Alfred Andersch Sansibar oder der letzte Grund

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Inhaltsangabe zu „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch

Dieser Band erleichtert Ihnen die Lektüre des Romans und vertieft das Textverständnis. Er ermöglicht eine optimale Vorbereitung auf Unterricht und Klausuren. Sie erhalten Hintergrundinformationen zu Autor und Werk, eine ausführliche Inhaltsangabe und eine systematische Interpretation des Textes und folgenden Gesichtspunkten: - Charakteristik der Hauptfiguren; - Aufbau, Struktur und literarische Einordnung des Romans; - Erzähltechnik; - Sprache; - Zentrale Aspekte; - Interpretation von Schlüsselstellen. In der Interpretationshilfe wird nach dieser Ausgabe zitiert: RITTER; ALEXANDER: Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund. Stuttgart: Reclam Verlag 2003

Ein Klassiker über die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit im Nazi-Deutschland kurz vor dem 2.Weltkrieg. Wirklich empfehlenswert.

— Gulan

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    Sansibar oder der letzte Grund

    Stefan83

    10. June 2013 um 16:56

    „Ein Buch ist ein Spiegel, wenn ein Affe hineinsieht, so kann kein Apostel herausgucken.“ Georg Christoph Lichtenbergs berühmtes Zitat, dessen zynischer Unterton bis heute nicht an Wirkung verloren hat, ist nur auf den ersten Blick eine Anklage an den „dummen“, unkritischen Leser – der Wahrheitsgehalt sowie die eigentliche Aussage des deutschen Schriftstellers und Begründers des Aphorismus ergeben sich, wie bei einem Buch, erst bei genauer Betrachtung. So geht es vielmehr um die Möglichkeiten des Zugangs, die ein Leser zu einer Lektüre findet. Und um seine Fähigkeit, eine wechselseitige Beziehung herzustellen. Vielleicht eine Erklärung dafür, warum Alfred Anderschs Klassiker, „Sansibar oder der letzte Grund“, als Schullektüre stets aufs Neue derart wenig Zuspruch und Wohlwollen erntet. Auch mir selbst fehlte zum damaligen Zeitpunkt schlichtweg das Rüstzeug zur näheren Interpretation bzw. eine gewisse Lebenserfahrung, welche man als Leser vielleicht auch benötigt, um dieses eindringliche Werk wirklich schätzen zu können. Das es schätzenswert ist, daran besteht für mich nach der Lektüre kein Zweifel. Mehr noch: „Sansibar oder der letzte Grund“ ist für mich eins der besten, weil eindringlichsten Bücher der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Wir schreiben den Herbst des Jahres 1937. Die nur dem äußeren Schein nach friedliche Phase der NS-Diktatur nähert sich langsam dem Ende, erste Vorboten eines kommenden Krieges drohen bereits am Horizont. Und Rerik, ein kleines graues Ostseestädtchen in der Nähe von Wismar, wird zu einem Anlaufpunkt für all diejenigen, denen auf der Flucht vor dem repressiven und sich stets weiter ausbreitenden Schatten der Nationalsozialisten nur der Weg ins ausländische Exil bleibt. Unter ihnen ist neben der Hamburger Jüdin Judith auch der kommunistische Parteifunktionär Gregor, der seinen ursprünglichen Gedanken jedoch bald aufgibt, als er in der Kirche des regimekritischen Pfarrers Helander die Skulptur eines „lesenden Klosterschülers“ vorfindet, der sich ebenfalls auf einer Verbotsliste befindet und in Kürze entfernt werden soll. Die einzige Hoffnung ist der alte Fischer Knudsen, der sich allerdings beharrlich weigert, seinen Kutter für eine Fahrt nach Schweden zur Verfügung zu stellen. Kann ihn sein Schiffsjunge, der seit der Lektüre von Mark Twains „Tom Sawyer“ von Freiheit und Abenteuer“ träumt, zum Umdenken bringen? Oder wird Rerik zur Sackgasse ohne Hoffnung? Nicht nur wer auf diese beiden Fragen die Antwort erfahren will, sollte unbedingt Anderschs Buch lesen, dessen einzigartige Stimmung den Leser trotz anfangs ungewohnt vieler Perspektivwechsel schnell in den Bann schlägt. Beinahe unmerklich will man selbst nach dem Mantelkragen greifen, um diesen hochzuklappen – derart kühl, rau und ungemütlich wirkt Rerik, das mit seinen