Alexandra Tobor Minigolf Paradiso

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Inhaltsangabe zu „Minigolf Paradiso“ von Alexandra Tobor

Die 16-jährige Malina findet heraus, dass ihr polnischer Großvater, der 1976 ertrunken sein soll, alles andere als tot ist. Alois Dudek lebt: als Talkshow-Lügner, Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber. Gleich nebenan in Castrop-Rauxel. Malina fährt hin, steht bei Alois vor verschlossener Tür - und wird Zeugin eines Überfalls. Der Alte hat Schulden bei den falschen Leuten. Malina verspricht, ihm zu helfen. Im Gegenzug soll Alois mit ihr in die alte Heimat fahren, um sich in einem Dorf, in dem die Zeit still steht, der Vergangenheit zu stellen: den Wunden, die er abbekommen und die er anderen geschlagen hat.

tolles Buch, absolut lesenswert

— Ann-Mary

Eine Familiengeschichte anderer Art! Leichte Geschichte für den Sommer, um sich in die 90er in Polen/ Deutschland zurück zu begeben :)

— Wecanlivebythebook

Familienzusammenführung auf polnisch - eine wunderbar zu lesende Geschichte mit viel Charme, Humor und einer tollen Entwicklung der Figuren

— Julitraum

Ein genialer und herrlich witziger Road-Trip mit einer Protagonistin, die man einfach gern haben muss! Lacher garantiert! :D

— TeleTabi1

Netter Roadtrip für zwischendurch

— zessi79

Temporeich, spannend und abgedreht- Genau richtig! 🌞

— mamamal3

Malinas Roadtrip mit ihrem skurillen Großvater nach Polen. Für alle, die in den 90ern aufgewachsen sind, ein Lesespaß!

— schnaeppchenjaegerin

Ein kunterbunter Road-Trip mitten durch die 90er, kurzweilig und mit wunderbar bissigem Humor!

— louella2209

Wunderbares Urlaubsbuch !!

— marpije

Roadtrip mal anders.

— milapferd

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  • Eine Reise in die Vergangenheit...

    Minigolf Paradiso

    Ann-Mary

    16. August 2016 um 12:15

    Die 16-jährige Malina ist gebürtige Polin und als kleines Kind gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland, genauer gesagt in den Ruhrpott ausgewandert. Malina ist ein nettes Mädchen, besucht ein Gymnasium, ist gut in der Schule nur hat sie eines nicht… Freunde! Als gebürtige Polin wird sie gemieden und wurde letztlich zum Außenseiter der einfach nicht wahrgenommen wird. Als ihre Eltern in den Sommerferien 1997 in den Urlaub fahren und Malina zuhause bleiben darf ahnt sie noch nicht dass in den kommenden Wochen das Abendteuer ihres Lebens auf sie wartet, denn durch puren Zufall stößt Malina auf ihren Großvater, der eigentlich schon lange Todgesagt ist…Gemeinsam mit ihm reist sie in die Vergangenheit und lernt endlich die Geschichte ihrer Familie kennen… Fazit: Cover: Sehr schönes Cover, das einen schon alleine durch den Anblick in die Vergangenheit reisen lässt Schreibstil: Toller, leicht zu lesender Schreibstil. Mir hat er gut gefallen Inhalt: Die Autorin Alexandra Tobor hat mit „Minigolf Paradiso“ einen Roman geschrieben, der nicht nur Malina in die Vergangenheit führt, sondern auch jeden einzelnen Leser. Ich selbst bin in den 80er/90er Jahren groß geworden und wurde durch so viele Dinge an meine eigene Kindheit/ Jugend erinnert. Malina war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ihre Neugier nach ihrer eigenen Vergangenheit, die die Mutter mit aller Macht zu verdrängen versucht wurde sehr ausführlich beschrieben, selbst Malinas Gefühl der Nicht-Zugehörig- und Machtlosigkeit gingen auf mich als Außenstehenden über. Ganz oft ertappte ich mich bei dem Gedanken wie es mir selbst wohl in solch einer Situation ergehen würde… Opa Aldi war für mich von Anfang an ein komischer Kautz, dessen Verhalten ich oftmals nicht nachvollziehen konnte, jedoch hat sich dies gegen Ende des Buches geändert und so konnte er bei mir doch noch ein paar Sympathiepunkte einheimsen. Die Geschichte selbst "plätschert" leider wärend der ersten Leseabschnitten etwas „langweilig“ vor sich hin. Es passierte nichts wirklich aufregendes, sodass man das Gefühl hatte die Seiten ziehen sich ewig. Dies änderte sich jedoch dann ab ca. der Mitte des Buches, denn hier nimmt die Story dann richtig an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich, es wird spannend und ich erwischte mich selbst immer wieder beim mitfiebern, hoffen und bangen… einfach toll! Obwohl das Ende dann genau das war was ich mir erhofft und gewünscht hatte war es in meinen Augen leider etwas zu kurz gehalten. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Ausführlichkeit gewünscht! Alles in allem war dieses Buch aber eine runde Sache, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen  

