Alexej Tolstoi Aelita,

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Inhaltsangabe zu „Aelita,“ von Alexej Tolstoi

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    Aelita,

    buchwanderer

    19. November 2016 um 15:49

    „Die wichtigste Waffe ist der Entschluß! Wer sich entschließen kann, hat auch die Macht.“ (S.202)Zum Inhalt: Von den irdischen Verhältnissen desillusioniert fasst der Ingenieur Losj den Beschluss, die Erde zu verlassen. Die gewagte Reise will er in einem selbst entworfenen und gebauten Raumschiff bewerkstelligen. Er sucht via Annoncen Unterstützung, woraufhin sich der ehemalige Rotgardist Gussew an seine Seite stellt. Es gelingt den beiden Verwegenen auch die Reise zum Roten Planeten heil zu überstehen, feststellend, dass dieser bewohnt und der Erde, v.a. in gesellschaftlichen Aspekten äußerst ähnlich ist. Aëlita, die Tochter des de facto Alleinherrschers Tuskub, und Losj kommen sich im Laufe den Studien der beiden „Himmelssöhne“ näher und lernen einander schätzen und lieben. Tuskub, ein ewig Gestriger und Verneiner jedeweden Fortschrittes, will sich der beiden Eindringlinge entledigen, wobei er nicht vor dem Versuch zurückschreckt für ein Mordkomplott auch seine Tochter zu instrumentalisieren. Diese jedoch stellt sich auf die Seite Losjs. Als Gussew auch noch einen Aufstand des Marsproletariats anführt, wird es eng für die drei. Es bleibt nur noch der Ausweg der Flucht zurück auf die Erde, dem Roten Planeten, der ohnehin im Sterben liegt, den Rücken kehrend.Fazit: „Aëlita“ gehört zu den klassischen Werken der sowjetischen Phantastik. Der Text wirft Fragen gesellschaftpolitischer Relevanz auf, die nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Alexej Tolstoi schreibt „Aëlita“ als Metapher. So hält Ulrike Stephan dies auch in ihrem Nachwort fest, indem sie schreibt: „…; in »Aëlita« setzt er sich das erste Mal mit der russischen Revolution auseinander und versucht, sie als Künstler zu verstehen, in ihr eine gesetzmäßige Etappe in der Menscheitsgeschichte zu sehen und die Geschichte nicht nur als Summe vergangener Epochen, sondern als zukunftsweisende Erfahrung zu begreifen.“ (S.199) Tolsoi bedient sich des SF-Genres nur als Medium zur Verbildlichung seiner Ideen, was auch den recht saloppen Umgang mit naturwissenschaftlichen Fakten anbelangt, sowie die Degradierung von Technik als Beiwerk, was in der SF auf manchen Leser befremdlich wirken kann. Zum Buch: Für die Umschlaggestaltung des in der Reihe „SF-Utopia“ als vierter Roman erschienen Bandes zeichnen wieder Regine Schulz und Burckhard Labowski verantwortlich, wobei sie mit dem etwas avantgardistischen Entwurf dem Inhaltlichen des Textes einen treffenden bildnerischen Ausdruck verleihen. Der Bedruckstoff ist, dem Buchtyp und der Zeit entsprechend recht grobfaserig, griffig und passabel zu zum Buchblock verleimt. Typografisch ist der Text minimalistisch gehalten, wobei nur ein paar kleinere Druckfehler den Gesamteindruck etwas trüben.

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