Alfred Komarek

 4 Sterne bei 217 Bewertungen
Autor von Polt muß weinen, Blumen für Polt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alfred Komarek

Alfred Komarek, geb. 1945, lebt als freier Schriftsteller in Wien, Bad Aussee und Niederösterreich. Vier seiner Polt-Romane – zuletzt »Polterabend« (2003) und »Polt« (2009) – wurden für den ORF und arte verfilmt.

Neue Bücher

Alfred

Erscheint am 22.01.2019 als Hardcover bei Haymon Verlag.

Narrenwinter

 (8)
Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei Haymon Verlag.

Alle Bücher von Alfred Komarek

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Polt muß weinen

Polt muß weinen

 (33)
Erschienen am 13.09.2018
Zwölf mal Polt

Zwölf mal Polt

 (23)
Erschienen am 11.04.2014
Blumen für Polt

Blumen für Polt

 (24)
Erschienen am 22.07.2013
Polterabend

Polterabend

 (23)
Erschienen am 04.12.2014
Himmel, Polt und Hölle

Himmel, Polt und Hölle

 (18)
Erschienen am 10.12.2013
Polt.

Polt.

 (17)
Erschienen am 23.08.2011
Polt - Die Klassiker in einem Band

Polt - Die Klassiker in einem Band

 (8)
Erschienen am 12.03.2014

Neue Rezensionen zu Alfred Komarek

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walli007s avatar

Rezension zu "Die Villen der Frau Hürsch" von Alfred Komarek

Das Salzkammergut
walli007vor 2 Jahren

Vorbei ist es mit der Karriere von Daniel Käfer. Die Zeitschrift, die er betreute, wurde eingestellt und den Posten in der Verwaltung des Verlages will er nicht. Da nimmt er lieber die Abfindung mit und privatisiert erstmal. Dazu führt Käfers Weg in die Gegen des Ausseer Landes im Salzkammergut, wo er in der Kindheit die schönsten Ferientage verbracht hat. Fremd fühlt er sich nicht dort, aber ein Einheimischer ist er auch nicht. Gut aufgenommen fühlt er sich und seine Neugier wird geweckt als er herausfindet, dass wohl eine entfernte Verwandte als Dienstbotin in dem Ort gearbeitet hat.


Alfred Komarek ist vielleicht besser bekannt von seinen Romanen um Simon Polt und so ist es eine kleine Entdeckung, dass sein Werk noch wesentlich reichhaltiger ist als angenommen. Die vier Jahreszeiten um Daniel Käfer bilden durchaus einen Kontrast. Liebevoll beschrieben wird das Salzkammergut, da treten die Geschehnisse um Käfers Vorfahrin fast ein wenig in den Hintergrund. Ausgezeichnet nach zu empfinden, ist das Wehklagen, dass ein Fremder, der kein Tourist mehr ist, noch lange nicht zum Einheimischen werden kann. Nur wenn man dort geboren ist, kann man den richtigen Einblick haben, wie der Hase läuft. So ähnlich als wolle man als Erwachsener einen Dialekt erlernen, immer wird es als nachgelernt erkennbar sein. Und ein Zugereister bleibt eben auch immer erkennbar.


Daniel Käfer genießt jedenfalls zunächst den Verlust seiner Arbeit und gibt sich irgendwie phlegmatisch aber doch neugierig einem Ausseer Sommer hin, der ihm die Auffrischung alter Bekanntschaften bringt und die Entdeckung eines Familiengeheimnisses. Beinahe als sei man selber träge in der Sommerhitze genießt man die Wanderungen Käfers durch das Salzkammergut, gewaltfrei und doch spannend. Sogar verfilmt wurde der Roman im Jahr 2004 erstmalig erschienene Roman bereits.


3,5 Sterne

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Federfees avatar

Rezension zu "Alt, aber Polt" von Alfred Komarek

Doch noch ein Polt ...
Federfeevor 2 Jahren

Nach den vier Bänden mit dem gemütlichen Gendarmen Polt, der allerdings in Band 4 seinen Dienst quittierte, hat Alfred Komarek noch einmal nachgelegt. Wie die anderen Krimis um das behäbige Original im Weinviertel fließt auch dieser ruhig dahin und ist mehr Milieu- und Charakterstudie mit Einsprengseln von Gesellschaftskritik. Es geht um Schuld und Mitschuld. Mir hat das Buch auch ohne Action sehr gut gefallen.

