Alexandra Walczyk Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux

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Inhaltsangabe zu „Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux“ von Alexandra Walczyk

Lewis Left Hand, ein Lakota, wächst in New York auf. Dafür hat seine Mutter Molly gesorgt, die 1967 das Rosebud Sioux Reservat verließ, um der neuen, menschenverachtenden Indianerpolitik der Regierung zu entgehen. Sie heiratet einen Weißen schottischer Herkunft, während John Left Hand, der Vater ihres ungeborenen Sohnes, in South Dakota bei einem Autounfall ums Leben kommt. So die offizielle Version. Fast zwanzig Jahre später findet Lewis Dinge über die Vergangenheit heraus, die zum heftigen Streit mit seiner Mutter führen, die sich daraufhin das Leben nimmt. Für Lewis beginnt damit die schwierige Suche nach sich selbst, seinen Wurzeln und den wahren Umständen, die zum Tod seines Vaters führten. Sein eigenes Volk ist ihm fremd und die Dinge, die seine Nachforschungen ans Licht zerren, bringen nicht nur ihn, sondern auch seine Freunde in Lebensgefahr. Die örtlichen Behörden, das FBI und ein Senator, aber auch die Lakota versuchen mit allen Mitteln zu vertuschen, was damals, kurz vor der Besetzung von Wounded Knee 1973 geschehen ist. Am Ende steht Lewis selbst vor Gericht … und die Untersuchungshaft wird für ihn zum Alptraum.

Erstklassiger Thriller ganz nach meinem Geschmack - abseits vom Mainstream. Vorbehaltslose Leseempfehlung!

— KleinerVampir
KleinerVampir

Aufklärung einer unglaublichen, menschenverachtenden Vertuschungsgeschichte in einer Indianerreservation.

— Saphir610
Saphir610

Sehr spannend, zugleich berührend ... es braucht eine Weile, um diese Geschichte zu verarbeiten ...

— Thunderdreamer
Thunderdreamer

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  • Leserunde zu "Sturmgeflüster, tödliche Spurensuche im Land der Sioux" von Alexandra Walczyk

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sturmgeflüster ist ein Thriller, der sich mit der heutigen Lebensweise der Indianer beschäftigt. Lewis Left Hand ist Sioux, wächst aber in New York auf. Erst als junger Mann erfährt er von seinem wahren Vater und versucht zu erforschen, warum er vor zwanzig Jahren sterben musste. Dabei landet Lewis selbst vor Gericht und die Untersuchungshaft wird für ihn zu einem Alptraum. Sturmgeflüster macht betroffen. Auch uns hat dieses Buch erschüttert, obwohl wir uns mit dem Thema "Indianer-heute" auskennen. Offen und mit viel Sachkenntnis beschreibt die Autorin eine Welt, die für uns kaum vorstellbar ist. Wir verlosen daher 10 Bücher an Leser, die gewillt sind, diese Welt einmal kennenzulernen. Mystik und Spannung mit inbegriffen! Viel Spaß beim Lesen und bei der Leserunde.

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  • Sturmgeflüster, tödliche Spurensuche im Land der Sioux