roten Türmen und den dunklen Gassen ein wenig an das Wisborg bzw. Wismar der Nosferatu-Filme erinnert. Und auch wenn in dieser Hafenstadt kein Vampir sein Unwesen treibt, die Atmosphäre ist ähnlich bedrohlich, die Bedrängnis der Figuren, denen „die Anderen“ (das Wort Nazis wird im Roman nie explizit genannt) im Nacken sitzen, in jeder Zeile zu spüren. Während das im Laufe des Abends immer schwärzer werdende Wasser des Hafenbeckens an die Kaimauer klatscht, kuschelt man sich als Leser unmerklich tiefer ins wärmende Sofa oder den Sessel, versucht man dieses Gefühl der Angst abzuschütteln, welches Andersch mittels der einzelnen Figuren und ihren unterschiedlichen Situationen in bedrohlicher Intensität zum Leben erweckt. Angst vor Verrat, vor möglichen Denunzianten, vor einer ungewissen Zukunft, vor einem unausweichlich erscheinenden Selbstmord – und eben vor jenen „Anderen“, die offensichtlich jeden Schlupfwinkel kennen und damit auch jede Aussicht auf Erfolg zunichte machen. Es ist dieser mit detaillierter Schärfe beschriebene Kontrast zwischen der offensichtlichen Übermacht des unmenschlichen Regimes und menschlichen Handeln der Entmachteten und Machtlosen, der „Sansibar oder der letzte Grund“ aus der üblichen Nazi-Anklageliteratur hervorhebt und gleichzeitig zu einem Plädoyer für Freiheit und Anderssein macht, ohne dafür den berühmt-berüchtigten moralischen Zeigefinger heben zu müssen. Anstatt klar Position zu beziehen, lässt der Autor stattdessen das Handeln seiner Protagonisten für ihn sprechen, welche zwar aus verschiedenen Gründen auf der Flucht sind oder sich mit dem Gedanken an diese tragen, die aber alle miteinander die Gefahr spüren – und auch nach und nach die Aussichtslosigkeit des Widerstands erkennen. Verbunden sind alle Personen durch die Skulptur des lesenden Klosterschülers, der, wenn auch leblos, trotzdem ein Flüchtender ist. "Er liest alles, was er will. Weil er alles liest, was er will, sollte er eingesperrt werden. Und deswegen muss er jetzt wohin, wo er lesen kann, soviel er will." So versucht Judith dem Fischerjungen zu erklären, weshalb eine einfache Abbildung eines Klosterschülers mit Buch, ein reines Stück Kunst, für die Diktatur der „Anderen“ eine Bedrohung darstellt. Jemand, der „jederzeit das Buch zuklappen und aufstehen kann, um etwas ganz anderes zu tun“, ist jemand, der nicht zu kontrollieren ist. Und ohne Kontrolle, in allen Bereichen, wäre die Macht der Nationalsozialisten wohl weit weniger umfassend und vielleicht auch von kürzerer Dauer gewesen. Selbiges gilt nicht weniger für den straff durchorganisierten Kommunismus, weshalb es gerade diese Figur ist, die Gregor letztlich dazu bringt, den eigentlichen Auftrag seiner Partei über Bord zu werfen, um stattdessen für die Rettung des Klosterschülers Sorge zu tragen – die Rettung einer Freiheit, welche er vergessen zu haben glaubte und nach der sich auf der anderen Seite der Fischerjunge mehr als alles andere sehnt. Durch die fortwährenden Wechsel der Perspektiven liest sich „Sansibar oder der letzte Grund“ trotz des mehr als ernsten Themas durchaus kurzweilig und – und das ist gerade bei deutscher Literatur bei mir oft selten der Fall – mitreißend und spannend. Vergleichbar mit „Casablanca“ oder dem weit weniger anspruchsvollen Buch „Die Nadel“ von Ken Follett, treibt die „Schaffen-sie-die-Flucht?“-Frage die Handlung stetig voran, gewinnt der Spannungsbogen zusehends an Höhe. Gepaart mit den stimmungsvollen Beschreibungen ergibt sich schließlich ein überraschend temporeiches Leseerlebnis, das am Ende sogar die ein oder andere Überraschung bereithält. „Sansibar oder der letzte Grund“ sind 178 Seiten tiefgründige, vielschichtige und doch stets unterhaltsame Literatur über eins der düsterstes Kapitel unserer Geschichte. Zu Recht ein Klassiker und zu unrecht so oft von Schülern gescholten – ein Roman, für den man möglicherweise erst bereit sein muss, der dann aber in seiner Stille umso stärker und lauter nachhallt.

