Alexey Pehov Dunkeljäger

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Inhaltsangabe zu „Dunkeljäger“ von Alexey Pehov

Das fesselnde, in sich abgeschlossene Epos des russischen Fantasy-Stars Alexey Pehov erscheint endlich im Taschenbuch: Der Elf Lass lebt in einer vom Krieg zerrütteten Welt. Das einst prachtvolle Elfenreich wird von zwei verfeindeten, mächtigen Häusern in den Untergang getrieben. In seinem Bemühen, Frieden zu schaffen, wird Lass zur Hassfigur beider Seiten und muss fliehen. Doch nicht nur die Elfenkrieger sind ihm auf den Fersen. Orks, Zwerge und Dämonen verfolgen ihre eigenen Ziele, um dem geschwächten Elfenreich den entscheidenden Schlag zu versetzen ...

Etwas vom Schlechtesten, das ich in letzter Zeit gelesen habe

— JanineT
JanineT

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  • Titelbild, Klappentext und Titel sind voellig irrefuehrend

    Dunkeljäger
    JanineT

    JanineT

    10. January 2017 um 19:21

    Leider kann ich kaum ein gutes Haar an diesem Buch lassen. Als ich den Klappentext las, hatte ich was Duesteres erwartet, Kriege und Hetzjagdten; kalte, grausame, aber schoene Elfen - eben was im klassischen Stil. Der Autor hat sich jedoch fuer eine ganz andere Richtung entschieden. Zwar schaetze ich es, wenn Fantasy-Autoren mal was Neues probieren und vom ueblichen Klischee abkommen. Aber leider hat Pehov voellig ueber das Ziel hinausgeschossen. Der Elf Lass fluechtet von seinem Heimatland und "sucht" Exil auf einer Insel, die einer der Karibik gleicht. Ein Elf an einem tropischen Strand, in heissem Klima, von Palmen umgeben. Das war schon etwas gewoehunungsbeduerftig, aber ich war dem nicht ganz abgeneigt, weil es eben mal vom Klischee abkam. Deshalb finde ich den Titel "Dunkeljaeger" sehr unpassend. Die Dunkelheit hat da kaum einen Finger im Spiel und ein Jaeger ist Lass erst recht nicht, sondern ein eher unbedeutender Pilot, der die Post von anderen Leuten von Insel zu Insel fliegt. Doch noch vieles mehr hat mich an der Geschichte gestoert, zum Beispiel, dass es ueberhaupt keine Spur von einem Roten Faden gibt. Die Handlungen von Lass sind oft unlogisch, deshalb das "sucht" weiter oben in Anfuehrungszeichen, weil er durch seine Taten wohl alles daran legt, von seinen Verfolgern gefunden zu werden. Den fehlenden roten Faden versucht der Autor mit hin und wieder actionreichen Handlungen zu vertuschen, die mich einfach nicht mitreissen konnten, weil es zum allgemeinen Vorankommen der Geschichte nichts beitrug. Die meiste Zeit muss man sich mit Lasses Geldproblemen herumschlagen und wie er diese versucht zu bewaeltigen. Obwohl ich mir vorgenommen habe, das Buch zu beenden, schaffte ich es einfach nicht, weil einfach keine der Figuren eine bedeutende Tiefe erhielt. Man muss sich sehr gedulgen, um etwas ueber die Vergangenheit von Lass zu erfahren, ueber sein Volk, was genau da unter den Elfen vor sich geht. Der Autor hat es wohl selbst nicht gewusst und nur hier und da mal eine Idee hineingestreuselt. Der Grund fuer Lasses Verbannung war die Verweigerung eines Befehls. Wirklich? ERNSTHAFT? Nur deswegen verbannt die Koenigin ein Familienmitglied? Diesen Grund fand ich einfach zu schwach und zeugt von der Faulheit des Autors, die Sache weiterauszuarbeiten. Und dann die Idee mit den Aeroplanen. Ein Daemon, der sie zum Fliegen bringt.... es gab der Geschichte etwas futuristisches, was ich im Fantasy akzeptieren kann, aber irgendwie konnte ich mir diese Sache doch nicht so recht vorstellen. Und dann erst die Titeln der Kapitel! Einfach schrecklich!!!!!!!! Es gab in diesem Buch einfach nichts, das mich begeistern konnte. Schade um das schoene Cover. Was mich des weiteren gestoert hat, ist, wie sehr die Geschichte mit fantastischen Kreaturen ueberladen ist. Die Welt in diesem Buch wird einem nur schemenhaft vorgestellt und das versucht der Autor, mit allerlei Fabelwesen wettzumachen. Da gibt es von Trollen, ueber Grollen, Kobolden, Gnome, Elfen, Menschen, Orks, Feen, Hexen, Daemon, selbst erfundene Kreaturen und was weiss ich noch was, so ziemlich alles. Das kommt einfach total ueberladen daher. Ich habe dieses Buch gekauft, weil mich der Klappentext ansprach und weil viele andere Leser es als "spannend" bezeichnet haben, ich fand es jedoch toootaal langweilig, unemotional und einfach doof. Doch wie schon viele Leser angedeuten haben, haelt der Klappentext nicht, was er verspricht. Ich kann nur abraten von diesem Buch! Sorry an alle Leser, die es moegen! Schliesslich kann ein Autor es nicht jedem Recht machen.

