Die Kameliendame

von Alexandre Dumas der Jüngere 
4,2 Sterne bei118 Bewertungen
Die Kameliendame
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Waldschrats avatar

tragisch ja, aber auch unwirklich und fürchterlich ungerecht. Das war keine Liebe!

Schluffs avatar

Das Frankreich aus den Erzählungen der "Alten" gibt es nicht mehr. Renoir im Milieu oder Die Kameliendame, das ist einfach shocking.

Alle 118 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Kameliendame"

Romeo und Julia in Paris

Marguerite liebt Armand, einen jungen Mann aus den besten Pariser Kreisen.
Als ihr von seinem Vater vorgehalten wird, sie stehe dem Glück Armands im Wege, beugt sie sich den Forderungen der Gesellschaft, die keine ehemalige Kurtisane in ihren Reihen dulden will.
An der Wende von der Romantik zum Realismus entstand die ergreifende Geschichte der hochherzigen Kokotte, die aus Liebe ihrer Liebe entsagt.

"Dumas verpackt in seine Geschichte subtile Kritik an einer Gesellschaft, die mehr Wert auf Abstammung und Besitz legt als auf den Menschen selbst." NZZ am Sonntag

"In der leichtfüßigen, eleganten Prosa zeigt sich Dumas' Klasse." Berliner Literaturkritik

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746625683
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:231 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:11.12.2009
Das aktuelle Hörbuch ist bei Universal Vertrieb erschienen.

Videos zum Buch

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne48
  • 4 Sterne45
  • 3 Sterne23
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Waldschrats avatar
    Waldschratvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: tragisch ja, aber auch unwirklich und fürchterlich ungerecht. Das war keine Liebe!
    ich kam mit den Charakteren leider gar nicht zurecht

    Puh, das war ein fragwürdiges Lesevergnügen … Man lernt zunächst einen außenstehenden Ich-Erzähler kennen, der in Paris bei einer Auktion ein Buch ergattert. Es gehörte der Kameliendame – eine Art Mätresse, die verstorben ist. Nach ihrem Tod wurden alle Besitztümer versteigert, da ihre Schuldner schon zu Lebzeiten vor dem Krankenbett warteten. Dann steht unerwartet ein junger Mann vor seiner Tür, es handelt sich um Armand Duval, einen Liebhaber der Kameliendame Margarete Gautier. Nach einigem Hin und Her erzählt dieser dann die recht traurige Liebesgeschichte der beiden.

    Als Liebesgeschichte habe ich das Buch auch erst recht weit am Ende wahrgenommen. Vorher war ich hauptsächlich genervt von dem recht oberflächlichen und mir echt zu blöden Armand. Charaktere wurden zu Dumas Zeiten sicher anders beschrieben und vielleicht war diese Gestalt zu Lebzeiten auch ein greifbarer Charakter, aber ich fand ihn einfach fürchterlich. Dieser „verliebte“ sich dann Hals über Kopf in Margarete, die ihn allerdings warnte – sie kann sich durchaus auf ihn einlassen, es ist ja auch schmeichelhaft, wenn jemand so stürmisch seine Liebe gesteht, aber sie muss ihren doch recht teuren Lebenswandel finanzieren und muss daher noch andere Geliebte neben ihm haben. Auch wenn er das zunächst eingesehen hat, wurde es doch immer wieder zum Streitthema.

    Doch irgendwann schien sich die Sache zu wandeln und sie waren doch recht glücklich. Margarete schwor endlich ihrem ausschweifenden und gesundheitsschädigenden Lebenswandel ab – sie war bereits sehr krank und ich habe ihr den Leichtsinn bzw. die Todessehnsucht wirklich übel genommen – und dann habe ich mich endlich für die beiden gefreut. Auch wenn ich wusste, dass sie sterben muss und die Geschichte tragisch endet, so war ich doch zumindest kurz mit beiden Charakteren im Reinen.

