Alexi Zentner

 4.1 Sterne bei 152 Bewertungen
Autor von Die Hummerkönige, Eine Farbe zwischen Liebe und Hass und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alexi Zentner (©)

Lebenslauf von Alexi Zentner

Tiefgründige Romane, aber auch nervenaufreibende Thriller: Der kanadisch-amerikanische Autor hat an der Cornell University in Ithaca, New York studiert und selbst unterrichtet. Als Alexi Zentner schreibt er Romane. 2011 erschien mit „Touch“ sein Debüt, das mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde und dessen Übersetzung „Das Flüstern des Schnees“ zwei Jahre später in deutsche Bücherregale einzog. Das Pseudonym Ezekiel Boone wählte Alexi Zentner für seine Kriminalromane und Thriller. Der Auftakt seiner spannenden wie Gänsehaut verursachenden Reihe „The Hatching“ erschien 2016 und bereits ein Jahr später konnten deutsche Fans „Die Brut - Sie sind da“ in ihren Händen halten. Der Schriftsteller lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und seinen Hunden nördlich so weit von New York City entfernt, dass es nachts richtig dunkel wird. So dunkel, dass man Gefahr läuft, von der Klippe am Ende seines Grundstücks zu stürzen.

Neue Bücher

Eine Farbe zwischen Liebe und Hass

 (55)
Neu erschienen am 08.03.2020 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Alexi Zentner

Cover des Buches Die Hummerkönige9783442715442

Die Hummerkönige

 (72)
Erschienen am 09.05.2017
Cover des Buches Eine Farbe zwischen Liebe und Hass9783518469965

Eine Farbe zwischen Liebe und Hass

 (55)
Erschienen am 08.03.2020
Cover des Buches Das Flüstern des Schnees9783442752898

Das Flüstern des Schnees

 (24)
Erschienen am 28.10.2013
Cover des Buches The Lobster Kings9780393089578

The Lobster Kings

 (1)
Erschienen am 27.06.2014
Cover des Buches Touch9780099549260

Touch

 (0)
Erschienen am 02.05.2013
Cover des Buches The Lobster Kings9781482990966

The Lobster Kings

 (0)
Erschienen am 27.05.2014

Neue Rezensionen zu Alexi Zentner

Neu
N

Rezension zu "Eine Farbe zwischen Liebe und Hass" von Alexi Zentner

Ein sehr intensives Buch über Rassismus
nonostarvor einem Monat

Jessup wächst mit zwei Geschwistern auf, jeder von den dreien hat einen anderen Vater. Während von den Vätern von Ricky und Jessup nichts zu erwarten ist, ist Jewels Vater, David John, ein strenger aber dennoch liebevoller und fürsorglicher Vater, der Familie geht es endlich besser, sowohl finanziell als auch zwischenmenschlich. Doch David John ist Mitglied in der Heiligen Kirche des weißen Amerika, die an die Überlegenheit der weißen Rasse glaubt. Als ein Streit mit zwei schwarzen Jugendlichen eskaliert, müssen Ricky und David John ins Gefängnis.

Der Roman beginnt kurz nachdem David John wegen guter Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wurde. Es fällt mir nicht leicht, meine Gedanken über dieses Buch in Worte zu fassen. Alexi Zentner erzählt auf diesen knapp 400 Seiten die Geschichte von nur wenigen Tagen, doch diese Tage verändern das Leben für Jessup für immer und er muss sich fragen, was er aus seinem Leben machen will und wie er zur Kirche seines Vaters steht. 