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  • Originelle Unterhaltung

    Dunkeljäger
    Enaria

    Enaria

    01. January 2017 um 21:22

    Alexey Pehov kenne ich durch seine bisherigen Werke "Die Chroniken von Siala" und "Die Chroniken von Hara", die mir positiv in Erinnerung geblieben sind. Das war für mich Grund genug, um auch "Dunkeljäger" lesen zu wollen. Anders als die bisherigen Bücher ist Dunkeljäger aber ein abgeschlossenes Buch - zumindest konnte ich auf der Verlagsseite keine Hinweise für einen Reihenauftakt finden. Dieses Buch fällt also aus der Reihe und das sogar mehrfach: Das liegt daran, dass der Klappentext irgendwie irreführend ist und auch der im Regen kniende Elf auf dem Cover etwas anderes erwarten lässt. Zudem ist es ein Buch, das die klassischen Fantasyelemente mitbringt, aber auch technische Aspekte (Steampunk lässt grüßen).Ich habe in "Dunkeljäger" ein typisches Fantasybuch erwartet im Stil von "Gut gegen Böse" und der ein oder anderen Schlacht. Der erste Eindruck (durch den Klappentext) lässt auch vermuten, dass es um einen Krieg geht und um gesellschaftliche Konflikte zwischen den Elfenvölkern. Dies spielt aber tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Die Welt, in die wir hier abtauchen, ist innovativ und wirklich gelungen. Der Hauptprotagonist ist Lass, ein Elf und gleichzeitig Flieger. Pehov verlegt nämlich ganz originell den Handlungsort in die Luft, sodass hier Luftschiffe geflogen werden (sog. Aeroplans). Lass musste seine Heimat den großen Wald zurück lassen, da er als Verräter und Rebell gilt. Nun ist er auf der Flucht und ebenso auf der Suche nach einem neuen Platz für sich. Dabei gilt es allerlei Gefahren abzuwenden und so erlebt er viele actionreiche Abenteuer. In diesem Buch haben aber nicht nur die Elfen ihren Auftritt, denn auch Orks, Gnome, Zwerge und viele weitere Fantasy-Rassen kommen vor. Die bisherigen Rollenbilder müssen wir Leser dabei aber nochmals überdenken, denn Alexey Pehov wirft sie über Bord und so finden wir hier zum Beispiel auch intelligente Orks. Das ist erfrischend und passt gut zum originellen Setting.Erzählt wird all das aus der Ich-Perspektive von Lass. Ich bin gut in die Geschichte hinein gekommen, denn Lass ist absolut sympathisch und bringt eine facettenreiche Persönlichkeit mit. Eine Charakterentwicklung konnte ich allerdings nicht feststellen, was etwas schade ist. Dieses Potential wurde einfach nicht genügend ausgeschöpft. Dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen und konnte mich auch für die Nebencharaktere begeistern. Nur manchmal fehlte mir der rote Faden und ich fragte mich worauf die Handlung genau abzielt. So fühlte es sich auch nicht unbedingt wie ein Einzelband an, denn am Ende bleibt doch manches offen und ungeklärt. Vielleicht kommt irgendwann doch noch ein Band?Fazit:Alexey Pehov spielt mit den typischen Elementen bekannter Fantasybüchern und schafft etwas Neues. Auch wenn vieles anfangs etwas ungewohnt erscheint, so bekommen wir hier eine erfrischende Unterhaltung abseits anderer Elfenbücher. "Dunkeljäger" bringt zwar seine kleinen Schwachstellen mit, macht aber Spaß beim Lesen und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.  

