Alexi Zentner Das Flüstern des Schnees

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Inhaltsangabe zu „Das Flüstern des Schnees“ von Alexi Zentner

Wir müssen einander lieben – oder sterben. Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt. Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. An diesem magischen Ort, wo die Geheimnisse der Einwohner weitergeflüstert werden, bis sie zu märchenhaften Erinnerungen gefrieren. Wo sich das Leben zu Geschichten verdichtet, und Geschichten auf einmal lebendig werden. Und wo sich nun auch Stephen der Mahnung des Großvaters stellen muss, dass wir nur die eine Wahl haben: entweder wir lieben, und zwar ganz und gar – oder uns bleibt nur der Tod.

Ich begann mit Begeisterung das Buch zu lesen, dessen Schreibstil mir auch gut gefiel, nur wurde ich leider vom Ende total enttäuscht.

— Icelegs
Icelegs

Düster, magisch und hoffnungsvoll...

— daneegold
daneegold

Wunderschön geschrieben, aber leider keine wirkliche Handlung.

— littleowl
littleowl

Der Schnee, die Einsamkeit, die Toten ...

— passionelibro
passionelibro

einfach nur schön

— Toolkat
Toolkat

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Tolles & spannendes Buch, das ich weiterempfehlen kann. Leider etwas abruptes Ende.

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  • Rezension zu "Das Flüstern des Schnees"

    Das Flüstern des Schnees
    littleowl

    littleowl

    14. September 2014 um 14:05

    Stephen kehrt nach langer Zeit in sein Heimatdorf Sawgamet zurück, wo seine Mutter im Sterben liegt. Die Geschichte des Dorfs ist eng mit seiner Familiengeschichte verknüpft, denn sein Großvater hatte es einst während des Goldrauschs gegründet. Aus der Perspektive des erwachsenen Familienvaters blickt Stephen zurück auf seine Kindheit, die von großen persönlichen Verlusten geprägt war. Hier im hohen Norden müssen die Menschen ihr Leben vollständig nach den Jahreszeiten ausrichten, denn die Winter in Sawgamet können tödlich sein. Als ich auf dieses Buch gestossen bin, herrschten draußen noch ziemlich sommerliche Temperaturen, aber der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Der Roman ist ziemlich schwer zu bewerten, weil mir einige Dinge gut gefallen, aber andere mich sehr gestört haben. Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil und lässt geschickt Zeitebenen ineinander fließen. Die ständigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind im ersten Moment verwirrend, aber faszinierend, sobald man sich wirklich darauf einlässt. Der Roman zeichnet ein anschauliches und facettenreiches Bild des einfachen Lebens in Alaska. Die Menschen dort leben ganz in Einklang mit der Natur und die Jahreszeiten haben eine große Bedeutung für sie, das fand ich als Stadtkind besonders spannend. Auch über den Goldrausch in den USA habe ich hier ein bisschen mehr erfahren, ein sehr interessantes Thema. Diese historischen Ereignisse verbindet der Autor elegant mit fiktiven. Ganz selbstverständlich wird zudem die indianische Mythologie eingebunden. Die Figuren sind so überzeugt davon, dass all die Schauermärchen wahr sind, dass sie auch für den Leser real wirken. Wie gesagt, der Roman ist toll geschrieben, aber leider gibt es ein paar große Haken. Es gibt nicht wirklich einen Spannungsbogen oder eine echte Handlung. Letztendlich handelt es sich hier um eine Anneinanderreihung von Anekdoten. Das wird auch bei einem noch so schönen Schreibstil mit der Zeit einfach langweilig. Zudem bleiben die Charaktere, obwohl man eigentlich viel über die erfährt, ziemlich blass und distanziert. Es gibt keine einzige Figur, die wirklich hervorsticht und mit der man sich als Leser identifizieren könnte. Der Schreibstil ist toll, jetzt muss der Autor ihn nur noch dazu benutzen, ein besseres Buch zu schreiben.

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  • Wir müssen einander lieben – oder sterben ...

    Das Flüstern des Schnees
    passionelibro

    passionelibro

    22. June 2014 um 12:01

    Stephen kehrt zurück in seine Heimat, einem Ort, an dem der Winter lang und kalt ist – sehr kalt, und mit dem seine Familie tief verwurzelt ist. Sawgamet wurde damals im Goldfieber von seinem Großvater gegründet und liegt sehr abgeschieden, im Winter oftmals mit meterhohem Schnee eingeschlossen und diese Winter prägen auch die Einwohner. Die Geschichte springt zwischen den Generationen, die Gründung vonseiten des Großvaters, Stephens Vater und die Geschichte von Stephen an diesem Ort werden geschickt miteinander verknüpft. Durchzogen wird diese Familiengeschichte von mystischen Elementen, die die weiten Wälder in sich verstecken ... Der Schreibstil ist sehr abwechslungsreich, mal fühlt man sich mitten im Dorf und der Familie, mal ist man im Schnee fast ganz alleine und fühlt sich kalt ... Jeder Mensch hinterlässt im Schnee und im Leben Fußspuren, der eine deutlichere, der andere nur leichte – aber jeder Mensch wird auch von seiner Umwelt geprägt. Insgesamt lässt mich das Buch etwas nachdenklich zurück, auf jeden Fall war es einmal ein anderes Lesevergnügen.

