Neuer Beitrag

Hallorin

vor 2 Jahren

Ich möchte mitlesen

Im Juli 2015 möchten wir uns im Rahmen unserer Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur" den deutschen Roman vornehmen:

"Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin, erschienen 1929.

Wikipedia sagt:
"Das erfolgreichste Buch Döblins zählt zu den Hauptwerken der deutschen Moderne und zeichnet sich durch einen innovativen Aufbau, eine expressive Sprache und poetische Erzähltechnik aus. Der Großstadtroman ist daneben ein wichtiges Zeitzeugnis des frühen 20. Jahrhunderts, besonders der Weimarer Republik. Als Äquivalent gelten die experimentellen Werke Ulysses und Manhattan Transfer."

Das klingt doch eigentlich ganz vielversprechend, oder? Das Leben Alfred Döblins war sehr ereignisreich und auch von etlichen Schicksalsschlägen geprägt, z.B. ist der einigermaßen vermögende Vater mit einer Geliebten nach Amerika durchgebrannt und hat seine Frau mit 5 Kindern nahezu mittellos zurückgelassen. Sehr edel...

Am 1. Juli geht es offiziell los, wie immer bitte ich darum, alle Einträge in den Leseabschnitten in Spoilertags zu packen und generell jeden Eintrag in einer Kategorie zu posten :)

Autor: Alfred Döblin
Buch: Berlin Alexanderplatz

Fabula

vor 2 Jahren

Ich möchte mitlesen

Uuh bis jetzt läuft hier ja noch gar nichts. Hoffe trotzdem noch auf weitere Mitleser. Also ICH bin dabei, hoffe dass ich mich jetzt nicht übernehme und schön mithalten kann! :)

Hallorin

vor 2 Jahren

Ich möchte mitlesen

Fabula schreibt:
Uuh bis jetzt läuft hier ja noch gar nichts.

Ist ja auch noch gar nicht Juli :)
Mein Buch ist heute angekommen, ich lese ein zerfleddertes dtv-Buch, das ich für ein Ticket eintauschen konnte.

Beiträge danach
67 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

Apfelgruen

vor 2 Jahren

Neuntes Buch
Beitrag einblenden

Hallorin schreibt:
Am Ende gibt es sogar eine Art rudimentäre Gerechtigkeit, indem nämlich der Unhold für seine Tat verurteilt wird. Besser als gar nichts. Und Franz ist irgenwie geläutert. Ich hatte mir ein schlimmeres Ende vorgestellt, so in der Art, Reinhold kommt ungeschoren davon und Franz wird für den Mord verurteilt... So gesehen bin ich ganz zufrieden.

Stimmt, immerhin etwas. Das hätte ich auch nicht ertragen wenn Reinhold davongekommen wäre.

Hallorin

vor 2 Jahren

Fazit & Rezension
Beitrag einblenden

Ein höchst ungewöhnliches Buch, kein Wunder, dass es solche unterschiedlichen Reaktionen hervorruft. So richtig geliebt habe ich es nicht, aber ich bin auch nicht unfroh, es gelesen zu haben!

Die Frage, die am Ende trotzdem irgendwie bleibt, ist: was will der Künstler uns mit seinem Werk sagen? ;)

Die Einblicke ins Leben der Kleinganoven am Ende der 20er Jahre war sicher interessant, wie auch die zahlreichen Einschübe zu allen möglichen Alltagsdetails. Als Gesamteindruck bleibt bei mir eine gewisse Traurigkeit hängen, über ungerechte Zustände, über die Dummheit der Menschen und ihre Hilflosigkeit, wenn das Schicksal sie beutelt. Unser heutiges Wissen, dass nur wenige Jahre nach der Romanzeit eine Katastrophe über Deutschland und die Welt hereinbrach, verstärkt diesen Eindruck noch.