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Aljona

    30. December 2011 um 01:09

    Die verschiedensten Betroffenen des Nationalsozialismus werden durch einen gemeinsamen kleineren Widerstand zusammengeführt und dem Leser werden über diesen Weg viele Seiten dieser Zeit aufgezeigt und zwar in einer interessanten Geschichte verpackt. Eines der wenigen wirklich guten und spannenderen Bücher aus dieser Zeit, welches einen auch auf Sachen hinweist die man nicht schonn trillionenmal im Unterricht oder ähnlichen Situationen vernommen hat. Empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Shantih

    03. November 2011 um 09:57

    "In der kleinen Stadt an der Ostsee treffen zufällig sechs Gestalten zusammen: Der Junge; Gregor, der KPD-Funktionär; Judith, die Jüdin; am Ort selbst befinden sich Pfarrer Helander; Knudsen, der Fischer und Kutterbesitzer; als letzter die Holzplastik des lesenden Klosterschülers. Und die sechs Gestalten haben kein anderes Anliegen, als Deutschland zu verlassen. Anderschs großes Buch von Sansibar ist Mißtrauensvotum ersten Ranges gegen unser behäbig-aufgeblasenes Volk der Mitte. " - so steht es bei Amazon, wo ich mir das Buch bestellt habe, weil wir es zur Zeit im Deutschunterricht durchnehmen. Mir persönlich hat das Buch nicht sonderlich gefallen und ich musste es mir sogar einteilen, um es rechtzeitig zu schaffen, weil es mich einfach nicht gefesselt hat. Jeden Tag zwischen 16:00 und 18:00 Uhr drei Kapitel. Aber jetzt bin ich durch und will meine Meinung abgeben. Was ich eigentlich originell finde, ist, dass die Kapitel jeweils eine (am Anfang), oder mehrere (ein bisschen später, wenn sie sich kennen gelernt haben) Person/en beschreiben. So lernt man sie Stück für Stück kennen und verstehen. Außerdem kann man nicht einfach ein Kapitel überspringen - obwohl es mich schon häufig in den Fingern gejuckt hat -, weil man sonst später Verständnisprobleme bekommen könnte. Gezwungenermaßen muss man sich also durchkämpfen. Auch interessant finde ich den Jungen, dem jedes zweite Kapitel gehört, die aber meist kürzer als die anderen sind. Um ihn besonders hervorzuheben, sind seine Kapitel sogar kursiv gedruckt und er ist auch die Verbindung zum Titel. Obwohl die Charaktere einzigartig für sich stehen, haben sie mir - bis auf den Jungen - allesamt nicht gefallen. Vor allem Knudsen, der Fischer. Er liebt seine verrückte Frau Bertha über alles und aus Angst, dass sie abgeholt wird, flieht er nicht aus Deutschland. Zwischendurch spielt er immer wieder mit dem Gedanken und irgendwie erscheint mir diese ach so innige Beziehung zu seiner Frau eher gekünstelt. Helander, der Pfarrer, ist überaus gläubig und hegt ab und an mal den Gedanken an Selbstmord und macht sich ziemlich große Sorgen um seine Plastik vom lesenden Klosterschüler, der abgeholt werden soll. Diese beiden mag ich persönlich am wenigsten, weil sie mich nicht überzeugen. Judith, die Jüdin, mag ich von ihrer Art her nicht. Irgendwie schafft sie es nicht, mein Mitleid zu erwecken, sie ist mir einfach unsympathisch; von ihrer Verhaltensweise her. Einerseits hat sie Angst und will fliehen, sobald es aber irgendwie gehen könnte, wird sie kindlich und unsicher. Ja, klar, ist sie jung und alles, aber ich verstehe sie einfach nicht. Nya, ich will jetzt nicht meinen Unmut über die Charaktere loslassen. Worauf man sich bei dem Buch vorbereiten sollte, ist das Fehlen jegliches An- bzw. Ausführungszeichen, sodass man nicht erkennt, wenn jemand etwas sagt und wann es zum denken übergeht, was den Lese"fluss" zumindest bei mir ganz schön stört. Außerdem finde ich, dass die Nazis und alles Dazugehörende irgendwie verharmlost werden. Ja, sie sind der Grund für die ganzen Fluchtwünsche, ich weiß, aber so richtig aktiv finde ich nicht, dass sie als überaus gefährlich dargestellt werden. Es kommt mir vor, als würde Andersch ziemlich kindlich versuchen, ein Bild von der Zeit der zweiten Weltkrieges, vor allem der Judenverfolgung vermitteln zu wollen, aber das gelingt ihm (zumindest bei mir) überhaupt nicht. Das Fehlen jeglicher Spannung hilft auch nicht wirklich dabei, Gefallen an dem Buch zu finden. Die schlechteste Schullektüre, die wir jemals hatten. Wer nicht gerade übermäßig Platz und Geld zu verschwenden hat, könnte es sich mal in einer Bücherei ausleihen oder im Buchladen kurz durchblättern. Aber auf keinen Fall sofort kaufen!

