Alexis Ragougneau Die Madonna von Notre-Dame

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Inhaltsangabe zu „Die Madonna von Notre-Dame“ von Alexis Ragougneau

Mord in Notre-Dame – Der erste Fall für Pater Kern Notre-Dame an einem Sommermorgen. Die Messe hat kaum begonnen, als eine ganz in Weiß gekleidete junge Frau leblos zu Boden sinkt. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, doch Pater Kern lässt der Fall keine Ruhe: Wer ist der Unbekannte, den der Clochard Kristof in der Mordnacht beobachtet hat? Mit der Staatsanwältin Claire Kauffmann macht Pater Kern sich auf die Suche nach der Wahrheit – und kommt in den Gewölben von Notre-Dame einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur … 'Spannend bis zur letzten Seite, ein unvergesslicher Ermittler, lebensechte Figuren: Der französische Krimi hat seinen neuen Papst gefunden.' RTL 'Perfekte Dramaturgie und bis ins Detail überzeugende Figuren – ganz großes Kino!' L’Express

Spannung vergeblich gesucht

— Pergamentfalter
Pergamentfalter

Es wimmelt nur so von Sünden in diesem erstaunlichen Krimi, angesiedelt in Notre Dame de Paris.

— Helen13
Helen13

Muss man nicht weiter verfolgen ...

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Langweilig und trocken.

— franziii0201
franziii0201

Ruhig und unaufregend erzählt. Lässt die sommerlich-schwüle Hitze der Großstadt lebendig werden.

— Siebenstein
Siebenstein

Enttäuschend! Guter Anfang; doch das wars auch schon. Hätte die Leseprobe 20 Seiten mehr gehabt, ich hätte das Buch nicht mehr gekauft.

— talisha
talisha

Solider Krimi mit einem interessanten Ermittler.

— RubyKairo
RubyKairo

Guter Krimi, aber zu viele Nebenschauplätze!

— mabuerele
mabuerele

Solider Krimi mit interessantem Ermittler

— Igelmanu66
Igelmanu66

Man treibt beim Lesen so mit wie auf einem trägen Fluss. Die Handlung ist flüssig und gut zu lesen ohne wirklich große Überraschungen. In we

— tootsy3000
tootsy3000

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  • Rezension zu "Die Madonna von Notre-Dame"

    Die Madonna von Notre-Dame
    Pergamentfalter

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 21:52

    "Die Madonna von Notre-Dame" beginnt ruhig: Vorbereitungen für den täglichen Betrieb, erste Besucherströme. Pater Kern, ein Pfarrer aus Poissy, der jährlich die Urlaubsvertretung eines Pfarrers in Notre-Dame übernimmt, hat gerade die erste Messe des Tages begonnen, als die Leiche gefunden wird. Es ist eine junge Frau, die am Tag zuvor am Rande der Prozession in einen handgreiflichen Konflikt geriet - nun liegt sie erwürgt in der Kathedrale. Spurensicherung, Staatsanwaltschaft, Polizei - schnell sind sie vor Ort und beginnen die Ermittlungen. Ihr Verdächtiger ist noch schneller gefunden. Die Ermittlungen verlaufen regelrecht hastig. Weder zu Zeiten polizeilicher Ermittlungen, noch während Pater Kerns Nachforschungen entstand für mich eine Phase richtiger Spannung. Die Geschichte plätscherte regelrecht dahin. Wenn man mal Lust bekam, selbst zu rätseln, wer der Mörder sein könnte, wurde die Geschichte von einer von Pater Kerns Schmerzanfällen unterbrochen, während derer man ihm "zusehen" musste, wie er seinen alten Wecker auseinander und wieder zusammen schraubt. Auch die Ausflüge in das Gefängnis von Poissy, in dem Pater Kern als Seelsorger arbeitet, sowie die Erinnerung, die immer mal wieder weitergeführt wird und von der man erst am Ende begreift, welchen Sinn sie eigentlich hat, unterbrachen die Geschichte mehr als etwas zu ihr beizutragen. Mit den Charakteren selbst bin ich nicht so recht warm geworden. Pater Kern, der immer wieder an seinen toten Bruder denkt und über seine mysteriöse Krankheit - ihren Namen habe ich nirgends gelesen - grübelt, konnte erst zum Schluss ein bisschen Leben zeigen, blieb die meiste Zeit jedoch für mich ein langweiliger Charakter. Der machohafte Commandant Landard - leitender Ermittler im Mordfall - hat nach kurzer Zeit nur noch genervt und so gar nichts von einem Polizisten ausgestrahlt. Einzig die junge Staatsanwältin Claire Kauffmann konnte ein paar Sympathiepunkte für ihre mitfühlende Art ernten und war in meinen Augen noch der lebendigste der Charaktere. Richtig gefallen hat mir letztendlich nur der Handlungsort. Paris - in den meisten Fällen noch genauer Notre-Dame - wird wunderbar beschrieben. Da ich die Stadt selbst erlebt habe, kann ich sagen, dass die Atmosphäre oftmals gut mit Worten eingefangen wurde und die Beschreibungen des Alltags in Notre-Dame haben mir gut gefallen. Allerdings gab es auch hier so manches Mal Schwächen. FAZIT Von einem Kriminalroman erwarte ich eine spannende Handlung, in der man mit den Charakteren mitfiebert. Nach Spannung habe ich in diesem Buch vergeblich gesucht und auch die Charaktere konnten kaum überzeugen. Die Punkte retten letztendlich die geschaffene Atmosphäre und die Beschreibungen der Handlungsorte, die der Geschichte wenigstens einen französischen Charme geben.

