Alexi Zentner

 3.8 Sterne bei 96 Bewertungen
Autor von Die Hummerkönige, Das Flüstern des Schnees und weiteren Büchern.
Alexi Zentner

Lebenslauf von Alexi Zentner

Tiefgründige Romane, aber auch nervenaufreibende Thriller: Der kanadisch-amerikanische Autor hat an der Cornell University in Ithaca, New York studiert und selbst unterrichtet. Als Alexi Zentner schreibt er Romane. 2011 erschien mit „Touch“ sein Debüt, das mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde und dessen Übersetzung „Das Flüstern des Schnees“ zwei Jahre später in deutsche Bücherregale einzog. Das Pseudonym Ezekiel Boone wählte Alexi Zentner für seine Kriminalromane und Thriller. Der Auftakt seiner spannenden wie Gänsehaut verursachenden Reihe „The Hatching“ erschien 2016 und bereits ein Jahr später konnten deutsche Fans „Die Brut - Sie sind da“ in ihren Händen halten. Der Schriftsteller lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und seinen Hunden nördlich so weit von New York City entfernt, dass es nachts richtig dunkel wird. So dunkel, dass man Gefahr läuft, von der Klippe am Ende seines Grundstücks zu stürzen.

Alle Bücher von Alexi Zentner

Alexi ZentnerDie Hummerkönige
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Die Hummerkönige
Die Hummerkönige
 (71)
Erschienen am 09.05.2017
Alexi ZentnerDas Flüstern des Schnees
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Das Flüstern des Schnees
Das Flüstern des Schnees
 (24)
Erschienen am 28.10.2013
Alexi ZentnerThe Lobster Kings
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The Lobster Kings
The Lobster Kings
 (1)
Erschienen am 27.06.2014
Alexi ZentnerTouch
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Touch
Touch
 (0)
Erschienen am 02.05.2013
Alexi ZentnerThe Lobster Kings
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The Lobster Kings
The Lobster Kings
 (0)
Erschienen am 27.05.2014

Neue Rezensionen zu Alexi Zentner

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engineerwifes avatar

Rezension zu "Die Hummerkönige" von Alexi Zentner

Das Meer kennt keine Gnade ...
engineerwifevor 10 Monaten

Schon nach den ersten gelesenen Zeilen konnte ich sie riechen, die Meeresluft, die, oft gepaart mit rauen Winden, über die Insel pfeift. In Gedanken konnte ich die Möwen kreischen hören, die auf der Suche nach Nahrung die Oberfläche des Meeres absuchen. Aber vor allem sieht man Eines, die Hummerfischer und ihre Bojen. Allen voran natürlich der König der Insel mit seinem Gefolge, Mr. Woody Kings, der Nachfahre des berühmt berüchtigten Brumfitt Kings. Wie schon im Klappentext beschrieben, versucht die Familie sich zu behaupten, in erster Linie natürlich gegen die Natur aber auch gegen Konkurrenten und den Gevatter Tod.
Ich kann sie gar nicht richtig beschreiben, die wunderbare Atmosphäre, die in diesem Roman vorherrscht. Mir kamen sofort Bilder aus einem meiner Lieblingsfilme in den Kopf – „The Perfect Storm“ mit George Clooney. Es scheint ein besonderes Blut durch die Adern dieser Fischer zu fließen, das man als stiller Zuschauer wohl nicht nachvollziehen kann. Sehr gut beschreibt der Autor das, wenn er von den Touristen spricht, die jeden Sommer wieder auf die Insel pilgern, angezogen vom Abenteuer aber auch von den Bildern, die Brumfitt Kings vor vielen Jahren hinterlassen hat. Diese Bilder begleiteten mich als Leserin wie ein roter Faden durch das Buch und erlaubten es mir, die Familie Kings durch seine Augen zu sehen.
Besonders im letzten Drittel nahm der Roman so rasant an Fahrt auf, dass ich regelrecht mitgelitten und – gefiebert habe und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Eine wunderbare Story, die vielleicht nicht jeden so begeistern wird wie mich, die aber auf jeden Fall meine absolute Empfehlung hat.
Übrigens lernt man so ganz nebenbei auch noch eine Menge über Hummer. Ich hatte ja keine Ahnung, dass die zwischendurch immer mal wieder ihren Panzer abwerfen!

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bootedkats avatar

Rezension zu "Die Hummerkönige" von Alexi Zentner

Die Königinnen von Loosewood Island
bootedkatvor einem Jahr

Eine Familiengeschichte, Legenden von der See und eine Geschichte, die sich zu wiederholen scheint. Das sind die Zutaten zu Alexi Zentners Roman „Die Hummerkönige“.