Eigentlich passiert gar nicht so viel und doch jede Menge. Jessup ist gut in der Schule, hat Aussichten auf ein Footballstipendium (die sehr ausführlichen Schilderungen der Footballspiele zu Beginn fand ich übrigens etwas zäh), versteht sich gut mit seinen Mitmenschen, allen voran Wyatt seinem besten Freund, und hat eine Freundin, die er sehr liebt. Die Überzeugungen seiner Familie teilt er eigentlich nicht und es macht ihm schwer zu schaffen, dass ihm diese überall hin folgen. Das Thema Rassismus ist in diesem Buch ständig präsent, sowohl aktiv vorgetragen als auch unterschwellig und obwohl Jessup eigentlich nicht so fühlt, ertappt er sich manchmal bei Gedanken, die er nicht denken will. Seine Handlungen sind nicht immer gut und dennoch war er mir sympathisch, da man seine innere Zerrissenheit am eigenen Leib spüren kann. Auf der einen Seite steht die Liebe zu seiner Familie,a uf der anderen seine Überzeugungen, doch beides kann er nicht einfach fallen lassen. Der Grat auf dem er wandelt ist sehr schmal und er wird im Laufe der Geschichte immer schmäler. Zentner schafft es trotz allem, den Rassismus von beiden Seiten zu beleuchten und auch wenn ich rassischtisches Gedankengut rundum ablehne, kann ich auch Jessup nachvollziehen. "Eine Farbe zwischen Liebe und Hass" zeigt, dass es nicht nur die eine oder die andere Seite gibt und man dennoch eine Entscheidung treffen muss.

Jessup ist eine sehr gute und starke Figur, auch wenn er sich erst entwickeln muss um über seine Familie hinauswachsen zu können. Die anderen Charaktere waren zwar nicht ganz so fein heruasgearbeitet aber dennoch schafft Zentner es, ihnen allen Leben einzuhauchen. Sie alle sind ein Teil dieser Geschichte und das merkt man auch. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Obwohl es kein einfaches Thema ist, schreibt Zentner wunderbar flüssig und einfühlsam und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, den man spürt, dass die Figuren auf ein Ende zusteuern, das alles verändern könnte. Ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herz legen, denn Zentner schreibt auf eine Weise über Rassismus, die sehr berührt und wütend macht, die aber dennoch gut zu lesen und nicht zu aufwühlend ist.

Kommentare: 2
1
Teilen

Rezension zu "Eine Farbe zwischen Liebe und Hass" von Alexi Zentner

Der mutige Weg zur Selbstfindung trotz familiären Ballast
ann-marievor 2 Monaten

Alexi Zentner, amerikanischer Autor dieses bemerkenswerten Romans, thematisiert in seinem Buch ein persönliches, erschütterndes und belastendes Ereignis: seine Eltern, politisch aktiv, wurden Opfer eines von fanatischen Nazis begangenen Brandanschlags. Er geht in seinem Roman der Frage nach, was Menschen dazu bewegt, an die Überlegenheit der eigenen Rasse zu glauben, dies sogar praktisch umzusetzen. Aber auch, ob und welche Möglichkeit besteht, sich aus diesen Hassgefühlen zu befreien.

Dies alles wird umgesetzt in der Geschichte des jungen Jessup, ein kluger und sehr begabter Football-Spieler, der mit seiner Mutter, den beiden Geschwistern und seinem Stiefvater in einem Wohnwagen lebt, da die Einkommensverhältnisse alles andere als ausreichend sind, um sich einen anderen Lebensstil leisten zu können. David, dem Stiefvater, ist es gelungen, alle Familienmitglieder zum Besuch der "Heiligen Kirche des weißen Amerika" zu bewegen, wobei die Glaubensinhalte und deren Vermittlung alles andere als dem christlichen Verständnis der Nächstenliebe entsprechen. Daher verwundert es nicht, dass Bruder und Stiefvater, auch "dank" der von ihnen besuchten Kirche fest an die Überlegenheit der weißen Rasse glauben, einen Mord an zwei jungen dunkelhäutigen Menschen begehen und dafür eine vierjährige Gefängnisstrafe verbüßen müssen. Die eigentliche Romanhandlung beginnt kurz nach der Freilassung von Stiefvater und Bruder.

Jessup hat der Kirche nicht nur längst den Rücken gekehrt, auch die dort vermittelten Inhalte haben keine Bedeutung mehr für ihn. Inzwischen befreundet mit der dunkelhäutigen Jeanne wird er durch einen Unfall mit Rassismusvorwürfen, einem Mordverdacht und grenzenlosem Hass konfrontiert. In nur wenigen Tagen, genauer gesagt an einem einzigen Wochenende wird er sich einer Entscheidung stellen müssen, die sein ganzes weiteres Leben prägen wird.