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Blaustern

    Blaustern

    02. July 2014 um 16:48

    Lewis Left Hand ist ein Lakota, lebt aber mit seiner indianischen Mutter Molly seit seiner Geburt in New York bei seinem Stiefvater, einem Schotten. 1967 verließ Molly ihren Stamm, nachdem Lewis leiblicher Vater das Leben lassen musste, um dann einen Weißen zu heiraten. Als nach 20 Jahren seine Mutter stirbt, befasst sich Lewis mit den Nachforschungen seines Stammes und begibt sich somit auf die Suche nach seiner wahren Identität, denn noch immer fühlt sich Lewis in die falsche Welt hineingesetzt. Doch als er da herausfindet, wie und warum sein Vater zu Tode kam, und damit das FBI und die Behörden in höchste Alarmbereitschaft versetzt, ist auch sein Leben nicht mehr sicher. Die Geschichte ist zwar erdacht, doch kann man hier viele Schlüsse ziehen, wie genau die Politik mit den Indianern umgegangen ist. Die Ureinwohner Amerikas wurden vertrieben und menschenunwürdig behandelt. Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und hat hierfür gute Recherche betrieben. Die Geschichte ist gut aufgebaut und alles klar nachvollziehbar. Auch die Spannung ist vorhanden. Ein Buch zum Nebenbeilesen ist es allerdings nicht. Man benötigt schon eine gewisse Konzentration. Außerdem kann man kaum eine Beziehung zu der Hauptfigur Lewis aufbauen, da er sehr reserviert dargestellt ist. Man kann nicht mit ihm fühlen, und sein Schicksal und das seines Volkes gehen einem nicht wirklich nahe, auch wenn es schrecklich ist. Die Art und Weise der Erzählung ist dazu einfach zu leidenschaftslos.

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  • Sturmgeflüster, tödliche Spurensuche im Land der Sioux

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Blaustern

    Blaustern

    02. July 2014 um 16:47

    Lewis Left Hand ist ein Lakota, lebt aber mit seiner indianischen Mutter Molly seit seiner Geburt in New York bei seinem Stiefvater, einem Schotten. 1967 verließ Molly ihren Stamm, nachdem Lewis leiblicher Vater das Leben lassen musste, um dann einen Weißen zu heiraten. Als nach 20 Jahren seine Mutter stirbt, befasst sich Lewis mit den Nachforschungen seines Stammes und begibt sich somit auf die Suche nach seiner wahren Identität, denn noch immer fühlt sich Lewis in die falsche Welt hineingesetzt. Doch als er da herausfindet, wie und warum sein Vater zu Tode kam, und damit das FBI und die Behörden in höchste Alarmbereitschaft versetzt, ist auch sein Leben nicht mehr sicher. Die Geschichte ist zwar erdacht, doch kann man hier viele Schlüsse ziehen, wie genau die Politik mit den Indianern umgegangen ist. Die Ureinwohner Amerikas wurden vertrieben und menschenunwürdig behandelt. Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und hat hierfür gute Recherche betrieben. Die Geschichte ist gut aufgebaut und alles klar nachvollziehbar. Auch die Spannung ist vorhanden. Ein Buch zum Nebenbeilesen ist es allerdings nicht. Man benötigt schon eine gewisse Konzentration. Außerdem kann man kaum eine Beziehung zu der Hauptfigur Lewis aufbauen, da er sehr reserviert dargestellt ist. Man kann nicht mit ihm fühlen, und sein Schicksal und das seines Volkes gehen einem nicht wirklich nahe, auch wenn es schrecklich ist. Die Art und Weise der Erzählung ist dazu einfach zu leidenschaftslos.

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  • Sturmgeflüster, tödliche Spurensuche im Land der Sioux

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Blaustern

    Blaustern

    02. July 2014 um 16:46

    Lewis Left Hand ist ein Lakota, lebt aber mit seiner indianischen Mutter Molly seit seiner Geburt in New York bei seinem Stiefvater, einem Schotten. 1967 verließ Molly ihren Stamm, nachdem Lewis leiblicher Vater das Leben lassen musste, um dann einen Weißen zu heiraten. Als nach 20 Jahren seine Mutter stirbt, befasst sich Lewis mit den Nachforschungen seines Stammes und begibt sich somit auf die Suche nach seiner wahren Identität, denn noch immer fühlt sich Lewis in die falsche Welt hineingesetzt. Doch als er da herausfindet, wie und warum sein Vater zu Tode kam, und damit das FBI und die Behörden in höchste Alarmbereitschaft versetzt, ist auch sein Leben nicht mehr sicher. Die Geschichte ist zwar erdacht, doch kann man hier viele Schlüsse ziehen, wie genau die Politik mit den Indianern umgegangen ist. Die Ureinwohner Amerikas wurden vertrieben und menschenunwürdig behandelt. Die Autorin weiß, worüber sie schreibt und hat hierfür gute Recherche betrieben. Die Geschichte ist gut aufgebaut und alles klar nachvollziehbar. Auch die Spannung ist vorhanden. Ein Buch zum Nebenbeilesen ist es allerdings nicht. Man benötigt schon eine gewisse Konzentration. Außerdem kann man kaum eine Beziehung zu der Hauptfigur Lewis aufbauen, da er sehr reserviert dargestellt ist. Man kann nicht mit ihm fühlen, und sein Schicksal und das seines Volkes gehen einem nicht wirklich nahe, auch wenn es schrecklich ist. Die Art und Weise der Erzählung ist dazu einfach zu leidenschaftslos.

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  • Spannende, abgrundtiefe Suche in South Dakota

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Maggi

    Maggi

    27. June 2014 um 03:31

    Lewis Left Hand wächst in New York auf und erfährt erst mit 19 Jahren, dass sein Vater nur ein Stiefvater ist. Seine Mutter, eine Lakota Indianerin die aus South Dakota stammt, stirbt kurz darauf bei einem Unfall. Dorthin begibt sich Lewis nun auf Spurensuche nach seinem leiblichen Vater, der noch vor seiner Geburt bei einem „Unfall“ starb, so zumindest die offizielle Todesursache. Doch schon bald ist klar, dass es sich um Mord handelte. Der Junge beschließt auf der Heimatreservation seiner Eltern, der Rosebud-Reservation, zu bleiben und renoviert das alte Haus seines Vaters. Er macht die Bekanntschaft mit den Reservatsbewohnern und begegnet einerseits sofort warmer Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und andererseits einer hartnäckigen Mauer aus Schweigen. Er wird von vielen im Reservat als Fremder angesehen, ist er doch an der Ostküste wie ein Weißer aufgewachsen und passt anfangs mit seiner Art zu Denken, zu Reden und zu Handeln nicht ins Indianerland, wie seine Mutter ihre Heimat stets nannte. Auch scheint sein Nachname Left Hand bei vielen auf Ablehnung zu stoßen, was ihn um so neugieriger macht, herauszufinden, was vor fast 20 Jahren geschah. Lewis findet heraus, dass sein Vater sich für die Menschenrechte für sein Volk eingesetzt hat, dass er eine Schwester hatte, an der die Weißen auch im 20. Jahrhundert noch ihre grausame Überlegenheit demonstriert haben. Es handelt sich bei dem Buch nicht um einen klassischen Thriller (soweit ich das beurteilen kann, denn ich lese kaum Bücher aus diesem Genre), aber Stück für Stück entblättert sich das Grauen, das den Leser während der ganzen Lektüre immer wieder ereilt. Es wird nicht durch Splatterszenen, breitgetretene Grausamkeiten oder ähnliches erzeugt, sondern durch ein nachhaltig einsetzendes Entsetzen darüber, was Menschen anderen Menschen antun. Wie sehr die Politik, die Polizei, das FBI da mit drin stecken, wie durchorganisiert solche Machenschaften sind, wie skrupellos und unmenschlich. Wie ungerecht die Indianerpolitik immer noch ist und wie ungleich die Bedingungen des Alltagslebens, der Grundrechte und des Schutzes durch das Gesetz. Auch Lewis muss lernen, dass ein Indianer im Mittleren Westen eben für viele immer noch nur ein Wilder ist und nicht die gleichen Rechte genießt, wie ein weißer Mitbürger. Und ein Indianer, der unbequeme Fragen stellt, lebt schnell sehr gefährlich! Jedoch sind die Charakter in „Sturmgeflüster“ nicht eindimensional und vorhersehbar, sondern schön ausgearbeitet, vielschichtig, authentisch, durchweg glaubhaft und viele durchlaufen im Verlauf der Geschichte eine Wandlung. Leider fehlte mir aber manchmal die Möglichkeit wirkliche Empathie zu empfinden. Zu sachlich bleibt oft die Sprache, beschreibend, statt mitfühlend. Besonders Lewis bleibt dadurch etwas fremd und spröde, ich hätte mir mehr Informationen über sein Innenleben, seine Gefühlswelt und seine Gedanken erhofft. All das bleibt der Fantasie und Vorstellungskraft des Lesers vorbehalten. Bei aller Betroffenheit entsteht so nur streckenweise ein echtes, tiefes Mitfühlen mit den Figuren. Meine Lesefreude hat das aber nicht wirklich getrübt, da die vielschichtige Handlung äußerst fesselnd ist und ich es sehr, sehr gut finde, auch mal einen zeitgenössischen, politischen Roman über Native Americans zu lesen. Das Buch ist sehr gut und genau recherchiert. Es gibt glaubhaft und nachvollziehbar die Situation der Lakota wieder, sowohl in den späten 1960er Jahren, als auch in den 1980ern. Die Beschreibungen des Lebens auf dem Reservat, die alltäglichen Probleme, die die meisten dort haben, werden eindringlich beschrieben. Die Landschaft taucht vor dem Inneren des Auges auf, wenn auch nicht in solch prachtvollen, satten Farben, wie in anderen „Indianer-Büchern“ (Ich benutze diesen Begriff übrigens nicht als Herabsetzung! Er ist nicht geringschätzig gemeint, sondern fasst für mich am ehesten mein Lesegefühl und mein ernsthaftes Interesse aus. Für mich ist der Begriff einfach seit meiner Kindheit gewachsen.) Ich vergebe 4 von 5 Sternen an dieses interessante, gut recherchierte Buch! Ein großer Dank geht auch an den Traumfänger-Verlag und an alle Mitleser der tollen Leserunde!

