbst Malinas Gefühl der Nicht-Zugehörig- und Machtlosigkeit gingen auf mich als Außenstehenden über. Ganz oft ertappte ich mich bei dem Gedanken wie es mir selbst wohl in solch einer Situation ergehen würde… Opa Aldi war für mich von Anfang an ein komischer Kautz, dessen Verhalten ich oftmals nicht nachvollziehen konnte, jedoch hat sich dies gegen Ende des Buches geändert und so konnte er bei mir doch noch ein paar Sympathiepunkte einheimsen.

Die Geschichte selbst "plätschert" leider wärend der ersten Leseabschnitten etwas „langweilig“ vor sich hin. Es passierte nichts wirklich aufregendes, sodass man das Gefühl hatte die Seiten ziehen sich ewig. Dies änderte sich jedoch dann ab ca. der Mitte des Buches, denn hier nimmt die Story dann richtig an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich, es wird spannend und ich erwischte mich selbst immer wieder beim mitfiebern, hoffen und bangen… einfach toll! Obwohl das Ende dann genau das war was ich mir erhofft und gewünscht hatte war es in meinen Augen leider etwas zu kurz gehalten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht!

Alles in allem war dieses Buch aber eine runde Sache, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen

 

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Bokmals avatar

Rezension zu "Minigolf Paradiso" von Alexandra Tobor

Roadtrip mit Opa
Bokmalvor 2 Jahren

In Alexandra Tobors "Minigolf Paradiso" befindet sich der Leser in den (wilden?) 90ern.
Die polnischstämmige 16-jährige Malina lebt zwischen zwei Welten. Als sie ein Kind war, sind ihre Eltern mit ihr nach Deutschland gekommen. Die Mutter fühlt sich ganz als Deutsche und möchte die polnische Vergangenheit am Liebsten hinter sich lassen. Deshalb wiegelt sie jedes Gespräch, das Malina in diese Richtung anfangen will, ab. Malina leidet darunter, nichts über ihre ursprüngliche Heimat erfahren zu können. Und vielleicht liegt es auch an dieser "Wurzellosigkeit", dass sie sich mit ihrem ganzen Leben nicht wohlfühlt. In der Schule ist sie eher eine Außenseiterin, ihr einziger Freund ist der tote Punk Titus, den sie regelmäßig auf dem Friedhof "besucht".

Dann stehen die Sommerferien vor der Tür und Malina freut sich auf die Zeit der "sturmfreien Bude". Es ist reiner Zufall, dass sie auf einer alten Videokassette die Aufzeichnung einer Talkshow mit ihrem Opa findet. Klingt ja an sich nicht so außergewöhnlich, wenn Alois Dudek nicht angeblich vor vielen Jahren in einem Weiher in Polen ertrunken wäre. Was nun? Malina begibt sich auf die Suche nach ihm und aus den ereignislosen Ferien wird ein unterhaltsamer Roadtrip nach Polen, der für Malina zum Wiederfinden ihrer Wurzeln und vor allem ihrer Familie führt.

Das Buch ist wie eine Zeitreise in die 90er Jahre! Ist man selbst in dieser Zeit aufgewachsen, erkennt man viele Dinge wieder - denke man zum Beispiel an die Kelly Family, die bunten Glasschnuller oder auch die Baby-G Uhren. Die Autorin hat dazu eine aufwendige Seite zum "betreuten Lesen" erstellt, auf der man herrlich in dieser Zeit schwelgen kann. Dafür ein besonders großes Lob!

Die Stärke des Buches liegt in seinem dritten Teil. Sympathisch ist einem Malina von Anfang an, Alois mir persönlich nicht so, da er ein Kleinkrimineller ist. Gut gefallen haben mir dann aber die Erklärungen der Oma, da wird einem so einiges deutlich. Während das Buch im ersten und zweiten Teil aber eher "so vor sich hinplätschert", will sagen, dass nicht so viele Dinge passieren, nimmt es im dritten Teil nochmal richtig an Fahrt auf, der Leser wird wachgerüttelt, fiebert mit und will unbedingt wissen, was denn dann als nächstes passiert. Ich vergebe insgesamt 4 Sterne.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roadtrip um eine Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität und ihren Wurzeln, angenehm und flüssig zu lesen und mit großem Unterhaltungswert bezüglich der 90er Jahre.