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  • Vorhersehbar.

    Die Madonna von Notre-Dame
    KiraMinttu

    KiraMinttu

    07. November 2016 um 09:56

    Die Madonna von Notre-Dame ist tot.Seit Stunden sitzt das Mädchen mit dem langen schwarzen Haar und dem kurzen weißen Kleid stumm und blass auf der Kirchenbank, und als die Totenstarre nachlässt, und sie der beleibten amerikanischen Touristin fast auf den Schoß fällt, ist der allgemeinen Aufruhr groß.Die herbeieilende Polizei braucht nicht lange, um einen ersten Verdacht aufzubauen: Wer ist der Mann mit den blonden Locken, der am Tag zuvor während der alljährliche Prozession einen Streit mit dem schwarzhaarigen Mädchen vom Zaun brach, sie bedrohte und sogar niederschlug? Ganz offenbar wurden die Sinne des frömmelnden Eiferers von den allzu langen und allzu nackten Beinen des Mädchens in Wallung versetzt. Ein anderer hätte die Peitsche im stillen Kämmerlein vielleicht gegen sich selbst gerichtet, dieser hier jedoch hat das Objekt seiner Begierde vernichtet. Sehr einfach. Wenn auch schade - so ein schönes Mädchen.Dass es nicht so simpel ablaufen wird, wie die ersten Seiten versprechen, liegt auf der Hand.Wer aber hat das junge Mädchen mitten in der Nacht auf eine Kirchenbank im Notre-Dame gesetzt? Hat sie gar dort ermordet?Ein leidlich spannender Krimi im Sinne des klassischen "Who done it?", mit deutlichen Abzügen in der B-Note: Manches ist doch allzu leicht vorherzusehen, und eine gute Handvoll Klischees werden leider auch bedient. Schwankend zwischen drei und vier Sternen werden es letztlich lediglich drei, weil zu alledem nahezu keine einzige Frauenfigur auftaucht, die nicht in irgendeiner Hinsicht durch männliche Gewalt sexuell missbraucht wird bzw. wurde.Das hätte vielleicht sogar noch irgendwie als gesellschaftskritische Aussage durchgehen können, da jedoch die wenigen Frauen, die zumindest nicht explizit einen Missbrauch erlitten haben, entweder neurotisch und verwirrt sind oder aber als Gelegenheitsprostituierte arbeitend porträtiert werden, stößt mir das Gesamtbild etwas sehr unangenehm auf."Jeder Mann ist ein potenzieller Täter, jede Frau ein Opfer", das Ganze garniert mit einer kleinen Prise des üblichen verklemmtem Sado-Maso-Schnickschack - das ist doch ein bisschen sehr schlicht gestrickt und beurteilt beide Seiten mehr als pauschal.