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  • Sturmgeflüster

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    KleinerVampir

    KleinerVampir

    Buchinhalt: Nach dem Unfalltod seiner Mutter macht sich der junge Sioux Lewis Left Hand, der in New York aufwuchs, in South Dakota auf die Suche nach seinen Wurzeln. Doch sein Name stößt auf breite Ablehnung, selbst bei seinem eigenen Volk, das ihm mehr oder minder fremd ist: seine Mutter hatte den leiblichen Vater und das Rosebud Reservat einst verlassen, der wahre Grund bleibt Lewis zunächst verborgen. Nach und nach kommt der junge Mann dahinter, dass sein Vater nicht bei einem ominösen Autounfall ums Leben gekommen sein kann – viel mehr steckt sein Engagement als Menschenrechtsaktivist für die Rechte seines indianischen Volkes hinter seinem Tod. Auf Lewis‘ Spurensuche deckt dieser Stück für Stück erschreckende Tatsachen auf und gerät in den Fokus des FBI und eines skrupellosen Senators, der vor nichts zurückschreckt - auch nicht davor, Lewis Left Hand mit allen Mitteln mundtot zu machen….   Persönlicher Eindruck: „Sturmgeflüster“ ist bereits mein zweiter Roman aus der Feder dieser Autorin und auch diesmal fesselte mich die Art, wie sie ihre Geschichten auf den Weg schickt. Eine angenehme, vielschichtige Sprache und die eingestreuten Rückblenden / Szenenwechsel macht diesen Thriller zu eine absoluten Lesevergnügen. Man taucht unmittelbar in das Geschehen ein und findet sich sogleich in einer bildgewaltigen und authentischen Umgebung wieder, die das Leben der Native Americans der heutigen Zeit plastisch verdeutlicht. Während Armut und Perspektivlosigkeit das Bild bestimmen, fehlt es nie an den kleinen Hoffnungsschimmern und der Zufriedenheit auch im Kleinen, die für mich beim Lesen dieses Genres immer anheimelnd sind und einen ganz eigenen Charakter haben. Die Figuren, allen voran Protagonist Lewis Left Hand, sind nachvollziehbar und sympathisch, die Bösewichte nicht minder plastisch und ausgefeilt. Stück für Stück kann man beim Lesen Lewis über die Schulter schauen und so offenbart sich das Ausmaß der Dramatik in wohlportionierten Dosen, ohne, dass zu irgend einem Zeitpunkt der Pfiff verloren geht. Der Spannungsbogen lässt bis zum Schluß nie nach und so sind es in vorliegendem Buch eher die leisen Töne, die das Große Ganze ausmachen – der Thriller kommt nahezu völlig unblutig daher und braucht das auch gar nicht: das Schicksal von Lewis im Einzelnen und die Auswirkungen auf sein Volk als Ganzes lassen einem an vielen Stellen das Blut in den Adern gefrieren. Die Gliederung des Buches ist gekonnt und inhaltlich perfekt abgestimmt, die einzelnen Personen, die als Nebenfiguren die Handlung ergänzen, sind optimal in das Romangeschehen eingebunden. Alles in allem ein erstklassiger Thriller ganz nach meinem Geschmack, der sich spannungstechnisch immer weiter steigert, eine politische Botschaft zum Nachdenken mit packender Handlung und ein wenig Indian Spirit gekonnt miteinander vereint. Eine vorbehaltslose Leseempfehlung für alle, die einen Thriller mit Tiefgang abseits vom Mainstream suchen – einfach klasse!