Die Kings leben schon seit Generationen auf Loosewood Island, genauer gesagt, seit sich Brumfitt Kings vor etwa 300 Jahren dort niederließ und mit dem Hummerfang begann. Der Beginn eines Familienunternehmens. Aus den Königen sollen, wenn es nach Cordelia Kings geht, auch Königinnen werden und sie selbst wäre gerne die erste in dieser Reihe. Doch der Hummerfang gilt als Männerdomäne und obwohl Cordelia fähiger ist als so mancher Mann, muss sie sich immer wieder behaupten.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive Cordelias erzählt und verläuft von ihrer Kindheit bis zur Gegenwart. Dazwischen gibt es immer wieder Einschübe, in denen Brumfitt Kings Bilder beschrieben oder Erinnerungen aus seinen Tagebüchern wiedergegeben werden. Spätestens nach der dritten Erinnerung bzw. Bildbeschreibung wird deutlich: Hier besteht kein Zufall. Die von Brumfitt dargestellten Ereignissen geben dem Leser gerade soviel Informationen, um die nächste Erinnerung von Cordelia auf eine bestimmte Art und Weise zu interpretieren und in den Kontext einzuordnen. Ein bisschen liest sich der Roman dabei wie eine Detektivgeschichte, die den Leser implizit dazu auffordert, das Puzzle während des Lesens selbst zusammenzusetzen. Die stückweise Enthüllung neuer Informationen sorgt für Spannung, so dass selbst der Beginn eines neuen Kapitels keine wirkliche Zäsur im Leseprozess verursacht. Die etwa 400 Seiten lassen sich gut herunterlesen, wobei Alexi Zentner die eine oder andere überraschende Wendung in die Handlung einbaut. Hinzu kommt eine kluge Inszenierung und Gestaltung der Protagonistin, die einem am Ende nicht mehr so uneingeschränkt sympathisch erscheint, wie zu Beginn der Lektüre. Und letztendlich steht hinter allem die Erkenntnis, dass sich unter der Oberfläche mehr verbirgt als zunächst angenommen, was nicht nur auf das Meer zutrifft.

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lesefreude_books avatar

Rezension zu "Die Hummerkönige" von Alexi Zentner

Mit dem Meer leben und sterben
lesefreude_bookvor einem Jahr


Seit dreihundert Jahren lebt die Familie Kings auf Loosewood Island. Die Familie lebt mit dem Meer und vom Hummerfang. Dabei ist das Meer nicht nur Lebensquelle sondern auch Fluch. Ein Fluch, der immer wieder schmerzhafte Verluste für die Familie Kings bedeutet. Mit Cordelia Kings wird nun erstmal eine Frau in die großen männlichen Fußstapfen ihrer Ahnen treten.


Brumfitt Kings hat sich vor dreihundert Jahren als erster Mensch dauerhaft auf der Insel niedergelassen. Das raue Inselleben ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Brumfitt liebt es zum Malen und zeigt die tragischen sowie fröhlichen Seiten des Insellebens und des Hummerfangs in seinen Bildern. Alexi Zentner hat die Geschichten rund um Brumfitt und sein Bilder derart eindrücklich beschrieben, dass ich sie deutlich vor mir sehen konnte. Enttäuscht stellte ich bei meiner Internetrecherche fest, das Brumfitt Kings den Gedanken von Alexi Zentner entsprungen ist.


Ich liebe es im Moment Familiengeschichten zu lesen, bei denen ich ganz nebenbei noch etwas lernen kann. Da ich selbst recht schnell an Seekrankheit leide, versuche ich meine Zeit auf Booten und Schiffen auf ein Minimum zu reduzieren. Dennoch geht vom Meer und seinen unendlichen Weiten eine gewisse Faszination aus. Mit „Die Hummerkönige“ konnte ich eingekuschelt auf meiner Decke selbst bei widrigen Bedingungen auf die hohe See fahren und lernte einiges über den Hummerfang.


Ich mochte Cordelia Kings von der ersten Seite an. Ihr Kampf, um ihren Platz in der Familie und auf Loosewood Island zu finden, hat mich fasziniert. Die Kings-Gene schlugen bei Cordelia voll durch und so kämpft sie bereits als kleines Mädchen darum in der männerdominierten Hummerfang-Welt akzeptiert zu werden. Die Sehnsucht, aber teilweise auch Verzweiflung war deutlich zu spüren.


Die Sprache ist sehr melodisch. Das Buch ist aus Sicht von Cordelia geschrieben und so bekommen wir tiefe Einblicke in ihre Gefühle und Ängste. Die Beschreibungen von Brumfitt Kings Bildern setzt Alexi Zentner gekonnt ein, um den Leser durchatmen zu lassen und die Spannung auf ein beinahe schon unerträgliches Maß zu treiben.


Ein schlichtweg fantastisches Buch, das voller Lesefreude steckt. Eine mitreißende Geschichte in der man viel über das Inselleben und den Hummerfang lernen kann. „Die Hummerkönige“ bieten sich mit „Die Geschichte der Bienen“ ein Kopf an Kopf Rennen um mein Jahreshighlights 2017.