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  • Zeit für ein Gläschen Rum

    Dunkeljäger
    Wortmagie

    Wortmagie

    25. November 2016 um 10:58

    Alexey Pehov ist neben Sergej Lukianenko der erfolgreichste russische Fantasy-Autor. Sein Werdegang ist interessant: vom studierten Kieferorthopäden zum gefeierten Schriftsteller. Diese Geschichte würde mich ja schon interessieren. Leider ist bei uns offenbar nur wenig über sein Privatleben bekannt. Ich habe entschieden, es hinsichtlich seines Schaffens als erstes mit „Dunkeljäger“ zu versuchen, weil es sich dabei um einen Einzelband handelt und ich irgendwann eine Rezension dazu gelesen habe, die eine ungewöhnliche, aber liebevoll gezeichnete High Fantasy – Welt versprach. Der Elf Lass liebt das Fliegen. Lange Zeit diente er in der Luftstreitkraft der Kyralletha, bis diese einen Befehl gab, den Lass nicht ausführen wollte. Des Hochverrats angeklagt floh er und entkam in seinem Aeroplan in letzter Sekunde. Nun befindet er sich am anderen Ende der Welt, auf der Schildkröteninsel, zwar noch immer auf der Flucht, aber vorerst in Sicherheit. Dachte er zumindest. Eine unerwartete Verkettung der Umstände spielte Lass ein Artefakt in die Hände, dessen Verwendungszweck ihm Rätsel aufgibt. Äußerlich unauffällig und bar jeder erkennbaren Magie scheint das Medaillon doch einen gewissen Wert zu besitzen. Warum sonst sollten die aggressiven Margudier danach suchen, bereit, Blut zu vergießen? Lass muss herausfinden, was es mit dem Artefakt auf sich hat, will er sich ein neues Leben aufbauen. Glücklicherweise muss er sich dieser Aufgabe nicht allein stellen. Auf der Schildkröteninsel findet er Freunde, die bereitwillig ihr Leben riskieren, um ihm zu helfen. Ein Elf, ein Ork und ihr pfirsichrotes Wollknäuel von einem bissigen Haustier. Was kann da schon schiefgehen? Ich finde den deutschen Titel „Dunkeljäger“ für diesen Roman inadäquat. Soweit ich es mir mithilfe des Google Übersetzers zusammenreimen konnte, bedeutet der Originaltitel in etwa „Glücksjäger“. Ich verstehe nicht, warum Piper dem Buch einen dermaßen düsteren Anstrich verpasste. Nicht einmal das Cover trifft den Tenor der Geschichte. Meiner Ansicht nach ist dieser Roman eine erfrischend lichte, luftige und positive Lektüre, was in der High Fantasy ja mittlerweile selten ist. Das Buch ist ein Lichtblick. Müsste ich es mit einem einzigen Wort beschreiben, würde ich es als „sonnig“ bezeichnen. Alexey Pehov erschafft darin eine einzigartige, vielfältige Welt voller liebevoller Details und erzählt eine Geschichte, die einen gewissen Mantel-und-Degen-Charme mit einer Prise Steampunk versprüht. Er kombiniert Wissenschaft und Magie, konfrontiert seine Leser_innen mit einer Vielzahl sympathischer, kauziger Figuren und konstruiert ein Setting, das an die Karibik und speziell Kuba erinnert. Der Großteil der Handlung spielt in der Luft, samt Luftgefechten, Wettflügen und Luftpiraterie, weil unser Protagonist Lass ein Flieger ist. Lass kann so ziemlich alles