Alfred Andersch

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Autorenbild von Alfred Andersch (©)

Lebenslauf von Alfred Andersch

Der Autor Alfred Andersch ist heute vor allem bekannt für seine zeitkritische Nachkriegliteratur, in der er über Ausnahmesituationen schrieb und auch politische Diskussionen mit einband. Er lebte von 1914 (München) bis 1980 (Berzona), machte eine Buchhändlerausbildung und wurde später - aufgrund seiner politischen Kritik - ins Konzentrationslager in Dachau gesteckt. Danach hatte er zu große Angst, weiterhin politisch aktiv zu sein und deshalb nochmal inhaftiert zu werden. Deshalb arbeitete er dann bei einer Verlagsbuchhandlung. Nach dem Krieg konnte er sich dann in seiner Literatur mit all jenen politischen Themen und seinen Erinnerungen an diese Zeit auseinander setzen.

Alle Bücher von Alfred Andersch

Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)

Sansibar oder der letzte Grund

 (323)
Erschienen am 22.05.2012
Cover des Buches Der Vater eines Mörders (ISBN: 9783257261110)

Der Vater eines Mörders

 (66)
Erschienen am 29.01.2014
Cover des Buches Die Rote (ISBN: 9783257236026)

Die Rote

 (30)
Erschienen am 26.09.2006
Cover des Buches Die Kirschen der Freiheit (ISBN: 9783257600780)

Die Kirschen der Freiheit

 (16)
Erschienen am 22.05.2012
Cover des Buches Winterspelt (ISBN: 9783257236040)

Winterspelt

 (11)
Erschienen am 26.09.2006
Cover des Buches Efraim (ISBN: 9783257236033)

Efraim

 (7)
Erschienen am 26.09.2006
Cover des Buches Mein Verschwinden in Providence (ISBN: 9783257236071)

Mein Verschwinden in Providence

 (7)
Erschienen am 26.09.2006

Neue Rezensionen zu Alfred Andersch

Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)janaobrists avatar

Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

Sansibar oder der letzte Grund
janaobristvor 3 Monaten

Also ich habe tatsächlich dieses Buch freiwillig gelesen und es war keine Schullektüre für mich. Um ehrlich zu sein, habe ich jedoch das Buch nur gekauft weil es 1. so schön aussieht und 2. runtergeschrieben auf 3 Euro war, da musste ich einfach zupacken. Anfangs habe ich wirklich nichts gecheckt, doch mit der Zeit bin ich reingekommen und ich fand es wirklich schön zum Lesen. Vorallem "der Junge" empfand ich als eine schöne Figur und ich konnte ihn mir bildlich vorstellen. Auch ansonsten gefiel mir die Geschichte, sie ist aber eigentlich so langweilig und es passiert fast nichts, trotzdem lies ich gerne weiter. Ich hatte auch meine Zeiten, wo ich nicht mehr lesen wollte und auch einfach keine Zeit hatte und es für eine längere Zeit weggelegt habe. Ich hätte mir gewünscht dass zwischen Judith und Gregor etwas mehr passiert wäre und dass er mit ihr mitgegangen wäre, das war wirklich sad. Das mit Knudsen und dem Jungen jedoch war sooo süss und herzerwärmend. Helanders Ende war Heldenhaft und Bewundernswert. Wieso das Buch "Sansibar oder der letzte Grund" heisst verstehe ich bis jetzt immernoch nicht ganz, aber irgendwie ist es egal. Das mit dem Klosterschüler, diese Figur, dass verstand ich auch bis am Schluss nicht. Ich musste dann im Internet rechachieren und dann konnte ich plötzlich alle Puzzleteile zusammensetzen. Ich würde es kein 2. mal lesen, aber die Erfahrung war es wert. Mein Ziel beim Lesen lag leider fertig zu lesen und nicht zu wünschen das es weiter geht...

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Cover des Buches Sansibar oder der letzte Grund (ISBN: 9783257600551)lese_ninchens avatar

Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

Wenn ich es nicht lesen müsste, würde ich es nicht lesen.
lese_ninchenvor 4 Monaten

Und wieder eine Schullektüre gelesen und wieder war es reine Zeitverschwendung. Wo fang ich an..