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  • Winter in Kanada

    Das Flüstern des Schnees
    LiesaB

    LiesaB

    "Das Flüstern des Schnees" ist das Erstlingswerk von Alexi Zentner und dazu ein sensationelles Buch. Es spielt in der Wildnis von Kanada, die von Goldgräbern und Abenteurern urbar gemacht worden ist. Der Autor erzählt die Geschichte von drei Generationen, die die Wildnis gezähmt haben. Heimlicher Protagonist ist der Winter, nach dem sich das Leben ausrichten muss. Kalt, schön, grausam, ohne Kompromisse. Zentner hat das Schreiben erfunden. Die Sätze sind gelungen, der Leser bleibt in der Geschichte gefangen. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist logisch und nachvollziehbar. Hier wird die Vergangenheit von Kanada lebendig mit all seinen Schönheiten und auch Grausamkeiten. Selbst die Mythen der Indianer finden sich wieder. Für mich ein ganz tolles Buch, welches ich sehr empfehlen kann. Hoffentlich gibt es von diesem Autor bald weitere Romane.

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    • 3
    Meteorit

    Meteorit

    17. June 2014 um 14:44
  • Still und leise wie ein Flüstern ....

    Das Flüstern des Schnees
    AnikaFischer

    AnikaFischer

    26. April 2014 um 16:22

    Ein sehr vielfältiges Buch! Inhalt: Wie viel bedeutet Familie? Sind unsere Leben voneinander abhängig? Und wie passt alles zusammen? Nach fast zwei Jahrzehnten kehrt Stephen zurück nach Hause, nach Sawgamet. Das Dorf, das sein Großvater begründete, dort, wo die Winter lang, kalt und schneereich sind, wo man vom Schnee verschluckt werden kann. Und kaum wieder dort, versucht er die Geschichten, das Erfahrene und Erlebte zu verknüpfen, zu verstehen und den Zusammenhang zu erkennen. Was fühlte sein Großvater, als er dorthin kam? Warum kam er nach so langer Zeit zurück, um seine geliebte Frau wieder zum Leben zu erwecken? Wie erlebte sein Vater seine Kindheit? Und wie passen die alten Legenden zu alldem? Cover: Wunderschön! Das Flüstern des Schnees? Hätte man an dem Cover auch ohne Titel erkannt. Es verdeutlicht in gewisser Weise die Magie, die um Sawgamet pulsiert und zieht mich sofort in seinen Bann! Was will man mehr? Meine Meinung: Schwierig, schwierig. Ich bin hin- und hergerissen bei diesem Buch. Einerseits strahlt es eine unfassbare Magie aus mit dem familienbegründeten Dorf Sawgamet, den Legenden und den Familiengeschichten. Das Prinzip und auch die Erzählweise erinnern mich ein bisschen an Suna (von Pia Ziefle), es ist aber nicht ganz so gut umgesetzt. Teilweise waren die Reaktionen der Charaktere für mich in keinster Weise nachvollziehbar. Reaktionen, die einfach hätten sein müssen, kamen nicht, dafür andere, die nicht passten. Bis auf diesen Punkt sind die Charaktere allerdings sehr lebendig gearbeitet und einige begeistern mich wirklich mit ihrer Lebenseinstellung. Das Springen in den verschiedenen Geschichten wirkt allerdings nicht natürlich, selbstverständlich und passend, sondern ein kleines bisschen gezwungen. Der Schreibstil ist gut, das Buch lässt sich relativ flüssig lesen (mit kleinen Ausnahmen). Das Zusammenführen und Vergleichen der Geschichten hat dann wieder sehr gut funktioniert. Der Erzähler (Stephen) erzählt keineswegs nur die Geschichte, sondern bringt auch eigene Akzente mit, die sich sehr gut in die Geschichte einfügen: Überlegungen über den Sinn, das Verhalten und die eigene Meinung, die einen die Geschichte noch einmal von einem anderen Standpunkt betrachten lassen. Das Ende, das in gewisser Weise auch der Anfang sein könnte, hat die Geschichte sehr schön abgerundet. Der Ausgangspunkt der Geschichte wurde gut gewählt, die Situation ist emotional und trotzdem logisch. Fazit: Die Magie des Buches ist stärker als die kleinen Schwächen und so zieht einen das Buch beim Lesen in eine andere Welt, von der man nicht mehr so schnell loskommt.

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  • Leserunde zu "Das Flüstern des Schnees" von Alexi Zentner