fliegen, was sich am Himmel hält, bevorzugt allerdings Aeroplane – kleine Fluggeräte mit einer ein- bis dreiköpfigen Besatzung. In der Beschreibung der Aeroplane hat sich Pehov selbst übertroffen. So ziemlich jedes Volk seiner Welt entwickelte im Laufe der Zeit entsprechend ihrer Kultur eigene Modelle, die sich sowohl im Design als auch in der Ausstattung unterscheiden. Ich konnte sie auseinanderhalten, obwohl es keine Illustrationen gibt. Pehov verleiht jedem Aeroplan einen eigenen Charakter, sei es nun von Elfen, Menschen, Orks oder Gnomen gebaut. Habt ihr euch bereits gefragt, wie Fluggeräte in einem Universum, das über keinerlei Treibstoff verfügt, angetrieben werden? Die Antwort lautet: Dämonen. Ist das nicht der Clou? Ich bin begeistert. Jedes Flugzeug verfügt über mindestens einen gebändigten Dämon, der allein zu diesem Zweck aus der Kehrseitenwelt herausgezerrt wurde. Ich finde diese Idee wundervoll kreativ. Dämonen als Nutzvieh. Eine leise Stimme in meinem Kopf kichert noch immer über diese Vorstellung. Lass selbst ist ein angenehmer Protagonist, der keinen Funken der legendären elfischen Überheblichkeit zeigt. Er ist eine bescheidene Person von feinsinnigem Humor und ist sich nicht zu schade, sich die Hände schmutzig zu machen. Ich fand es toll, dass seine moralischen Vorstellungen gewisse Grauzonen aufweisen, die es ihm erlauben, sich in der Mentalität der Schildkröteninsel wohlzufühlen. Er hält nichts von Luftpiraterie, aber Schmuggel… ach na ja, jeder schmuggelt doch hin und wieder. Das sollte man nicht so eng sehen. Lass agiert als Ich-Erzähler, weshalb ich beim Lesen das Gefühl hatte, ihm in einer Kneipe gegenüberzusitzen. Pehov wird als Autor vollständig zur Stimme seines Protagonisten, sodass der Schreibstil in „Dunkeljäger“ unaufgeregt und ruhig, aber auch ein wenig förmlich wirkt. Da dies jedoch hervorragend zu Lass passt, habe ich mich nicht daran gestört. Sein Haustier Dreipfot stiehlt ihm sowieso die Show. Diese pelzige pfirsichfarbene Fressmaschine ist zum Knutschen, obwohl man das angesichts seiner scharfen Zähne und Krallen lieber sein lassen sollte. Ich liebe den kleinen Kerl! „Dunkeljäger“ war ein erfreuliches erstes Date mit Alexey Pehov. Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen, weil es unvorhersehbar, mitreißend und beschwingt ist. Es ist beruhigend, dass es da draußen noch Fantasy gibt, die nicht von Familienfehden, Intrigen und Blutvergießen lebt und auch nicht Teil einer Reihe oder Trilogie ist. Es war großartig, mal wieder einen Einzelband zu lesen. „Dunkeljäger“ hat genau die richtige Länge, es bleibt nichts ungeklärt und doch erhält die Geschichte den Raum, den sie benötigt. Vielleicht ist diese Kunst in den letzten Jahren ein wenig verloren gegangen. Wie schön, dass Alexey Pehov beweist, dass er sie zweifellos beherrscht. „Dunkeljäger“ bekommt von mir nicht nur 5 Sterne, sondern auch eine nachdrückliche Leseempfehlung. Luftverkehr, Schmuggel, tropische Temperaturen und Magie – Zeit für ein Gläschen Rum!

