Alfred Döblin Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord: Fischer Klassik PLUS

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Inhaltsangabe zu „Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord: Fischer Klassik PLUS“ von Alfred Döblin

Döblins legendäre Giftmordgeschichte Eine junge Frau ermordet gemeinsam mit ihrer Freundin den Ehemann. Was hat sie dazu getrieben? Welche Symbiosen verbergen sich hinter der Tat? Eindringlich erzählt Alfred Döblin von einem der berühmtesten Kriminalfälle der Weimarer Republik und verwandelt dabei die wahre Geschichte des Giftmords in einen radikal offenen, literarischen Text, dessen Skepsis sich nicht nur gegen die Urteile von Justiz und Presse, sondern auch gegen das eigene Erzählen richtet. Mit einem Nachwort von Hania Siebenpfeiffer

Döblins Verarbeitung eines wahren Giftmordfalls, geschichtlich interessant, aber mir zu dokumentarisch und offen

— vanessabln
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    Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord: Fischer Klassik PLUS
    vanessabln

    vanessabln

    09. May 2017 um 10:14

    Döblins "Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord" (hier in der Ausgabe von Fischer Klassik PLUS) ist entstanden für die damalige Reihe "Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart". Es geht in dem schmalen Buch um einen wahren Fall, der 1924 vor Gericht kam. Zwei Freundinnen beschließen, den Ehemann der einen zu vergiften. Vorausgegangen ist ein Ehedrama mit Gewalttätigkeiten und unschönem Alltag (also ein relativ zeitloses Thema). Alfred Döblin geht vor allem dem Innenleben der beiden Frauen und den Erwartungen der Eheleuten an die Ehe nach und versucht aufzuzeichnen, wie es zu dem spektakulären Giftmord kommen konnte.Durch den ihm eigenen Schreibstil und das Zeitkolorit ist das Buch interessant zu lesen, wobei es durch die deutliche Überschaubarkeit der Geschichte leichter zu lesen ist als "Berlin Alexanderplatz". Jedoch darf man keinen mehr oder weniger spannenden Krimi erwarten (was ich leider doch ein wenig getan hatte). Das Buch hat einen ziemlich dokumentarischen Einschlag, so dass das Literarische immer wieder untergeht, was schade ist. Auch gibt es viele Wiederholungen und das Geschehen bleibt irgendwie stecken. Das Ende ist bereits bekannt, jedoch bleibt auch das eigentlich Tiefergehende ziemlich nüchtern. Man erkennt hier, dass Döblin Nervenarzt war und dem Geschehen auf psychoanalytische Weise näher zu kommen versucht (einschließlich Handschriftsdeutungen der Täterinnen und Skizzierung der Psychologie, die zur Tat führte). Dass alles nur ein Versuch und Deutung von außen ist (und sein kann, wie Döblin selbst anmerkt), wird erst im Epilog so richtig klar. Für die Weimarer Zeit war die Herangehensweise Döblins (sowie das milde Gerichtsurteil in dem Fall) sicher sehr neuartig, heute liest es sich eher belanglos und langweilig-nüchtern. Als Literatur hätte man sicher mehr draus machen können!

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