    Das Flüstern des Schnees
    Alexi_Zentner

    Alexi_Zentner

    Wir müssen einander lieben – oder sterben ... I started writing Touch when my daughters were little and my job was to watch over them, and as much as I loved being with my daughters, I felt anxious about not writing. My wife and decided that if I was going to do it - if I was going to really work at trying to be a writer - we needed to make sure I had some time to just focus on writing. So hired a babysitter to come in twice a week, for two hours at a time. I'd head out to a coffee shop and type away. After a few weeks, I had a draft of what ended up being much of the first chapter of Touch, and I gave it to my wife to read. I went downstairs to make some repairs in the basement, and when I came back upstairs, my wife was crying. She held out the pages and said, "we can keep the babysitter." In Touch, and in my new novel, The Lobster Kings (May 2014 in the USA and Canada), which is set in a lobster fishing village on a small island, the decisions that the characters make have real ramifications. If you are underdressed in a snowstorm in the city, you get cold. If you are underdressed in a snowstorm in the woods outside of Sawgamet, where Touch is set, you can die. I would never argue that weather or landscape serve as characters in and of themselves, but they can have profound impacts on the decisions that characters make. In a story, setting is simply the stage upon which the characters play their lives, but if that stage is a place where the natural world has a certain dominion, it can amplify the actions of characters. In Touch, in particular, this is true, and I found that the world I created in Touch was one that I was very drawn to. I should add that, as a writer, I find the natural world is where I prefer to be. I’m not particularly precious in my writing habits – give me a laptop and a pair of headphones and I can write anywhere – but I envy the idea of having some sort of a cottage on the ocean or in the mountains, somewhere hard pressed against the natural world where I could write for part of the year. Part of this is where I was raised, which was in Canada, about an hour drive west of Toronto. We lived in a nice University town, but Canada is such a big country compared to the population that it was never particularly far to a place of wilderness.  I think that vastness, that idea that there could be places out there that I wasn't familiar with, is part of what led me to have this magic and mythic in Touch. Touch has been called magical realism, but when people hear magical realism, they think Gabriel Garcia Marquez. I admire Marquez – Love in the Time of Cholera is still one of my favourite books – but I’m not trying to ape him, and I use the term mythical realism at least partially to distinguish what I’m trying to do from his work. Magical realism is very strongly associated with the landscapes and traditions of central and South America and Europe, and I think that when you take those frameworks of magical realism and just map them over a different culture and landscape you end up with a work that is a palimpsest; the ghostly images of those other cultures and landscapes show through your own work. There are plenty of writers who have created interesting work this way, but I’m trying to do something new. I’m trying to wrestle with the questions of myth and storytelling, trying to figure out how it is that in my cultures and landscapes – Canada and the USA – stories become myths, how the vastness of the North American landscape and immigrant experience shapes who we were, who we are, and who we will become. I actually think that in the past few years there have been a number of books that are experimenting with mythical realism, fumbling with trying to figure out the role of myth in our cultures. I’d argue that as far as literary trends go, we went through a painful period of detached irony as the main driving force for writers, and that one of the things that I want to do is to try to reclaim the sense of wonder that I think all readers strive for. But really, all I'm trying to do is to tell good stories, to give readers the chance to lose themselves in a book, to remember what it was like as a kid to hear a story and to believe in something greater than ourselves. Mythical realism is something that should be woven throughout a book, in the same way that myth and story are woven through our lives, not just dropped in like a parlour trick. I don’t want a reader to think, “oh, that’s beautiful.” I want them to feel it. And if that means that, as a writer, I need to risk being overly sentimental, I’d rather risk that than risk nothing at all. Mehr zum Buch: Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt. Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. An diesem magischen Ort, wo die Geheimnisse der Einwohner weitergeflüstert werden, bis sie zu märchenhaften Erinnerungen gefrieren. Wo sich das Leben zu Geschichten verdichtet, und Geschichten auf einmal lebendig werden. Und wo sich nun auch Stephen der Mahnung des Großvaters stellen muss, dass wir nur die eine Wahl haben: entweder wir lieben, und zwar ganz und gar – oder uns bleibt nur der Tod. ==> LESEPROBE Allgemeines zur Bewerbung und zur Leserunde: Ihr habt hier die Möglichkeit bei einer Leserunde mit Alexi Zentner mitzumachen. Alexi spricht kein Deutsch, deshalb stellt die Fragen an den Autor bitte auf Englisch - es ist gar nicht schlimm, dabei Fehler zu machen, er wird euch verstehen. Wenn ihr auf Deutsch diskutiert und gelegentlich trotzdem knapp eure Eindrücke auf Englisch zusammenfasst, wird sichder Autor sehr freuen! Unter allen Bewerbern vergibt der btb Verlag  15 Leseexemplare des Buches. Ihr könnt euch dafür bis einschließlich 5. November bewerben - beantwortet dazu nur folgende Frage: Monatelang in einem Dorf unter Schnee begraben zu sein, wie in Alexi Zentners Buch, wäre das für euch die ideale Zeit für Geschichten und Erinnerungen oder was würdet ihr tun, wenn Ihr dem weißen kalten Schnee in dieser Zeit nicht entkommen könntet? (Wenn möglich, wäre es toll, wenn ihr auf Englisch antwortet!)

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    • 205
  • Einfach nur schön

    Das Flüstern des Schnees
    Toolkat

    Toolkat

    08. January 2014 um 18:02

    "Flüstern des Schnees" beinhaltet eine schöne Geschichte von einem Dorf, welches jedes Jahr tief im Schnee begraben liegt. In so einem Dorf passieren dann die erstaunlichsten Geschichten, welche miteinander verbinden. Stephen erzählt als Erwachsener Mann die Geschichten die er als Kind erlebt und erzählt bekommen hat. Und alles beginnt durch den Großvater, welcher das Dorf Sawgament gründete.  Dieser Roman ist im Grunde einfach nur schön. Ich persönlich habe eine Handlung mit Personen erwartet, jedoch dreht sich dieser Roman mehr um die Geschichten, welche sich in diesem Dorf abspielen. Zwar wird von den Personen erzählt und sie werden auch wahrgenommen, trotzdem nimmt man beim Lesen wahr, dass dieses Dorf eigentlich der Mittelpunkt ist und die Handlung kontrolliert und voran treibt. Es wird jedoch nicht auf ein Ziel hinausgearbeitet und man merkt nicht wohin sich dieser Roman bewegt. Es sollte keine Spannende Handlung mit plötzlicher Wendung erwartet werden. Aber es sollten wunderschöne und spannende mit plötzlicher Wendung! - Einzelgeschichten über das Leben der Bewohner erwartet werden. Zusammen ergeben sie einen wunderschönen Roman der mitfühlen und träumen lässt. Und wenn man die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit erstmal raus hat, lässt es sich wundervoll lesen.  Der etwas andere Roman, den man unbedingt mal gelesen haben muss!