Ein Roman, der ohne Effekthascherei daherkommt. Der, ganz im Gegenteil, immer wieder interessante Gedankenimpulse vermittelt. Wie schnell ein Urteil über einen Menschen gefällt werden kann, das bei Kenntnis der näheren Umstände völlig anders lauten müsste. Auch wird deutlich gemacht, dass eine klare Stellungnahme bzw. Positionierung wichtiger ist als eine passive Einstellung an den Tag zu legen.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Eine Farbe zwischen Liebe und Hass" von Alexi Zentner

Rassismus hat viele Zwischentöne
Buecherseele79vor 2 Monaten

Jessup ist 17 Jahre, im Football und auch so in der Schule sehr gut, aber die Familie und die Geschehnisse haften an ihm. Sein Vater und Bruder Ricky sind im Gefängnis weil sie ein Hassverbrechen begangen haben. Den Halt findet die Familie in der Glaubensgemeinschaft „Heilige Kirche des Weißen Amerikas“, doch für Jessup ist dies alles nichts. Er liebt Deanne, die Afroamerikanerin ist, er versucht seinen eigenen Weg zu finden doch dann überschlagen sich die Ereignisse…

Ich bewundere und danke dem Autor der hier seine eigenen Geschehnisse zum Thema Rassismus aufgeschrieben bzw. in diese Geschichte gepackt hat. Seine Eltern sind seit Jahren sehr engagiert gegen Antisemitismus und Rassismus und natürlich sieht das jeder nicht tolerant, das hat Alexi Zentner in „Eine Farbe zwischen Liebe und Hass“ eingearbeitet.

Der Einstieg war etwas holprig, gerade weil der Protagonist Jessup ein leidenschaftlicher und sehr guter Footballspieler ist, aber gewiss nicht jeder Leser, so wie meine Wenigkeit, mit diesem Sport etwas anfangen kann. Daher waren die ersten guten 30 Seiten schon eher langatmig, gefüllt über Football und ich habe sie mehr übersprungen.

Doch dann ändert sich die Situation für Jessup und somit auch für den Leser.

Jessup war mir von Beginn an sympathisch. Einfach weil er so zwischen den Stühlen sitzt, man genau spürt wie ihn die Verbrechen von seinem Stiefvater und Bruder zusetzen, wie die Gesellschaft ihn verurteilt und er einfach einen Abstand gewinnen möchte, er möchte als Jessup gesehen werden ohne verurteilt zu werden, ohne auf Vorurteile zu treffen. Und gleichzeitig merkt man aber dass Jessup seine Familie, auch seinen Stiefvater liebt, er ihm nie etwas angetan hat sondern für ihn stand ehrliche Arbeit, Anstand, Intelligenz und für seine Träume arbeiten immer an erster Stelle und dies hat er an seine „Kinder“ weitergegeben.

Auch die Familie, das Umfeld von Jessup ist unterschiedlich, zerrissen, geeint, aber jeder hat seine eigenen Gedanken, Vorurteile oder Vorteile im allgemeinem im Sinn und Jessup sowie der Leser muss hier sich ebenso aus diesen Fängen befreien.

Große Probleme hatte ich auf jeden Fall mit der „Heiligen Kirche des Weißen Amerikas“, bei deren Vorstellungen, Einstellungen und was sie aus Ereignissen ziehen, da sollte jedem bewusst werden wie gefährlich, krank und dumm Rassismus ist, das hier keinem geholfen ist, dass es keine Wahrheit gibt sondern nur Momentaufnahmen die man so gerne sehen möchte und selbst spürt.
Rassismus gibt es überall, er ist wieder „modern“ und engt Menschen ein, verurteilt sie bevor sie ein Wort gesprochen haben, sie gehören nicht zu dieser Gesellschaft und kämpfen gegen Windmühlen an. Doch auch gibt es Rassismus und Drohungen gegen Menschen die nicht auf der Seite der „weißen Rasse“ sind, die ihre eigenen Gedanken und Wege gehen und dies nicht gerne gesehen wird.