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Federfees avatar

Rezension zu "Polt - Die Klassiker in einem Band" von Alfred Komarek

Gendarm im Weinviertel
Federfeevor 2 Jahren

Eine Gegend wie am Ende der Welt: das Weinviertel in Niederösterreich. Außerhalb der Orte gibt es pittoreske Gassen mit putzigen kleinen Häuschen, in denen niemand wohnt, die 'Dörfer ohne Rauchfang'. Es sind die Eingänge zu Weinkellern und Presshäusern, die in den Löß gegraben wurden. Sie liegen in einer beschaulichen, sanft gewellten Landschaft.


"Ein Hügelland, weich und wellig, Hebungen und Senkungen leichthin ineinander verwoben ..." (Bd. 1, S. 9)

Dort lebt und arbeitet der Gendarmerie-Inspektor Polt. Groß ist er, ein wenig beleibt, meist auf dem Fahrrad unterwegs. Er ist heimatverbunden und scheint sich manchmal etwas widerwillig auf Mördersuche zu begeben, nicht weil er faul ist, sondern weil er ein feinfühliger, sensibler Mann ist, der oft Verständnis für das hat, was nicht sein darf. Außerdem ist er in die Dorflehrerin Karin verliebt.

"Er ist ein Mensch, der ab und zu einem Gendarmen ähnlich schaut, wenn es sein muss. Oder ein Gendarm, der ein Mensch ist, wenn's grad gut passt." (Bd. 4)

Es ist eher eine beschauliche Milieu- und Charakterstudien als ein Krimi. Ständig wird getrunken, Grüner Veltliner, der hier seine Heimat hat, aber auch andere Weine. Auch wenn die Zeit hier ein wenig stehengeblieben scheint, so haben doch die Probleme der modernen Zeit Einzug gehalten und auch das Böse ist nicht fern.

Band 1: Polt muss weinen - Albert Hahn, ein abgrundtief schlechter Mensch, wird durch Gärgas ermordet.
Band 2: Blumen für Polt - Am Tode des geistig zurückgebliebenen Willi tragen mehrere Schuld: nicht nur der eigentliche Mörder.
Band 3: Himmel, Polt und Hölle - Amalie, die schöne Pfarrersköchin mit interessantem Vorleben, wird ermordet ...
Band 4: Polterabend - Lutzer, ein Vergewaltiger und auch sonst ein mieser Typ, stirbt in der Weinpresse ...

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Eine Hommage an Menschen, die sich die Freiheit nehmen, anders zu sein

Worum geht's?

Dieses Buch widmet sich einem Artenschutzprogramm. Denn sie werden immer seltener, die schrägen Vögel. „Sie nisten“, schreibt Alfred Komarek, „im Schweigen der Schwätzer, unter den Dächern der Unbehausten, hinter den Regeln der Vernunft, über den Niederungen des Größenwahns, in Wissenslücken, Budgetlöchern und in der Höhle des Löwen.“ Zusehends fehlt es ihnen an Lebensraum. Höchste Zeit, ihnen Würdigung und Ermutigung zuteil werden zu lassen, in Worten, aber auch in den wunderbaren Bildern des Fotografen János Kalmár.

Eine Auswahl solcher rarer Köpfe ist in diesem Buch versammelt, u.a.:

Heini Staudinger: Idealist und Realist, friedfertiger Rebell, erfolgreicher Unternehmer.

Gottfried Umschaid: Weinkeller-Unterweltskönig, Winzer, Galerist, Künstler, Mitbegründer des „Nonseums“ im „verruckten“ Dorf Herrenbaumgarten.

Bodo Hell: Hüter der Worte und der Ziegen, gründlich geerdeter Sprachakrobat, kompliziert, weil nichts komplexer ist als das einfache Leben.

Martha Labil: Clown und Komödiantin fernab der Bühne, hemmungslos exponierte Akrobatin, möglichst unmöglich, befremdlich alltäglich.