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    • 3
  • Magisch und Fesselnd

    Dunkeljäger
    BeckyHH

    BeckyHH

    07. June 2015 um 16:58

    Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten damit in die Geschichte hineinzufinden. Ich wurde gleich mitten ins Geschehen geworfen und war mit all den Eindrücken und völlig neuen Umgebungen ein wenig überfordert. Da gleich das erste Kapitel Schlüsselszenen enthält, ist hier das genaue Lesen sehr wichtig. Als ich mich jedoch erstmal zurechtgefunden hatte, war der Fantasyroman von Alexey Pehov ein richtiges Lesevergnügen.   Wilde Freundschaften, alte Feindschaften und der allgegenwärtige Kampf um die Freiheit des Hauptprotagonisten Lass bestimmen die Kapitel. Die Geschichte ist nichts für zwischendurch, als Leser sollte man sich wirklich damit befassen, denn sonst verliert man irgendwann den roten Faden. Hier und da muss man auch damit leben können, dass der Autor recht technisch wird, vor allem wenn es um die verschiedenen Flugzeuge geht, da kaum eins dem anderen ähnelt. Ich finde den Einbau der Informationen super, merken muss man sich die Details aber nicht.   Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Fesselnd, leidenschaftlich und überzeugend hat mich Alexey Pehov durch seine magische Welt geführt. Das Cover zeigt den Hauptprotagonisten und im Verlauf der Geschichte wird der Begriff „Dunkeljäger“ und dessen Bedeutung näher erklärt. Wer nach einem spannenden Fantasyroman mit vielen neuen Elementen sucht, sollte das Buch auf jeden Fall lesen. Copyright © 2015 by Rebecca H.

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  • Ein etwas anderer Elfenroman

    Dunkeljäger
    thebookpassion

    thebookpassion

    26. May 2015 um 12:24

    Das einst mächtige Elfenreich verfällt immer mehr. Tag für Tag werden Elfen für einen sinnlosen Krieg geopfert und es scheint kein Ende in Sicht. Der Krieger Lass weigert sich seine Untergebenen in eine sinnlose Schlacht zu schicken und wird dafür zum Tode verurteilt. Wie durch ein Wunder entkommt er und wird fortan von einer Elfen-Elitetruppe verfolgt. Doch auf seiner spektakulären Flucht lernt er ein neues Leben kennen, gewinnt neue Freunde und gerät in ein noch viel größeres Abenteuer. Alexey Pehov hat in dem Roman ,,Dunkeljäger“ eine detailreiche Welt erschaffen. Die Welt verzauberte mich einerseits durch altbekanntes und überraschte mich anderseits durch neue und innovative Ideen. Ich habe erst erwartet, dass es sich bei ,,Dunkeljäger“ um die typische Geschichte Gut gegen Böse handelt, doch der Roman hat so viel mehr zu bieten. Schon auf der ersten Seite wird man mitten in das Geschehen geworfen und man steigt gleich mit einer rasanten Verfolgungsjagd am Himmel ein. Schnell wird klar, dass Fliegen ein zentraler Aspekt des Romans ist. Die Flugobjekte dieser Welt sind detailliert und gut ausgearbeitet. Die Flugschiffe oder auch Aeroplans gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich in Größe und Aussehen unterscheiden. Das besondere an den Aeroplans ist, dass sie nur mithilfe von eingefangenen und eingesperrten Dämonen fliegen können, die Dämonen sind wie Treibstoff und ohne einen Dämon können die Flugschiffe nicht fliegen. Alexey Pehov spielt geschickt mit gängigen Fantasy Klischees. Die Figuren haben Vorurteile gegenüber den anderen Völkern. Jedoch lassen sie sich alle auf die verschiedenen Wesen ein und erkennen auch, dass die Vorurteile nicht immer zutreffen. Alexey Pehov stellt z.B. nicht alle Orks als leicht dümmlich da, sondern als durchaus intelligente Wesen, die auch Wert auf Umgangsformen legen. Und so kommt es, dass ein buntgemischter Haufen aus Elfen, Zwerge, Gnome, Orks etc. zusammen arbeiten und einiges erleben. Die humorvollen Dialoge und Wortgefechte lockern die Geschichte auf und verleihen dem Roman stellenweise eine wirklich witzige Atmosphäre. Zudem gelingt es dem Autor durch die verschiedenen Wettrennen Spannung zu erzeugen und diese durch gekonnt eingesetzte Beschreibungen zu unterstützen. Alle Figuren haben einen witzigen Zug und stechen aus der Masse heraus.Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive von Lass geschildert und so konnte ich sehr schnell Lass und seine Entscheidungen nachvollziehen. Lass hat Ecken und Kanten und ist kein strahlender Held. Ihm sind seine eigenen Prinzipien wichtig und er weigert sich standhaft gegen diese zu verstoßen. Vor allem seinen plüschigen Begleiteter Dreipfot habe ich ins Herz geschlossen, denn das kleine Fellknäuel ist ein kleiner Rabauke und ein richtiger Vielfrass. Alles in allem konnte mich vor allem die neuen Ideen begeistern und auch das Spiel mit den gängigen Fantasy Klischees hat mir gefallen. Wer also mal einen etwas anderen Elfenroman lesen möchte sollte sich ,,Dunkeljäger“ einmal genauer ansehen. Ich muss auch noch erwähnen, dass ich das Cover wirklich gelungen finde und es perfekt zu der Stimmung des Romans passt. (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Dunkeljäger