    Doch dann werden sie durch fremde Hand getrennt und Armand fällt zwar auf, dass dieses oder jenes etwas merkwürdig war, aber er kann nicht bis fünf zählen und verteufelt stattdessen seine Geliebte. Er setzt ihr dann so oft zu, tut ihr unglaublich weh und sie muss das in ihrem Zustand aushalten. Ich fand ihr Leid dann derart tragisch, dass ich sogar einige Tränen vergossen habe. Auch wenn Armand nach ihrem Tod die ganze Wahrheit erfährt, muss er meiner Meinung nach nicht genug leiden, um das von ihm verursachte Leid wieder gut zu machen. Denn so sehr geliebt haben kann er sie ja nicht, wenn es ihm letzten Endes immer nur darum ging, dass er sich wegen diesem oder jenem verletzt gefühlt hat und ihr deswegen wieder Leid zugefügt hat. Für mich ist und bleibt dieser Charakter einfach ein Idiot.

    Ihr seht, ein recht aufregendes Buch … Zeit, Moral und Sitte hin oder her, aber bis auf die letzten Kapitel würde ich maximal 2 Sterne vergeben, die letzten 30 Seiten haben mich ein wenig getröstet und dadurch werden es trotz viel Aufregung noch 3 Sterne.

    Kommentare: 2
    3
    Teilen
    KaterinaFrancescas avatar
    KaterinaFrancescavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Die Pariser Demi-Monde des 19. Jahrhunderts. Die große Liebe einer fille entretenue.
    "Sonnen, die ebenso glanzlos untergehen, wie sie aufgegangen sind"

    Die Halbweltlerin Margarete Gautier, wegen ihrer Lieblingsblumen, nur die Kameliendame genannt, verliebt sich in den jungen bürgerlichen Armand Duval. Zerrissen zwischen dem kostspieligen und ausschweifenden Leben der Pariser Gesellschaft und ihrer Liebe zu dem bescheidend vermögenden Armand Duval verschlechtert sich Margarets angegriffene Gesundheit zusehends. Retrospektiv erzählt der junge Armand dem Erzähler von seiner großen Liebe und wie diese an Einspruch seiner Familie zerbrach und Margarete das Leben kostete.

    Mit der "Kameliendame" hat Dumas der Jüngere einen sehr bewegenden und schonungslosen Roman über die Frauen der Demi-Monde geschrieben. Maragrete, gerade mal 20 Jahre alt, ist schon tief gezeichnet von den Ausschweifungen des mondänen Lebens. Finanziert von Liebhabern und Verehrern residiert sie hochherschaftlich, wird jedoch als lebhafter und geistvoller als die üblichen filles entretenues beschrieben. Einer ihrer Finanziers ist ein alter Herzog, der entgegender landläufigen Meinung eine rein platonische Beziehung zur ihr pflegt, da sie ihn an seine jung verstorbene Tochter erinnert. Der Herzog bemüht sich um Margaretes Bekehrung und stellt ihr ausreichend Mittel zur Verfügung, doch kann Magarete sich nicht von den Verlockungen des mondänden Lebens trennen und unterhält weiter Beziehungen hinter dem Rücken des Herzogs. Margarete selbst ist eine einsame Frau, über deren Familie man nichts erfährt. Resigniert eröffnet sie Armand, dass sie für ihre Verehrer nur ein Mittel zur Befriedigung ihrer Eitelkeit ist. Ihre "Freundin" Prudence, eine in die Jahre gekommene fille entretenue, ist nur auf die Vergünstigungen aus, die ihre Verbindung zu Margerete ihr einbringen und fördert daher deren Liasons mit reichen Männern.
    Armand verliebt sich auf den ersten Blick in Margarete, wobei er von Prudence, die ihre Felle davon schwimmen sieht, gewarnt wird, dass eine fille entretenue ihr Herz nicht verschenken sollte. Armand will Margerete ebensfalls jeden ihr teuren Luxus bieten und beginnt zu spielen. Margaretes Existenz als fille entretenue wird vom Erzähler sehr ambivalent geschildert. Einerseits erweckt sie sein Mitleid, anderseits wird oft die Frage nach einer Sühne bzw. Bekehrung in den Mittelpunkt gestellt. Auch Margaretes Liebhaber werden zwar gestreift, jedoch wenig kritisch betrachtet und wenn dann mehr im Eifersuchtsaufwall Armands. Armands Familie ist entsetzt über seine Liebe zu einer Halbweltlerin und versucht, die Verbindung zu unterbinden. Dennoch wird Armands Vater als der ehrenhafteste Mensch gezeichnet und verkörpert die Stimme der vornehmen Gesellschaft, die eine solche Beziehung nicht tolerieren würde.
    Sprachlich ist der Roman ein Genuss. Flüssige Dialoge und ein anhaltender Spannungsbogen, obwohl die Leserin bereits zu Beginn weiß, wie die Geschichte endet.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    lesestundens avatar
    lesestundenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Meisterhaft geschriebene Liebesgeschichte auf höchstem Niveau
    Meisterhaft geschriebene Liebesgeschichte auf höchstem Niveau