Auch hier erlebt man Rassismus und Ausgrenzung und man merkt beim Lesen eines sehr schnell – Rassismus hat viele Facetten und Zwischentöne, auf die man dringend hören muss.
Ich persönlich bin von diesem Buch, von der Geschichte mit ihrer starken und eindringlichen Aussage sehr berührt und begeistert und möchte es jedem gerne ans Herz legen


Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Eine Farbe zwischen Liebe und Hassundefined

In seinem Roman »Eine Farbe zwischen Liebe und Hass« erzählt Alexi Zentner die erschreckende Geschichte des Teenagers Jessup. Seine Familie ist von der Überlegenheit der weißen Rasse überzeugt – aber gilt das auch für Jessup? Ein Coming-of-Age-Roman, ein Familienporträt, eine Geschichte über Zugehörigkeit und die Gefühle in den dunkelsten Ecken des heutigen Amerikas.

Willkommen zur LovelyBooks Premiere des Suhrkamp Verlages.

Der 17-jährige Jessup gehört zu den besten Schülern seines Jahrgangs, ist fester Teil seines Football-Teams und hat mit Deanne eine Freundin an seiner Seite, die ihn unterstützt. Er steht kurz vor dem Schulabschluss und träumt vom College, das er sich ohne Stipendien nicht leisten könnte. Doch seine Familie glaubt an die Überlegenheit der weißen Rasse, besucht die ›Heilige Kirche des Weißen Amerikas‹ – und damit scheint auch für Jessup alles entschieden. Nach der Rückkehr seines Stiefvaters aus dem Gefängnis und einem tragischen Unfall überschlagen sich die Ereignisse. Jessup gerät langsam in eine Spirale von Hass und Gewalt – und muss endlich selbst Antworten finden auf die Fragen: Was glauben, wem folgen, wen lieben?

Alexi Zentner hat den von amerikanischen Neonazis verübten Anschlag auf sein Elternhaus in Literatur verwandelt: Sein Roman "Eine Farbe zwischen Liebe und Hass" ist ein starkes Plädoyer gegen Hetze und Fanatismus und das nuancierte Porträt eines jungen Mannes auf der Suche nach Zugehörigkeit.

Das klingt schon mal gut? Dann schaut doch mal in unsere Leseprobe.

Wir möchten alle Gewinner nicht nur um eine Rezension auf LovelyBooks bitten, sondern diese soll bis zum 15.03.2020 auch auf mindestens drei anderen Webseiten (Buchshops, Blogs und Co.) geteilt werden.

Wir freuen uns sehr auf eure Antworten, Rezensionen & Meinungen zum Buch!

360 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Eine Farbe zwischen Liebe und HassundefinedA

Dieses Buch bietet viele diskussionswürdige Ansätze. 

Deswegen wollen wir uns hier u.a. über Themen wie Schuld, Loyalität, Glaube und

Rassismus austauschen.


Die Leserunde steht allen offen, Beginn: 9. März

Hallo und herzlich Willkommen zu unserer Leserunde!


Nachdem „Eine Farbe zwischen Liebe und Hass“ auf Lovelybooks verlost worden war, erschien es einigen Lesern wünschenswert, das Buch in einer größeren Runde zu besprechen. Hier soll also Platz für eure Gedanken zum Buch sein. 

Hier darf jeder mitmachen! 


Ich habe die Leseabschnitte mit dem Titel des jeweils ersten Kapitels bedacht, falls wir unterschiedliche Seitenzahlen haben, zB falls jemand mit einem englischen Exemplar mitlesen möchte. Zu jedem Abschnitt werde ich ein paar Fragen/Themen vorschlagen, die mir passend erschienen. Ich würde mich freuen, wenn ihr darauf einghen würdet und bin gespannt, welche Gedanken euch beim Lesen durch den Kopf gingen.


Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren! 

84 Beiträge
Cover des Buches Das Flüstern des Schneesundefined

Wir müssen einander lieben – oder sterben ...

