Alfred Döblin

 3,5 Sterne bei 376 Bewertungen
Autor von Berlin Alexanderplatz, Die Ermordung einer Butterblume und weiteren Büchern.
Autorenbild von Alfred Döblin (©)

Lebenslauf von Alfred Döblin

Alfred Döblin wurde am 10. August 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Er war Mitbegründer der expressionistischen Zeitschrift "Der Sturm". 1933 emigrierte es nach Paris und floh dann 1940 weiter nach Amerika. In Amerika konvertierte er zum Katholizismus. Nach Ende des Krieges kehrte er schließlich nach Deutschland zurück. Nach dem er der Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" und Mitbegründer der Mainzer Akademie war, ging er schließlich wieder nach Paris zurück. 26. Juni 1957 starb er in Emmendingen bei Freiburg.

Alle Bücher von Alfred Döblin

Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)

Berlin Alexanderplatz

 (280)
Erschienen am 21.09.2017
Cover des Buches Die Ermordung einer Butterblume (ISBN: 9783423131995)

Die Ermordung einer Butterblume

 (40)
Erschienen am 01.06.2004
Cover des Buches Pardon wird nicht gegeben (ISBN: 9783596904778)

Pardon wird nicht gegeben

 (3)
Erschienen am 27.04.2017
Cover des Buches Wallenstein (ISBN: 9783596904655)

Wallenstein

 (2)
Erschienen am 27.03.2014
Cover des Buches November 1918 (ISBN: 9783596904693)

November 1918

 (3)
Erschienen am 23.10.2013
Cover des Buches Die drei Sprünge des Wang-lun (ISBN: 9783596904600)

Die drei Sprünge des Wang-lun

 (2)
Erschienen am 17.01.2013

Neue Rezensionen zu Alfred Döblin

Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596904587)SotsiaalneKeskkonds avatar

Rezension zu "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin

Deutschlands wohl bekanntester Großstadtroman
SotsiaalneKeskkondvor 18 Tagen

Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

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Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)lonelyThoughts avatar

Rezension zu "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin

Verworrene und verwirrende Pluralität
lonelyThoughtvor 22 Tagen

Das Buch erzählt die Geschichte von Franz Biberkopf, einem Straftäter, der nach seiner Entlassung doch nie so wirklich den rechten Weg findet. Diese Geschichte wird von allerlei Drumherum und verschiedenen EInschüben umgarnt und durchbrochen. Dabei handelt es sich sowohl um Gespräche auf der Straße als auch Gedanken des Protagonisten oder verschiedenen Zeitsprüngen. Man kann dieses Drumherum als regelrechtes "Rauschen der Großstadt" bezeichnen, in das Biberkopf nach seiner Entlassung aus einem geregelten und durchstrukturierten Alltag eintaucht. Diese Poetisierung der Großstadt steht entgegen dem Leben Biberkopfs.

Auch der Erzähler macht es dem Leser nicht einfach. Partiell herrscht Unsicherheit darüber, wer eigentlich spricht. Es wird asynchron erzählt und die Perspektive wechselt hier und da. Außerdem ist vieles im typischen Berliner Dialekt und auch bei der wörtlichen Rede ist aufgrund fehlender Begleitsätze nicht immer klar, wer gerade spricht.

Des Weieren driftet das Erzählen ab und an auch ins Absurde und steht an der Grenze zum Nonsense. Es gibt Assoziationsketten, Personifikationen, Zitate aus Musik und Literatur, Sprachspiele, Kinderreime und Beschreibungen, die fast kindlich daher kommen. Insgesamt bietet der Roman ein dichtgewebtes Netz intertextueller Bezüge und gibt damit Raum für noch weitere Bezugnahme (die über die Jahre hinweg auch erfolgt(e)).

Berlin Alexanderplatz ist nicht leicht zu lesen. Und wer damit seine Probleme hat, ist mit dem Hörbuch vielleicht besser aufgestellt (Wobei so gewisse Sprachspiele und durch die Schriftlichkeit besondere Textstellen leicht untergehen können). Aber wer sich darauf einlässt und dem Buch eine wirkliche Chance gibt, wird überrascht sein, von der Fülle, die dieser Roman bietet.