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  • Roadtrip mit Opa

    Minigolf Paradiso

    Bokmal

    07. August 2016 um 12:42

    In Alexandra Tobors "Minigolf Paradiso" befindet sich der Leser in den (wilden?) 90ern.Die polnischstämmige 16-jährige Malina lebt zwischen zwei Welten. Als sie ein Kind war, sind ihre Eltern mit ihr nach Deutschland gekommen. Die Mutter fühlt sich ganz als Deutsche und möchte die polnische Vergangenheit am Liebsten hinter sich lassen. Deshalb wiegelt sie jedes Gespräch, das Malina in diese Richtung anfangen will, ab. Malina leidet darunter, nichts über ihre ursprüngliche Heimat erfahren zu können. Und vielleicht liegt es auch an dieser "Wurzellosigkeit", dass sie sich mit ihrem ganzen Leben nicht wohlfühlt. In der Schule ist sie eher eine Außenseiterin, ihr einziger Freund ist der tote Punk Titus, den sie regelmäßig auf dem Friedhof "besucht".Dann stehen die Sommerferien vor der Tür und Malina freut sich auf die Zeit der "sturmfreien Bude". Es ist reiner Zufall, dass sie auf einer alten Videokassette die Aufzeichnung einer Talkshow mit ihrem Opa findet. Klingt ja an sich nicht so außergewöhnlich, wenn Alois Dudek nicht angeblich vor vielen Jahren in einem Weiher in Polen ertrunken wäre. Was nun? Malina begibt sich auf die Suche nach ihm und aus den ereignislosen Ferien wird ein unterhaltsamer Roadtrip nach Polen, der für Malina zum Wiederfinden ihrer Wurzeln und vor allem ihrer Familie führt.Das Buch ist wie eine Zeitreise in die 90er Jahre! Ist man selbst in dieser Zeit aufgewachsen, erkennt man viele Dinge wieder - denke man zum Beispiel an die Kelly Family, die bunten Glasschnuller oder auch die Baby-G Uhren. Die Autorin hat dazu eine aufwendige Seite zum "betreuten Lesen" erstellt, auf der man herrlich in dieser Zeit schwelgen kann. Dafür ein besonders großes Lob!Die Stärke des Buches liegt in seinem dritten Teil. Sympathisch ist einem Malina von Anfang an, Alois mir persönlich nicht so, da er ein Kleinkrimineller ist. Gut gefallen haben mir dann aber die Erklärungen der Oma, da wird einem so einiges deutlich. Während das Buch im ersten und zweiten Teil aber eher "so vor sich hinplätschert", will sagen, dass nicht so viele Dinge passieren, nimmt es im dritten Teil nochmal richtig an Fahrt auf, der Leser wird wachgerüttelt, fiebert mit und will unbedingt wissen, was denn dann als nächstes passiert. Ich vergebe insgesamt 4 Sterne.Fazit: Ein unterhaltsamer Roadtrip um eine Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität und ihren Wurzeln, angenehm und flüssig zu lesen und mit großem Unterhaltungswert bezüglich der 90er Jahre.

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  • Tom Sawyer in Polen

    Minigolf Paradiso

    Maddinliest

    06. August 2016 um 12:34

    Ein tolles und unbeschwertes Buch über die Zusammenführung einer außergewöhnlichen Familie.Wir befinden uns im Jahre 1997 und Malina hat Sommerferien. Ihre Eltern fahren erstmals ohne sie in den Ferien und sie weiß noch nicht so recht, was sie mit der freien Zeit anfangen soll. Durch Zufall stößt sie auf ein Lebenszeichen ihres Großvaters, der laut ihrer Mutter nicht mehr lebt. Neugierig geworden und angetrieben mehr von ihrer Familie zu erfahren macht sie sich auf die Suche nach ihrem Opa. Es entwickelt sich ein turbulenter Roadtrip...Alexandra Tobor hat mich schnell mit ihrem lebendigen und unterhaltsamen Schreibstil in den Bann der 90er Jahre entführt. Die Hauptprotagonisten Malina und ihre Großeltern waren mir auf Anhieb sympathisch und es machte Spaß den Roadtrip nach Polen zu begleiten. Alexandra Tobor reichert die Familiengeschichte mit vielen kleinen Anekdoten aus den 90er Jahren an, die mich immer wieder herzhaft lachen lassen. So erscheint der längst vergessene Harry Wijnvoord mit seiner Show "Der Preis ist heiß", die Kelly Family, Siegfried & Roy und VHS-Kasetten, um nur einige Beispiele zu nennen. "Minigolf Paradiso" ist ein lustiges, trauriges und natürlich schönes Buch. Die Geschichte wird von der Autorin liebevoll und authentisch erzählt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.Wer Lust hat eine lustige und entspannte Reise in die Vergangenheit der 90er Jahre zu unternehmen, liegt mit Minigolf Paradiso genau richtig. Mich hat das Buch auf jeden Fall hervorragend unterhalten und ich bewerte es mit verdienten 5 von 5 Sternen.

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  • Ein Roadtripp anderer Art ;)