    Die Kameliendame ist auch nach jetzigen Maßstäben ein absolut lesenswertes Buch, nicht nur für Liebhaber von Klassikern, sondern gerade für all jene empfehlenswert, die keinen 1500 Seiten Schinken lesen wollen, aber trotzdem in einen hervorragenden und fesselnden Gesellschaftsroman aus der Zeit des Realismus eintauchen wollen. Die Liebesgeschichte hat mich sehr in ihren Bann gezogen und ich konnte die Verliebtheit zum greifen nahe spüren. Eine Liebesgeschichte in dieser Qualität gibt es nicht oft, alleine dafür ist dieses Buch ein Meisterwerk. Wer den Fehler macht und das Buch so lange auf der Wunschliste belässt wie ich, der sei gewarnt: Ihr könntet es später bereuen.

    Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2015/05/die-kameliendame-alexandre-dumas/

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Ein schöner, aber trauriger Klassiker ...

    Das Buch habdelt darüber, dass Marguerite -eine Kurtisane des 19. Jahrhunderts- sich auf Armand Duval einlässt, der ihr zwar nichts großartig objektives geben kann, dafür etwas anderes, viel Besseres: Liebe. Ich mochte Marguerite von Anfang an , genauso wie Armand. Der Schreibstil ist zwar nicht sehr einfach, dennoch ist die Geschichte schön und mit einem traurigem Ende. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    books-and-arts avatar
    books-and-artvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    Die Kameliendame

    Die Handlung:

    Der junge Mann Armand Duval verliebt sich vom ersten Augenblick an in die Mätresse Marguerite Gautier. Diese gilt als eine der teuersten Mätressen und kriegt immer teure Geschenke von ihren Verehrern, damit sie sie in die Oper oder Theater begleitet. Armand gibt sein ganzes Geld für sie aus und will seine ganze Zeit nur noch mit ihr verbringen. Die beiden kommen sich näher und auch bei Margerite wachsen Gefühle für diesen Mann. Doch das Glück soll nicht lange dauern, denn es gibt Menschen, die diese Beziehung nicht für gut heißen und dagegen sind. Und dann kommt auch noch eine tragische Wendung...