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Maddinliests avatar

Rezension zu "Minigolf Paradiso" von Alexandra Tobor

Tom Sawyer in Polen
Maddinliestvor 2 Jahren


Ein tolles und unbeschwertes Buch über die Zusammenführung einer außergewöhnlichen Familie.
Wir befinden uns im Jahre 1997 und Malina hat Sommerferien. Ihre Eltern fahren erstmals ohne sie in den Ferien und sie weiß noch nicht so recht, was sie mit der freien Zeit anfangen soll. Durch Zufall stößt sie auf ein Lebenszeichen ihres Großvaters, der laut ihrer Mutter nicht mehr lebt. Neugierig geworden und angetrieben mehr von ihrer Familie zu erfahren macht sie sich auf die Suche nach ihrem Opa. Es entwickelt sich ein turbulenter Roadtrip...
Alexandra Tobor hat mich schnell mit ihrem lebendigen und unterhaltsamen Schreibstil in den Bann der 90er Jahre entführt. Die Hauptprotagonisten Malina und ihre Großeltern waren mir auf Anhieb sympathisch und es machte Spaß den Roadtrip nach Polen zu begleiten. Alexandra Tobor reichert die Familiengeschichte mit vielen kleinen Anekdoten aus den 90er Jahren an, die mich immer wieder herzhaft lachen lassen. So erscheint der längst vergessene Harry Wijnvoord mit seiner Show "Der Preis ist heiß", die Kelly Family, Siegfried & Roy und VHS-Kasetten, um nur einige Beispiele zu nennen. "Minigolf Paradiso" ist ein lustiges, trauriges und natürlich schönes Buch. Die Geschichte wird von der Autorin liebevoll und authentisch erzählt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Wer Lust hat eine lustige und entspannte Reise in die Vergangenheit der 90er Jahre zu unternehmen, liegt mit Minigolf Paradiso genau richtig. Mich hat das Buch auf jeden Fall hervorragend unterhalten und ich bewerte es mit verdienten 5 von 5 Sternen.

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Gespräche aus der Community

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alexandra_tobors avatar
Liebe Bücherfreunde,

Habt ihr "Tschick" gern gelesen? Mögt ihr in Nostalgie getunkte Geschichten mit jugendlichen Protagonisten? Und stört es euch auch, dass die Helden so vieler Roadnovels und Coming-of-Age-Sommerromane  Jungs sind?


Unter uns: Mich hat es immer schon genervt, dass eine weibliche Protagonistin ein Buch automatisch zum "Mädchenbuch" oder "Frauenbuch" macht.  Meine Erzählerin interessiert sich nicht für Mode, lechzt keinen unerreichbaren Boys hinterher und hat auch keine "Mädels" zum Lästern und Kreischen. Sie ist ein ziemlicher Loser: Darf man das als Mädchen überhaupt? Das können wir diskutieren, aber eigentlich ist es egal, denn ich schicke sie auf eine Reise, wo das alles gar keine Rolle spielt. ;)

Sommerferien 1997. Die sechzehnjährige Malina findet heraus, dass ihr Großvater, der vor vielen Jahren ertrunken sein soll, alles andere als tot ist. Alois Dudek lebt: als Talkshow-Teilnehmer, Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber. Gleich nebenan in Castrop-Rauxel! Malina fährt hin, aber der Besuch endet im Desaster. Alois ist kein Vorbild-Opa, sondern ein Verlierer im Elvis-Kostüm, ein alberner Märchenerzähler. Und er hat Schulden bei den falschen Leuten. Als er Opfer eines Überfalls wird, hauen Alois und Malina ab. Ihre Flucht wird zur Reise in die Vergangenheit: in die polnische Heimat, von der Malinas Eltern nie erzählen wollten … 

Das geht raus an alle Nostalgieschwärmer,90s-Veteranen, Roadmovie-Fans und Freunde schräger Außenseitergeschichten!

Vier Jahre nach meinem Debut Sitzen vier Polen im Auto freue ich mich wie ein frisch gefüttertes Tamagotchi, euch endlich meinen neuen Roman vorstellen zu dürfen. Minigolf Paradiso ist ein Jugendbuch für Erwachsene und ein Erinnerungskarussell für alle, denen Coco Jambo, Buffalo-Treter und „Der Preis ist heiß“ noch was sagen.

Wenn ihr Geschichten mögt, die sehr lustig aber auch ziemlich traurig sein können, oder einfach nur Lust auf eine Reise in die Vergangenheit habt (vielleicht sogar eure eigene?) lade ich euch herzlich ein, diese Leserunde zu einer Tauschbörse  schönstschlimmster Erinnerungen zu machen!