    Minigolf Paradiso

    Wecanlivebythebook

    03. August 2016 um 17:07

    Inhalt: Malina ist 16 Jahre alt und ist stets als Einzelgängerin unterwegs. Außer ihrem toten Freund Titus, dem sie Briefe und Tierschädel ans Grab bringt, hat sie keine Freunde. Als ihre Eltern ohne sie in den Urlaub fahren, entdeckt Malina ein altes Video über ihren tot geglaubten Opa und begibt sich auf die Suche nach diesem. Nachdem sie diesen gefunden hat, begibt sich Malina mit ihrem Opa Aldi auf einen Road-Trip in die Vergangenheit und somit zurück in seine Heimat Polen. Nach vielen Märchengeschichten und Hindernissen schafft es Malina dennoch, die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden und sie wieder zusammen zu führen! Dieses Buch habe ich innerhalb von 3 Tagen gelesen und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat! Ich habe noch nicht viele Bücher gelesen, in denen die Charaktere so unterschiedlich waren. Malina ist eben eine Einzelgängerin, die Schädel von toten Tieren sammelt. Ich meine, komm schon, wer macht denn sowas? Aber genau durch so etwas wird mir der Charakter sympathisch. Denn es ist kein 0815 Charakter, sondern etwas spezielles, etwas neues, was nicht so schnell langweilig wird. Das kann man auch von Opa Alois behaupten, denn mit ihm wird es ganz sicher nicht langweilig!! Der Mann hat schon viel im Leben durchmachen müssen und hat trotzdem seine Hoffnung und Fantasie nicht verloren. Um genau zu sein, ist er eigentlich ein Durchgeknallter Vogel :D Dennoch bin ich mit diesem Charakter nicht ganz klar gekommen, denn seine übertriebene Art und Weise  mit einem "touch" von Märchen Geschichten zu erzählen, hat mich irgendwie genervt, da es dadurch nicht so real wirkte. Den Charakter von Oma Rosa hingegen fand ich von Anfang an total sympathisch!  Nach Malinas Ankunft hat sie sich rührend um ihre Enkelin gekümmert. Als dann Opa Alois aufgetaucht ist, fand ich es gut, dass sie ihm nicht sofort verziehen hat. Das wäre dann wieder so ein Klischee gewesen. Zum Schreibstil: Ich hatte von Anfang an überhaupt keine Probleme mich in diese Geschichte einzulesen, da diese in Umgangssprache geschrieben und somit leicht zu lesen ist. Ein bisschen Humor zwischendrin hat dem ganzen auch gut getan! Alles in allem hat mir dieses Buch ziemlich gut gefallen bis auf ein paar kleine Stellen. Aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen ;) Daher gibt es von mir vier Sterne :)

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  • Tripp in die 1990er Jahre

    Minigolf Paradiso

    Simi159

    02. August 2016 um 20:38

    Minigolf Paradiso, so heißt die ehemalige Minigolfanlage von Malinas Opa. Dieser ist Tod, zumindest behaupteten das Manilas Eltern. Und doch macht die 16 jährige den Großvater zufällig ausfindig, nachdem sie ihn in einer aufgezeichneten Quizsendung entdeckt. Malinas Eltern sind ohne sie in den Sommerurlaub gefahren und da sie Sommerferien und Langeweile hat, besucht sie spontan ihren Opa. Kaum bei dem Großvater angekommen beginnt für Malina eine verrückte Reise in ihre alte Heimat Polen, in die Vergangenheit ihrer Familie und zu ihren eigenen Wurzeln. Fazit: Welch schräge, schöne, wundervolle und lustige Geschichte, die den Leser direkt in die 1990er Jahre zurück versetzt, ohne Internet und Handy, wo alles etwas langsamer lief und erwachsen werden auch nicht leichter war, als heute. Die Beiden, Marina und ihr neuer Opa, sind schon ein komisches Gespann. Denn der Großvater führt sich öfter wie ein kleines Kind auf und Malina ist oft die Vernünftige, die sich an die Regeln hält und für ihr Alter sehr erwachsen und geerdet wirkt. Der Opa, Alois-Aldi, macht so ziemlich alles und nichts. Hatte mal eine Minigolf Anlage und Losverkäufer. Jetzt auf dem Weg nach Polen bindet er so manchem einen ziemlich großen Bären auf, die passenden Kostüme hat er im Kofferraum seines Wagens, den Rest liefert seine Fantasie… Marina ist es erst mal peinlich, wenn er Vitraletten als Drogen verkauft oder falsche Autogramme von Howard Carpendal an ahnungslose Rentner verkauft. Doch sie möchte nach Polen und ihre unbekannte Großmutter kennenlernen und verstehen wo ihre Wurzeln sind. Vielleicht kann sie ja die zerrissene Familie wieder kitten…Opa und Oma wieder vereinen. Ob das klappt und wenn ja wie, werde ich hier nicht verraten…. Die Charakter sind gut beschrieben, lebensnah und authentisch. Spass machen sie ohnehin, da sie Beide etwas schräg sind und perfekt in die Kulisse und die 1990er Jahre passen. Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten, nicht nur weil es mich in meine Jugend, die 90er Jahre entführt und an vieles von damals erinnert hat. Sondern weil es eine sehr schöne Geschichte ist und es sehr viel Spass macht die beiden Charaktere auf ihrem Weg nach Polen zu begleiten. Von mir gibt es 5 STERNE.

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  • Leserunde zu "Minigolf Paradiso" von Alexandra Tobor