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  • Für mich sehr schwierig!

    Das Flüstern des Schnees
    Page-Turner

    Page-Turner

    23. December 2013 um 17:34

    Ich habe mich mit diesem Buch leider sehr schwer getan! Es gab Stellen im Buch, die unglaublich verwirrend waren. Erstens waren die Sätze sehr verschachtelt und manchmal war die Übersetzung nicht die Beste und sorgte nur für einen rauchenden Kopf. Das Nächste waren dann die ganzen Zeit- und Personensprünge. So schwirrt man in den Gedanken des Protagonisten Stephen, seinem Vater und seinem Großvater. Die Geschichten sind teilweise langweilig, aber springen auch plötzlich in eine sehr spannende Phase. So beginnt die Geschichte in der Sicht von Protagonist Stephen, als dieser noch ein kleiner Junge war. Seine Schwester bricht im Eis ein und deren Vater springt hinterher. Beide sterben und hinterlassen Stephen mit seiner Mutter in Sawgamet. Dann werden die Geschichten von seinem Vater und Großvater erzählt. An sich waren auch diese Geschichten ganz spannend, sobald man den Höhepunkt dieser erreicht hatte.  Sawgamet ist eine Kleinstadt in Kanada und dort herrscht ein tiefer und kalter Winter. Genau das ist im Buch sehr gut rübergekommen. Jedes Mal wenn ich mich mit dem Buch auseinander gesetzt habe und mich in den Sätzen verloren habe, wurde mir immer kalt. Eine Decke war also ein Muss zu dieser Lektüre. Die Gefühle die durch dieses tiefen Winter ans Licht kommen, zeigen uns wie schwer es sein kann in so einer Gegend zu wohnen. Es geht wahrhaftig um das nackte Überleben, auch wenn dazu Kanibalismus gehört! Wer meinen Lesegeschmack kennt, der weiß das Magie und Zauber nicht dazu gehören. Und auch hier hatte es mir leider nicht gefallen. Ein plötzlich goldenes Karibu im Wald zu finden oder seltsame Geschöpfe die einen unter Wasser ziehen oder durch den Wald wandern. Das war wirklich das letzte was ich bei dieser Geschichte erwartet hatte. Ich habe mich noch nie so schwer getan ein Buch zu lesen. Es hatte mir einfach gar keinen Spaß gemacht und das fand ich sehr traurig. Gerade da es Teil einer Leserunde war! Ich habe mich wie ein Aussenseiter gefühlt, da allen in der Leserunde das Buch unglaublich gut gefallen hatte. Ich bin vermutlich auch die letzte, die das Buch beendet hat.

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  • Winterbuch mit Schwächen

    Das Flüstern des Schnees
    Fotini

    Fotini

    13. December 2013 um 00:49

    Inhalt: Nach etlichen Jahren, die er in Vancouver verbracht hat, kehrt der Pfarrer Stephen zu seinem Heimatdort Sawgamet zurück, um seine Mutter am Sterbebett zu besuchen. Er hat seine gesamte Kindheit in dem kleinen Dorf verbracht und nicht nur glückliche Zeiten dort erlebt. Sawgamet war zwar schön, steckte jedoch auch voller Gefahren und Schicksalsschläge für Stephen und seine Familie. Somit erinnert sich der inzwischen vierzigjährige Mann an seine dreißig Jahre zurückliegende Kindheit zurück und erzählt parallel auch die Geschichte seines Großvaters Jeannots, welcher als junger Mann das Dorf Sawgamet gründete. Und die Geschichte, die Stephen erzählt, steckt nicht nur voller Liebe, Trauer und Angst. Sie ist auch erfüllt von mystischen Wesen und fantastischen Vorfällen. Meine Meinung: Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich begeistert. Das Cover ist wirklich unglaublich schön und durch die kleinen Details und verspielte Schrift ein echter Eyecatcher. Auch der Titel und der Klappentext haben mich mehr als überzeugt und auf eine winterliche Geschichte voller Magie und Liebe hoffen lassen. Meine Erwartungen waren also hoch! Um es direkt vorwegzunehmen: diese Erwartungen meinerseits wurden leider nicht vollkommen erfüllt. Schon zu Beginn hatte ich leichte Probleme mit dem Schreibstil. Dies könnte natürlich auch nur an der deutschen Übersetzung liegen, daher rate ich jedem, der das Buch lesen möchte, die englische und deutsche Ausgabe vorher eventuell zu vergleichen. Jedenfalls hatte ich häufig das Gefühl, dass es viele Wiederholungen gab und einige Wörter und Ausdrücke schlecht gewählt waren und somit den Lesefluss unterbrochen haben. Die Geschichte wurde aus verschiedenen Sichten und in verschiedenen Zeiten erzählt. Das fand ich wirklich gut, weil man so die Entwicklung der kleinen Stadt Sawgnamt gut darstellen konnte und sowohl die Gefühls- und Gedankenwelt von Stephen als auch Jeannots kennenlernen durfte. Was mich jedoch gestört hat, war die Tatsache, dass die Zeitsprünge im Buch nicht kenntlich gemacht wurden und ich häufig verwirrt war, weil die Erzählperspektive plötzlich gewechselt hat und ich kurz stoppen musste, um den Abschnitt nochmal neu zu beginnen. Daher hätte ich Anmerkungen wirklich für notwendig empfunden! Die Charaktere blieben für mich bis zum Ende nicht wirklich greifbar und ich hatte das Gefühl, dass ich mich nicht in sie hineinversetzen kann. Diese Distanz habe ich jedoch nicht wirklich als negativ empfunden, sondern fand sie eher passend für ein Buch, das eher einem Märchen ähnelt. Schließlich ist es gerade in alten Sagen auch so, dass immer eine gewisse Distanz zu den Charakteren bleibt und daher hatte ich damit keine Probleme. Wie bereits erwähnt, enthält das Buch einige fantastische Elemente, die auf alten (mir unbekannten) Sagen und Mythen beruhen. Auch in diesem Punkt war ich eher zwiegespalten. Es gab einige Ansätze und Ideen, die ich wirklich interessant fand und die mich sehr gefesselt haben. Allerdings waren viele Vorfälle in dem Buch für mich auch unlogisch und nicht genügend erklärt worden. Dies lag wohl auch teilweise daran, dass die übersinnlichen Szenen häufig sehr plötzlich stattfanden und daher für mich manchmal fehl am Platz wirkten. Wie in allen Punkten, muss sich hier wohl jeder seine eigene Meinung bilden. Fazit: „Das Flüstern des Schnees“ passt thematisch wirklich sehr gut in die kalte Wintertzeit und ist somit sicherlich eine gute Lektüre für gemütliche Abende. Für mich persönlich hatte es leider einige Schwächen, so dass ich (eventuell auch wegen zu hohen Erwartungen) etwas enttäuscht war. Das Buch ist aber trotzdem nicht schlecht und für Leute, die gerne märchenartige Bücher mit magischen Elementen lesen eine gute Wahl. Von mir gibt es durchschnittliche 3 von 5 Sterne.