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  • Das Lächeln auf dem Gesicht der Dame

    Die Madonna von Notre-Dame
    Helen13

    Helen13

    04. September 2016 um 22:11

    „Jeder nimmt die Last seiner Sünden auf sich, so gut er kann. Ich für meinen Teil trage seit langer Zeit die Bürde einer Erbsünde, die Sünde einer ganzen Nation.“Schwerwiegende Worte, gesprochen von Monseigneur de Bracy. Seine Sünde liegt bloß im gleißenden Licht der Madonna. Es wimmelt nur so von Sünden in diesem erstaunlichen Krimi, angesiedelt in Notre Dame de Paris. Die Sünden der Kolonialzeit, als Frankreich sich als „Herr“ über Algerien einsetzte. Die Sünden der Katholischen Kirche, die Verlogenheit der Priesterkaste. Die Diskriminierung der Frauen, eindringlich gezeigt am Charakter der Staatsanwältin Claire Kauffmann, die sich mühevoll durchsetzt in der Männerwelt der Justiz, gezeigt an zwei Polizisten. Die anderen beiden Frauen, die arabischen Studentinnen, die ihr Leben und ihr Studium bewältigen müssen, vertreten die „underdogs“, zu der die Gesellschaft sie machen will. Sie wehren sich und nehmen dazu Methoden zu Hilfe, die eine der beiden das Leben kostet, die Tote, die in der Kathedrale gefunden wird. Das Ausländerproblem in Frankreich thematisiert Ragougneau raffiniert und hält uns einen Zerrspiegel vor, der erschreckt und verstört, allerdings nicht mehr als die täglichen Schlagzeilen im Internet und der Printmedien. Pater Kern, ein neuer Detektiv in der Krimiwelt, nimmt sich der Angelegenheiten an, die seiner Hilfe bedürfen. Trotz schwerer Krankheit lässt er nicht locker, bis er die Wahrheit finden wird – dabei sprengt er Grenzen, die ihn zu neuen Erkenntnissen führen werden – er erlebt seine ganz persönliche Epiphanie. Alles wird uns mit einer eindringlichen farbigen Sprache gezeigt, in diesem literarischen Krimi der Sonderklasse.Wir warten jetzt auf Pater Kerns zweiten Fall…dieser Pater, ein Außenseiter, der den stiefmütterlich Behandelten der Gesellschaft zur Seite tritt.

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  • Die weiße Dame in der Kathedrale

    Die Madonna von Notre-Dame
    AKRD

    AKRD

    28. December 2015 um 14:00

    Der Küster der Notre Dame, Gerard, findet eine leblose Frau in einem weißen Kleid, völlig unpassend gekleidet für die Kirche, da aufreizend kurz, in der Messe an einem Sommermorgen in Paris. Sie wurde stranguliert und ihr wurde auch weiterhin grausame Gewalt angetan (die ich hier nicht so explizit erwähnen möchte, wir haben es ja alle gelesen...). Wie lange saß sie schon so da, bis eine amerikanische Touristin sie antippte und sie zur Seite kippte ? Da erst wurde bemerkt, dass sie tot ist... Am Vortag gab es zwischen ihr und einem jungen Mann, der die Kathedrale regelmäßig besucht, eine Auseinandersetzung, als sie bei den Feierlichkeiten zu Maria Himmelfahrt vorne bei der Prozession in ihrem aufreizenden Kleid umherstolzierte. Mourad, ein junger Aufseher, hatte eingegriffen und den Mann weggeschickt. Dieser Junge scheint sehr verhaltensauffällig zu sein, z. Bsp. möchte er neben der Jungfrau Maria schlafen... Dies ist der erste Fall für Pater Kern, der der jungen Staatsanwältin Claire Kauffmann bei den Ermittlungen zur Seite stehen wird. Der Schreibstil des Autors gefällt mir wirklich sehr gut. Es war bereits auf den ersten Seiten eine unterschwellige Spannung auszumachen, die sich später im Buch noch weiter ausgebaut hat. Der Autor beschreibt nicht zuviel, es geht ihm mehr um die Geschichte, die nicht abreißen soll in der Spannung und das gelingt ihm gut, auch wenn er Wert auf die einzelnen Personen legt und dem Leser diese nahebringen möchte. Auch das gelingt ihm auf interessante Art & Weise. Ich lese eher selten mal einen historischen Roman, aber wenn der, so wie hier, mit einem Krimi „verflochten“ wird, dann ist das genau meins. Hier hat mir das Zusammenspiel der beiden Genres sehr gut gefallen, weil es auch in sich stimmig war. Gut geschrieben, spannend bis zum Ende, was will man mehr ?!!

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  • Kleiner Pater ganz groß!