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Gespräche aus der Community

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Alexi_Zentners avatar

Wir müssen einander lieben – oder sterben ...

I started writing Touch when my daughters were little and my job was to watch over them, and as much as I loved being with my daughters, I felt anxious about not writing. My wife and decided that if I was going to do it - if I was going to really work at trying to be a writer - we needed to make sure I had some time to just focus on writing. So hired a babysitter to come in twice a week, for two hours at a time. I'd head out to a coffee shop and type away. After a few weeks, I had a draft of what ended up being much of the first chapter of Touch, and I gave it to my wife to read. I went downstairs to make some repairs in the basement, and when I came back upstairs, my wife was crying. She held out the pages and said, "we can keep the babysitter."
In Touch, and in my new novel, The Lobster Kings (May 2014 in the USA and Canada), which is set in a lobster fishing village on a small island, the decisions that the characters make have real ramifications. If you are underdressed in a snowstorm in the city, you get cold. If you are underdressed in a snowstorm in the woods outside of Sawgamet, where Touch is set, you can die.
I would never argue that weather or landscape serve as characters in and of themselves, but they can have profound impacts on the decisions that characters make. In a story, setting is simply the stage upon which the characters play their lives, but if that stage is a place where the natural world has a certain dominion, it can amplify the actions of characters. In Touch, in particular, this is true, and I found that the world I created in Touch was one that I was very drawn to.
I should add that, as a writer, I find the natural world is where I prefer to be. I’m not particularly precious in my writing habits – give me a laptop and a pair of headphones and I can write anywhere – but I envy the idea of having some sort of a cottage on the ocean or in the mountains, somewhere hard pressed against the natural world where I could write for part of the year. Part of this is where I was raised, which was in Canada, about an hour drive west of Toronto. We lived in a nice University town, but Canada is such a big country compared to the population that it was never particularly far to a place of wilderness. 
I think that vastness, that idea that there could be places out there that I wasn't familiar with, is part of what led me to have this magic and mythic in Touch. Touch has been called magical realism, but when people hear magical realism, they think Gabriel Garcia Marquez. I admire Marquez – Love in the Time of Cholera is still one of my favourite books – but I’m not trying to ape him, and I use the term mythical realism at least partially to distinguish what I’m trying to do from his work. Magical realism is very strongly associated with the landscapes and traditions of central and South America and Europe, and I think that when you take those frameworks of magical realism and just map them over a different culture and landscape you end up with a work that is a palimpsest; the ghostly images of those other cultures and landscapes show through your own work. There are plenty of writers who have created interesting work this way, but I’m trying to do something new. I’m trying to wrestle with the questions of myth and storytelling, trying to figure out how it is that in my cultures and landscapes – Canada and the USA – stories become myths, how the vastness of the North American landscape and immigrant experience shapes who we were, who we are, and who we will become. I actually think that in the past few years there have been a number of books that are experimenting with mythical realism, fumbling with trying to figure out the role of myth in our cultures. I’d argue that as far as literary trends go, we went through a painful period of detached irony as the main driving force for writers, and that one of the things that I want to do is to try to reclaim the sense of wonder that I think all readers strive for.
But really, all I'm trying to do is to tell good stories, to give readers the chance to lose themselves in a book, to remember what it was like as a kid to hear a story and to believe in something greater than ourselves. Mythical realism is something that should be woven throughout a book, in the same way that myth and story are woven through our lives, not just dropped in like a parlour trick. I don’t want a reader to think, “oh, that’s beautiful.” I want them to feel it. And if that means that, as a writer, I need to risk being overly sentimental, I’d rather risk that than risk nothing at all.


Mehr zum Buch:
Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt.

Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. An diesem magischen Ort, wo die Geheimnisse der Einwohner weitergeflüstert werden, bis sie zu märchenhaften Erinnerungen gefrieren. Wo sich das Leben zu Geschichten verdichtet, und Geschichten auf einmal lebendig werden. Und wo sich nun auch Stephen der Mahnung des Großvaters stellen muss, dass wir nur die eine Wahl haben: entweder wir lieben, und zwar ganz und gar – oder uns bleibt nur der Tod.


==> LESEPROBE

Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde:
Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Alexi Zentner mitzumachen. Alexi spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an den Autor bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, er wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sichder Autor sehr freuen!

Unter allen Bewerbern vergibt der btb Verlag  15 Leseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 5. November bewerben - beantwortet dazu nur folgende Frage:

Monatelang in einem Dorf unter Schnee begraben zu sein, wie in Alexi Zentners Buch, wäre das für euch die ideale Zeit für Geschichten und Erinnerungen oder was würdet ihr tun, wenn Ihr dem weißen kalten Schnee in dieser Zeit nicht entkommen könntet?

(Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)
Toolkats avatar
Letzter Beitrag von  Toolkatvor 5 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alexi Zentner im Netz:

Community-Statistik

in 155 Bibliotheken

auf 30 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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