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  • Ein bewegendes, sehr mystisches Debüt

    Das Flüstern des Schnees
    Rezistern

    Rezistern

    06. December 2013 um 11:26

    ZITAT „… die Welt hat sich so verändert, seit mein Großvater nach Sawgamet kam, dass der Gedanke an die Stille, die er hier angetroffen haben muss, etwas Erschreckendes und Unvorstellbares hat. Ich kenne seine und all die anderen Geschichten und kann mich gut an das Sawgamet meiner Kindheit erinnern, dennoch gibt es Lücken in der Geschichte dieses Ortes, die ich nur mit Mutmaßungen überbrücken kann.“ INHALT Kurz vor dem Tod seiner Mutter ist Stephen, ein anglikanischer Pastor, in seinen Geburtsort Sawgamet heimgekehrt – einer ehemaligen Goldgräber- und Holzfäller-Siedlung im hohen Norden Kanadas gelegen. Während er an der Totenrede für seine Mutter arbeitet, kommen vielfältige Erinnerungen an seine Kindheit und Geschehnisse in ihm hoch, die sich an diesem unwirtlichen Ort vor langer Zeit zugetragen haben. Er erinnert sich an tragische Geschichten von Tod und Verlust, klirrender Kälte und monatelangen Schneestürmen, aber auch an geheimnisvolle, mystische Legenden, die sich um diesen magischen Ort , seine verwunschenen Wälder ranken und um das Schicksal seines Großvaters Jeannot, der einst Sawgamet gründete. MEINE MEINUNG Mit seinem Debüt ist dem kanadischen Autor Alexi Zentner ein wundervoller und sehr eindringlicher Roman gelungen, der einen mit seiner geheimnisvollen mystischen Atmosphäre unweigerlich in seinen Bann zieht. Angesiedelt ist die Geschichte in dem kleinen entlegenen Ort Sawgamet, irgendwo in der kanadischen Wildnis im hohen Norden von British Columbia, von dem Autor ein fassettenreiches, eindrucksvolles Bild zeichnet. Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Stephen, der nach langen Jahren in der Fremde zu seiner sterbenden Mutter heimgekehrt ist. Er beginnt sich mit der Vergangenheit seiner Vorfahren an diesem unwirtlichen Ort auseinander zu setzten, dem er einst den Rücken zugekehrt hatte. Erinnerungen an seine Kindheit, tragische Geschichten von Tod und Verlust und dem harten Überlebenskampf beschäftigen ihn. Die sich über drei Generationen erstreckende Geschichte ist sehr vielschichtig angelegt und wechselt häufig zwischen den verschiedenen Zeitebenen, die Rückblenden auf Episoden mit seinem Vater, aber auch seinem Großvater Jeannot enthalten. Die bildlichen Beschreibungen der unendlichen Wildnis, aber auch der harte Alltags und das raue menschenfeindliche Klima im Winter sind sehr gelungen, und so konnte ich mich sehr gut in die besondere Stimmung des Orts hineinversetzten. Ein sehr einfaches, entbehrungs- und arbeitsreiches Leben haben die ersten Siedler von Sawgamet geführt, das anfangs geprägt war vom ersten Goldrausch und Holzfällerarbeiten. Die mächtigen Naturgewalten haben die Lebensweise der Pioniere diktiert, viele Opfer unter ihnen gefordert und haben sie abergläubisch werden lassen. Ich fand es sehr spannend, gemeinsam mit Stephen auf eine Art Entdeckungsreise zu gehen und die verschiedenen Lebensgeschichten seiner Familie zu ergründen. Sich zu fragen, ob man den eigenen Erinnerungen und den erzählten, immer stärker modifizierten Geschichten noch trauen kann. Es ist nachvollziehbar, dass viele vergangene Geschehnisse mit der Zeit immer mehr ausgeschmückt, überhöht und mystifiziert werden und daraus Legenden entstehen, die weiter gegeben werden. Oft ist dies sicherlich auch ein Versuch, sich mit den Zeichen der erbarmungslosen Natur auseinander zu setzten und sich mit ihr zu arrangieren. Die alten Geschichten sind von einer sehr bedrückenden und melancholischen Atmosphäre geprägt. Sie sind zugleich aber von einer faszinierenden Magie durchsetzt und enthalten fantasievolle, übernatürliche Elemente, die aus der Mythologie der Inuit stammen und sich teilweise sogar ins Fantastische und Surreale steigern. Sehr fesselnd fand ich die sehr mystische Legende, die Stephens Großvater damals in der Wildnis erlebt haben soll und zur Gründung des Orts geführt hat -ein Stoff aus dem Märchen und Mythen gewebt sind. Durch den ungeheurer bildreichen Sprachstil des Autors konnte ich mir diesen magischen Wald mit seinen mythischen Kreaturen, in dem überall das Ungewisse und Unheilvolle lauert, sehr gut vorstellen. Wo endet die Wahrheit und wo beginnt die Fiktion bei diesen fantastischen Erzählungen? Eine faszinierende Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt, wenn man sich einmal auf die Magie dieses Romans eingelassen hat. Schade, dass am Ende des Romans eine Auflistung der vielen erwähnten Personen fehlt. So muss man schon ganz schön aufpassen, damit man nicht den Überblick über die verwandtschaftlichen Verhältnisse und Beziehung der Figuren zueinander verliert. FAZIT Ein sehr bewegender und atmosphärisch dichter Roman, dessen mystische Geschichten aus längst vergangenen Zeiten mir lange nicht aus dem Kopf gegangen sind. Eine ideale Lektüre für den Winter!