    Die Madonna von Notre-Dame
    badwoman

    badwoman

    24. July 2015 um 22:24

    In der Kathedrale von Notre -Dame wird an einem heißen Sommermorgen die Leiche einer hübschen, aufreizenden jungen Frau gefunden. Diese war am Vortag in einen Streit mit einem jungen Mann verwickelt, so wird dieser schnell zum Hauptverdächtigen der Polizei. Doch Pater Kern, ein von einer seltsamen Krankheit gezeichneter und kleinwüchsiger Mann, mag ebenso wie die Staatsanwältin Claire Kauffmann nicht so recht an diese Theorie glauben. So ermitteln sie auf eigene Faust weiter und müssen feststellen, dass Vieles anders ist, als es scheint. Dieser Krimi spielt an einem außergewöhnlichen, realen Ort: in der Kathedrale von Notre-Dame, die viele Leser sicher schon besucht haben, so dass man sich zum Geschehen recht gute Bilder machen kann. Die Geschichte ist durch den einfachen Schreibstil gut und schnell lesbar. Manche Aktivitäten des kleinen Paters finde ich persönlich eher unrealistisch, was zeitweise die Spannung etwas trübt. Im Großen und Ganzen aber ist das Buch durchaus spannend geschrieben und hat eine originelle Handlung. Das Cover ist eher durchschnittlich, fällt nicht besonders auf.

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  • Ein manchmal zu ruhiger Kriminalroman

    Die Madonna von Notre-Dame
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. June 2015 um 18:48

    Meinung: Das Buch beginnt sehr schön atmosphärisch und in sich stimmig . Als Leser entwickelt man von der ersten Seite an , einen gewissen Bezug zu den Charakteren und der vielversprechenden Story . Bereits zu Beginn des Kriminalromans , wird dem Leser klar , dass dieser einen sehr eigenen ruhigen und eher leisen Erzählstil beinhaltet . Der Autor Alexis Ragougneau , legt sehr viel Wert auf ausführliche und sehr detaillierte Beschreibungen von Schauplätzen . Aber sein größtes Augenmerk liegt wohl auf den authentischen und recht eigenen Charakteren , denn in der Ausarbeitung der Charakterzüge , scheint das ganze Herzblut des Autors zu stecken . Und dies ist innerhalb seines Erzählstils sehr gut spürbar , seine Protagonisten wirken sehr menschlich , verletzlich mit einigen Schwächen gezeichnet ,die sie umso liebenswerter und interessanter erscheinen lassen .Die Charaktere werden sehr intensiv beleuchtet , sodass sie einem schnell ans Herz wachsen und auf den Leser sehr vielschichtig und nahbar wirken . Die wahre Stärke des Buches liegt in der düsteren , melancholischen und sehr einnehmenden Atmosphäre , die perfekt und eindrucksvoll auf den Leser transportiert wird . Diese Dominanz und Präzision , die der französische Autor in seinen Beschreibungen an den Tag legt , ist eigentlich ein großer und herausragender Pluspunkt , nur leider (so schien es mir) verlor er sich selbst etwas in diesen Ausführungen und vergaß dabei , die eigentliche Geschichte des Kriminalfalls . Dieses Buch hat ca.250 Seiten , und es hätte definitiv einige mehr benötigt , um dem ausladenden und detaillierten Schreibstil des Autors gerecht werden zu können . Denn eigentlich ist das handwerkliche Geschick, welches der Autor in diesem Fall umsetzt ziemlich perfekt, doch leider ist der eigentliche Plot zu kurz und ungenau vertreten und dargestellt . Denn der eigentliche Fall spielt nur hintergründig eine entscheidende Rolle , weshalb auch die Spannung fast gänzlich auf der Strecke blieb . Hätte das Buch gut 200 Seiten mehr gehabt und hätten sich diese ein wenig mehr auf den eigentlichen Fall konzentriert , hätte dieser Kriminalroman, ein toller und atmosphärisch gelungener Spannungsroman werden können. So muss ich feststellen , dass mir der Stil des Autors gefällt , mich die bestechend toll ausgearbeitete Atmosphäre und die detaillierten und fundierten Charaktere überzeugen konnten (also alle handwerklichen Komponenten ) , jedoch die Handlung einfach zu schnell und unfertig abgehandelt wurde und gerade von dem etwas übereilt erscheinenden Ende , war ich leider deutlich enttäuscht . Fazit : Ein handwerklich guter Kriminalroman , der sein Augenmerk deutlich auf die düstere und dichte Atmosphäre und die präzise ausgearbeiteten Protagonisten legt . Die eigentliche Handlung , war mir ein wenig zu flach und zu wenig ausgearbeitet , weshalb ich diesem französischen Kriminalroman 3 gute Sterne vergebe . Ein schöner und atmosphärischer französischer Kriminalroman , der durch die ausführliche Erzählweise besticht , in der Handlung allerdings so seine Schwächen aufweist . Trotzdem werde ich sicherlich zu einem weiteren Buch des Autors greifen , da seine handwerklich gute Ausarbeitung durchaus begeistern kann und in seine Protagonisten sehr viel Potential zu stecken scheint .

