Alexandre Adler

 3 Sterne bei 5 Bewertungen

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Alexandre AdlerDas Geheimnis der Templer
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Das Geheimnis der Templer
Das Geheimnis der Templer
 (5)
Erschienen am 21.01.2015
Alexandre AdlerDas Geheimnis der Templer: Von Leonardo da Vinci bis Rennes-le-Château (Beck Paperback)
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Das Geheimnis der Templer: Von Leonardo da Vinci bis Rennes-le-Château (Beck Paperback)
Alexandre AdlerLe Communisme
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Le Communisme
Le Communisme
 (0)
Erschienen am 01.03.2001

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TAndress avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Templer" von Alexandre Adler

Kein roter Faden
TAndresvor 3 Jahren

Angepriesen wurde das Buch als „imposantes Buch, das selbst einem Thriller gleicht.“ Diesem Urteil muss ich leider widersprechen. Es ist wohl jedem klar, dass Dan Browns „Sakrileg“ nur ein Roman ist und niemals ein Sachbuch sein sollte. Ob man daher die aufgestellten Thesen überhaupt so auseinandernehmen muss, sei dahingestellt.


Das Buch selbst ist nicht so einfach zu lesen. Man springt hin und her, folgt erst einem Thema, dann einem anderen, um wieder zum ersten zurückzukehren. Manchmal habe ich das Gefühl gehabt, ein Aspekt mehrmals zu lesen, nur einige Seiten später. Der Zeitstrang von der Landung Maria Magdalenas an Frankreichs Küsten bis zum heutigen Tag wird nicht durchgängig beschrieben, man springt von der Zeit Karl des Großen zu Jeanne d’Arc und dann weiter zum 19. Jahrhundert und wieder zurück. Ich habe mir einige Notizen gemacht, wie ich es immer bei solchen Büchern mache, aber selbst damit ist mir das Buch nicht ganz klar geworden. Mir fehlt komplett der rote Faden und dadurch lässt einen das Buch auch leicht verwirrt zurück.

Ich habe mir von diesem Buch wirklich mehr erhofft. Es ist nicht so spannend wie gedacht, schwierig zu lesen und meiner Meinung nach wird eher über das Buch von Dan Brown gesprochen, als sich wirklich mit der Geschichte der Templer auseinandergesetzt. Da gibt es sicherlich bessere Bücher.

Somit gibt es von mir nur 2 Sterne.

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Matzbachs avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Templer" von Alexandre Adler

Ein Buch, im Konjunktiv geschrieben
Matzbachvor 3 Jahren

Mann oh Mann, welcher Teufel hat den sonst von mir so geschätzten Beck Verlag geritten, dieses Buch zu veröffentlichen, das von ernstzunehmender Geschichtsschreibung meilenweit entfernter ist als die Bildzeitung von seriöser Berichterstattung? Und dies dann auch noch unter einer äußerst fragwürdigen Übersetzung des Originaltitels "Societés secretès. De Léonard de Vinci à Rennes les Chateau", was zu "Das Geheimnis der Templer wird". Natürlich spielt dieser Ritterorden bei Adler eine Rolle, aber das Buch handelt gefühlt "nur" zu etwa zu einem Drittel von den Templern. Aber die sind wahrscheinlich durch zahlreiche Filme und Computerspiele gerade angesagt, so dass sich der Verlag durch diesen reißerischen Titel mehr Aufmerksamkeit versprechen dürfte.

Der Autor Adler möchte sich mit diesem Elaborat mit Dan Browns "Sakrileg" und der darin enthaltenen Geschichte der Blutlinie und der Geheimgesellschaften auseinandersetzen. Der Verriss Browns (und seiner mittlerweile bekannten Wegbereiter) ist ihm durchaus gelungen, doch was er dagegen als wissenschaftliche Aufklärung setzt, wimmelt von genau so unbeweisbaren Vermutungen und Mythen. Infolgedessen ist mindestens ein Drittel des Buches auch im Konjunktiv geschrieben, auch die Worte vielleicht und möglicherweise werden fast inflationär gebraucht. Und die Art der "Beweisführung" Adlers ist ebenfalls fragwürdig. Er lenkt seinen Leser mit Suggestivfragen und wirft Vermutungen auf, die dann in der Folge zu Tatsachen werden. Ein Beispiel, auf Seite 117f. schreibt Adler zunächst: "Vielleicht war es das Wissen um das Geheimnis von Alet, das Nicolas Pavillon dazu bewegte, (...) das Zentrum seines Wirkens dorthin zu verlegen...", um dann im folgenden Absatz mit dem Brustton fester Überzeugung zu vermelden: "Nicolas Pavillon oder die Rosenkreuzer interessierten sich also für den Razes (die Gegend, in der das oben erwähnte Alet liegt, Matzbach), weil dort einst die Katharer zu Hause waren, ein weiterer Grund für ihr Interesse war allerdings auch die dortige Komturei der Templer". Aus dem vielleicht wird so das schlussfolgernde also, Widerspruch nicht zulässig, außerdem hat man so die üblichen Verdächtigen mal schnell vereint.

Ein weiteres anschauliches Beispiel für die Schlagkräftigkeit der Adlerschen Argumentation findet sich auf Seite 128. Im Kapitel über die Templer findet sich der folgende Absatz: "Demgegenüber kann man feststellen, dass der Name Baphomet (ein angeblich von den Templern verehrtes Götzensymbol, Matzbach) eine Verschlüsselung ist. Wendet man das Atbash-Alphabet auf ihn an - ein Code, bei dem jeder Buchstabe des Alphabets nach einer strengen Regel durch einen anderen ersetzt wird, und der zu Lebzeiten Jesu in Palästina entwickelt worden war - so erhält man das hebräische Wort Hokhma (das griech. Sophia), also die Weisheit, die gemäß der Kabbala die höchste Form des Lebensbaums darstellt, nach der nur noch das Reich Gottes kommt". Mal vom verworrenen Inhalt abgesehen, wenn jeder Buchstabe für einen anderen steht, warum hat Hokhma dann zwei weniger als Baphomet? Da fällt das falsch gesetzte Komma vor und schon gar nicht mehr ins Gewicht.

Vergleichsweise harmlos ist dagegen die Unsitte des Autoren, den Leser anzusprechen "jetzt halten Sie sich fest" und in der ersten Person Plural zu schreiben, wobei mir nicht ganz klar ist, ob er das tut, um seine Leser mit ins Boot zu holen oder ob er von sich selbst im Pluralis majestatis ausgeht.

In diesem Stil geht es bis zum bitteren Ende weiter, ich hatte beim Lesen die ganze Zeit die Hoffnung, dass der Autor irgendwann den erlösenden Satz "Ätsch, ich wollte mit diesem Buch nur die Sehnsucht der Leser nach Mythen ad absurdum führen" schreibt, was dem Buch einen gewissen Reiz als Satire verschaffen würde, doch nichts da, das Buch endet so, wie es angefangen hat.

Und zu guter letzt bleibt die Frage, ob es überhaupt nötig ist, sich mit Dan Browns "Sakrileg" wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Der Roman ist eben ein - nicht mal gut gemachter - Thriller mit Unterhaltungsanspruch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Am Ende drängt sich der Verdacht auf, dass Adler im Windschatten dieses Erfolgs auch ein paar Brosamen abschöpfen wollte.

Kommentare: 1
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M

Rezension zu "Das Geheimnis der Templer" von Alexandre Adler

„Sakrileg“ – Widerlegung
michael_lehmann-papevor 4 Jahren



Dan Browns „Sakrileg“ war ein breiter Publikumserfolg als Buch und als Film, basierend auf der Idee, Jesus wäre mit Maria Magdalena verheiratet und der Templerorden hätte dies von Beginn an gewusst und als Geheimnis bewahrt, Leonardo da Vinci hätte, gerade in seinem berühmten „Letzten Abendmahl“ diese Botschaft im Bild versteckt.

Diese Annahmen nimmt der Historiker Alexandre Adler nun auf und zum Anlass, Schritt für Schritt den Behauptungen Browns (und mancher Forscher) nachzugehen, um deren möglichen Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Minutiös folgt Adler dabei den „Spuren“ der alten Legenden und Interpretationen. Bietet die Grals-Erzählungen auf, interpretiert Leonardos „unorthodoxe“ Glaubensvorstellungen als mit geprägt von seiner Zeit, folgt den Spuren Maria Magdalenas aus den Schriften der Evangelien, späterer Handschriften und gallischen Legenden nach Frankreich und wirft einen Blick auf die „Vermutungen über Jesus“ und die Mythen, die sich um die Kirche in Renne-le-Chateau Anfang des 20. Jahrhunderts rankten. Wobei selbst hier, beim Pfarrer der Kirche und seinem plötzlichen Reichtum, auch Adler keine gesicherten Fakten oder Aufklärungen zu liefern vermag.

Was heraussticht ist, dass es Adler durchaus gelingt, die Hintergründe und Behauptungen zu den geheimen Schätzen der Templer und, vor allem, zur „Vaterschaft des Ehemanns Jesus Christus“ ebenso wortreich zu entkräften, wie eine Beteiligung Leonardo da Vincis oder gar das gesamten Templerordens an einer solchen „Geheimnisbewahrung“ zu widerlegen.

Allerdings wird Seite für Seite eben auch deutlich, dass die Argumente Adlers zwar überzeugend klingen, aber wiederum selbst auch nur Interpretationen darstellen.

Wirklich belastbare Fakten im Sinne von historischen Schriften, klaren überlieferten Aussagen der Templer oder anderen Quellen finden sich in diesem Buch ebenso wenig, wie in Dan Browns reinem Unterhaltungsthriller.

Das Maria Magdalena in Person in Frankreich landete und dort die Christianisierung vorantrieb wird genauso mit Indizien im Buch beschrieben, wie eine schottische Seite der Templer nach deren Zerschlagung, die Teilnahme der heiligen Ritter an den schottischen Befreiungskämpfen oder gar die steile Behauptung, Kolumbus hätte den Weg nach Südamerika nur aufgrund alter Templer Logbücher gefunden.

Beweise und harte Fakten bleibt Adler in vielen seiner Ausführungen letztendlich schuldig, weil es solche nach heutigem Stand nicht gibt,

Vielfach bis in Kleinigkeiten hineingehend, teilweise aber sehr assoziativ sich vielen Nebenthemen und Stichwortanschlüssen zuwendend, ist es einerseits interessant, von der Zeit und all ihren Verwirrungen zu lesen (Zerschlagung der Templer, Christianisierung Frankreichs, Lebensweise Jesu, das Denken Leonardos etc.), andererseits bleibt der Leser in manchen Teilen auch verwirrt zurück in der Frage, welche Bedeutung das nun alles genau haben soll.

Dass Dan Brown einen Thriller verfasst hat, der in weiten Teilen noch nicht einmal in der Gegenwart gut recherchiert war (Paris zumindest kennt Dan Brown nicht sonderlich gut), fällt bei Adler doch ein wenig zu sehr durch das Raster seines „zu Ernst-Nehmen“ des Thrillers und der dahinterstehenden Behauptungen und Theorien.

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