Alexandros Stefanidis Beim Griechen

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Inhaltsangabe zu „Beim Griechen“ von Alexandros Stefanidis

Alexandros Stefanidis erzählt die Geschichte seiner Familie, in deren Zentrum sein Vater Christoforos und das familiengeführte Restaurant »Der Grieche« in Karlsruhe stehen. Seit 1971 spielt sich dort – im »Wohnzimmer« der Stefanidis’ – nicht nur das Leben der sechsköpfigen Familie ab, es ist gleichzeitig eine einzigartige Bühne für deutsche Zeitgeschichte: Von der Gründerszene der Grünen bis zu absurden Situationen mit rassistischen Stammgästen, von der Zeit, als griechisches Essen fast schon ein politisches Statement war, bis zur Kapitulation vor der Döner-Welle hat die Geschichte des »Griechen« neben todkomischen Alltagsgeschichten alle Elemente einer griechischen Tragödie.

Kurzweilige Zeitgeschichte mit tollen Hintergründen und Familienzusammenhalt.

— Nele
Nele

klasse Buch :)

— Only your giirl <3
Only your giirl <3

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  • eBook Kommentar zu Beim Griechen von Alexandros Stefanidis

    Beim Griechen
    anna stjpperich

    anna stjpperich

    12. August 2014 um 23:10 via eBook 'Beim Griechen'

    das Buch ist lesenswert

  • Rezension zu "Beim Griechen" von Alexandros Stefanidis

    Beim Griechen
    Babscha

    Babscha

    03. October 2012 um 15:31

    Alexandros Stefanidis erzählt in seinem kurzweiligen und unterhaltsamen Buch die Geschichte seiner Familie, in deren Mittelpunkt er seinen Vater Christoforos stellt, einen Mann, der 1963 als Gastarbeiter der ersten Generation mit 80 Drachmen in der Tasche nach Deutschland kommt und sich nach einem Interimsjob bei Bosch nach wenigen Jahren den Traum von einem eigenen Restaurant erfüllt, das die Familie Stefanidis dann bis 2009 in Karlsruhe an wechselnden Standorten geführt hat. Es ist das Portrait eines charismatischen, unverwüstlichen Mannes, der trotz einiger hier offen beschriebener persönlicher Schwächen in letzter Konsequenz immer einen geradlinigen Weg gegangen ist mit seiner Frau Maria und seinen drei Söhnen als absolutem Lebensmittelpunkt. Ein sehr persönlich geschriebenes, unprätentiöses Werk, das insbesondere in den Kapiteln besticht, in denen der Autor vom wuseligen Leben seiner Familie in ihrer Gastwirtschaft, ihrem „Wohnzimmer“ inmitten von Gästen unterschiedlichster Couleur erzählt, mit denen sie teils langjährige Freundschaften verband. Und nebenbei ein interessanter Querschnitt durch die deutsche Gesellschaftspolitik der letzten vier Jahrzehnte, mit deren ernüchternden Entwicklung insbesondere seit den Neunzigern sich wie alle anderen auch die Familie Stefanidis arrangieren musste. Lesenswert.

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  • Rezension zu "Beim Griechen" von Alexandros Stefanidis

    Beim Griechen
    Cosifan

    Cosifan

    10. July 2012 um 09:35

    In diesem Buch beschreibt der Autor die Geschichte seiner Familie. Seine Eltern kamen in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland und gründeten, nachdem sie einige Zeit in einer Fabrik gearbeitet hatten, eines der ersten griechischen Restaurants in Karlsruhe. In diesem Restaurant hätte man selbst gern Gast sein wollen, der Vater als Wirt mit seiner ganzen griechischen Herzlichkeit und Gastfreundschaft ist sehr überzeugend. Die Geschichte ist sehr liebevoll geschrieben, die Atmosphäre der vergangenen Jahrzehnte und die gravierenden Veränderungen in Deutschland kommen gut rüber. Das Buch ist sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenklichwerden, es ist nicht oberflächlich und trotzdem leicht zu lesen. Insgesamt sehr zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Beim Griechen" von Alexandros Stefanidis