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    PaulTemple

    12. May 2011 um 19:41

    Im Herbst 1937 treibt das Schicksal fünf Menschen im Küstenort Rerik zusammen, die alle eine Gemeinsamkeit besitzen: Sie wollen Nazideutschland per Boot illegal verlassen. Dies wiederum streben sie aus völlig unterschiedlichen Gründen an, so dass die teils völlig konträren Meinungen der Charaktere das gefährliche Unternehmen zusätzlich erschweren. Gregor ist KPD-Funktionär und an illegale Aktivitäten im Untergrund gewöhnt, Knudsen - ehemals KPDler - hat eine schwer kranke Frau, um die er sich kümmern muss. Judith ist Jüdin und fürchtet per se um ihr Leben, der Junge sieht die mögliche Flucht hingegen wie eine Utopie, eine Träumerei. Schließlich noch der Pfarrer, der eine wertvolle und von den Nazis verbotene Holzplastik hinausschmuggeln will. Sehr schön erzählt, einem Theaterstück ähnelnd!

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  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    susella

    19. April 2011 um 10:24

    Jugendbuch, packend, 2.Weltkrieg

  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Duffy

    28. February 2011 um 09:08

    1937, in einer kleinen Stadt an der Ostsee, treffen in scheinbarer Unabhängigkeit voneinander, fünf Menschen zusammen. Alle spielen mit dem Gedanken an Flucht, doch die eintscheidende Nacht und die verschiedenen Lebenswege der Beteiligten, lassen den Verlauf der Ereignisse in unvorhergesehene Richtungen gehen. Anderschs Roman ist eine Abrechnung mit den Ideologien von Revolutionen und dem blinden Gehorsam. Nicht nur den politischen Motivatoren weist er ihre Schwächen auf, sondern auch den nicht reflektierenden Anhängern von unkritischer Religion. Mit seiner ausdrucksstarken Bildersprache und sensibler Dramaturgie erschuf Andersch einen Roman, der ist, was er ist: Ein aufwühlendes Meisterwerk.

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    schreiberlingens

    20. November 2010 um 21:27

    Eine Geschichte, spielend im Nationalsozialismus, schaut folgendermaßen aus: Fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, verfolgen ein Ziel: Sie wollen frei sein. Aus unterschliedlichen Gründen wollen sie aus Rerik fliehen. Die Figur des Klosterschülers bringt sie schließlich zusammen und sie starten eine Aktion der Flucht. Das Buch ist so aufgebaut, dass alle Charaktere jeweils eigene Kapitel haben, wo sie aus ihrer Sicht berichten. Sie treffen auch aufeinander und berichten auch dann. ich gebe zu, ich glaube, wenn es keine Schullektüre wäre, hätte ich das Buch nicht gelesen, aber ich bin positiv überrascht. Auch wenn es nicht so ordentlich spannend geschrieben ist, hat es doch Aspekte, über die man nachdenkt. Beispielsweise über die Freiheit. Lesenswert!

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    karlla

    05. November 2010 um 19:55

    Schullektüre... Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Die Geschichte spielt in der Nazizeit. Es geht um zwei Menschen, die sich zufällig begegnen. Beide sind auf der Flucht, die eine aus reliösen, der andere aus politischen Gründen.
    So schlecht kann es gar nicht geschrieben sein, wenn ich mich sogar noch erinnere, worum es geht. Aber das Thema interessiert mich einfach nicht.