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  • Hot Town, Summer in the City

    Die Madonna von Notre-Dame
    Siebenstein

    Siebenstein

    05. March 2015 um 11:14

    Ich mag keine Thriller. Ich mag nicht durchs Buch gehetzt werden, keine "Pages turnen" und keine überflüssigen Splatter-Szenen. Skandinavische Krimis sind mir ein Grauen und amerikanische Reißer erst recht. Und genau deshalb hat mir dieses Buch außerordentlich gut gefallen. Das bedächtige Erzähltempo hebt sich wohltuend von der zur Zeit angesagten Masse ab. Ja, die Handlung ist nicht unbedingt suuuuper realistisch. Aber welcher Krimi ist denn das bitte? Wenn ich wahre Fälle lesen möchte, kann ich mir alte Polizeiakten vornehmen. Und gerade diese unrealistisch anmutenden Dialoge sind unterhaltsam bis witzig zu lesen. Ja, die polizeilichen Ermittler sind nicht furchtbar sympathisch, auch das stimmt schon. Mich hat das an französische Filme mit Jean Reno erinnert und damit passt es wieder. Aber Pater Kern habe ich persönlich ins Herz geschlossen. Er ist aufrichtig, etwas naiv und melancholisch, ohne ins depressive abzurutschen. Und die Atmosphäre finde ich perfekt. Es sind heiß-schwüle Tage in einer Großstadt, wenn die Luft zwischen den Häusern steht und einem beim bloßen Herumstehen der Schweiß runterläuft. Ein rundum angenehmes Buch mit einer stetigen Handlung und einem freundlich zurückhaltenden Protagonisten. Wer so was mag, wird auch dieses Buch mögen

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  • Durchwachsene Unterhaltung

    Die Madonna von Notre-Dame
    bieberbruda

    bieberbruda

    22. December 2014 um 09:26

    Das Buch startet mit einem Mord in der Notre-Dame. Die junge Frau wurde erwürgt und ihre Geschlechtsteile mit Wachs verschlossen. Es scheint, als wollte man die junge Frau wieder jungfräulich machen. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden und es scheinen auch alle Spuren zu ihm zu führen, doch Pater Kern geht einen eigenen Verdacht und geht diesem auf eigene Faust nach. Das Buch lässt sich flüssig lesen und hat aufgrund seines Schreibstils ab und zu zu einem schmunzeln geführt. Nichtsdestotrotz wurden viele Klischees verarbeitet und wenn man ehrlich ist: Die Auflösung des Mordes hätte man nach 10 Seiten schon abschließen können, wenn die Ermittler richtig vorgegangen wären (ich will hier nicht ins Detail gehen). Deshalb hinterlässt das Buch einen faden Nachgeschmack und ich bewerte es mit 3 von 5 Sternen.

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  • Mord in Notre-Dame – Der erste Fall für Pater Kern

    Die Madonna von Notre-Dame
    RubyKairo

    RubyKairo

    03. September 2014 um 19:45

    Als in Notre-Dame eine junge Frau ermordet aufgefunden wird, ist ein Schuldiger schnell gefunden. Als dieser dann auch noch in der Haft Selbstmord begeht, wird ihm das als Schuldeingeständnis ausgelegt und das Verfahren eingestellt. Weder Kirche noch Justiz scheinen ein Interesse an der tatsächlichen Aufklärung des Sachverhalts zu haben. Einzig Pater Kern vermutet den Täter an ganz anderer Stelle und er beginnt auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen. Die Geschichte gefiel mir von Anfang an gut. Es gab eine Menge Fragen rund um die Ermordete, diverse interessante Charaktere tauchten auf. Zunächst einmal Pater Kern selbst: Lediglich 1,48 Meter groß und seit seiner Kindheit mit einer schweren chronischen Krankheit geschlagen, kann er wahrlich nicht durch seine Erscheinung beeindrucken. Was aber für ihn spricht, ist sein großes Herz, das auch für Obdachlose und andere Außenseiter der Gesellschaft schlägt. Tatsächlich werden sich seine guten Beziehungen während seiner Ermittlungen als hilfreich erweisen. Auch der Charakter der Staatsanwältin scheint vielschichtig zu sein. Bei seinen Ermittlungen geht Pater Kern gelegentlich Wege, die für einen Geistlichen recht unorthodox sind. Das war sehr unterhaltsam zu lesen! Wenn ich auch sagen muss, dass ich mit der Auflösung nicht ganz glücklich war, da sie sehr viele Stereotype bedient. Fazit: Solider Krimi mit einem interessanten Ermittler. Ich werde bei seinem nächsten Fall wieder dabei sein.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • Angenehmer Sommer-Krimi