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  • A Book That Makes You Think

    Das Flüstern des Schnees
    darklittledancer

    darklittledancer

    05. December 2013 um 15:01

    Touch is set in the fictional town of Sawgamet somewhere deep in the woods of Canada. The book spans the life of three generations of a family living there beginning in the second half of the 19th century. I am fascinated by the world that Mr. Zentner created in Touch! You can feel the chilly ice and snow, you can see it glitter. You fear the dark woods but you are also fascinated by how vast they are. And while you walk through them, you can even see your breath against the light shining through the trees. I'd say there are two important characters in Touch, the first one being the narrator, Stephen. The second is his grandfather Jeannot. The reader accompanies Jeannot through many years of his life. He is a tough and fearless man. But it seems like almost all men who come to Sawgamet are tough and fearless. I can't really remember a feature that would distinguish Jeannot from any of the secondary characters. The same happens with the women in Touch. They are all quite similar. I'd guess this could be interpreted as a means of showing that the characters in the book could be exchanged for anyone. The plot of Touch is very fascinating as it leaves room for interpretation. It is a work of magical realism after all. My theory is that Jeannot fights nature itself, as he came into the woods and took from them. Touch isn't a book you'll quickly read and put back on the shelf, it is a book that will make you go back and think about it.

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  • Das Flüstern des Schnees von Alexi Zentner

    Das Flüstern des Schnees
    HarIequin

    HarIequin

    02. December 2013 um 17:48

    "Habt ihr keine Vorstellung davon, was Liebe bedeutet und wie lang ihr sie mit euch tragen könnt?"Stephan kehrt nach vielen Jahren nach Sawgamet zurück, um seine Mutter vor ihrem Tod zu besuchen. Als er die Grabrede schreiben will, wird er immer wieder von Erinnerungen an seine Kindheit, seinen Vater und den schrecklichen Unfall übermannt. Während diesen Rückblenden denkt er auch immer wieder an die Zeit, in der sein Großvater Jeannot in sein Leben trat um seine verstorbene Frau Martine zu suchen.Der Roman spielt in drei Zeitebenen. Zum einen die Vergangenheit von Jeannot und wie er durch Zufall Gold fand und Sawgamet gründete. Jeannots Geschichte überschneidet sich mit Stephans Kindheit und diese Wiederum führt den Leser zur Gegenwart mit dem erwachsenen Stephan. Anfangs war es noch sehr schwer diese drei Zeiten auseinander zu halten, weil sie sehr abrupt wechseln und auch nur durch einen Absatz gekennzeichnet sind. Außerdem wird man gleich mit vielen Namen konfrontiert, die man anfänglich noch nicht zuordnen kann. Findet man sich aber erst einmal zurecht, ist das Buch wirklich schön zu lesen. Zum einen ist der Schreibstil flüssig und unaufgeregt aber gleichzeitig wahnsinnig bildhaft. Man hat den Schnee und den Wald direkt vor Augen und bei manchen Szenen kann man nur gebannt weiterlesen. Gerade die „übernatürlichen“ Passagen (hauptsächlich aus den Mythologien der Inuits) machen das Buch auch immer wieder spannend und besonders. Ich fand es nur ein bisschen schade, dass nicht näher auf die Mythologie eingegangen wurde, denn so ziemlich alles davon war mir nicht bekannt und demnach zu wenig erklärt. In Zusammenhang stehen sie meistens mit Jeannot, der für mich auch der leitende Charakter war. Gerade seine Suche und Liebe zu Martine war wirklich schön zu lesen und von ihm kamen auch die interessantesten Geschichten.Das Buch ist kein Pageturner im klassischen Sinn, zumindest für mich nicht. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich es schnell durchlesen muss oder will, sondern immer mal wieder ein paar Seiten und die dann auf sich wirken lassen.Mein Fazit ist simpel: Lesen! Gerade zu dieser Jahreszeit ein wunderbares Buch.