  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Buecherviech

    07. May 2010 um 21:53

    Klassische Schullektüre und bis zum letzten Buchstaben analysiert entdeckt man trotzdem neue Seiten daran und eigentlich erst mit einem gewissen Abstand (bei mir jetzt so 5 Jahre seit dem letzten Lesen-müssen) entdeckt man das Buch neu, als eine wirklich gute, realistische und menschliche Erzählung, deren Figuren man irgendwie im Nachhinnein als Menschen mit Ecken und Kanten und einem Schicksal liebgewinnt.

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  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Monsignore

    31. January 2010 um 19:45

    Ein verschlafener kleiner Ostseehafen im Jahr 1937: Sechs Personen treffen in höchster Not aufeinander: Eine schöne Jüdin auf der Flucht, ein KPD-Heißsporn mit Parteiauftrag, ein Fischer mit geistig behinderter und somit vom Euthanasieprogramm bedrohter Frau, ein Pfarrer der nicht mehr schweigen kann und ein Junge, der einfach nur weg will. Das sind fünf. Die sechste Figur ist die Holzskupltur "Der Klosterschüler" von Barlach, der als "entartete Kunst" vernichtet werden soll. Die Flucht übers Meer ins nahe Schweden ist zum Greifen nahe. 1957 veröffentlicht, führt Andersch in 37 Kapiteln mit wechselnder Perspektive die Ängste, Gedanken, die ganze Not der Verfolgten und mit dem Tode bedrohten vor - und wie sie sich zusammenraufen. Nur die Jüdin und der Klosterschüler schaffen es ins neutrale Schweden, der Pfarrer läßt sich erschießen. Die Schlüsselszene: Der KPD-Funktionär, der lange Zeit in der Moskauer Lenin-Akademie gelesen, gelesen und gelesen hat, sieht zum ersten Mal Barlachs lesenden Klosterschüler - eine protestantische Kunst, für die er ideologische Verachtung hat. Doch er begreift sofort: "Einer, der so las wie der da, war eine Gefahr." Und er begreift den Freiheitsgedanken der Skulptur, denn dieser Klosterschüler wirkt wie einer, der jederzeit sein Lesen beenden, aufstehen und etwas völlig anderes machen kann.

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. August 2009 um 22:27

    Eine Kriegsgeschichte aus verschiedenen Perspektiven berichtet wie diese Situation empfunden wurde. Ein interessantes Buch. Am interessantesetn finde ich die Geschichte des Pfarrers. Leider fehlt dem buch ein wenig Spannung. Aber auf jeden Fall keine Vergeudung es gelesen zu haben.

  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    labellokiss

    19. June 2009 um 19:42

    Sansibar oder der letzte Grund hat eine Klassenkameradin von mir vor ca. einem halben Jahr in Deutsch vorgestellt und damals habe ich mir schon notiert, dass ich es mir bei meinem nächsten Büchereibesuch ausleihen will – was ich dann schlichtweg vergessen habe. Erst jetzt, beim Durchsehen der Regale, bin ich darauf gestoßen und hab’s mir natürlich gleich mitgenommen. Anfänglich habe ich nicht allzu viel von dem Buch erwartet aber aller Erwartungen zu trotz hat es mir dann doch gut gefallen. Es ist ein sehr kurzes Buch, das man schnell gelesen hat, aber die ausgefeilten Charaktere und die durchdachte Handlung lassen es nie langweilig werden – natürlich ist es keine reine Action, die das Buch am Laufen hält, aber das ist ja auch nicht immer nötig. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich finde es auf jeden Fall lesenswert!

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  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. April 2009 um 15:37

    Dadurch, dass ich es in der Schule gelesen habe, habe ich mich sehr mit dem Buch beschäftigt und Analysen/Interpretationen geschrieben. Bei näherem betrachten ist mir das Buch wirklich symphatisch geworden, weil man so die verschiedenen Geschichten der Charaktere sehr genau sieht und es zum Teil recht spannend ist, was man ja in Schullektüren selten hat. Es ist eigentlich ein wirklich gutes Buch..

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Sarii

    25. February 2009 um 22:45

    Puh ist schon lange her, als ich das Buch gelesen habe in der Schule.
    Mich haben besonders die vielen Perspektiven und Figuren dieses Buches beeindruckt.Durch den häufigen Perspektivenwechsel behält die Geschichte oder das Abenteuer ihre Spannung bis zum Schluss.

  • Rezension zu "Sansibar Oder Der Letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund

    Aki

    14. February 2009 um 17:03

    kann mich nicht mehr genau an den Inhalt erinnern, aber es war eines der wneiger Bücher in der Schule, die ich gern gelesen habe

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