    Die Madonna von Notre-Dame
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2014 um 09:44

    Eine ganze Kirche ist in Aufruhr. In der Kathedrale von Notre Dame wurde eine junge Frau gefunden. Ganz in weiß, unschuldig wie die Madonna und genauso tot. Während die Herrscher von Notre Dame die Geschichte so schnell wie möglich vergessen wollen um den geregelten Ablauf der Messen und Touristen aufrecht zu erhalten, ist die Polizei vor allem daran interessiert den Mörder zu finden. Da dies recht langsam von statten geht, schaltet sich Pater Kern ein um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Der Krimi zeichnet sich vor allem durch seine düstere und mysteriöse Stimmung aus. Durch die Schilderungen der Schauplätze spürt man regelrecht die drückende Hitze in den Straßen von Paris. Durch seinen einfachen und anschaulichen Sprachstil ist der Krimi die ideale Sommerlektüre. Pater Kern ist trotz Ecken und Kanten sympathisch, aber nicht der typische Publikumsliebling. Die Polizisten von Paris verblassen dagegen zu Schatten, die nur eine untergeordnete Rolle spielen. Alles in allem wirklich zu empfehlen. Sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich sie mir auf jeden Fall holen.

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  • Mord in Notre-Dame

    Die Madonna von Notre-Dame
    mabuerele

    mabuerele

    16. July 2014 um 17:03

    Es ist einen Tag nach der Marienprozession. In der Kirche Notre-Dame in Paris wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Der Täter hatte sie sitzend vor einer Madonnenstatue platziert. Staatsanwältin Claire Kauffmann bekommt den Fall übertragen. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden. Doch Pater Kern weiß, dass dies nicht der Mörder ist, denn der Clochard Kristof berichtet ihm von seinen Beobachtungen. Der Autor hat einen spannenden und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Pater Kern arbeitet jeden Sommer als Aushilfe in Paris. Geplagt mit heftigen Gelenkschmerzen und Fieberschüben hat er trotzdem ein offenes Herz für die Benachteiligten der Gesellschaft. Die Staatsanwältin gilt als unnahbar. Die mit dem Fall befassten Polizisten sind sehr gegensätzlich in ihrem Charakter. Einer von ihnen zeichnet sich nur wegen seiner verbalen Ausdrücke negativ aus. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Kathedrale und der Marienfeierlichkeiten geht der Autor auch detailliert auf die unterschiedlichen Besucher der Kirche ein. Ein zweiter Handlungsstrang läuft eher im Hintergrund. Er ist kursiv gehalten, blendet Jahre zurück und bezieht sich auf ein Kommandounternehmen in der arabischen Wüste. Das Buch lässt sich zügig lesen. Um Mitknobeln und Miträtseln zu können, muss man als Leser allerdings auf wichtige Kleinigkeiten im Handlungsablauf achten, die durch äußere Aktionen schnell überdeckt werden. Hinzu kommt, dass der Autor auch einige Nebenschauplätze präsentiert, die vom Wesentlichen ablenken.  Dazu gehören die familiären Altlasten des Paters genauso wie seine Arbeit mit Häftlingen. Das Cover mit der offenen Tür und dem Blick auf die Kirche wirkt einladend. Das Buch hat mir gut gefallen. Dazu hat vor allem der ungewöhnliche Ermittler beigetragen.