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    • 2
  • Ethno-Thriller

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    irismaria

    irismaria

    20. June 2014 um 12:22

    „Sturmgeflüster, tödliche Spurensuche im Land der Sioux“ ist ein Ethno-Thriller von Alexandra Walczyk. Die Geschichte spielt in den 80er Jahren des 20. Jh. in Amerika. Hauptperson ist der junge Lewis Left Hand. Seine Mutter ist indianischer Herkunft und lebt mit ihrem schottischstämmigen Mann in New York. Lewis` leiblicher Vater ist ebenfalls Lakota, aber Lewis hat ihn nie kennen gelernt. Als Lewis Zeitungsauschnitte vom tödlichen Unfall seines leiblichen Vaters findet, will er der Sache auf den Grund gehen und fährt ins Reservat der Lakota. Dort kommt er ungeheuerlichen Machenschaften auf die Spur und gerät selbst in Gefahr. Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, erfährt man einiges über das heutige Leben der Lakota und den Umgang der Behörden mit ihnen. Das fand ich interessant. Die Story ist spannend, aber durch die Vielzahl der vorgestellten Personen einerseits und die nüchterne Erzählweise andererseits ist es mühsam, das Buch zu lesen und mit den Personen mitzufühlen. Die Gedanken und Beweggründe der Charaktere sind mir etwas zu kurz gekommen.

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  • Spurensuche im Land der Lakota