    Dunkeljäger
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    19. May 2015 um 11:11

    Der Elf Lass war Krieger der Fliegerstaffel. Im Kampf zwischen den mächtigen Elfenhäusern war er mit seinem Aeroplan ein treuer Soldat. Des kämpfens müde, flieht er aus seiner zerrütteten Heimat und landet auf den Schildkröteninseln, die so abgelegen sind, dass er zunächst glaubt, dort Ruhe und Frieden zu finden. Doch der Schein trügt und da Lass ja auch irgendwie sein Leben finanzieren muss, sitzt er schneller als geplant wieder im Aeroplan, fliegt für einen Mittelsmann der Regierung. An seiner Seite ein Oger - gegen die hat er früher gekämpft - und Dreipfot, ein kleines pelziges und sehr gefräßiges Wesen, dass er vorm Tod gerettet hat. Und wer einmal Krieger war und den Klang der Waffen gespürt hat, der bleibt es eben auch ... Wie von Pehov gewohnt, gelingt es ihm auch in "Dunkeljäger" ziemlich schnell seine Leser mithilfe des Protagonisten einzunehmen. Er hat ein Händchen dafür Charaktere zu kreieren, die kleine Ecken und Kanten haben und große Sympathien hervorrufen. Er stattet sie liebevoll und detailreich mit teils witzigen, teils skurrilen Eigenschaften aus, die sie aus der breiten Masse herausstechen lassen. Seiner Fantasie scheint er dabei keine Grenzen zu setzen. In "Dunkeljäger" ist mir ganz besonders der pelzige Dreipfot ans Herz gewachsen, über den ich wirklich häufig schmunzeln würde und den ich gern selbst Zuhause hätte (auch wenn er echt gefährlich sein kann ...). "Dunkeljäger" ist ein bisschen leichter, ein bisschen schwungvoller und weniger komplex als seine Vorgänger und fließt dem Leser nur so durch die Hand. Einzig klitzekleine Längen führen dazu, dass man hin und wieder in kurzes Stocken gerät, haben mich aber dennoch nicht davon abgehalten, den über 400 Seiten starken Schmöker innerhalb von zwei Tagen durchzulesen. Sehr begeistert bin ich mal wieder von der Covergestaltung des Piper Verlags. "Dunkeljäger" glänzt optisch wie inhaltlich als in sich abgeschlossener Einzelband, der sich perfekt in das Regal der Pehov-Serien einreiht. Mal schauen, ob Pehov seinen Elf in ein weiteres Abenteuer schickt. Ich würde mich freuen und ihn gern dabei begleiten.

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  • Irreführender Klappentext