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  • "Das Flüstern des Schnees" - ein besonderes Leseerlebnis

    Das Flüstern des Schnees
    MrsAmy

    MrsAmy

    02. December 2013 um 13:15

    Stephen kehrt zurück an den Ort seiner Kindheit: in die kleine Stadt Sawgamet in den kanadischen Wäldern. Dort wird er künftig mit seiner Frau und seinen drei Töchtern leben, als anglikanischer Pfarrer für die Menschen da sein. Als er im Winter in das Haus seines Stiefvaters zieht, liegt seine Mutter im Sterben. Und so ist es an der Zeit, in die Vergangenheit zu blicken. Zu erkunden, was seine Eltern und Großeltern mit diesem Ort verbunden hat. Vor allem die Geschichte seines Großvaters, der einst Sawgamet gründete, rückt in den Fokus. Alexi Zentners Roman „Das Flüstern des Schnees“ erfüllt keine Erwartungen, sondern es enttäuschst sie vollkommen, um dann eine Geschichte zu entfalten, die wunderbar und märchenhaft ist, vor allem aber, die der Leser so nicht erwartet hat. Schuld daran ist der Klappentext, der doch scheinbar vermittelt, dass hier eine Geschichte erzählt wird, die sich in die Zukunft bewegt. Doch Stephen blickt allein in die Vergangenheit, lässt seine Großeltern, seine Kindheit, seinen Vater wie auch seine Schwester wieder auferstehen. Die Charaktere sind greifbar und man nimmt echten Anteil an ihrem Leben. Das zum Teil eine schier unüberschaubare Vielzahl an handelnden Personen agiert, lässt einen nur am Anfang den Überblick verlieren, schnell findet man sich dann zurecht. Oft wechseln die Erzählstränge, da aber alle gleichermaßen interessant sind, jedoch nur einzelne derart spannend, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, stört auch das nur wenig. Ich meine damit keinesfalls, dass das Buch langweilig ist, doch es hetzt einen nicht. Man kann beim Lesen wunderbar entspannen und ganz in diese Welt, in der auch die Mystik, das Magische in manchen Momenten zum Vorschein kommt, eintauchen. Leider kann ich aber nicht verschweigen, dass der Roman zum Ende hin schwächer wird. Waren die magischen und fantastischen Elemente lange Zeit so in die Geschichte eingebettet, dass der Leser selbst entscheiden konnte, inwieweit sie real sind, so werden einem diese am Ende förmlich aufgedrängt und alle Wahlmöglichkeit versiegt. Der Roman verliert dadurch viel von seiner ihm eigenen Magie. Trotzdem bleibt es ein wunderbares Leseereignis.

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  • Das etwas andere Buch

    Das Flüstern des Schnees
    BeBubbly

    BeBubbly

    27. November 2013 um 18:38

    "Die Männer flößten die Stämme schon früh, im September, den Fluss hinunter." (Erster Satz) Stephen kommt nach einer langen Lehre als Paster zurück nach Sawgamet, seinem Geburstort, zurück um die letzten Tage mit seiner Mutter verbringen zu können. Aber während er die Grabrede schreibt kommen viele Geschichten, die ihm sein Vater oder Großvater erzählt haben hoch. Und diese Geschichten haben es in sich, denn Sawgamet, inmitten eines großen Waldes, ist nicht so harmlos wie es scheint, vor allem nicht die Winter. Meinung: Zu Beginn fiel es mir recht schwer in das Buch zu finden, denn die Übersetzung weißt nicht nur einige Stolpersteine auf, sondern wechselt auch immer wieder, ohne Vorwarnung, im Lesefluss die Erzählperspektive. Dies sorgt zu Beginn aber für einige Verwirrung, denn die Erzählperspektiven und Erzählzeiten ändern sich zumeist während der Kapitel, wobei dies zum Ende hin wieder abnimmt. Dafür darf man die Geschichten rund um Sawgamet auch aus drei Perspektiven kennenlernen, wobei ich finde, dass man von Stephen und seinem Vater nur wenig erfährt, deshalb scheinen sich auch nicht wirklich besonders. Dafür ist Jeannot, Stephens Großvater, umso interessanter, denn gründete Sawgamet und kennt auch die Geheimnisse und Mythen rund um Sawgamet. Schon als Kind scheint dieser wirklich besonders zu sein, den mit Hilfe seines Hundes findet er sogar einen großen Klumpen Gold in der Erde, entscheidet sich dann aber nicht dafür weiter nach Gold zu suchen, sondern sucht sich etwas Beständigeres, was ihn durch viele andere hervorhebt. Meiner Meinung darf man einige der anderen Charaktere ebenfalls kennen lernen, aber keiner von ihnen sticht so heraus wie Jeannot. Vor allem stechen aber auch die Mythen heraus, die sich rund um den Wald finden lassen. Aber auch der Schauplatz ist nicht ohne, denn schon dieser wirkt mehr als nur magisch, außerdem ist er so wundervoll beschrieben, dass man ihn immer direkt vor Augen sehen kann. Hin und wieder gab es auch magische Momente, die mich überrascht haben, aber diese kamen viel zu selten. Aber ich denke, dass der Autor die Besonderheit dieses Ortes nicht nur durch die gut gewählten Schauplätze aufzeigen wollte, denn er versuchte auch die Gefühle die dieser Ort in den vielen Menschen hervorgerufen hat aufzufangen. Diese reichten von todtraurig, über geschockt bis hin zu befreit, aber diese Gefühle konnten mich in den meisten Stellen des Buches leider nicht erreichen, vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich mich mit den Charakteren so gar nicht identifizieren konnte. Zumindest konnte mich das Ende dann wieder überzeugen, denn dieses rundete das Buch mit dem magischsten aller Momente im Buch ab. Fazit:  Wer zu diesem Titel greift darf Mythen mal anders erleben, denn hier geht es mal nicht um die griechische Mythologie, die langsam ausgelaugt wird, sondern um eine ganz andere, die noch so neu und frisch wirkt. Aber man sollte nicht zu viel von dem erwarten und sich auch nicht vom Klappentext beirren lassen, wie ich es tat, denn so wurden meine Erwartungen hochgeschraubt. Leider entsprach das Buch dann gar nicht meinen Erwartungen und die Szenen, in denen die Menschen vom Schnee begraben waren wurden nur kurz abgehandelt, was mich sehr enttäuscht hat. Trotzdem hat der Autor mich in einigen wenigen Momenten mit seinem mythischen Schauplätzen und einigen Momenten gefangen genommen, weshalb das Buch vielleicht etwas für Leser wäre, die gerne neue Mythen kennen lernen und besonders viel Wert auf mythische Schauplätze legen.