maggiterrine

vor 2 Jahren

Viertes Buch
Beitrag einblenden

Ja, die Schlachthofszene hat sich wirklich gezogen. Aber die Stelle mit dem diebischen Ehepaar auch.
Ich frag mich immer wieder wie man diese Ansammlung von zusammenhangslosen Szenen in einem Film oder Theaterstück wiedergeben soll...? Das ganze erinnert mich ein bisschen an den Anfang von "Der Turm" von Uwe Tellkamp. Den mussten wir damals im Deutschunterricht lesen und den fand ich auch ätzend.

maggiterrine

vor 2 Jahren

Sechstes Buch
Beitrag einblenden

Also auch wenn dieser Teil tatsächlich etwas lesbarer war, fand ich ihn dafür noch weniger nachvollziehbar. Warum wendet Franz sich gerade nach seinem "Unfall" bei einem Raubzug wieder der Kriminalität zu? Wäre das nicht das letzte, was man dann machen würde?! Ich weiß, ich weiß...das liegt daran, dass er jetzt nur noch einen Arm hat...aber trotzdem! Nachvollziehbar finde ich das nicht. Auch das Verhalten von der Mieze...warum freut die sich darüber, dass Eva ein Kind von Franz will. Was soll das?! Ich komme da nicht hinter.
Ich hatte das übrigens gar nicht so verstanden, dass Mieze anschaffen geht. Ich dachte, sie lässt sich nur von reichen Männern aushalten und schröpft die ein bisschen (ähnlich wie bei "Frühstück bei Tiffanys"). War ich da zu naiv?

Apfelgruen

vor 2 Jahren

Sechstes Buch
Beitrag einblenden

maggiterrine schreibt:
Also auch wenn dieser Teil tatsächlich etwas lesbarer war, fand ich ihn dafür noch weniger nachvollziehbar. Warum wendet er ssich gerade nach seinem "Unfall" bei einem Raumzug wieder der Kriminalität zu? Wäre das nicht das letzte, was man dann machen würde?! Ich weiß, ich weiß...das liegt daran, dass er jetzt nur noch einen Arm hat...aber trotzdem! Nachvollziehbar finde ich das nicht. Auch das Verhalten von der Mieze...warum freut die sich darüber, dass Eva ein Kind von Franz will. Was soll das?! Ich komme da nicht hinter. Ich hatte das übrigens gar nicht so verstanden, dass Mieze anschaffen geht. Ich dachte, sie lässt sich nur von reichen Männern aushalten und schröpft die ein bisschen (ähnlich wie bei "Frühstück bei Tiffanys"). War ich da zu naiv?

Ja, so hatte ich das auch erst verstanden...

maggiterrine

vor 2 Jahren

Plauderecke

Ok. Ich möchte euch nur wissen lassen, dass ich das Buch nun offiziell aufgebe. Dann hab ich's halt nicht zuende gelesen...
Ich hatte einfach das Gefühl mit diesem Buch auf der Stelle zu treten und es warten soviele schöne neue Bücher auf mich (z.B. Frankenstein), dass ich jetzt einfach einen Schlussstrich ziehe. Außerdem muss das Buch langsam in die Bibliothek zurück ^^

Apfelgruen

vor 2 Jahren

Plauderecke

maggiterrine schreibt:
Ok. Ich möchte euch nur wissen lassen, dass ich das Buch nun offiziell aufgebe. Dann hab ich's halt nicht zuende gelesen... Ich hatte einfach das Gefühl mit diesem Buch auf der Stelle zu treten und es warten soviele schöne neue Bücher auf mich (z.B. Frankenstein), dass ich jetzt einfach einen Schlussstrich ziehe. Außerdem muss das Buch langsam in die Bibliothek zurück ^^

Kann ich verstehen. ;) Wobei ich die ersten 200 Seiten am Schlimmsten fand. Irgendwann wollte ich dann schon auch wissen, wie es ausgeht. Ich hab aber auch nur dank Leserunde durchgehalten... und wenn man so hinterherhinkt und keiner mehr wirklich mitdiskutiert ist das eh immer blöd.

Neuer Beitrag