Alfred B. Gottwaldt

 3.3 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Alfred B. Gottwaldt

Deutsche Kriegslokomotiven

Deutsche Kriegslokomotiven

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Erschienen am 27.10.2016
Heeresfeldbahnen im Zweiten Weltkrieg

Heeresfeldbahnen im Zweiten Weltkrieg

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Erschienen am 22.02.2018
Das Berliner U- und S-Bahnnetz

Das Berliner U- und S-Bahnnetz

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Erschienen am 28.02.2007
Das Hamburger U- und S-Bahnnetz

Das Hamburger U- und S-Bahnnetz

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Erschienen am 01.03.2011
Das große Berliner Eisenbahn-Album

Das große Berliner Eisenbahn-Album

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Erschienen am 26.02.2010
Hundert Jahre deutsche Elektrolokomotiven

Hundert Jahre deutsche Elektrolokomotiven

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Erschienen am 01.11.1986

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Rezension zu "Heeresfeldbahnen im Zweiten Weltkrieg" von Alfred B. Gottwaldt

hochwertige Neuausgabe
derMichivor 3 Monaten

Alfred B. Gottwaldt, Autor des Lokomotivbuch-Klassikers "Deutsche Kriegslokomotiven", trägt hier eine Vielzahl von Quellen zusammen und lässt ein rundes Bild der Feldbahneinsätze an allen relevanten Fronten entstehen. Theoretisch ist es nur ein Teil einer umfangreicheren Abhandlung, aber der erste Band über den Ersten Weltkrieg und die Gesamtausgabe beider Werke sind seit Jahrzehnten vergriffen und werden leider nicht mehr nachgedruckt.

Nichtsdestotrotz hat es der Transpress-Reprint dieses Titels auf einen beachtlichen Umfang gebracht und zwar nicht nur wegen der vielen großformatigen Bilder aus dem Betriebsalltag sowie zahlreicher Skizzen und Werksfotos. Auch der für den Stand der Zeit außerordentlich intensiv recherchierte Textteil wartet mit detaillierten Einsatzabellen, technischen Daten, Original-Auszügen aus Wehrmachtsdokumenten und Zeitzeugenberichten auf. Da inzwischen in manchen Bereichen neue Erkenntnisse vorliegen, sind Sätze wie "bis zum heutigen Tag" aber mit Vorsicht zu genießen.

Kriegsverklärung findet dagegen nicht statt. Im Gegenteil, schon die einführenden Kapitel verdeutlichen mit der gebotenen Trockenheit, dass Geschwindigkeit und Ambitionen des geplanten Invasionskriegs Abteilungen wie die Feldeisenbahner und andere Bereiche der Armee dermaßen überforderten, dass nicht einmal ansatzweise an die Erfüllung aller geplanten Ziele zu denken war. Auch den Einsatz von Zwangsarbeitern und schätzungsweise nicht immer ganz freiwillig engagierten "einheimischen Hilfsarbeitern" der eroberten Gebiete verheimlicht das Buch nicht.

Neben Abhandlungen über Streckenbau und Konzeption der Feldbahnen sind vor allem die Kapitel über die eingesetzten Fahrzeuge sehr gelungen. Da finden sich bestens bekannte Lokomotivmodelle wie die Diesellok HF130C und die leichten B-Kuppler (Dampf) von Henschel. Darüber hinaus beeindrucken diverse Prototypen und vor allem die für Feldbahnverhältnisse gewaltigen Fünfkuppler der Hersteller Jung, Henschel und Krauss-Maffei.

Dem Wildwuchs beim Wagenbau ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Die bildliche Darstellung beschränkt sich allerdings auf Risszeichnungen der wenigen genormten Wagentypen, Fotografien fehlen völlig. Insbesondere für die größeren Personenwagentypen dürfte entsprechendes Material zu finden sein.