    Charaktere:

    Armand Duval ist ein junger Mann. Er verliebt sich in Marguerite vom ersten Augenblick an und scheut keine Kosten und Mühe um seine Herzensdame für sich zu gewinnen. Er ist sehr sympathisch, obwohl er manchmal geblendet durch die Liebe zu Marguerite fragwürdige Dinge tut ^^
    Marguerite Gautier ist eine junge und schöne Mätresse. Sie ist es gewohnt, dass alle Männer ihr Sachen schenken und lebt das auch aus. Doch sie ist nicht so perfekt wie sie scheint. Hinter der schönen Fassade steckt ein leidendes Mädchen. Sie ist krank und wird deshalb immer dünner. Zu Anfang hält sie Armand nur für einen ganz normalen Mann, doch dann sieht sie, dass er sie als eine Frau sieht und nicht nur als Spielzeug. Er kümmert sich um sie und das schätzt sie und fängt an ihn zu lieben.

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist nicht umsonst ein Klassiker.
    Ich war erst von der Sprache nicht ganz begeistert, aber nach der 2. Seite hat man sich schnell daran gewöhnt.
    Es ist ein wunderbares Werk von Alexandre Dumas (Der Sohn von Alexandre Dumas, der die 3 Musketiere geschrieben hat). Dieses Buch ist vollgepackt mit verschiedenen Emotionen, die beim Leser ausgelöst werden, wie z. B. Hass, Liebe und oft empfindet man auch Ungerechtigkeit, die einen wütend macht.
    Am Anfang war ich ein bisschen genervt, dass Armand so weichlich war und geweint hat, aber als ich gelesen habe, was er erlebt hat, hätte ich an seiner Stelle das gleiche getan.
    Dieses Buch sollte meiner Meinung nach genauso sehr gewürdigt und bekannt sein, wie Der Graf von Monte Christo oder Die 3 Musketiere!

    Aufbau & Gestaltung:

    Dieses Buch beginnt nicht so, wie andere Bücher. Am Anfang geht der Erzähler zu einer Versteigerung. Dort werden die Sachen der Mätresse von Marguerite Gautier versteigert, die verstorben ist. Er kriegt ein Buch mit einer Widmung drin. Eines Tages kommt ein Mann namens Armand Duval, der sich darüber erkundigt. Nachdem die beiden eine enge Freundschaft geschlossen haben, erzählt er die Geschichte von seiner Beziehung zu Marguerite Gautier. Zwischendurch wird die Geschichte von der Realität unterbrochen. Die Idee von Dumas fand ich klasse! Man erlebt also eine Geschichte in einer Geschichte ^^

    Fazit:

    Ein tolles Buch und mein erster Klassiker. „Die Kameliendame“ sollte man mal gelesen haben!

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Readyforbookss avatar
    Readyforbooksvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    Es war zeitweise so traurig und beklemmend, dass ich Tränen in den Augen hatte. Ich mag eingentlich keine Bücher, die kein happy End haben, trotzdem ein Klassiker den man unbedingt lesen sollte, auch wenn du umstellung groß ist, denn die Sprache ist eben nicht mehr ganz "modern"

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Jetztkochtsies avatar
    Jetztkochtsievor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    Ich bin gänzlich überrascht und hingerissen von diesem Buch, das vorallem an Glanz noch gewinnt, wenn man sich vor Augen führt zu welch frühem Zeitpunkt es geschrieben wurde. A. Dumas der Jüngere beweist mit seinem doch sehr autobiographischem Roman eine moderne Denkweise, die in der damaligen Zeit etwas außergewöhnliches und besonderes gewesen sein muß.
    Er schreibt sehr flüssig und auch die Ausdrucksweise ist zwar durchaus eine zeitgemäße, jedoch liest sich dieses Buch keineswegs so sperrig, wie ich Emile Zolas Nana damals empfunden habe, was ja ein recht ähnliches Thema bearbeitet.
    Sehr gefühlvoll und mit einer fast schon beängstigenden Beobachtungsgabe und dem richtigen Blick fürs Detail gelingt es Dumas d. Jüngeren seine Leserschaft zu fesseln, zu interessieren und vorallem zu bewegen.
    Eine herrlich tragische Liebesgeschichte, aber die schönsten Liebesgeschichten sind ja nun mal die Tragischen.
    Absolute Leseempfehlung, dies wäre ein Buch, das ich mir auf einem Lehrplan wesentlich besser vorstellen kann, als so manche von mir gelesene Schullektüre zu damaliger Zeit.