    Minigolf Paradiso

    alexandra_tobor

    Liebe Bücherfreunde, Habt ihr "Tschick" gern gelesen? Mögt ihr in Nostalgie getunkte Geschichten mit jugendlichen Protagonisten? Und stört es euch auch, dass die Helden so vieler Roadnovels und Coming-of-Age-Sommerromane  Jungs sind? Unter uns: Mich hat es immer schon genervt, dass eine weibliche Protagonistin ein Buch automatisch zum "Mädchenbuch" oder "Frauenbuch" macht.  Meine Erzählerin interessiert sich nicht für Mode, lechzt keinen unerreichbaren Boys hinterher und hat auch keine "Mädels" zum Lästern und Kreischen. Sie ist ein ziemlicher Loser: Darf man das als Mädchen überhaupt? Das können wir diskutieren, aber eigentlich ist es egal, denn ich schicke sie auf eine Reise, wo das alles gar keine Rolle spielt. ;) Sommerferien 1997. Die sechzehnjährige Malina findet heraus, dass ihr Großvater, der vor vielen Jahren ertrunken sein soll, alles andere als tot ist. Alois Dudek lebt: als Talkshow-Teilnehmer, Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber. Gleich nebenan in Castrop-Rauxel! Malina fährt hin, aber der Besuch endet im Desaster. Alois ist kein Vorbild-Opa, sondern ein Verlierer im Elvis-Kostüm, ein alberner Märchenerzähler. Und er hat Schulden bei den falschen Leuten. Als er Opfer eines Überfalls wird, hauen Alois und Malina ab. Ihre Flucht wird zur Reise in die Vergangenheit: in die polnische Heimat, von der Malinas Eltern nie erzählen wollten …  Das geht raus an alle Nostalgieschwärmer,90s-Veteranen, Roadmovie-Fans und Freunde schräger Außenseitergeschichten! Vier Jahre nach meinem Debut Sitzen vier Polen im Auto freue ich mich wie ein frisch gefüttertes Tamagotchi, euch endlich meinen neuen Roman vorstellen zu dürfen. Minigolf Paradiso ist ein Jugendbuch für Erwachsene und ein Erinnerungskarussell für alle, denen Coco Jambo, Buffalo-Treter und „Der Preis ist heiß“ noch was sagen. Wenn ihr Geschichten mögt, die sehr lustig aber auch ziemlich traurig sein können, oder einfach nur Lust auf eine Reise in die Vergangenheit habt (vielleicht sogar eure eigene?) lade ich euch herzlich ein, diese Leserunde zu einer Tauschbörse  schönstschlimmster Erinnerungen zu machen! Ich werde die Leserunde intensiv betreuen und begleite alles mit einem "Betreuten Lesen": Im 90s-Blog kommentiere und bebildere ich alle 90s-Erscheinungen, die im Buch vorkommen! Der Rowohlt-Verlag stellt uns 20 Exemplare zur Verfügung, die unter den Interessenten verlost werden. Um dabei zu sein, müsst ihr nur diese Fragen beantworten:   Wie alt wart ihr 1997? Und welche 3 Songs assoziiert ihr mit den 90ern? Es können eure Lieblingssongs sein, Songs, die im Radio rauf- und runtergenudelt wurden oder einfach Songs, mit denen ihr besondere Erinnerungen verbindet. Ich freue mich auf eure Antworten!   Alexandra PS: Eine Leseprobe findet ihr HIER.

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  • Eine wunderbar zu lesende Geschichte mit viel Charme und Humor

    Minigolf Paradiso

    Julitraum

    30. July 2016 um 11:27

    Sommer 1997. Die sechzehnjährige Malina hat Ferien, die sie wohl ganz alleine in der elterlichen Wohnung verbringen wird, denn ihre Eltern fahren an die See und Malina will lieber zu Hause bleiben. Malina hat leider keine Freunde, ist auch recht schüchtern und wird somit gar nicht von den anderen wahrgenommen. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen und besucht das Gymnasium. Als Kind sind ihre Eltern mit ihr aus dem trostlosen Dorf in Polen nach Deutschland ausgewandert. Ihre Großmutter blieb dort zurück und der Kontakt brach ab. Immer wieder will Malina mit der Mutter über die Vergangenheit reden, aber diese blockt ab. Malinas Mutter versucht mit Gewalt, alles Polnische an sich abzustreifen, hat sogar ihren polnischen Vornamen abgelegt. Malina kann das nicht verstehen. Sie möchte zu gerne etwas über ihre Herkunft erfahren. Ihr Großvater ist schon tot, vor Jahren in einem See ertrunken. Doch dann erfährt Malina, das dies gar nicht stimmt und der Totgeglaubte nicht weit von ihr entfernt lebt. Malina macht sich also voller Vorfreude auf, den Großvater ausfindig zu machen. Doch welchen Menschen sie da vorfindet, macht alle Freude zunichte. Der erhoffte herzensgute Opa Alois, genannt Aldi, ist alles andere als ein Vorbild-Opa sondern eine gescheiterte Existenz, der in einem Wohnwagen auf einem heruntergekommenen Mingolfplatz haust und sich als Losbudenverkäufer und Gast bei schrägen Talk- und Quizshows verdingt. Ein Schwätzer, der meint, ein verhinder Fernsehstar zu sein, dessen großer Durchbruch unmittelbar bevorsteht. Malinas Enttäuschung könnte nicht größer sein, als er dann auch mit Malina nichts zu tun haben will und leugnet, ihr Großvater zu sein. Doch dann schlägt Malina ganz entgegen ihrer ruhigen Art, Geldeintreiber, bei denen Opa Aldi Schulden hat, in die Flucht und die Beiden befinden sich plötzlich vor den schrägen Schlägertypen auf der Flucht. Diese wird zur Reise in die Vergangenheit nach Polen, wo Opa Aldi einen Schatz bergen will, Malina ihn allerdings beherzt in die Richtung der Oma schleusen will. Wird Malina eine Zusammenführung in Polen gelingen?Dieser Roman hat mir ausnehmend gut gefallen. Die Protagonistin Malina wirkt so authentisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Von den ersten Seiten an wuchs sie mir ans Herz. Auch die übrigen Figuren waren toll gezeichnet, die Umgebung und das Geschehen ebenso lebhaft und fesselnd. Die Reise nach Polen und auch die Geschichte, die in den 90er spielt, waren zudem eine sehr interessante und nostalgische Zeitreise, die mich begeistert hat. Noch mehr allerdings die herzerwärmende und oft sehr humovolle Geschichte um Malina und ihre wunderbaren witzigen und herrlich sarkastischen Gedanken. Einfach nur klasse!