Während ich normalerweise Bücher liebe, die aus mehreren Perspektive geschrieben sind, hat es einem in diesem Buch nur verwirrt. Denn jeden Abschnitt wechselt die Perspektive und man muss Detektiv spiel, um herauszufinden um wen es sich gerade handelt. Weiter ist die wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen gekennzeichnet, sodass man die Dialoge der Figuren schwer erkennen konnte und leicht den Lesefluss verliert.

Aber vielleicht nochmal etwas Positives: die Idee ist bestimmt gut. Verschiedene Charaktere, die sich an einem Ort zufällig treffen, um eine Holzstatue zu retten, während die NS hinter dieser her ist. An der Umsetzung hat es aber sehr gehackt. Vor allem das, aus meiner Sicht, Herunterspielen des Nationalsozialismus, dadurch dass sie nur "die Anderen" genannt wurden, war für mich echt grenzwertig.

Es gab dann diesen einen Punkt wo ich gedacht habe, dass es vielleicht durch eine Liebesgeschichte noch etwas an Fahrt zunehmen könnte und dann ist Alfred Andersch kläglich daran gescheitert. Die Entscheidungen und Gefühle der Charaktere waren dermaßen unbegreiflich, dass ich mich echt gewundert habe, da so kein normaler Mensch handeln würde.

Hinzu kommt, dass da Ende dermaßen unbefriedigend war: Nicht nur endet es plötzlich und abrupt, sondern die Entscheidung des Jungen ist so plötzlich, dass man sich fragt, wo das herkam. Das Gleiche gilt für Helander. Man hat als Leser das Gefühl gehabt Andersch wollte einfach noch irgendetwas actiongeladenes in das Buch einbringen. 

Das größte Problem was ich mit diesem Buch habe ist, dass ich die komplette Zeit das Gefühl hatte er möchte einfach nur Seiten füllen. Zigmal wird das graue Rerik beschrien, zigmal die Hoffnung, die die Statue gibt und zigmal der Widerwille Knudsens. Das Buch hat sich einfach nur gezogen, zumal ich mich beim besten Willen mit keinem Charakter identifizieren konnte und mir auch keiner sympathisch war. Und mal ganz im Ernst: das was wir in der Schule da hinein interpretieren, hat sich der Autor ganz bestimmt nicht gedacht.

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Cover des Buches Der Vater eines Mörders (ISBN: 9783257600803)Moguls avatar

Rezension zu "Der Vater eines Mörders" von Alfred Andersch

Eine sehr kurze, aber auch sehr gute Erzählung
Mogulvor 9 Monaten

Die kurze Erzählung beschreibt eine Schulstunde in Altgriechisch Ende der 1920er Jahre an einem Gymnasium in Bayern. Im Zentrum stehen Franz Kien, der ein schlechter Schüler ist, und Oberstudienrat Himmler, dem Vater von Heinrich Himmler. Der alte Himmler macht Franz Kien und ein paar andere Schüler fertig.

Alfred Andersch, dessen Schreibstil mir wirklich sehr gut gefällt, lieferte mit dieser Erzählung eine nicht abschließende Charakterstudie des Vaters der Nummer zwei im Naziregime basierend auf seinen persönlichen Erinnerungen. Franz Kien steht als Alias für Andersch selbst, wie der Autor im die Erzählung kritisch erläuternden Nachwort festhielt. Das Nachwort stellt aus meiner Sicht einen festen Bestandteil der Erzählung dar, da man so das Gelesene besser einordnen kann und die Intentionen Schriftstellers besser nachvollziehen kann. 

Es handelt sich um eine kurze Momentaufnahme aus der Zeit vor der Machtergreifung, die nicht urteilt oder erklärt, aber einen zum Nachdenken anregt. 


Fazit: Unbedingt lesen (wie übrigens alles von Alfred Andersch)

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Zusätzliche Informationen

Alfred Andersch wurde am 03. Februar 1914 in München (Deutschland) geboren.

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