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  • Familiengeschichte mit mystischen Elementen

    Das Flüstern des Schnees
    anschaso

    anschaso

    26. November 2013 um 13:44

    Inhalt: „Wir müssen einander lieben - oder sterben ... Es ist die klirrende Kälte, die das Glas des Schulhausthermometers zerbersten lässt. Die den reißenden Fluss mit Eis überzieht, so dass, was darin verloren ging, wie unter einer milchigen Scheibe verborgen bleibt. Die das gesamte Dorf monatelang unter einer undurchdringlichen Haube aus Schnee begräbt. Dreißig Jahre nachdem sein Großvater wieder nach Sawgamet kam, um seine geliebte, aber lange verstorbene Frau ins Leben zurückzuholen, ist auch Stephen heimgekehrt. […]“ (Beginn Klappentext)   Meinung: Das Buch hat wirklich eine besondere Atmosphäre. Es spielt in Sawgamet, Kanada, in dem jeder jeden kennt und sehr hart beim Holz schlagen gearbeitet werden muss. Es wird in 3 verschiedenen Zeiten erzählt: vom jungen Großvater, jüngerem Vater und Stephen in der Gegenwart. Es gab viele ruhige Stellen, aber genauso Dinge, die mich sehr überrascht oder schockiert und bewegt haben. Der Großvater Jeannot ist wohl die interessanteste Person im Buch. Am Anfang war er mir etwas unsympathisch und ich konnte ihn nur schwer einschätzen. Später habe ich ihn besser verstanden und konnte mit seiner Art umgehen. Es gibt viele mystische Gestalten und Geschichten die sich um den Wald ranken. Einige davon trifft man im Buch und diese Situationen sind sehr gut beschrieben und wirklich überraschend. Andere Sachen haben mich etwas gestört, z.B. ist es manchmal etwas schwierig zu unterscheiden, in welcher Zeit gerade erzählt wird oder dass die Zeit überhaupt gewechselt wurde. Außerdem war mir der Teil, als das gesamte Dorf monatelang unter den Schneemassen begraben ist viel zu kurz. Eigentlich hatte ich erwartet, dass das den Großteil der Buchs einnimmt, aber dem war leider nicht so. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen und es passt perfekt in die Kalte Jahreszeit. Man kann den Schnee beinahe vor sich sehen. 3,5 Sterne von mir.

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  • mystisch, tiefgründig und bewegend

    Das Flüstern des Schnees
    katze102

    katze102

    26. November 2013 um 11:29

    Erzählt werden mehrere Geschichten ineinanderverwoben: Zum einen die Geschichte von Jeannot, der zu Fuß unterwegs ist und eher zufällig Gold findet. Er lwird damit zum Gründungsvater von Sawgamet, denn ihm folgen viele nach, vom Goldfieber gepackt. Das Aufblühen und der Abgesag Sawgamet werden durch Geschichten der Familie Jeannots ( u.a. Sohn Pierre und Enkel Stephan) weitererzählt. Es handelt sich bei dem Roman nicht um eine durchlaufend erzählte Geschichte, sondern ineinander verschachtelte Erlebnisse und Erinnerungen mit Zeitsprüngen, die insgesamt wundervoll und magisch, aber manchmal auch sehr bedrückend dargestellt sind.  Die Magie dieser Geschichte besteht auch darin, wie die Verbundenheit mit der Natur dargestellt wird. Manches mal werden dafür Elemente der Mythologie der Inuits aufgegriffen und Wesen wie Ijiraits ( Formenwandler), Qallupilluits (Wasserhexen) oder Mahaha (Totkitzler) verleihen der Handlung etwas mystisches, geheimnisvolles. Was für eine tiefgründige und bewegende Geschichte! Und am Ende versteht man, was gemeint war: Wir müssen einander lieben – oder sterben ... Die Erkenntnis: Erinnerungen sind eine andere Art, Tote zum Leben zu erwecken. Absolut empfehlenswert!

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