Die Qualität der übrigen Abbildungen ist unterschiedlich. Mehrere auf Bildbandgröße aufgezogene Schwarzweißbilder sind genau richtig, während andere, vor allem im Fronteinsatz unter schwierigen Bedingungen entstandene Fotos mit ihrer Grobkörnigkeit im kleinen Format besser aufgehoben sind. Letztendlich profitieren vor allem die detaillierteren technischen Zeichnung und diverse Streckenkarten von der Größe des Bandes.

Das Layout ist größtenteils gelungen, wenn auch in Sachen Schriftart recht pragmatisch. Alle paar Seiten gibt es kleinere detailtypografische Fehler, die den Gesamteindruck nur unmerklich trüben, doch das doppelt eingefügte Bild auf Seite 181 hätte nicht sein müssen. Im Großen und Ganzen darf sich der Band aber als hochwertiges Eisenbahnbuch bezeichnen, das historisch interessierten Feldbahnfreunden viele wertvolle Einblicke liefert.

Seitenzahl: 256
Format: 24 x 27 cm
Verlag: Transpress

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Rezension zu "Deutsche Kriegslokomotiven" von Alfred B. Gottwaldt

Referenzausgabe
derMichivor einem Jahr

Einzelne Bände über die vorgestellten Baureihen hat es wiederholt gegeben, den größeren Zusammenhang macht aber nur dieses Buch angemessen verständlich. Vom Beginn des Kriegslokomotiven-Programms bis hin zur Umsetzung und der tatsächlichen Nutzung der fertigen Loks ist viel geschehen, mit dem auch die damaligen Experten nicht gerechnet hatten. Der Kriegsoptimismus der beteiligten Industrien und Ministerien führt die größenwahnsinnige Propaganda des Nationalsozialismus' vor Augen, man plante schon siebenfach gekuppelte Güterzuglokomotiven und Breitspurbahnen für die im Osten eroberten Gebiete zu bauen. Irgendwo zwischen den großen Plänen und der Realität entstanden schließlich vergleichsweise abgespeckte Versionen bereits vorhandener Einheitsbaureihen, die zumindest optisch weit von der ersehnten Glorie entfernt waren.

Gottwaldts intensive Recherche verdient Respekt, ein so umfangreiches Bild dieser Seite des Zweiten Weltkrieges hat es vor und nach ihm nie wieder gegeben. Mit wissenschaftlicher Genauigkeit (Fußnoten inklusive!) belegt der Autor die dargelegten Fakten, zahlreiche Grafiken, Originalskizzen und Fotos aus dem Betriebsalltag ergänzen den Text. Als besonders gelungen erweisen sich jene Kapitel, in denen nicht realisierte Entwürfe besprochen werden (wie die von Märklin/Trix als H0-Modell umgesetzte fiktive 53 0001). Manche dieser Großgelenkloks können sich zumindest auf dem Papier mit entsprechenden Baureihen aus den USA und Russland messen. Auch seltene, tatsächlich realisierte Sonderbauarten, wie Loks mit Kondenstendern, Wellrohrkesseln und hölzernem (!) Frostschutz, finden Erwähnung.

Kriegsverlauf und -ende verhinderten bekanntlich weitere Fortschritte, der Verbleib der Baureihen 42, 50ÜK und 52 verweist aber eindrucksvoll auf ihre Langlebigkeit dank vereinfachter Bauteile und unkomplizierter Bedienung. Das zehnte und letzte Kapitel spürt den in ganz Mitteleuropa verstreuten Exemplaren nach, die teils als Reparationsleistung, Kriegsbeute oder verkaufte Restbestände ihren Weg u.a. nach Luxemburg, Belgien, Norwegen, Rumänien, in die Türkei und die Sowjetunion fanden.

Tonnenweise fundierte Informationen über ein vielschichtiges Kapitel der Zeitgeschichte also, die dank des hervorragend ausgewählten und großformatig abgedruckten Bildmaterials auch für Leser interessant sein dürften, die mit endlosen Bleiwüsten nichts anfangen können.

Seitenzahl: 152
Format: 23 x 27,1 cm, gebunden
Verlag: transpress

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