Arnold Lobisser: Instrumentenbauer, Musiker und vieles mehr. Ein Lehrer, der nie auslernt, ein Künstler, der mit den Händen träumt, ein schöpferischer Handwerker.

Erscheinungstermin: 1. September 2014

Alfred Komarek
geboren 1945 in Bad Aussee. Literarischer Wegbegleiter durch Österreichs Kulturlandschaften, Essayist und Erzähler. Autor der „Polt“-Kriminalromane und der Salzkammergut-Tetralogie rund um den Publizisten Daniel Käfer. „Glauser“- und „Romy“-Preisträger, Toleranzpreis des österreichischen Buchhandels. Sieben Romane wurden von ORF und arte verfilmt. Lebt als freier Schriftsteller in Wien, Bad Aussee und Niederösterreich.


János Kalmár
geboren 1937 in Budapest, freier Fotograf in Wien. Veröffentlichungen u.a. in „Merian“, „Geo“, „Ambiente“, „Cosmopolitan“, „Harper’s Bazaar“. Über 40 Bildbände. Arbeitsschwerpunkte: kulturhistorische Themen, Landschafts- und Städteporträts, Phänomene des Lebens. V.a. Bücher wie „Laguna“, „Bauet Häuser und wohnet darin“ oder „Gelebte Räume“ zeigen die besondere Qualität seiner Arbeit. Ausstellungen im In- und Ausland.

>> Informationen zum Buch

Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr wissen wollt, wer diese schrägen Vögel sind und was sie zu einem schrägen Vogel macht, dann bewerbt euch bis einschließlich 1. September 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Schräge Vögel". Beschreibt uns doch einen "schrägen Vogel", dem ihr einmal begegnet seid und sagt uns auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Leseprobe (Vorwort):

Es gibt sie noch, die schrägen Vögel. Sie nisten im Schweigen der Schwätzer, unter den Dächern der Unbehausten, hinter den Regeln
der Vernunft, über den Niederungen des Größenwahns, in Wissenslücken, Budgetlöchern und in der Höhle des Löwen. Sie fliegen zu ebener Erde, sie fallen in den Himmel, sie wachen in ihren Träumen auf. Schräge Vögel sind zu allem fähig, sie nehmen sich alles heraus und denken nicht daran, alles hinzunehmen. Sie mögen Künstler oder Abteilungsleiter sein, Spötter oder Propheten,
Menschenfreunde oder Eigenbrötler, Clowns oder Gelehrte, Träumer oder Maschinisten, Forscher oder Eremiten, doch eines sind sie nie: so wie die andern.
Um sie wogt die breite Masse, überragt von Angebern, übertönt
von Schreihälsen, kommentiert von Besserwissern, gelenkt von Geschäftemachern, beherrscht von der angemaßten Macht der Mächtigen.
Ohne schräge Vögel wäre die Welt schier zum Verzweifeln, oder zumindest sehr, sehr langweilig.
Aber es fehlt zusehends an Lebensraum für diese ohnedies schon rar gewordene Spezies. Auch ihre Welt wird reglementiert, betoniert und parzelliert. Wer nicht in den Raster passt, passt nirgendwo
hin.
In diesem Buch geht es demnach um eine aussterbende Gattung
oder, positiv gesagt, um deren Würdigung und Ermutigung. Die schrägen Vögel mögen doch bitte, bitte weiter flattern: allen zur Freude, die gerne so wären wie sie, aber auch um jene zu ärgern,
die sich gestört sehen.
Fürs erste kann es nur um eine kleine Zahl rarer Köpfe gehen, aber sie stehen fürs Ganze. Die Auswahl zeugt von hemmungsloser
Willkür, die Beschreibung von ungenierter Subjektivität (passt ja irgendwie zum Thema).
Dennoch: Dies ist der Anfang eines ambitionierten Artenschutzprojektes.
Man wird ja lesen, wie es weitergeht.
Blausterns avatar
Letzter Beitrag von  Blausternvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alfred Komarek wurde am 05. Oktober 1945 in Bad Aussee (Österreich) geboren.

Alfred Komarek im Netz:

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