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    mama2009

    mama2009

    Inhalt: Der Lakota Lewis Left Hand wächst in New York auf, seine Mutter erzählt im kaum etwas über seine Vorfahren oder ihr ehemaliges Leben in den Reservaten. Molly wollte nicht, dass Lewis im Reservat aufwächst, sie wollte ein anderes Leben für ihn. Sein wahrer Vater, John Left Hand, kam angeblich bei einem Autounfall zu Tode. Die Zeitungsartikel über den mysteriösen Todesfall und andere Todesfälle indianischer Bürger sammelt Molly und hebt diese auf. Als Lewis 19 Jahre alt ist, entdeckt er diese und fängt an Fragen zu stellen. Die Reise zu seinem eigenen Volk beginnt. Fazit: Lewis begibt sich auf die Reise zu sich selbst und zu seinem Volk, er füllt sich zwischen den Welten, ein weißer ist er nicht und als er erfährt, dass der Mann, den er Vater nennt, nicht sein Vater ist, weiß er, dass er Vollblut-Lakota ist. Doch bisher hat er in keinster Weise als Indianer gelebt bzw. weiß er gar nicht, was sein Volk ausmacht, wie man als Lakota lebt. Lewis ist sehr schweigsam und ruhig. Er hat wenig Kontakt zu den Menschen im Reservat, in welchem auch seine Mutter damals gelebt hat. Die anderen begegnen ihn auch reserviert, da der Name Left Hand mit Ärger behaftet ist. Lewis forscht nach und erkennt bald, dass er in ein Wespennest gestochen hat. Denn der Tod von John war alles andere als ein Unfall und für einige Leute darf die Wahrheit nicht ans Licht kommen. Das Buch ist nicht einfach zu lesen, da einerseits sehr viele Namen eine Rolle spielen und anderseits zunächst unklar ist, in welcher Beziehung sie zu einander stehen. Dies passt aber auch zu der Unsicherheit von Lewis. Er befindet sich bei seinem Volk, ohne dazuzugehören. Doch wohin gehört er? Doch das Buch lebt auch von Bildern, die Beschreibung des Schneesturms ist mir da noch deutlich in Erinnerung. Dieses Buch regt auch sehr zum Nachdenken an, denn es wird eine menschenverachtende Indianerpolitik deutlich. Die Menschen im Reservat sind arm, leben vom nötigsten und kämpfen im Winter gehen die Kälte, viele Männer verfallen nach wie vor dem Alkohol, die Zukunft ist selten rosig. Nachdem höhere Kreise (Behörden, FBI, ein Senator) erkannt haben, dass der mysteriöse Unfall von John Left Hand doch noch als Tod herauskommen kann, so werden Lewis verschiedene Fallen gestellt, so dass dieser sich im Gefängnis wiederfindet und man hofft, dass sein Wille im Gefängnis gebrochen wird. Sicherlich handelt es sich hier „nur“ um ein Buch, doch für mich wird hier vieles wiedergegeben. Wer Macht hat, der kennt entsprechende Leute, die dafür sorgen, dass er diese behält und gefährliches Potential ausgeschaltet wird. Das Buch habe ich nicht so direkt als Thriller empfunden, wahrscheinlich verbinde ich mit einem Thriller mehr Wendungen und Irreführungen.   Von Lewis eigener Welt, Sichtweise zu seinem Volk hätte ich mir noch einiges mehr gewünscht bzw. hätte hier noch mehr geschrieben werden können. Dies wird auch in der Beziehung zu seiner Oma deutlich, diese begann gut, endet dann aber für mich zu schnell, da sie kaum noch erwähnt worden ist. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

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    • 2
  • Ein wenig Gerechtigkeit und Aufklärung

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Saphir610

    Saphir610

    31. May 2014 um 22:56

    1967 verlässt die schwangere Lakota Molly walks around the water die Reservation um in New York zu leben. Dort heiratet sie einen  Weißen und bekommt ihr Kind. Fast zwanzig Jahre später reist Mollys Sohn Lewis Left Hand in die Reservation um mehr über seiner Herkunft zu erfahren. Was er dort raus findet, welche Umstände zum Tod seines Vaters führten, wird für ihn und einige Beteiligte, sehr gefährlich. Es kommen Dinge über einen Senator, das FBI und örtliche Behörden zu Tage, die diese unter allen Umständen weiter vertuschen wollen. Es geht um die Rechte der Indianer, der Besetzung von Wounded Knee und sehr bedenklicher Bevölkerungspolitik. Die Geschichte um Lewis Left Hand zeigt, was in Sachen Indianerpolitik passierte und wohl auch heute noch passiert. Wie menschenverachtend die Ureinwohner Amerikas behandelt wurden und werden. Die Geschichte um Lewis und seinem Vater, seinem Volk ist heftig, lässt mich wütend werden. Der Aufbau gefällt mir gut, nach und nach kommt immer mehr zu Tage, fügt sich zusammen, und alles kann auch von höherer Stelle nicht mehr vertuscht werden. Doch es ist immer noch genug. Allerdings vermisste ich während des ganzen Romans etwas die Emotionalität. Ich blieb im gesamten Buch auch zur Hauptperson Lewis distanziert, konnte keine Nähe aufbauen, die mich mit ihm mitfiebern, mitleiden ließ. Selbst als Lewis im Gefängnis misshandelt wurde, erschien es mir nur wie am Rande erwähnt. Was das in Lewis angerichtet hat, ist eher am Rande erwähnt und wirkt nicht bei mir als Leser. Eine intensive, packende Geschichte, die ich stellenweise aber eher als Erzählung einordnen würde. Aber sie führt sehr gut die Ungerechtigkeiten vor Augen, auch wenn sie fiktiv ist, aber aus Erzählungen von Indianern entstanden ist. Eine Leseempfehlung für alle, die auch an der heutigen Geschichte der Indianer interessiert sind.