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  • Netter Roadtrip für zwischendurch

    Minigolf Paradiso

    zessi79

    29. July 2016 um 09:59

    Inhaltsangabe: Die 16-jährige Malina findet heraus, dass ihr polnischer Großvater, der 1976 ertrunken sein soll, alles andere als tot ist. Alois Dudek lebt: als Talkshow-Lügner, Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber. Gleich nebenan in Castrop-Rauxel. Malina fährt hin, steht bei Alois vor verschlossener Tür - und wird Zeugin eines Überfalls. Der Alte hat Schulden bei den falschen Leuten. Malina verspricht, ihm zu helfen. Im Gegenzug soll Alois mit ihr in die alte Heimat fahren, um sich in einem Dorf, in dem die Zeit still steht, der Vergangenheit zu stellen: den Wunden, die er abbekommen und die er anderen geschlagen hat. Meinung: Der Schreibstil ist klasse und das Buch lässt sich super lesen. Es ist humorvoll und spannend zugleich. Malina ist super sympathisch, Alois ist erst mega unsympathisch, am Ende muss man ihn aber einfach mögen... Während des Buches reift Malina, auch dank der Reise in ihre Vergangenheit, von einem schüchternen, einsamen Mädchen zu einer selbstbewussten jungen Frau. Dieser Reifeprozess wurde wunderbar von Alexandra Tobor beschrieben. Da der Roman im Jahre 1997 spielt, kommen in dem Buch kleine, unvergessene Details der 90er vor, was mir, da ich in den 90ern meine Jugend erlebt hatte, sehr gefallen hat. Fazit: Toller Roadtrip für zwischendurch. Kann ich nur empfehlen.

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  • Roadtrip in die Vergangenheit

    Minigolf Paradiso

    TeleTabi1

    28. July 2016 um 22:38

    1997: Malina ist 16 Jahre alt und eine Einzelgängerin, die lieber für sich alleine ist. Zusätzlich verliert sie mit dem unerwarteten Tod von Punker Titus auch noch ihren besten und einzigen Freund. Als Tochter polnischer Eltern, die damals mit dem Traum von einem besseren Leben nach Deutschland gekommen sind, weiß sie so gut wie nichts über ihre Wurzeln und ihre alte Heimat. Das einzige was sie weiß, ist, dass ihr Opa Alois bereits vor vielen Jahren in einem See in Polen ertrunken ist und ihre Oma seitdem alleine in dem kleinen polnischen Dorf lebt. Als die Sommerferien anbrechen, machen sich Malinas Eltern auf den Weg in den Urlaub, während Malina selbst sich bereits auf einsame und langweilige Tage zu Hause einstellt. Doch dann entdeckt sie auf einmal, dass ihr Opa alles andere als tot ist und begibt sich kurzerhand auf die Suche nach ihm. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und Malina erlebt den Sommer ihres Lebens: Gemeinsam mit ihrem skurrilen, schrulligen Opa begibt sie sich auf einen turbulenten Roadtrip der besonderen Art, der sie nicht nur in ihre polnische Heimat führt, sondern vor allem auch so einige Geheimnisse zutage fördert und den Staub der Vergangenheit kräftig aufwirbelt... Alexandra Tobor versteht es, die Leser mit ihrem eigenen, unverwechselbaren Stil und einer perfekten Mischung aus Spannung, Humor, Leichtigkeit und 90er-Nostalgie ganz wunderbar zu unterhalten. Ihre tollen, realistisch beschriebenen Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und das Gefühl hat, sie bereits ewig zu kennen, nehmen die Leser in diesem gelungenen Roman mit auf eine spannende und amüsante Zeitreise und entführen in die 90er-Jahre. Viele versteckte, aber dennoch dezent gehaltene Details dieses verrückten Jahrzehnts sorgen dabei für die nötige Authentizität und lassen bereits vergessen geglaubte Erinnerungen wach werden. Zusätzlich garniert mit einem genialen, trockenen Humor sorgt die Geschichte für viele herzhafte Lacher. Neben all dem Witz und Humor hat Alexandra Tobors Roman jedoch auch eine sehr tiefgründige Seite, bei der man die Entwicklung und den Reifeprozess beobachten kann, den die Protagonistin Malina während des Roadtrips durchläuft. Aus dem anfänglich sehr verschlossenen und einsamen Mädchen ist am Ende eine selbstbewusste, junge Frau geworden, die sich voller Energie und Mut dem Leben stellt und ihren zukünftigen Herausforderungen entgegenblickt. Fazit: "Minigolf Paradiso" ist ein wahrhaft gelungenes Buch, das ich nur empfehlen kann. Toller Schreibstil, spannende Story, super Humor – was will man mehr?! Ich liebe dieses Buch und habe es regelrecht verschlungen! Bleibt zu hoffen, dass die Autorin ganz bald für Nachschub sorgt! ;-)

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  • Ein kunterbunter Road-Trip mitten durch die 90er

