Alfred Andersch Sansibar oder der letzte Grund

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Inhaltsangabe zu „Sansibar oder der letzte Grund“ von Alfred Andersch

1937 findet in dem Ostseestädtchen Rerik eine Gruppe von Leuten zusammen: der kommunistische Funktionär Gregor, die Jüdin Judith, der Fischer Knudsen, sein von Sansibar träumender Schiffsjunge und der Pfarrer Helander. Jeder für sich und gemeinsam für die bedrohte Skulptur 'Der lesende Klosterschüler' haben sie nur ein einziges Ziel: Deutschland zu verlassen. ›Sansibar oder der letzte Grund‹, 1957, vor genau fünfzig Jahren als erster Roman Anderschs erschienen, ist ein moderner Klassiker.

Der erste von mir freiwillig gelesene Klassiker und dann auch noch so gut.

— Feuerli
Feuerli

Für manche Bücher braucht man einfach die nötige Reife ...

— ArnoGrohs
ArnoGrohs

hatte mich ab der ersten Seite

— schlaura
schlaura

Ein hervorragendes Buch!

— Sadotka
Sadotka

Bewegende Lektüre vor dem Nationalsozialismus

— sommerlese
sommerlese

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2012 um 21:04

    Sehr empfehlenswerte Lektüre für zwischendurch! Das war das erste Buch, das mich begeistert hat, obwohl es schulische Pflichtlektüre ist. Anderschs Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Die Geschichte ist zwar kurz, doch überraschenderweise sehr spannend und die Charaktere wachsen einem in der kurzen Zeit tatsächlich ans Herz. Es enthält sogar ein wenig Romantik. Es würde mich wirklich nur zu sehr interessieren, was aus Gregor, Judith und dem Jungen geworden ist!

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund
    Daphne1962

    Daphne1962

    03. March 2012 um 17:22

    Eine Erzählung, wie für Hans Korte geschrieben. Keiner kann solche Geschichten besser erzählen, als er finde ich. Ich höre ihm da gerne zu. Die Handlung spielt in Rerik einem kleinen einsamen Fischerort an der Ostseeküste. Wir schreiben das Jahr 1934. Der Nationalsozialismus wirft seine Schatten voraus. Die Stimmung ist düster. Jeder trägt seine persönlichen Ängste mit sich rum. 5 Personen, die hier eine Rolle in diesem Fischerort spielen. Da ist der Junge, Judith, eine junge Jüdin, der Pfarrer Helander, der eine Beinprothese trägt, Knudsen der Fischer und der KPD-Parteifunktionär Gregor sowie die Plastik des lesenden Klosterschülers. Alle haben ein Ziel, sie wollen weg von Deutschland. Der Wunsch das Land zu verlassen ist natürlich bei jedem ein anderer. Sehr vielfältig kommt er zum Vorschein. Vor jedem Kapitel wird immer der Name verlesen, um den es sich handelt. Das erleichtert es, in die Geschichte hinein zu finden. Anfangs ist es nicht so ganz leicht und man muss sich schon sehr konzentrieren. Aber, wenn man die Ziele und Gründe der einzelnen Personen verstanden hat kommt man gut zurecht. Die Spannung wird erst langsam aufgebaut, Da ist der Junge, der bei Knudsen auf dem Fisch-Kutter arbeitet und der Abenteuer-Geschichten liebt und es wie Huckleberry Finn machen möchte, einfach abhauen. Da ist Judith, die Jüdin aus wohlhabendem Haus in Hamburg, die vor dem Konzentrationslager fliehen muss. Oder der KPD-Funktionär Gregor, der desertiert und dem Kommunismus entfliehen will. Oder der Pfarrer Helander, der den lesenden Klosterschüler verschwinden lassen muss, eh er abgeholt wird. Es handelt sich um eine sehr wertvolle Figur. Die wichtigste Figur ist Knudsen, der Fischer, denn er hat ein Schiff. Schriftstellerisch sehr poetisch geschrieben, da wird z.B. Goethe von Judith zitiert – Nacht ist schon hereingesunken und schließt sich heilig Stern an Stern, große Lichter, kleine Funken, glitzern nah und glänzen fern…. Auch wegen der Geschichte ist dieses Buch als Unterrichtsmaterial für Schulen verwendet worden. Hier wurde nicht nur Spannung erzeugt aus der Dramatik die sich hier ergibt, sondern durchaus auch Romantik. Ich kann dieses Hörbuch nur empfehlen.

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  • Rezension zu "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch

    Sansibar oder der letzte Grund
    pizzaloewe

    pizzaloewe

    28. May 2011 um 11:04

    Andersch schreibt über fünf Menschen, die mit der Diktatur des Dritten Reiches abrechnen und fliehen wollen. Diese fünf ganz verschiedenartigen, einfachen Menschen sprechen bildlich gesehen für die Masse der nicht antisemitischen Bevölkerung, sie charakterisieren die ängstliche Stimmung in der Diktatur und brechen den großen Themenkomplex auf den Alltag, auf das einzelne Schicksal herunter. Der Leser ist durch die Erzählweise in der Lage, sich selbst in die Szenerie zu projizieren und sich zu fragen, wie er sich verhalten hätte. Darin liegt der unbeschreibliche Wert des Buches. Spannend, einfühlsam, kritisch, mitreißend, schockierend und zutiefst menschlich.

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