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  • Gestrandete Menschen

    Die Madonna von Notre-Dame
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    06. June 2014 um 09:43

    Gestrandete Menschen An einer Stelle im Buch wäre es durchaus von Vorteil, des polnischen mächtig zu sein. Denn eine wichtige Inspiration auf dem Weg, diesen außergewöhnlichen Mord in der Kathedrale zu klären, erhält der äußerlich sehr unscheinbare, kleingewachsene Pater Klein durch den Obdachlosen Kristof. Der, der gerne an einer ruhigen Stelle in Notre Dame ein Nickerchen hält. Der was gesehen hat. Der aber sprachlich das kaum in der ihm fremden Sprache ausdrücken kann. Doch später wird dies natürlich auch ohne Kenntnisse dieser Sprache nachvollziehbar werden. In einem Fall, der nichts zu tun hat mit bereits bekannten „geistlichen Ermittlern“ in Art eines „Pater Browns“. Durchaus differenzierte, gebrochene Personen sind es, die Ragougneau in seinem Debüt auf den Weg schickt. Personen mit je eigener Haltung, mit einer Vergangenheit, mit Gründen für ihre Art und Weise, in der Gegenwart der Welt zu begegnen. Sicher, das ein oder andere Klischee überzieht Ragogneau im Buch durchaus wie in Person des Kommissars Landard. Der überall und ständig seine Gitane im Mundwinkel hat, zu Mittag mindestens zwei Stunden Pause sich nimmt, die er gern auch mit 3-5 Glas Bier füllt und der zudem wie die Karikatur eines Amateur Rallyfahrers durch Paris brettert, Ein Chauvinist vor dem Herren zudem noch. Aber auch er hat seinen Hintergrund, eine Geschichte. Wie Pater Klein, der mit einem Schwerbrecher enger befreundet scheint als mit vielen seiner Mitbrüder. Dem das Trauma der Lebensgeschichte seines Bruders nachhängt. Dessen Haut Alarm schlägt und der einsam in der Nacht eine alte Uhr auseinanderbaut und zusammensetzt. Um zu vergessen? Um die Nacht herum zu bekommen? „Schon mehr als einmal hatte Kern das eigenartige Gefühl empfunden, von Priester und Häftling derjenige zu sein, der stärker danach suchte, sich anzuvertrauen“. Oder der junge Marienverehrer, dessen erotische Abgründe an den Tag kommen werden und der die junge Frau in der aufreizenden Kleidung während der Prozession verprügelt hat. Jene junge Frau, die am nächsten Morgen in all ihren offenkundigen und später ziemlich entblößten Reizen tot auf der Kirchenbank zu finden sein wird. Für Landard sonnenklar: Der junge Idiot war das. Psychiatrie und gut ist. Während die Staatsanwältin Claire Kauffmann sich als Frau erst einmal behaupten muss und etwas länger braucht, erste Klarheiten in all den Dingen zu finden, ist Pater Klein bereits einen Schritt weiter. Er ahnt, dass der Täter nicht im Wahnsinn gehandelt hat, sondern an anderem Orte und mit anderen Motiven zu finden sein wird. Atmosphärisch dicht mit einer genauen Kenntnis der Kathedrale und einem wachen Blick für die (hier und da natürlich übertriebenen) Eigenarten seiner Protagonisten, mit dem Nachgehen einiger auch sehr exotischer Figuren (wie jener Dame im geblümten Kleid, die „Stammgast“ in Notre Dame ist oder eben jenes Kristof und anderer), Ragougneau ein zumindest andersartiger, interessant zu lesender Roman, in dem der Kriminalfall durchaus für Überraschungen sorgt und einen passenden Rahmen für dieses leicht „verdrehte“ Welt und ihre Protagonisten darstellt.

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  • 1,48 Meter und unorthodox