    Minigolf Paradiso

    louella2209

    28. July 2016 um 12:20

    „Genaueres weiß man nicht, die Wissenschaft hat meine Krankheit nämlich noch nicht erforscht. Vielleicht wird sich das mal ändern und ich gehe als „spektakulärer Fall der 16-jährigen Malina Dudek“ in die Lehrbücher der Geschichte ein. Aber dafür müsste die Fachwelt erst mal auf mich aufmerksam werden, und genau hier liegt das Problem: Ich leide an chronischer Unsichtbarkeit.“ Zitat S. 9 Mit diesen Worten beschreibt Malina sich selbst. Sie hört düstere Musik und liest melancholische Literatur. Sie schreibt Briefe an ihren einzigen Freund Titus, leider verweilt der einstige Punk schon auf dem Friedhof. Ihre Eltern sind mit ihr von Polen nach Deutschland ausgewandert und sie leidet unter der zwanghaften Anpassung ihrer Mutter. Ihre polnische Abstammung kann sie kaum verleugnen, aber ihre Mutter verwehrt ihr jegliche Information über ihre Verwandtschaft. Im Sommer 1997 ist es dann soweit. Malina`s Eltern verreisen nach Holland und das Mädchen findet heraus, das ihr tot geglaubter Opa Alois Dudek noch lebt und zwar hier in Deutschland, genauer gesagt Castrop-Rauxl, praktisch bei Malina um die Ecke. Er tingelt durch Fernsehshows und tummelt sich als Losbudenverkäufer auf Kirmesplätzen. Dort macht Malina ihn schließlich auch ausfindig. Ihr Opa, nennt sich nun Aldi und tischt ihr eine unglaubliche Lebensgeschichte auf. Er hat Schulden, viele Gläubiger im Nacken, lebt auf einer heruntergekommenen Minigolfanlage und treibt Malina in kürzester Zeit schier in den Wahnsinn. Trotzdem begeben sich beide auf einen turbulenten Trip nach Polen. Alois will einen vergrabenen „Schatz“ finden und Malina endlich ihre Oma wiedersehen. Findet sie in ihrer alten Heimat zu sich selbst und findet sie die Wahrheit über die Entzweiung ihrer Familie heraus? „Denn eines habe ich begriffen: Man kann das Leben nur rückwarts verstehen, aber leben muss man es vorwärts. Das hat ein Typ namens Kierkegaard gesagt.“ Zitat S. 255 Die Autorin Alexandra Tobor schuf hier einen richtig herrlich-schrägen und unterhaltsamen Road-Trip nach Polen. Sie punktet mit dem sarkastischen Humor ihrer Hauptprotagonistin und dem chaotischen Aldi, eine Mischung aus Peter Pan und Münchhausen. Er lässt nicht nur seine Enkelin verzweifeln, sondern auch den Leser mit dem Kopf schütteln, dennoch drückt man ihm zuliebe oftmals ein Auge zu. Der Roman beinhaltet jedoch nicht nur die Suche einer Jugendlichen, nach sich selbst, sondern der Leser erlebt selbst eine Reise in die Vergangenheit und zwar quer durch die 90er. Das Ambiente dieser Ära wurde hier punktgenau getroffen und lässt einen in Erinnerung schwelgen. Man begleitet Malina auf ihrem Weg in ein neues Selbstbewusstsein und Lebensgefühl. Sie verliert nie ihr Ziel vor Augen, muss auf ihren durchgeknallten Opa acht geben und kuriose Ereignisse meistern. Gar nicht so einfach,so ganz ohne Reisekasse, sich im Rahmen der Legalität zu bewegen. Doch Malina beweist viel Kreativität und Einfallsreichtum und steht bald ihrem Opa in nichts nach. Alexandra Tobor beweist ein echtes Händchen für Situationskomik, schrägen Dialogen und jeder Menge Zwischentöne hinter den Zeilen. Sie zeigt gekonnt, an welcher Stelle der Mensch das Schicksal aktiv beeinflußen kann. Der Bezug der Autorin zu Polen ist hier auch unverkennbar. Die Lebensumstände, die Kultur und die Mentalität, vor allem der Hang zum Aberglaube ist realitätsnah und unbeschönigt dargestellt. Auch wenn diese Story mit viel Humor aufwartet, bietet sie auch viel Raum zum Nachdenken und zeigt auf wie prägnant die Wurzeln für einen Menschen sein können. Jeder hat ein Recht darauf zu erfahren, wer er wirklich ist! Ich kann hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jung und alt aussprechen. Die Jungen können sich an der Nostalgie der 90er erfreuen und die Älteren einen Blick in die Retrospektive vergangener Zeiten werfen. 5 Sterne für diesen wundervollen Roman von mir.