    Beim Griechen
    Dilbertine

    Dilbertine

    06. November 2010 um 16:49

    50 Jahre deutsche Geschichte aus dem Blickwinkel einer griechischen Einwandererfamilie - ein gelungener Beitrag zum „Anti-Sarrazinimus“ ******************* „Es war schon dunkel, als ich durch Vorstadtstraßen heimwärts ging. Da war ein Wirtshaus, aus dem das Licht noch auf den Gehsteig schien. Ich hatte Zeit und mir war kalt, drum trat ich ein. Da saßen Männer mit braunen Augen und mit schwarzem Haar, und aus der Jukebox erklang Musik, die fremd und südlich war. Als man mich sah, stand einer auf und lud mich ein. Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde. Komm', schenk dir ein und wenn ich dann traurig werde, liegt es daran, dass ich immer träume von daheim.“ (Udo Jürgens) ***************** „Griechischer Wein“ könnte auch als Einladung in das Karlsruher Restaurant „Der Grieche“ verstanden werden. Leider hat „Der Grieche“ 2009 seine Türen für immer geschlossen. Seit September dieses Jahres kann jeder der mag und lesen kann, noch einmal Gast in dieser freundlichen, offenen und gemütlichen Taverne werden, in der eine Standardpenisgröße für griechische Heldenstatuen und der Gratisouzo eingeführt wurden. Einer der Söhne des Wirtes, Alexandros Stefanidis - Journalist bei der SZ, hat die Geschichte des Restaurants, die so eng mit der Biografie seiner Familie verbunden ist, in einem Roman verarbeitet. ****************** Anfang der 60er Jahre entscheidet ein Zentimeter fehlende Körpergröße darüber, dass Christo Stefanidis nach Deutschland, anstelle nach Brasilien, einwandert. Er arbeitet zunächst bei Bosch in Stuttgart, holt später seine Frau und Schwiegermutter nach Deutschland. 1970 eröffnet er in Karlsruhe eines der ersten griechischen Restaurants in Deutschland, welches ganz offensichtlich zur Institution in Karlsruhe wurde. Namhafte Politiker, Anwälte des Bundesverfassungsgerichtes, Studenten und ganz „gewöhnliche“ Ottonormalverbraucher waren gern gesehene Gäste im „griechischen Wohnzimmer“. ******************* Alexandros Stefanidis reflektiert die Erinnerungen und Geschichten seines Vaters, welche natürlich stark durch den Betrieb der Taverne geprägt sind. War es in den 70er Jahren noch ein politisches Statement beim Griechen zu essen, scheint der Reiz der griechischen mediterranen Küche in den 90er Jahren verflogen, „der Gyros Teller verlor den Wettstreit gegen den amerikanischen Hamburger und den türkischen Döner.“ Wer nun denkt, es handelt sich bei diesem Roman ausschließlich um Ouzo und Retsina getränkte, langweilige Thekengeschichten, der irrt gewaltig, denn Stefanidis blickt gleichzeitig auf die Entwicklung der deutschen Geschichte zurück, beleuchtet das Leben in unserer Gesellschaft aus der Sicht einer Einwandererfamilie und spart dabei (und das ist gut so!) nicht mit kritischen Tönen. Ich war mehrmals beim Lesen der Geschichten peinlich berührt und habe mich stellvertretend für einige der deutschen Gäste in dieser Taverne geschämt. Die Biografie der Familie Stefanidis enthält einige Irrwege und Krisen. Liebe, Verständnis, Vergebung, Toleranz, Respekt und starke Persönlichkeiten halten ihren Verbund auch in schlechten Zeiten zusammen. Ich habe ein spannendes, weises, humor- und liebevolles Portrait einer griechischen Familie in Deutschland gelesen, dass passgenau in einer Zeit erschienen ist, in der in Deutschland eine beschämende und besorgniserregende Debatte über Integration entfacht ist. Für mich ist „Beim Griechen“ ein wichtiger Beitrag zum Anti-Sarrazinismus. Efcharisto poli, Alexandros Stefanidis und liebe Grüße an den Herrn Papa, gern wäre ich auch mal zu Besuch in "Der Grieche" gewesen und in Genuss dieser so herrlich von Ihnen beschriebenen Gastfreundschaft gekommen.

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