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  • Eine Suche nach der Vergangenheit, die sehr mühselig war

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Federzauber

    Federzauber

    31. May 2014 um 21:08

    Lewis Left Hand ist in New York aufgewachsen. Nach einem heftigen Streit mit seiner Mutter,  bei dem sie sich das Leben nimmt, fährt er auf der Suche nach seiner Vergangenheit und seinen indianischen Wurzeln ins Rosebud Sioux Reservat. Doch die Suche stellt sich als  schwieriger vor als erwartet. Und er gerät selber in Lebensgefahr...  Ein Ethno-thriller der heutigen Indianerwelt, die alles andere als rosig ist. Voller Intrigen,  Vertuschungen, und Heimlichtuereien werden die Indianer ohne Rechte und Respekt behandelt. Ein Buch,  dass mich sehr neugierig gemacht hat, und ich gerne mehr aus der Welt der Indianer gelernt hätte.  Leider war das Buch überhaupt nicht Meins... Der Schreibstil war leider sehr gewöhnungsbedürftig,  mir kam es anfangs eher einem sachlichen Bericht gleich als einer Geschichte, auch wenn Gefühle beschrieben wurde kamen sie überhaupt nicht rueber und  so konnte ich auch kein Mitgefühl für die Protagonisten entwickeln. Ebenso fehlte mir die Spannung und das begierige Wissen zu erfahren was mit Lewis Vater tatsächlich passiert ist. Die Handlung zog sich hin,  und ich hatte das Gefühl in unglaublich komplizierten politischen Ausführungen zu ertrinken, die ich zudem leider kaum verstanden habe. Lewis Sichtweise habe ich sehr vermisst. Die Situation wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erläutert,  doch Lewis kam mir wie eine Marionette ohne Willen und Charakter vor, was ich unglaublich schade fand, da es eigentlich um seine Vergangenheit und sein Schicksal geht... Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen und habe während des ganzen Buches gehofft,  dass der Funke noch irgendwo springt, doch ich habe mich leider eher durch das Buch durchgequält als gerne gelesen. Sehr,sehr schade....

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  • Schicksal der Indianer

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    24. May 2014 um 17:44

    Lewis Left Hand lebt mit seinen Eltern in New York. Er weiß, dass seine Mutter Indianerin vom Stamm der Lakota ist und sein Vater nicht sein leiblicher Vater. Aber Fragen zur Herkunft will die Mutter nicht beantworten. Als Lewis in einem Album seiner Mutter versteckte Zeitungsauschnitte findet, in denen etwas vom Autounfall seines Vaters John Left Hand steht, macht er sich auf den Weg, um Nachforschungen anzustellen. Doch das ist nicht so einfach. Sehr unterschiedlich wird er aufgenommen, die einen sind freundlich und hilfsbereit, die anderen wollen, dass er wieder verschwindet. Aber erzählen will keiner, was in der Vergangenheit geschehen ist. Bernice, ein junges Mädchen hilft ihm, in alten Unterlagen nach Informationen zu suchen. Es stellt sich heraus, dass die Akten manipuliert wurden. Das was da sein sollte fehlt, dafür gibt es einige Seiten, die nicht in den Papieren sein dürften und die werfen viele Fragen auf. Bald spürt er, dass es gefährlich ist, sich mit den betroffenen Leuten anzulegen. Zu mächtig und zu rücksichtslos sind seine Gegner, die auch Kollateralschäden in Kauf nehmen. Lewis ist ein unerfahrener junger Bursche. Eigentlich will er sein Wurzeln suchen, muss aber feststellen, dass er nirgendwo richtig hingehört. Das macht ihm zu schaffen, aber ihm bleibt kaum die Zeit, um darüber nachzudenken. Dieses Buch ist ein Thriller, der aber auch viel über Ungerechtigkeiten, die den Indianern angetan wurden, berichtet. Man verweigerte den Indianern ihre Rechte, Kinder wurden aus der Familie geholt oder es wurden Zwangssterilisationen vorgenommen. Es gibt sehr viele Personen in diesem Buch, einige sehr sympathisch und engagiert, aber viele lernen wir auch nur von ihrer schlechtesten Seite kennen. Doch die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Anfangs ist es etwas schwierig sich in die Geschichte hineinzulesen. Doch bald schon wird es interessant und sehr spannend. Das Ende scheint realistisch, aber ein schales Gefühl bleibt. Es ist auf jeden Fall keine leichte Kost, die einem geboten wird. Dafür ist der Hintergrund der Geschichte einfach zu ernst. Der Schreibstil ist etwas distanziert, aber sehr kenntnisreich. Wenn man sich für die Geschichte der Indianer interessiert, ist es ein empfehlenswertes Buch.