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  • Temporeich, spannend und abgedreht- genau richtig! :-)

    Minigolf Paradiso

    mamamal3

    25. July 2016 um 04:25

    Malina ist eine Außenseiterin, 16, Tochter polnischer Immigranten und eher schüchtern/ruhig/zurückhaltend. Ihre Eltern fahren in den Sommerferien ohne sie in den Urlaub, was sie aber keineswegs bedauert- irgendwie wird sie sich schon beschäftigen. Als sie aber zufällig und völlig unvorbereitet auf die Existenz ihres totgeglaubten Großvaters stößt, geht alles erst so richtig los! Was ist das für ein komischer Vogel, warum ließ er damals seine Frau mit Kind in Polen zurück? Immerhin gingen alle von seinem Tod durch Ertrinken aus! Eine wahnwitzige Fahrt quer durch Mitteleuropa beginnt, denn Malina hat konkrete Vorstellungen, was sie sich für ihren Opa vorstellt- wenn der das nur wüsste... ------------------------------------------------------------ Die Autorin zog mich mit ihrer Art zu schreiben direkt in die Geschichte hinein- ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Figuren haben derart viel Charakter, Farbe und für den Leser vermitteltes Gefühl- ich bin begeistert! Außerdem bin ich als 1977 Geborene in der beschriebenen Zeit genau richtig- vieles der genannten Dinge/Gegenstände oder der Musik weckt Sehnsucht in mir. Bin dann mal auf der Suche nach meinen alten CDs, usw. Ich freue mich sehr auf ein 'Wiederlesen' mit der Autorin! :-)

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  • Ein etwas anderer "historischer" Roman

    Minigolf Paradiso

    mehe

    24. July 2016 um 22:06

    Die Autorin Alexandra Tobor entführt und mit dieser Lektüre in die wilden 90er.1997: Malina, Tochter polnischer Einwanderer, hat Sommerferien und ist allein zuhaus. Für eine Schularbeit soll sie ihre Familiengeschichte erforschen. Zufällig spürt sie ihren tot geglaubten Opa auf. Zusammen mit diesem begibt sie sich auf eine Reise in ihr Geburtsland und plant eine Familienzusammenführung, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg auf dem sich ihnen noch so einige, oft hausgemachte, Hindernisse in den Weg stellen.Malina, die weder Land noch Leute kennt, lernt auf dieser Reise nicht nur ihre Heimat und ihre Wurzeln kennen sonder findet auch zu sich selbst.Das Buch ist leicht Geschrieben (z. T. auch Umgangssprache) und wird durch einen guten Humor aufgelockert. Hier sind vor allem auch die unterhaltsamen Geschichten und Auftritten des Opas zu nennen. Und natürlich lebt die Geschichte auch von den eingestreuten Erinnerungen an die 90er. Kinder der 90er können so nochmal selbst auf Spurensuche gehen und ihre eigene Jugend nochmals miterleben.Selbstfindungstrip statt Roadtripp:Ich persönlich konnte mich nicht ganz mit dem Inhalt identifizieren und hatte eher einen typischen Roadtrip Roman erwartet. Ich sehe diesen Roman eher als Jugendbuch, da es in erster Linie um das Thema "erwachen werden und seinen Platz finden" geht. Die versteckten Anspielungen auf die 90er sind nur ein nettes Gimmick am Rande.Dennoch hatte ich beim Lesen meinen Spaß.Das Buch ist also ein etwas anderer, junger "historischer" Roman für Junge und Junggebliebene, die die 90er lieben.

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  • Roadtrip mit einem skurrilen Großvater und Zeitreise in die 90er-Jahre

    Minigolf Paradiso

    schnaeppchenjaegerin

    24. July 2016 um 13:27

    Der Roman spielt im Jahr 1997 und gerade zu Beginn merkt man, wie man die Zeit, in der auch ich aufgewachsen bin, zurückversetzt wird. Die 16-jährige Malina stammt aus Polen und wächst im Ruhrpott auf, wo sie eine Außenseiterin ist. Ihre Mutter ist sehr um Integration bzw. Anpassung bemüht, nennt sich westlich Grace statt Grazyna und möchte nur das Beste für ihre Tochter: gute Schulnoten und echte Freunde. Als Malinas Eltern in den Sommerferien in den Urlaub fahren, trifft Malina durch Zufälle und eigene Neugier auf ihre Vergangenheit und familiären Hintergrund auf ihren Großvater, der als verstorben galt.Quicklebendig lernt Malina ihn als Inhaber einer veralteten Minigolf-Anlage kennen, der in einem Wohnwagen von seinen Betrügereien lebt. Als der Gauner ertappt wird und von zwielichtigen Gestalten bedroht wird, nutzt Malina die Gelegenheit, um mit ihm nach Polen zu fahren. Sie möchte endlich alles über die Vergangenheit ihrer Familie erfahren, was ihr von ihrer Mutter bisher verschwiegen wurde.Es beginnt ein Roadtrip, der sie in die Vergangenheit führt. Sie taucht in Geschichten des Großvaters ein, der viel zu erzählen hat, es mit der Wahrheit aber nicht so genau nimmt.Der Roman ist für alle Jugendlichen der 90er-Jahre eine Reise in die Vergangenheit, die man selbst erlebt hat. Ich fand es sehr unterhaltsam und interessant mich wieder an die Kleidung, Musik oder Fernsehsendungen von damals zu erinnern.Für mich hatte „Minigolf Paradiso“ allerdings im Hauptteil des Romans, dem Roadtrip, seine Längen, da ich mich für die vielen, zum Teil sehr phantasievollen, Geschichten von Aldi nicht wirklich begeistern konnte.Das Buch ist allerdings  mehr als eine skurrile Zeitreise nach Polen. Es handelt vom Erwachsenwerden, der Suche nach den eigenen Wurzeln, von Vergangenheitsbewältigung, gescheiterten Träumen und hat im Umgang mit dem Fremden, Andersartigen auch kritische Untertöne. „Minigolf Paradiso“ ist ein amüsanter, manchmal abstruser Sommerroman und für all diejenigen geeignet, die sich mit einer 16-Jährigen Mitte der 90er-Jahre identifizieren können und in alten Erinnerungen schwelgen möchten. Als Leser sollte man allerdings auch offen für Geschichtenerzähler, schräge Charaktere und die Absurditäten des Lebens sein.

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  • Road Novel im "Retrolook"

    Minigolf Paradiso

    Vucha

    20. July 2016 um 15:01

    Zum Inhalt: Die 16-jährige Malina ist während der Sommerferien 1997 alleine zu Hause und findet im Papierkorb eine VHS-Kasse, auf der sie ihren vermeintlich ertrunkenen Opa Alois Dudek wiederzuerkennen glaubt. Dieser lebt als Losbudenverkäufer und Minigolfanlagenbetreiber im Nachbarort Castrop-Rauxel. Malina beschließt kurzerhand, ihren Opa aufzusuchen... doch Aldi, wie er sich selbst nennt, ist ganz anders, als sie es sich erwartet hat. Der Überlebenskünstler erzählt die skurrilsten Geschichten und hat sich zudem wohl mit den falschen Leuten angelegt. Als ein paar Schuldentreiber ihm mächtig zusetzen, hauen Aldi und Malina ab. Sie wollen in Aldis Heimat Polen, um dort einen versteckten Schatz zu finden, der Opa Aldis Probleme lösen sollen. Doch auch diese Reise birgt so manche Überraschung und Malina erfährt nach und nach, warum ihre Mutter ihr kaum etwas über ihre Herkunft erzählt hat und alles dransetzt, um als "richtige" Deutsche akzeptiert zu werden. Meine Meinung: Der Autorin ist mit diesem Buch ein Werk gelungen, das sowohl humorvoll ist, als auch nachdenklich stimmt. Die Protagonisten Malina und Aldi waren mir beide gleich ziemlich sympathisch, obwohl Aldi einiges auf dem Kerbholz hat und sich immer wieder mit unlauteren Methoden durchs Leben kämpft. Nach und nach wird jedoch klar, warum dem so ist und was er alles in seinem Leben durchgemacht hat auf der Suche nach seinem großen Traum. Auch seine - wie man zunächst denkt - haarsträubenden Geschichten mach plötzlich Sinn und enthalten viel Wahrheit. Doch auch Malina macht eine erstaunliche Entwicklung durch: "Außerdem hast du mir beigebracht, ein junger Mensch zu sein. Ich habe immer nur Hindernisse gesehen. Du siehst überall Möglichkeiten." (S.217) Alexandra Tobor hat einen herrlichen Schreibstil, der einen öfter zum Schmunzeln verleitet. Auch die zahlreichen Hinweise auf die 90er Jahre machen das Buch lesenswert. Besonders angetan hat es mir in dem Kontext der Blog der Autorin, in dem sie zusätzliche Erläuterungen zu den im Buch erwähnten typischen Gegenständen, Serien, Liedern ... der 90er gibt. Besonders Leser, die in den 90ern zwischen 10 und 20 Jahre alt waren, dürften hier so manches wiedererkennen und können in Nostalgie schwärmen. Da wird die Lektüre dann auf einmal auch zum "Detektivroman" frei nach dem Motto "Wovon könnte sie bei diesem Kapitel im Blog berichten?" Ich hatte jedenfalls meinen Spaß daran und werde, trotz beendeter Lektüre, auch die restlichen Blogeinträge beim betreuten Lesen gespannt verfolgen. (Ja, ich gestehe es... ich habe mir eine komplette Folge "Der Preis ist heiß" angesehen... ;-) ) Die volle Sternenanzahl habe ich dennoch nicht vergeben, da das Buch im zweiten Drittel zwischendurch ein wenig an Fahrt verliert und zuweilen ein wenig langatmig war. Dies ändert sich jedoch zum Glück wieder schnell und die Reise von Malina und Aldi findet zu einem runden, schlüssigen Abschluss.

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  • Wunderbares Urlaubsbuch

    Minigolf Paradiso

    marpije

    19. July 2016 um 13:42

    Malina ist 16 Jahre alt , sie wächst in einer polnischer Familie welche wohnt in Deutschland, sie ist sehr verschlossen und ruhig. Ihre Mutter will die polnische Wurzeln ausradieren, sie hat kein Kontakt mit ihre Familie in Polen , über Vergangenheit sie will überhaupt nicht reden, für ihr ist nur eins wichtig- hundetprozentige deutsche sein. An einen Tag entdeckt Malina zufällig, dass ihre Opa welche im Mund ihrer Mutter gestorben ist , lebt und  das sogar im Deutschland, Malina trifft sich mit ihm und zusammen die beide unternehmen eine Reise nach Polen, eine Reise welche klärt die ganze geheimnisvolle Vergangenheit . Die Autorin versetz uns mit die Geschichte in der 1997 Jahr und ihr ist sehr gut gelungen die ganze Atmosphäre von damals herauskitzeln hier im Deutschland so wie im Polen auch, sie beschreibt viele Details von diese Epoche wie zum Beispiel Bum Bum Eis , aber sie hat auch sehr gut Polen von damals beschrieben - die graue , schmutzige Landschaften und die kleine Dörfer wo wohnen  noch Leute für welche die Glaube und Aberglaube sehr wichtig ist. Das Buch ist sehr locker und witzig, der Schreibstill ist sehr flüssig , einfach und angenehm zu lesen, aber unter die witzigen Schicht ist noch eine welche sagt und zeigt - die Familie , die zusammenhalten und der Charakter welche steckt in uns ist wichtig und wir sollen das pflegen und bewähren.  

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