Ich werde die Leserunde intensiv betreuen und begleite alles mit einem "Betreuten Lesen": Im 90s-Blog kommentiere und bebildere ich alle 90s-Erscheinungen, die im Buch vorkommen!

Der Rowohlt-Verlag stellt uns 20 Exemplare zur Verfügung, die unter den Interessenten verlost werden.

Um dabei zu sein, müsst ihr nur diese Fragen beantworten: 

 Wie alt wart ihr 1997? Und welche 3 Songs assoziiert ihr mit den 90ern? Es können eure Lieblingssongs sein, Songs, die im Radio rauf- und runtergenudelt wurden oder einfach Songs, mit denen ihr besondere Erinnerungen verbindet.

Ich freue mich auf eure Antworten! 

 Alexandra

PS: Eine Leseprobe findet ihr HIER.

Ann-Marys avatar
Letzter Beitrag von  Ann-Maryvor 2 Jahren
Liebe Alexandra, hier kommt nun auch meine Rezesion: http://www.lovelybooks.de/autor/Alexandra-Tobor/Minigolf-Paradiso-1111156177-w/rezension/1279327393/ Vielen, vielen Dank dass ich hier mitlesen durfte. Ich hatte beim Lesen viel Freude und bin damit selbst ein bisschen in meine eigene Vergangeheit gereist. Liebe Grüße Anne
Zur Leserunde
alexandra_tobors avatar
"Das erste was ich sah, als ich am 1. Mai 1986 beschloss, ins Leben zurückzukehren, war die rabenschwarze Turmfrisur meiner Oma."

So beginnt die skurrile Geschichte eines sechsjährigen Mädchens aus dem kommunistischen Polen, das Tode vortäuscht, um den Unannehmlichkeiten des Lebens zu entgehen. An diesem Tag wird die kleine Ola im Keller der exzentrischen Oma einen Quelle-Katalog finden, dessen Entdeckung die Erkenntnis folgt, dass es irgendwo "hinter der Grenze" ein geheimnisvolles, wunderbares Land namens "BRD" gibt. Das Mädchen hat nur noch einen Wunsch: "rausfahren" wie ihr Onkel Marek, der im weißen Mercedes zu Besuch kommt und "Baby-Orangen" und "haarige Kartoffeln" namens Kiwi dabei hat. Als Olas Familie 1989 beschließt, nach Deutschland auszuwandern, geht für sie ein Traum in Erfüllung. Aber ist das Leben im Westen wirklich so wie im Quelle-Katalog? Werden auch in Deutschland Ausländer wie heilige Kühe verehrt? Und wie geht das überhaupt, von einem Tag auf den anderen in einem fremden Land leben? Die nächsten drei Jahre werden es zeigen!  

"Sitzen vier Polen im Auto" basiert auf meinen eigenen Erlebnissen und Erfahrungen als Ausgewanderte. Das Buch wird euch zum lachen und zum weinen bringen, aber vor allem das Herz erwärmen. Versprochen!

Der Ullstein-Verlag stellt uns 25 Exemplare zur Verfügung, die unter allen Interessenten verlost wurden. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Diskussion über Polen, Deutschland, Vorurteile, Klischees, Kindheitserinnerungen an Ost und West, und alles, worüber ihr sonst noch mit mir reden möchtet!   Eure Alexandra  

PS: Das erste Kapitel habe ich in gekürzter Fassung als "Hörbuch" eingesprochen.
http://soundcloud.com/rosereule/kapitel-1-das-goldene-buch  

Hier rede ich mit Holger Klein über die Migration nach Deutschland:
http://www.wrint.de/2012/06/08/wr072-ortsgesprach-alexandra-tobor-schriftstellerin/

Mehr Infos zum Buch hier:
http://www.n-tv.de/leute/buecher/Fuer-alle-die-sich-fremd-fuehlen-article6446651.html  
Anchesenamuns avatar
Letzter Beitrag von  Anchesenamunvor 6 Jahren
Entschuldigt bitte, dass es nun doch so lange mit der Rezension gedauert hat! Aber hier ist sie endlich! http://www.lovelybooks.de/autor/Alexandra-Tobor/Sitzen-vier-Polen-im-Auto-943659752-w/rezension-975779570/ Habe mich durch das Buch total super unterhalten gefühlt und bin froh, bei der Leserunde dabei gewesen zu sein! Ich fand es auch klasse, wie aktiv die Autorin hier mitdiskutiert hat. Ich habe vieles über Polen gelernt. :-)
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