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Cover des Buches Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (ISBN: 9783104024851)Filzblumes avatar

Rezension zu "Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord" von Alfred Döblin

Die weibliche Art zu Töten?
Filzblumevor einem Jahr

Döblins Erzählung führt uns in das Berlin der 1920 iger Jahre. Elli, eine sehr junge Frau geht die Ehe mit Willi Klein (Link )ein. viel zu unbedacht und früh.
schnell merkt sie das ihr Ehemann an Selbstzerstörung leidet, sie sich ihm nicht entziehen kann, vorerst. Es entsteht eine Hassliebe.
Als das Ehepaar sich mit einem anderen Paar trifft, merken die Frauen Grete und Elli das sie bezüglich ihrer Männer Parallelen aufzeigen. sie pflegen eine Freundschaft, die zerstörerische Züge trägt. beide Frauen fühlen sich zueinander hingezogen. Eine wahrer Fall, der im Buch durch Döblin zu einer Erzählung mit vorausgegangenen Recherchen wie Prozessakten, Gutachten etc.  um die Verurteilung der Frauen als Giftmörderinnen um Schuld und Unschuld geht. Die Öffentlichkeit zu der damaligen Zeit nahm großes Interesse.Die Gewalt Exzesse  des Ehemanns sind harter Tobak, aber auch Ellis Vorstellungen ihren Mann zu beseitigen lassen sich schwer ertragen. Ein Nachwort aus Kindlers Lexikon ließen mich das Buch noch besser verstehen. 

„Der ›Fall‹ Klein/Nebbe

Im März des Jahres 1923 wurde am Landgericht III in Berlin ein Giftmord verhandelt, der schnell zu einem Sensationsprozess wurde, auch weil mit Ausnahme einiger Fachvertreter die Öffentlichkeit wegen ›Unzumutbarkeit der Tatumstände‹ von den Verhandlungen ausgeschlossen war. Die zum Zeitpunkt der Tat gerade 22-jährige Ella (Elli) Johanna Emilia Klein war angeklagt, ihren Ehemann Willi Klein durch die Verabreichung von Arsen vorsätzlich und mit Überlegung getötet zu haben.“










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Gespräche aus der Community

Im Juli 2015 möchten wir uns im Rahmen unserer Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" den deutschen Roman vornehmen:

"Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, erschienen 1929.

Wikipedia sagt:
"Das erfolgreichste Buch Döblins zählt zu den Hauptwerken der deutschen Moderne und zeichnet sich durch einen innovativen Aufbau, eine expressive Sprache und poetische Erzähltechnik aus. Der Großstadtroman ist daneben ein wichtiges Zeitzeugnis des frühen 20. Jahrhunderts, besonders der Weimarer Republik. Als Äquivalent gelten die experimentellen Werke Ulysses und Manhattan Transfer."

Das klingt doch eigentlich ganz vielversprechend, oder? Das Leben Alfred Döblins war sehr ereignisreich und auch von etlichen Schicksalsschlägen geprägt, z.B. ist der einigermaßen vermögende Vater mit einer Geliebten nach Amerika durchgebrannt und hat seine Frau mit 5 Kindern nahezu mittellos zurückgelassen. Sehr edel...

Am 1. Juli geht es offiziell los, wie immer bitte ich darum, alle Einträge in den Leseabschnitten in Spoilertags zu packen und generell jeden Eintrag in einer Kategorie zu posten :)
76 Beiträge
Hallo zusammen, kennt jemand von euch die Tetralogie "November 1918" von Alfred Döblin und kann mir sagen, wie stark die Bücher zusammenhängen? Nur geschichtlich, oder kommen die gleichen fiktiven Personen vor? Hab neulich auf dem Flohmarkt Band 3 (Heimkehr der Fronttruppen) gefunden und wüsste gerne, ob ich das auch allein stehend lesen kann. Vielen Dank schon mal!
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Zusätzliche Informationen

Alfred Döblin wurde am 09. August 1878 in Stettin (Deutschland) geboren.

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