Alfred Bratt Die Welt ohne Hunger

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Inhaltsangabe zu „Die Welt ohne Hunger“ von Alfred Bratt

Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm noch immer jemand, der an seine Arbeit glaubt und ihn finanziert. So reist er auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Demagogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Alfred Bratt vereint in seinem Roman knisternde Spannung mit hochaktueller Gesellschaftskritik. Was tut der Mensch, wenn er keine Not mehr leiden muss?

Beeindruckendes Buch über den Wissenschaftler Alfred Bell, in sehr hochwertiger Aufmachung, informativ und interessant, immer noch aktuell

— Tulpe29

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  • Zwischen Macht, Gier und Utopie

    Die Welt ohne Hunger

    herrzett

    11. May 2018 um 13:36

    "Die Welt ohne Hunger" von Alfred Bratt begleitet mich nun schon eine Weile und das in vielerlei Hinsicht. Obwohl dieser Roman erstmalig 1916 veröffentlicht wurde, hat er auch noch heute eine ungeheure Aktualität. Wie der Titel es bereits erahnen lässt, geht es in diesem Buch nicht nur um den Hunger als solches, auch Kapitalismus und Sozialismus halten Einzug und das nicht ohne Grund. "Die Verteilung der Werte, wie sie heute besteht, ist ungesund und rechtlos. Die grenzenlose Stapelung der Kapitalien auf der einen Seite und die mit dem Mangel der primitivsten Entwicklungsmöglichkeiten verbundene Wertlosigkeit auf der anderen Seite..." In dieser Geschichte geht es um den Wissenschaftler Alfred Bell, der eine ganz besondere Erfindung für die Menschheit bereithält. Er will die "Kluft zwischen Arbeiter(n) und Unternehmer(n)" mindern, den Ärmsten die Möglichkeit geben zu überleben und den Hunger der Welt besiegen. Doch gerade dies lässt ihn zunächst mehr und mehr am Hungertuch nagen. Auf der Suche nach den finanziellen Mitteln und Geldgebern gerät Bell in die Hände eines sehr einflussreichen Anführers, der die untere Klasse gegen die Obrigkeit mehr oder minder aufhetzen und Bells Erfindung für Machtspiele missbrauchen will. "Ich bin das Dunkel, das Ihnen fehlt, das Schwarz, ohne das alles Weiß eine himmlische Illusion bleibt! Sie und ich - wir könnten erobern ... wenn Sie wollten ..." Als durch ihn Bells Erfindung durch die Zeitungen inszeniert ans Licht kommt und den Druck auf ihn erhöhen, will Bell nur eins: raus! Raus aus dieser Situation. Er will keine Marionette in einem truglosen Spiel sein, sondern der Gesellschaft helfen. Eine Utopie, wie es scheint, doch ein tragischer Unfall bringt ihn dann in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, wo seine Erfindung auf mehr als offene Ohren stößt ... "Die anderen aber kümmerten sich nicht um die Opfer, die zu Fall kamen; ohne hinzublicken, setzten sie sich darüber hinweg, ohne anderen Gedanken als des eigenen Vorteils, ohne anderes Gefühl als der Selbsterhaltung und der persönlichen Gier." Ich muss zugeben, es ist zunächst etwas ungewohnt, gar schwierig in diesen Roman hereinzufinden, was an der zwar sehr detaillierten, aber für heute Sicht doch recht ungewohnten Erzählweise liegen könnte. Ich kann auch noch nicht mal sagen, dass die Geschichte mich als solches mitgerissen hat. Es sind eher die Hintergründe, die hier faszinieren. "Die Welt ohne Hunger" ist nämlich ein Roman mit ganz vielfältigen Einflüssen. Neben den Spannungen und Machtkämpfe der Arbeiterklasse und gehobeneren 'Elite' kommen der Einfluss der Presse, die fortschreitende Industrialisierung und die Hoffnung auf eine bessere Welt zu tragen. Ein Roman voller Gesellschaftskritik, der nach wie vor nicht aktueller sein könnte. Heutzutage wäre er ein guter Vergleich mit der Grundsicherung in Deutschland möglich. Wie viel ist zu wenig und wann lohnt es sich überhaupt noch zu arbeiten? Doch Bratt geht irgendwie noch weiter. Er zeigt, wie Spannungen und Unzufriedenheiten aufgrund von Hilfestellungen entstehen und warum es unmöglich scheint, aus einer Utopie heraus eine Realität werden zu lassen. Es wäre alles so einfach, wenn der Mensch nicht wäre, doch Neid, Egoismus und Wettkampf, können so einiges zerstören. "Gerecht ist - was man erwirbt, erkämpft. Sie aber wollen schenken, Bell! Das ist der Fehler in Ihrer Rechnung. Blicken Sie zurück bis zum Anfang aller Dinge - Sie sehen, daß alles Kampf war, ist und sein muß! Sie aber rühren an das, das die Grundlage allen Kämpfens, allen Fortschritts ist. Sie wollen Hunger töten."

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  • Leserunde zu "Die Welt ohne Hunger" von Alfred Bratt

    Die Welt ohne Hunger

    EditionAtelier

    Für diese Leserunde verlosen wir 10 Exemplare des druckfrischen Romans »Die Welt ohne Hunger« von Alfred Bratt, der am 19. März erscheint. Über das BuchAnfang des 20. Jahrhunderts steht der Chemiker Alfred Bell kurz vor der Entwicklung einer Formel, die den Hunger der Welt besiegen könnte. Ohne die nötigen finanziellen Mittel ist er jedoch auf Unterstützung von außen angewiesen. Auf der Suche nach Hilfe muss Bell bald erkennen: Seine Weigerung, die Erfindung wirtschaftlich oder populistisch auszubeuten, verschafft ihm einflussreiche Feinde.Alfred Bratt vereint in seinem Roman mitreißende Spannung mit hochaktueller Gesellschaftskritik. Angesichts der Debatten rund um Begriffe wie »Hartz IV«, »Mindestsicherung« oder »bedingungsloses Grundeinkommen« behält Die Welt ohne Hunger auch mehr als hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung seine gesellschaftspolitische Relevanz.Mit einem Nachwort und zahlreichen Illustrationen von Jorghi Poll.Über den AutorDer Wiener Autor und Lektor Alfred Bratt (* 1891 in Wien, † 1918 in Berlin) avancierte in den 1910er-Jahren neben Hans Braun und Egon Erwin Kisch zum »Prince des poètes« und Kaffeehausliebling der Berliner Bohème im auch »Café Größenwahn« genannten Café des Westens. Sein Roman Die Welt ohne Hunger, den er im November 1916 im Alter von nur 26 Jahren veröffentlichte, wurde innerhalb kürzester Zeit ein immenser Erfolg, der ihn international bekannt machte. Knapp zwei Jahre später starb Alfred Bratt an einer Lungenentzündung.Hier geht's zur Leseprobe! Es gibt 10 Exemplare (5 Printexemplare & 5 E-Books) zu gewinnen*, einfach bis zum 13. März für ein Buch bewerben. Bitte gebt an, ob ihr lieber ein Printexemplar oder ein E-Book lesen wollt. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und eine spannende Leserunde, euer Team der Edition Atelier * Die Gewinner/innen sind gebeten, im Anschluss an die Leserunde ihre Rezensionen hier bei LovelyBooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Vielen Dank!

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    • 156
  • Klassiker zu neuem Leben erweckt

    Die Welt ohne Hunger

    Petris

    19. April 2018 um 20:25

    Dieser Roman, der wunderschön ausgestattet ist (hochwertige Bindung mit Leinenrücken, Lesebändchen, Illustrationen aus der Feder des Herausgebers, gelungenes historisch anmutendes Cover), ist ein Kleinod aus dem kleinen aber feinen Wiener Verlagshaus edition atelier.Seine Vorgeschichte, die uns der Herausgeber Jorghi Poll in einem Interview erzählt, und die ich erst im Nachhinein las, passt wunderbar zu dieser spannenden Geschichte. In einem roten Bändchen fand es der Herausgeber „zufällig“ in einem Buchantiquariat, fand es interessant und entschied, es neu herauszugeben. Zu seiner Zeit war Bratts Roman ein Bestseller, aber nachdem das Archiv des ursprünglichen Erich Reiss Verlags in den Wirren des zweiten Weltkrieges verloren ging, ist wenig von Verlag, Autor und Roman bekannt.Im Roman geht es um den Chemiker Alfred Bell, der selber aus der Arbeiterklasse stammt, sich gebildet und studiert hat und eine Formel entdeckt hat, mit der er den Hunger ein für alle Mal besiegen könnte. Doch benötigt er Geldgeber, um die Theorie in Realität umzusetzen. Und da wird es schwierig. Er will, dass seine Erfindung öffentlich bleibt, allen zur Verfügung steht und nicht für Machtpolitik, wirtschaftliche Zwecke oder sonstige eigennützigen Interessen missbraucht wird.Seine Suche führt ihn nach Paris, London und New York. Kurz scheint er, am Ende seiner Träume angekommen zu sein und seine Utopie in die Realität umgesetzt zu haben. Doch,… Der Mensch ist, wie er ist,… Der Schreibstil von Alfred Bratt ist am Anfang etwas ungewohnt. Es wird alles sehr genau beschrieben, für unsere Verhältnisse langsam erzählt, doch je mehr man sich daran gewöhnt, desto mehr taucht man in die Geschichte ein, die eine Mischung aus Darstellung der realen Lebensumstände der Menschen damals, etwas Science Fiction, viel Gesellschaftskritik und einer Prise Utopie ist.Mir gefiel der Roman sehr gut. Ich musste mir Zeit lassen beim Lesen, immer wieder zurück blättern und das Gelesene sacken lassen, auch mit der Rezension musste ich noch ein wenig warten, um die Eindrücke zu verarbeiten.Ein sehr schönes Buch, ideal für alle Leser*innen, die gerne anspruchsvolle Literatur lesen und dennoch dabei gut unterhalten werden wollen. Ich bin froh, dass das rote Büchlein aus dem Antiquariat zu neuem Leben erweckt wurde!

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    • 3
  • Schöner Traum

    Die Welt ohne Hunger

    Tulpe29

    19. April 2018 um 09:46

    Ein sehr informatives Buch über ein leider heute noch hochaktuelles Thema. Die Welt könnte längst ohne Hunger sein. Genügend Ideen und Mittel dagegen gab und gibt es. Aber die Menschen lernen nichts dazu, wiederholen  immer wieder die Fehler der vorangegangenen Generationen. Leute wie Bell investieren so viel in ihre Forschungen und Ideen, aber es wird noch ewig dauern, bis sich ihre Vision erfüllt.Dieser zeitlose Roman ist heute noch so wichtig wie  damals bei seinem Erscheinen.

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  • Ist die Menschheit je zufrieden?- damals wie heute aktuell

    Die Welt ohne Hunger

    Antek

    04. April 2018 um 19:37

    „Mein Mittel besteht in einem Präparat, das in kondensierter Form alle Nahrung enthält, die der menschliche Körper täglich verbraucht. Es wird durch ein womöglich internationales Monopol verstaatlicht - auf Staatskosten hergestellt und steht von Staats wegen jedermann zur Verfügung, der seiner bedarf. Das ist alles.“ Der Chemiker Alfred Bell, „von Jugend auf im Ruß der Armen, der Elenden gelebt,,,. Aus diesem Gebräu war ja sein Plan aufgestiegen“, steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Ihm fehlen die finanziellen Mittel für die letzten abschließenden Forschungen und daher muss er sich auf die Suche nach Unterstützern machen. In Paris trifft er dabei auf einen eitlen Professor, zurück in London scheint Schebekoff, der Mann mit dem Charisma, das Massen zu begeistern vermag, seine einzige Perspektive zu sein. Oder muss er sich doch Richtung Amerika  orientieren und deren Pioniergeist nutzen? Als Leser darf man Alfred Bell begleiten, erhält auch ab und an Einblicke in die Köpfe anderer. Man reist mit ihm nach Paris, lernt den Professor kennen, der ganz klar nur seinen eigenen Profit sieht. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten ist Bell dort an der falschen Adresse. Keine Mittel für weitere Reisen, keine weiteren möglichen Unterstützer, genau in dieser Situation trifft es auf Schebekoff, den Mann mit der brillanten Redegabe, der ihm die Unterstützung des gesamten Proletariats bieten könnte. Bell ergreift den Rettungsanker, unterschätzt aber in der Endphase seinen „Unterstützer“ und ihm bleibt nur die Flucht, wenn er sich und seine revolutionäre Idee  nicht in den Dienst des zwielichtigen Demagogen und Anführer der Populisten stellen, will. In Amerika gelandet scheint seine Idee auf fruchtbaren Boden zu fallen, aber was geschieht, wenn niemand mehr Hunger leiden muss? Alfred Bratts Roman ist im Jahr 1916 erschienen, wie auch bei anderen Texten aus dieser Zeit wird sehr bildhaft, detailverliebt erzählt, eine Tatsache, an die ich mich immer erst gewöhnen muss. Für mich war es daher kein Roman um einfach unterhalten zu werden, sondern ich musste durchaus konzentriert, stellenweise auch zweimal lesen. Was dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch getan hat, denn die Formulierungen sind durchaus brillant. Zwei Beispiele, allzeit gültige, dafür sind sicher, "Zudem ist häufig genug beobachtet worden, wenn auch noch nicht ganz aufgeklärt, daß fette Leute dem Fatum sympathischer sind als magere.“, oder „Daß die Struktur seiner Partei einer hohlen Nuß nicht unähnlich war. Die Schale war prächtig und vielversprechend, jedoch der Kern war von steter Wurmstichigkeit allmählich in ein Nichts zusammengeschrumpft.“. Schauplätze, Szenen und auch Personenbeschreibungen sind sehr ausführlich, bildreich beschrieben, man hat die Handlung beim Lesen wie einen Film vor sich ablaufen. Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Vergleiche, wie „festgesetzt wie ein Parasit“ oder „eine Seele mit geölter Außenfläche, an der alles herabrinnt, wie der Tau an einem Maimorgen von den feuchten Gräsern“. Allerdings führt diese Ausführlichkeit auch dazu, dass die eine oder andere Szene durchaus etwas langatmig werden kann. Die zunehmende Industrialisierung im 19. Jahrhundert, die kapitalistische Umgestaltung der Gesellschaft und die Entstehung der Arbeiterschicht führten dazu, dass die soziale Ungleichheit immer deutlicher wurde. Der krasse Unterschied zwischen Proletariat, Gosse und Großkapitalismus, Luxusleben wird hier mehr als gelungen deutlich. Man darf z.B. mit in der Notunterkunft übernachten, aber auch im „knallrot lackierten Prachtwagen“ spazieren fahren. Sehr gut hat mir dazu auch Bells innere Zerrissenheit gefallen, denn dadurch, dass er Vivian, der Tochter des Großindustriellen, des Fleischmagnaten das Leben gerettet hat und diese sich in ihn verliebt, wird der „Verkünder des autokraten Proletariats ein häufiger Gast im Hause des Trustmagnaten.“, was ihm stets ein schlechtes Gewissen bereitet hat. Alfred Bratt versetzt gekonnt in die Zeit, man ist mit Pferdedroschken, aber auch ersten Luxuswagen unterwegs, Ozeandampfer die Titanic Konkurrenz machen und höllische Fluggeräte gehören ebenso dazu, wie der Gummimantel. Allerdings verbaut der Autor auch eigene, vielleicht auch in der Zeit vorherrschende Zukunftsvisionen. Der Roman ist in dieser Zeit entstanden, in einer in der die Lebensmittelpreise deutlich anstiegen, in der die Lebensbedingungen für die Armen immer schlechter wurden. Diese Entwicklung und die Entstehung des „Maggi Würfels“ im Jahr 1908 waren sicher Elemente, die den Roman in der damaligen Zeit brandaktuell und zu einem Besteller machten. Aber neben dem gelungenen Eindruck den man von der damaligen Zeit gewinnt, denke ich dass das auch viele Grundgedanken darin stecken, die heute noch Gültigkeit haben. Geht es doch heute auch viel zu oft um wirtschaftliche Interessen, die stets über den sozialen stehen? Gibt es nicht auch heute noch ein Übermaß an Neid und der Neigung andere zu übertreffen? Sind Menschen eigentlich überhaupt irgendwann richtig zufrieden? Es bleibt nur zu hoffen, dass Bells Zukunftsvision nicht aller Hoffnung Ende sein muss. Die Charaktere sind grandios dargestellt. Bell hat mir vor allem mit seiner Standhaftigkeit gefallen. Ihm ging es stets nur um sein Projekt, auch als ihn der Erfolg scheinbar überrennt, als ihn Gefühle für eine Frau aus der anderen Welt fast schwach werden lassen, hat er sein Ziel stets über alles gestellt und nie Profit daraus geschöpft. Schebekoff ist ein Musterbeispiel für einen Demagogen. Mit Subtilität, Charisma, Redegabe und geschicktem Taktieren zeigt er deutlich, wie leicht es gelingen kann, die Massen hinter sich zu bringen. Graham, zwar Großkapitalist, aber selbst erwirtschaftet, hatte spürbar auch menschliche Züge, was vielleicht ebenfalls dargestellt werden sollte. Aber auch die Mitspieler am Rande sind gut getroffen, bei Vivian angefangen, der Bells Herkunft egal zu sein scheint, bis hin zu Präsident Theodore Roberts, der denkt mit Bell seine Wiederwahl sichern zu können. Lobend erwähnen möchte ich auch noch die hochwertige Leinenbindung und die passenden, tollen Schwarz Weiß Illustrierungen, die der Zeit entspringen und den Roman gelungen ergänzen.  Alles in allem sicher eine Leseempfehlung für alle an Klassikern interessierten Leser.

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