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  • Indianer Schicksal

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    aftersunblau

    aftersunblau

    24. May 2014 um 10:52

    Lewis Left Hand, ein Lakota, wächst mit seiner Mutter Molly walks around the water und seinem Zieh-Vater, einem Schotten, in New York auf. Molly ist während ihrer Schwangerschaft nach New York geflüchtet als der leibliche Vater von Lewis bei einem angeblichen Autounfall ums Leben kam, 1967 war die Zeit der menschenverachtenden Indianerpolitik. 20 Jahre später beginnt Lewis Nachforschungen über seine Vergangenheit anzustellen und stößt auf immer mehr Geheimnisse, die bis in die höchsten Kreise der Politik reichen. Damit ist nicht nur sein Leben in Gefahr…….. Man spürt deutlich das Lewis weder zu den Weißen noch zu den Indianern gehört und er auf der Suche nach seiner wahren Identität ist. Seine Zerrissenheit ist förmlich greifbar. Während seiner Ermittlungen stößt er auf immer mehr Menschenverachtende Vorgänge die den Indianern die Rechte aberkannt haben und sie gezwungen haben, unter menschenunwürdigen Zuständen zu leben. Der Geschichte merkt man sehr gut an dass die Autorin sich gut mit der Lebensweise der Indianer auskennt und das sich die Geschichte, obwohl fiktiv, genauso hätte zugetragen haben können. Dieser Ethno- Thriller gehört zu den anspruchsvolleren Büchern, die sich mal nicht einfach so weg lesen lassen und ein konzentriertes lesen erfordern. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden und zieht sich durch die gesamte Story. Etwas störend fand ich den emotionslosen Schreibstil, alles wirkte sehr distanziert und man musste sich viele eigene Gedanken machen damit einem das Schicksal der Lakota nahe gehen konnte. Ich würde das Buch aber jedem empfehlen der sich für das Schicksal der Indianer interessiert. 

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  • Tödliche Spurensuche im Land der Sioux

    Sturmgeflüster - tödliche Spurensuche im Land der Sioux
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    21. May 2014 um 11:43

    Der Lakota-Indianer Lewis Left Hand, der mit seiner indianischen Mutter und seinem schottischen Stiefvater in New York, weit weg von der Welt der Indianer, aufwuchs, verliert seine Mutter durch einen Autounfall. Er begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche, die ihn zu seinem Vater und den wahren Umständen seines Todes führen soll... Die Geschichte ist nett und keinesfalls schlecht, aber mich persönlich konnte sie einfach nicht fesseln. Es fällt mir sehr schwer, mich mit der Hauptperson zu identifizieren, beziehungsweise überhaupt Sympathie für Lewis zu empfinden. Das mag daran liegen, dass er einfach zu flach gezeichnet ist und mir der Tiefgang etwas fehlt. Die Story wirkt in meinen Augen leicht träge und ich tue mich mit dem Weiterlesen sehr schwer.

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