I started writing Touch when my daughters were little and my job was to watch over them, and as much as I loved being with my daughters, I felt anxious about not writing. My wife and decided that if I was going to do it - if I was going to really work at trying to be a writer - we needed to make sure I had some time to just focus on writing. So hired a babysitter to come in twice a week, for two hours at a time. I'd head out to a coffee shop and type away. After a few weeks, I had a draft of what ended up being much of the first chapter of Touch, and I gave it to my wife to read. I went downstairs to make some repairs in the basement, and when I came back upstairs, my wife was crying. She held out the pages and said, "we can keep the babysitter."
In Touch, and in my new novel, The Lobster Kings (May 2014 in the USA and Canada), which is set in a lobster fishing village on a small island, the decisions that the characters make have real ramifications. If you are underdressed in a snowstorm in the city, you get cold. If you are underdressed in a snowstorm in the woods outside of Sawgamet, where Touch is set, you can die.
I would never argue that weather or landscape serve as characters in and of themselves, but they can have profound impacts on the decisions that characters make. In a story, setting is simply the stage upon which the characters play their lives, but if that stage is a place where the natural world has a certain dominion, it can amplify the actions of characters. In Touch, in particular, this is true, and I found that the world I created in Touch was one that I was very drawn to.
I should add that, as a writer, I find the natural world is where I prefer to be. I’m not particularly precious in my writing habits – give me a laptop and a pair of headphones and I can write anywhere – but I envy the idea of having some sort of a cottage on the ocean or in the mountains, somewhere hard pressed against the natural world where I could write for part of the year. Part of this is where I was raised, which was in Canada, about an hour drive west of Toronto. We lived in a nice University town, but Canada is such a big country compared to the population that it was never particularly far to a place of wilderness. 
I think that vastness, that idea that there could be places out there that I wasn't familiar with, is part of what led me to have this magic and mythic in Touch. Touch has been called magical realism, but when people hear magical realism, they think Gabriel Garcia Marquez. I admire Marquez – Love in the Time of Cholera is still one of my favourite books – but I’m not trying to ape him, and I use the term mythical realism at least partially to distinguish what I’m trying to do from his work. Magical realism is very strongly associated with the landscapes and traditions of central and South America and Europe, and I think that when you take those frameworks of magical realism and just map them over a different culture and landscape you end up with a work that is a palimpsest; the ghostly images of those other cultures and landscapes show through your own work. There are plenty of writers who have created interesting work this way, but I’m trying to do something new. I’m trying to wrestle with the questions of myth and storytelling, trying to figure out how it is that in my cultures and landscapes – Canada and the USA – stories become myths, how the vastness of the North American landscape and immigrant experience shapes who we were, who we are, and who we will become. I actually think that in the past few years there have been a number of books that are experimenting with mythical realism, fumbling with trying to figure out the role of myth in our cultures. I’d argue that as far as literary trends go, we went through a painful period of detached irony as the main driving force for writers, and that one of the things that I want to do is to try to reclaim the sense of wonder that I think all readers strive for.
But really, all I'm trying to do is to tell good stories, to give readers the chance to lose themselves in a book, to remember what it was like as a kid to hear a story and to believe in something greater than ourselves. Mythical realism is something that should be woven throughout a book, in the same way that myth and story are woven through our lives, not just dropped in like a parlour trick. I don’t want a reader to think, “oh, that’s beautiful.” I want them to feel it. And if that means that, as a writer, I need to risk being overly sentimental, I’d rather risk that than risk nothing at all.


Mehr zum Buch:
Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt.

Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. An diesem magischen Ort, wo die Geheimnisse der Einwohner weitergeflüstert werden, bis sie zu märchenhaften Erinnerungen gefrieren. Wo sich das Leben zu Geschichten verdichtet, und Geschichten auf einmal lebendig werden. Und wo sich nun auch Stephen der Mahnung des Großvaters stellen muss, dass wir nur die eine Wahl haben: entweder wir lieben, und zwar ganz und gar – oder uns bleibt nur der Tod.


==> LESEPROBE

Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde:
Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Alexi Zentner mitzumachen. Alexi spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an den Autor bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, er wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sichder Autor sehr freuen!

Unter allen Bewerbern vergibt der btb Verlag  15 Leseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 5. November bewerben - beantwortet dazu nur folgende Frage:

Monatelang in einem Dorf unter Schnee begraben zu sein, wie in Alexi Zentners Buch, wäre das für euch die ideale Zeit für Geschichten und Erinnerungen oder was würdet ihr tun, wenn Ihr dem weißen kalten Schnee in dieser Zeit nicht entkommen könntet?

(Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)
208 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Toolkatvor 6 Jahren

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 225 Bibliotheken

auf 41 Wunschlisten

von 5 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks