Alfred Andersch

 3.5 Sterne bei 532 Bewertungen
Alfred Andersch

Lebenslauf von Alfred Andersch

Der Autor Alfred Andersch ist heute vor allem bekannt für seine zeitkritische Nachkriegliteratur, in der er über Ausnahmesituationen schrieb und auch politische Diskussionen mit einband. Er lebte von 1914 (München) bis 1980 (Berzona), machte eine Buchhändlerausbildung und wurde später - aufgrund seiner politischen Kritik - ins Konzentrationslager in Dachau gesteckt. Danach hatte er zu große Angst, weiterhin politisch aktiv zu sein und deshalb nochmal inhaftiert zu werden. Deshalb arbeitete er dann bei einer Verlagsbuchhandlung. Nach dem Krieg konnte er sich dann in seiner Literatur mit all jenen politischen Themen und seinen Erinnerungen an diese Zeit auseinander setzen.

Alle Bücher von Alfred Andersch

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Alfred AnderschSansibar oder der letzte Grund
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Sansibar oder der letzte Grund
Sansibar oder der letzte Grund
 (304)
Erschienen am 22.05.2012
Alfred AnderschDer Vater eines Mörders
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Der Vater eines Mörders
Der Vater eines Mörders
 (62)
Erschienen am 14.06.2008
Alfred AnderschDie Rote
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Die Rote
Die Rote
 (29)
Erschienen am 26.09.2006
Alfred AnderschDie Kirschen der Freiheit: Ein Bericht
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Die Kirschen der Freiheit: Ein Bericht
Die Kirschen der Freiheit: Ein Bericht
 (16)
Erschienen am 22.05.2012
Alfred AnderschWinterspelt
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Winterspelt
Winterspelt
 (10)
Erschienen am 26.09.2006
Alfred AnderschHohe Breitengrade
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Hohe Breitengrade
Alfred AnderschMein Verschwinden in Providence
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Mein Verschwinden in Providence
Mein Verschwinden in Providence
 (6)
Erschienen am 26.09.2006
Alfred AnderschEfraim
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Efraim
Efraim
 (6)
Erschienen am 26.09.2006

Neue Rezensionen zu Alfred Andersch

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Katharina_Hohenfelss avatar

Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

Eine interessante Erfahrung für mich...
Katharina_Hohenfelsvor 3 Monaten

Der Roman "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch dreht sich um einen Ort namens Rerik, an welchem eine Gruppe von Leuten zufällig um 1937 zusammentrifft. Diese besteht u.a. aus der Jüdin Judith, dem Fischer Knudsen und dessen Helfer "der Junge" sowie dem KPD-Funktionär Gregor, die alle nur ein Ziel verfolgen: Die Flucht. So sehr sich das Ziel jedoch im ersten Moment ähnelt, so unterschiedlich ist es auf den zweiten: Die Ursache, die zur Flucht antreibt, hätte unterschiedlicher nicht sein können. Der einzige Schnittpunkt: "Die anderen".

 

Ich durfte dieses Buch im Rahmen des Deutschunterrichts lesen und gefühlt in hunderte Einzelteile zerlegen, um diese dann in neuer Weise miteinander zu verknüpfen, sodass sich ein gänzlich neues Bild zusammenfügte. Denn, obwohl sich dieses Buch einfach lesen lässt, findet man doch viele, tiefgehende Stellen, über die es eingehend nachzudenken gilt. Dabei sind es mehr die Taten als die Gedanken der Personen, die den Leser zum Nachdenken bringen, beispielsweise die Beziehung des Pfarrers zu Gott und seine darauffolgende Tat, von der er nie gedacht hätte, dass er dazu fähig wäre.

Der Schreibstil war angenehm, der Aufbau ließe sich in etwa so beschreiben:
Abwechselnd kommt ein Kapitel aus der Sicht des Jungen und dann eines aus der Sicht irgendeiner anderen Figur. Während anfangs jede Figur alleine für sich steht, so verweben sie sich mit der Zeit zu einen dicken Knäuel aus Beziehungen: Die Flucht kann beginnen!

Zu Anfang agieren die Figuren als Stellvertreter einer bestimmten Gruppe, beispielsweise steht der Fischer Knudsen für das einfache Volk, der Pfarrer für das Geistliche und der Junge für die Jugend. Im Laufe der Handlung erfahren sie jedoch eine Entwicklung, die sie zu individuellen Charakteren macht.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist das rationale Denken der Figuren, das ausgeprägt dargestellte Zwischenmenschliche, sowie die Gedanken der Figuren, die hier sehr zur Geltung kommen.

Fazit:
Das Buch konnte mich zwar jetzt nicht vom Hocker hauen, dennoch war es eine interessante Erfahrung für mich. Der Leser sollte jedoch gewarnt sein: Dieses Buch dreht sich weniger um Spannung als um Gedanken(Zwiespälte), die einem sehr zu denken geben können, wenn sie denn erstmal richtig erfasst sind. Daher ist dieses Buch überhaupt nichts für den Genuss-Leser, dafür umso mehr etwas für den, der sich auch wirklich gerne mit tiefgehenden Gedanken- und zwischenmenschlichen Konflikten auseinandersetzt.

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ElkeKs avatar

Rezension zu "Die Rote" von Alfred Andersch

Rezension zu "Die Rote"
ElkeKvor 9 Monaten

Inhaltsangabe:

Italien 50er Jahre: Die Fremdsprachen-Korrespondentin Franziska ist mit ihrem Mann Herbert auf Geschäftsreise in Mailand, als sie nach einem Disput beschließt, ihn zu verlassen. Ohne Papiere und mit wenig Geld reist sie ins winterliche Venedig und versucht sich ihrer Situation klar zu werden.

Ein elementarer Teil ihrer Gedanken dreht sich um eine mögliche Schwangerschaft und um ihre Affäre mit Herberts Chef Joachim. Weil Joachim sie nicht geheiratet hat, willigte sie in die Ehe mit Herbert ein, ohne die Affäre zu Joachim zu beenden.

In Venedig macht sie die Bekanntschaft mit Patrick, einem reichen irischen Segler. Ohne es zu ahnen reißt er sie in einen perfiden Plan um Rache und Schuld hinein.

Mein Fazit:

Dieses Buch habe ich gelesen, weil ich an einem Lese- und Diskussionskreis hier in unserer Nachbarschaft beteiligen wollte. Schließlich ist es auch eine angenehme Sache, auch mal über Bücher zu diskutieren.

Ehrlich gestanden fand ich das Buch einfach nur grauenvoll. Es ist für mich überhaupt kein Problem, Bücher aus anderen Zeiten über andere Zeiten zu lesen. Doch der Autor hat hier einen höchst eigenwilligen Erzählstil gezeigt, mit dem ich bis zum Ende nicht klar gekommen bin. Und wäre dieses Buch eben nicht für die Diskussionsrunde gewesen, hätte ich es ganz sicher nach wenigen Seiten abgebrochen.

Erzählt werden in abwechselnden Abschnitten die Geschichte um Franziska und Fabio. Während Franziska in der Inhaltsangabe ja schon beschrieben, komme ich jetzt auf Fabio zu sprechen. Fabio, knapp 50, ist Musiker und war früher im spanischen Bürgerkrieg als Soldat unterwegs. Seine Existenz ist bescheiden, doch scheint er hin und wieder zu bedauern, dass er keine Familie hat.

Warum Fabio so genau beleuchtet wurde, wurde mir erst in der Diskussion gewahr. Aber beim Lesen stellte ich mir oft die Frage, warum er so eine große Rolle spielt, schließlich gab es nur zwei kleine Schnittstellen mit Franziska. Zwischendrin gibt es sogar noch kurze Passagen von Fabios Vater, die wohl auf seinen Kältetod auf See andeuten, aber teilweise auch so kryptisch sind, dass ich mich fragte, was das alles für einen Sinn hat. Die Beschreibungen der Stadt und den Menschen wirkte auf mich oft wie eine Aufzählung. Sehr lange Sätze und immer wieder Kommas beherrschen die vielen absatzlosen Seiten, so das mir eine Seite manchmal wie fünf vorkamen! Die Dialoge waren sparsam eingesetzt, was ich sehr bedauerlich finde, denn etwas mehr wäre in diesem Falle auch mehr gewesen.

Franziska blieb mir die ganze Zeit fremd, ihre Gedankengänge konnte ich oftmals nicht nachvollziehen, zumal sie für die damalige Zeit ziemlich fortschrittlich war. Aber dann verlässt sie ihren Mann so Hals über Kopf, das man ratlos zusehen kann, wie sie um ihre Existenz bangt.

Die Diskussion im Lesekreis dazu fand ich anregend und inspirierend, aber das Lesen dieses Buch war für mich verschenkte Lebenszeit. Daher gibt es auch nur die Mindestbewertung von zwei Sternen!

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

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consouls avatar

Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

Sansibar oder der letzte Grund
consoulvor 2 Jahren


Mmh... ich habe das Buch gelesen, weil es mir von meinem Chef gegeben wurde und es auch um eine Figur von Gustav Barlach geht. Tja und es war durchaus ein lesenswertes Buch, dass durch die Perspektivwechsel sehr dynamisch war, aber dennoch bin ich nur so semizufrieden damit. Irgendwie hat es mich zwar schon an manchen Stellen berührt, aber nicht gänzlich überzeugt, weil manches nur angedeutet war, weil manches sich zu schnell löste, weil manches hätte intensiver geschildert werden können. 
So ungefähr... ja, also von mir 3 1/2 Sterne für ein durchaus lesenswertes Buch, für eine eindringliche Geschichte.
Aber vielleicht nicht die beste Lese-Zeit für mich, in der ich es wirklich wertschätzen konnte.

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Zusätzliche Informationen

Alfred Andersch wurde am 03. Februar 1914 in München (Deutschland) geboren.

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von 2 Lesern aktuell gelesen

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