    Die Madonna von Notre-Dame
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Wir fragen nicht, ob eine Entscheidung moralisch ist, sondern ob sie legal ist.“ Als in Notre-Dame eine junge Frau ermordet aufgefunden wird, ist ein Schuldiger schnell gefunden. Als dieser dann auch noch in der Haft Selbstmord begeht, wird ihm das als Schuldeingeständnis ausgelegt und das Verfahren eingestellt. Weder Kirche noch Justiz scheinen ein Interesse an der tatsächlichen Aufklärung des Sachverhalts zu haben. Einzig Pater Kern vermutet den Täter an ganz anderer Stelle und er beginnt auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen. Die Geschichte gefiel mir von Anfang an gut. Es gab eine Menge Fragen rund um die Ermordete, diverse interessante Charaktere tauchten auf. Zunächst einmal Pater Kern selbst: Lediglich 1,48 Meter groß und seit seiner Kindheit mit einer schweren chronischen Krankheit geschlagen, kann er wahrlich nicht durch seine Erscheinung beeindrucken. Was aber für ihn spricht, ist sein großes Herz, das auch für Obdachlose und andere Außenseiter der Gesellschaft schlägt. Tatsächlich werden sich seine guten Beziehungen während seiner Ermittlungen als hilfreich erweisen. Auch der Charakter der Staatsanwältin scheint vielschichtig zu sein. Ich hätte mir gewünscht, da noch ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen. Aber vielleicht ist das ja noch geplant, denn schließlich ist dies hier der erste Fall für Pater Kern. Bei seinen Ermittlungen geht Pater Kern gelegentlich Wege, die für einen Geistlichen recht unorthodox sind. Das war sehr unterhaltsam zu lesen! Überhaupt las sich das Buch praktisch in einem Rutsch weg und der Fall wurde schlüssig gelöst. Wenn ich auch sagen muss, dass ich mit der Auflösung nicht ganz glücklich war, da sie sehr viele Stereotype bedient. Fazit: Solider Krimi mit einem interessanten Ermittler. Ich werde bei seinem nächsten Fall wieder dabei sein.

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  • Die Madonna von Notre-Dame

    Die Madonna von Notre-Dame
    -sabine-

    -sabine-

    28. May 2014 um 05:28

    Ich habe dieses Buch gerne gelesen, auch wenn es die eine oder andere Schwäche hatte. Dabei liegt für mich der Schwerpunkt der Geschichte auf den Charakteren, die ich sehr interessant fand, und weniger auf der Auflösung des Kriminalfalles – vielleicht sollte man das wissen, wenn man das Buch beginnt zu lesen. Denn ein spannender Krimi oder gar Thriller ist dieses Buch nicht, eher ein ruhiger Roman, in dem halt auch ein Mordfall aufgeklärt wird. Dabei hat mir der Plot sehr gut gefallen und die Idee des ermittelnden Pfarrers noch mehr. Zunächst ist jedoch die örtliche Polizei mit dem Mordfall behaftet, und hier hat der Autor – was die Charaktere angeht - leider tief in die Klischee-Kiste gegriffen. Es gibt einen guten und einen schlechten Bullen, beiden Rollen sind wenig ausgefeilt und in meinen Augen sehr unkreativ. Auch Ermittlungsarbeit findet nicht wirklich statt, ein Täter ist schnell gefunden und der Fall abgeschlossen. Dann aber kommen Pater Kern und die Staatsanwältin Kauffmann ins Spiel. Diese beiden Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, beide haben eine Vergangenheit, die sie plagen und ihr Handeln und Denken beeinflussen. Zwar wird nicht richtig klar, was genau geschehen ist, und es werden viele Andeutungen gemacht, aber vielleicht erfährt man mehr in weiteren Büchern rund um Pater Kern. Gerade er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Er ist so menschlich, sehr sympathisch, bedacht und hat stets ein offenes Ohr. Er ist nicht abgestumpft, sondern macht sich viele Gedanken über seine Mitmenschen. Die Staatsanwältin Claire Kauffmann wird zwar zunächst als hart und abgebrüht dargestellt, doch sie hat einen weichen Kern und ihre Fassade beginnt in einigen Momenten zu bröckeln. Sie ist mir zwar nicht sehr sympathisch, aber ich finde ihre Figur sehr interessant, denn auch sie hat in der Vergangenheit Dinge erlebt, die sie sehr beeinflussen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist zwar einfach, aber sehr beschreibend – gerade was die Gedankenwelt des Pater Kern angeht. Und doch bleibt er angenehm zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin geflogen sind. Dabei kommt in dem Buch keine Spannung auf, wie ich sie in einem Kriminalroman vielleicht erwarten würde, sondern das Buch lebt eben durch den Charakter des Pfarrers. Das Ende und die Auflösung des Mordfalles haben mich nicht überzeugen können, für mich sind Fragen offen geblieben und der ganze Fall war mir dann letztlich zu schnell und einfach gelöst.    Mein Fazit Ein ruhiger französischer Roman, in dem auch ein Mord aufgeklärt wird, in dem aber das Augenmerk auf den interessanten Charakteren liegt – ihre Gedanken, ihr Handeln, ihre Vergangenheit. Das Buch liest sich gut und angenehm und ich habe mich mit dem Protagonisten wohlgefühlt – daher gebe ich trotz einiger Schwächen, was die Kriminalgeschichte angeht, 4 Sterne.

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