    Dunkeljäger
    Finnja

    Finnja

    23. October 2014 um 09:33

    Dunkeljäger von Alexey Pehov ist am 13. Oktober 2014 im Piper Verlag erschienen 432 Seiten mit 28 Kapiteln und 2 Glossaren Autor (laut Klappentext): Alexey Pehov, geboren 1978 in Moskau, studierte Medizin. Seine wahre Leidenschaft gilt jedoch dem Schreiben von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen. Er ist neben Sergej Lukianenko der erfolgreichste phantastische Schriftsteller Russlands. "Die Chroniken von Siala" und "Die Chroniken von Hara" wurden zu internationalen Bestsellern. Gemeinsam mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Schriftstellerin ist, lebt Pehov in Moskau. Inhalt laut Buchrücken: Ein ewiger Krieg. Zwei verfeindete Häuser, die die Welt der Elfen in den Untergang reißen werden. Und nur ein Weg für den Elfenkrieger Lass, seine Heimat zu retten: Er muss vom Gejagten zum Jäger werden.... Inhalt laut Klappentext: Nach "Die Chroniken von Siala" und "Die Chroniken von Hara" das neue Epos von Alexey Pehov: Der Elf Lass lebt in einer vom Krieg zerrütteten Welt. Die mächtigen Elfenhäuser sind über einen alten Konflikt, dessen Ursprung kaum jemand mehr kennt, in scheinbar unüberwindbare Feindschaft geraten. In seinem Bemühen, zwischen den Häusern Frieden zu schaffen, wird Lass zur Hassfigur beider Seiten und muss fliehen. Doch nicht nur Elfenkrieger sind ihm fortan auf den Fersen, auch Orks, Zwerge und Dämonen verfolgen ihre eigenen Ziele, um dem geschwächten Elfenreich den entscheidenden Schlag zu versetzen. Meine Meinung: Selten habe ich einen Klappentext bzw. Buchrückentext gelesen, der so falsch und irreführend wie hier!!! Der Klappentext hat mich in der Buchhandlung sehr angesprochen und da ich schon lange wieder einmal richtige High-Fantasy mit Elfen, Orks und Co. lesen wollte war das Buch schnell gekauft. Ich freute michs schon auf düstere und epische Schlachten und Intrigen der Elfenclans wie im Klappentext versprochen und vom Cover suggeriert. Umso überraschter, ja fast schon entsetzt, las ich dann die ersten Seiten. Da war keine Rede von althergebrachter High-Fantasy. Im Gegenteil, ich las von einem Elfen in einem Flugzeug. Irritiert und voller Zweifel las ich die ersten beiden Kapitel ..... und wurde sowohl vom Schreibstil, als auch von Alexey Pehovs Phantasie und seinem Humor eingefangen. Von dem im Klappentext erwähnten Krieg der Elfen untereinander erfährt man nur ganz am Rande ein wenig. Die Geschichte beginnt tatsächlich mit der Flucht des Elfenkriegers Lass, der wegen Befehlsverweigerung aus seiner Heimat fliehen muss und dem eine Art Elfen-Killer-Kommando auf den Fersen ist. Was Lass zuerst auf seiner Flucht, dann auf der Insel auf der er schließlich untertaucht, und letztendlich auch wegen des magischen Artefakts das er versehentlich in die Hände bekommt, alles erlebt, ist so rasant, actionreich und witzig beschrieben, dass es das doch recht ungewöhnliche Setting (an das ich mich aber sehr rasch gewöhnte und das mit dann auch ganz gut gefiel) schnell wettmachte. Die Charaktere sind äußerst vielfältig, da wimmelt es nur so von Gnomen, Trollen, Orks, Oger, Kobolden, Leprechauns, Goblins, Halblingen und vielen vielen mehr, die allesamt liebevoll ausgearbeitet sind. Viele von ihnen habe ich in mein Herz geschlossen und würde mich freuen mehr von ihnen zu lesen. Die Dialoge sind witzig und ich musste sehr oft schmunzeln bzw. sogar laut lachen. Am besten gefallen hat mir aber Lass tierischer Freund Dreipfot - ein kleiner pfirsichfarbener Fellball auf drei Pfoten, mit Klauen und Zähnen, der eine Vorliebe für geröstete Bananenscheiben und Stiefel hat Mein Fazit: Wer Lust auf eine neue, ideenreiche und humorvolle Art von Fantasy hat, ist mit "Dunkeljäger" bestens bedient. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und mir viel Freude bereitet. Obwohl es als Einzelband stehen kann, erhoffe ich mir doch (und ich glaube da werde ich auch nicht enttäuscht) auf ein oder zwei Fortsetzungen. Von mir erhält "Dunkeljäger" Der fehlende halbe Stern ist dem Komplettausfall des Klappentextes geschuldet, wobei diesen Mist ja eigentlich der Verlag verbockt hat und nicht der Autor.

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