    Kommentieren0
    11
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    An das Buch "Die Kameliendame" bin ich eher zufällig geraten und hatte somit auch keine genaue Vorstellung von dem Buch.
    Es geht um das Leben von Mageriute, einer jungen Kurtisane in Paris. Sie lebt ihr Leben bis sie eines Tages Armand kennenlernt, der sich unsterblich in sie verliebt und alles für sie tut. Auch sie verliebt sich in ihn und bringt deshalb so manches Opfer für ihn.

    Sehr plastisch wird im Buch die Kraft der Liebe dargestellt und wie diese Liebe einen Menschen positiv verändern kann. Es wird aber auch deutlich wie wichtig in dieser Zeit die gesellschaftliche Ehre für eine Familie war. Im Gegensatz zur heutigen Zeit war es damals noch ein absolutes Tabu ein ausschweifendes Leben zu führen und mit einer Kurtisane zusammenzuleben. Dies konnte für eine angesehene Familie das gesellschaftliche Aus bedeuten.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    Eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich jemals gelesen habe. Traurig und seht berührend.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas der Jüngere

    1848 erschienener Roman des Sohnes von Alexandre Dumas, der in diesem seine eigenen Erlebnisse zu Papier brachte. Allerdings nicht eins zu eins, wie es uns das gut gelungene Nachwort zu berichten weiss. Aber vieles darin würde sehr den wahren Erlebnissen der beiden entsprechen.
    Die beiden sind im Roman der junge, ungebunde Armand, der auf die berühmte Marguerite trifft. Sie ist eine Edelhure in Paris, wo sonst, und lässt sich von ihren sehr reichen Liebhabern aushalten. Sie pflegt einen ausufernden, exzessiven Lebensstil, der sehr kostspielig ist. Zu kostspielig für den gutgestellten, aber nicht reichen Armand. Der ist aber völlig vernarrt in sie, sie dann auch in ihn, und die Tragik nimmt ihren Lauf. Wobei man schon am Anfang das Ende sieht, nämlich ihren Tod. Verursacht durch Schwindsucht, beschleunigt durch ihr gebrochenes Herz. Eine auch heute noch mitreissende, tragische Liebesgeschichte, von zweien die an sich und den Zwängen und Konventionen der Gesellschaft scheitern. Für damals natürlich ein Reisser wegen des Themas, und der Dramatik, die von Dumas sehr forciert wird, durch die Abfolge der Ereignisse. Für mich persönlich war es dann nur nicht ganz nachzuvollziehen, wieso Armand brutal eifersüchtig ist, schließlich weiss er um ihren Broterwerb, und ihr vollkommenes Bekenntnis ihrer Liebe zu ihm. Es ist ja nicht so als würde sie einen anderen lieben ausser ihm. Gefühle, vor allem zu jenen, die man wirklich liebt verlassen in aussergewöhnlichen Situationen oft jeglichen Pfad der Rationalität, was es mich dann doch wieder verstehen lässt.
    Sehr schön und elegant geschrieben und strukturiert.
    Mir gefällt auch sehr an alten Romanen, das man in die damalige Zeit abtaucht, und sich darin umsehen kann, und es die ganze Zeit während dem Lesen mit heute vergleicht. Sei noch gesagt das dieser Stoff zahlreich verfilmt wurde.
    Am bewegendsten für mich dann das, was man am Schluss des Nachwortes erfährt. Das Grab der Marie Duplessis, Dumas Geliebte in der Realität, aus dem sich die Marguerite des Buches ableitet, ist noch heute das meistgeschmückte Grab des Montmartre Friedhofs. Solche Tragik und ein junger früher Tod, sie war 23 als sie starb, schaffen die Mythen die uns bewegen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks