Alfred Komarek

 4 Sterne bei 229 Bewertungen
Autor von Polt muß weinen, Blumen für Polt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alfred Komarek

Alfred Komarek, geb. 1945, lebt als freier Schriftsteller in Wien, Bad Aussee und Niederösterreich. Vier seiner Polt-Romane – zuletzt »Polterabend« (2003) und »Polt« (2009) – wurden für den ORF und arte verfilmt.

Alle Bücher von Alfred Komarek

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Polt muß weinen

Polt muß weinen

 (34)
Erschienen am 13.09.2018
Blumen für Polt

Blumen für Polt

 (25)
Erschienen am 22.07.2013
Zwölf mal Polt

Zwölf mal Polt

 (23)
Erschienen am 11.04.2014
Polterabend

Polterabend

 (23)
Erschienen am 04.12.2014
Himmel, Polt und Hölle

Himmel, Polt und Hölle

 (19)
Erschienen am 10.12.2013
Polt.

Polt.

 (17)
Erschienen am 23.08.2011
Polt - Die Klassiker in einem Band

Polt - Die Klassiker in einem Band

 (8)
Erschienen am 12.03.2014

Neue Rezensionen zu Alfred Komarek

Neu

Rezension zu "Alfred" von Alfred Komarek

Eine etwas schräge Suche
Sikalvor 3 Monaten

Alfred ist gekommen um zu bleiben – und doch geht er wieder.

 

Der Leser ist aufgefordert den verschlungen Pfaden Alfreds zu folgen, was nicht immer ganz einfach ist. Der Weg Alfreds ist nicht immer ganz leicht nachzuvollziehen.

 

Der Autor Alfred (Komarek) zeichnet ein Bild einer Figur, welche vielleicht in jedem von uns steckt. Eine Figur, die auf der Suche ist und immer, wenn sie gefunden hat wonach sie scheinbar sucht, feststellen muss, dass es noch etwas anderes gibt. Alfred Komareks Alfred ist eine unruhige Figur – ein Suchender, der nicht weiß, wonach er sucht, ein Findender, der nicht weiß, dass er bereits gefunden hat wonach er sucht.

 

Die einzelnen Passagen geben dem Leser immer wieder Rätsel auf, nicht leicht zu verstehen worauf der Autor hinauswill – zumindest nicht sofort. Bei genauerer Betrachtung allerdings wird dem Leser unausweichlich klar, wer Alfred ist. Alfred ist der Leser. Der Leser, der auch in diesem Büchlein immer wieder angehalten ist zu suchen. Suchen, was der Autor Alfred vor ihm versteckt hält um es danach auszupacken, zu analysieren und festzustellen, dass er noch lange nicht am Ziel angekommen ist.

 

Um am Ziel der Reise durch das Büchlein anzugelangen, bedarf es allerdings mehr als nur das Lesen der vorgegebenen Zeilen – das Ziel steckt in uns allen und es wird bei jedem Leser ein anderes sein.

 

Ein Buch für Menschen, die während des Lesens nicht eingelullt werden wollen in eine Geschichte, die sich selbst erklärt, sondern ein Buch das dem Leser alles abverlangt – auch die Reflexion von sich selbst.

 

Alfred (Komarek) lädt uns mit diesem Werk ein, in uns selbst zu schauen. Vielleicht steckt ja auch ganz tief in uns der Alfred, den wir schon lange suchen…

5 Sterne

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Rezension zu "Alfred" von Alfred Komarek

Alfred im Wunderland
yesterdayvor 4 Monaten

Wohl in kaum einem anderen Stück Literatur begegnet man dieser besonderen Ausdrucksweise. Innerhalb eines Satzes wechselt Alfred Komarek hier teilweise zwischen Fantasie, Gesellschaftskritik und Märchen mit einer Prise (österreichischem) Humor.

Allgemein darf man als Landsmann oder Landsfrau auch die Austriazismen loben, mit denen man in diesen Fällen natürlich wenig Probleme haben sollte. Aber auch Leser aus Nachbarländern können meiner Meinung nach Alfred auf seiner Reise wunderbar begleiten, notfalls hilft das Internet.

Nicht nur Ausdruck und Stimmung wechseln schnell, Schauplätze, Gedanken und Personen drehen sich wie ein Karussell und reißen den Leser mit in einen Strudel voller skurriler Begegnungen und Abenteuer. Und sobald man dann etwas zur Ruhe kommt und ein paar Sätze entdeckt hat, die wieder gewohnter klingen, mehr “Realitätsbezug” haben, gehts ab auf die nächste wilde Fahrt.

“Alfred im Wunderland” wäre auch ein guter Titel und könnte den einen oder anderen davor bewahren, mit falschen Erwartungen zu starten. Wobei, das tut Protagonist Alfred auch immer wieder. Ein solcher Leser bekommt also quasi nicht nur Unerwartetes, sondern auch einen Spiegel vorgehalten.

“Alfred” ist kurzweilig und gleichzeitig herausfordernd, intellektuell vor allem für jene, die sich bemühen, sich all die Szenen, Begegnungen und Metaphern bildlich vorzustellen (Ja, der Wortwitz ist Absicht und würde auch gut ins Buch passen). Wer davon irgendwann genug hat, geht einfach in sich und verschwindet.

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Rezension zu "Alfred" von Alfred Komarek

Eine eigentümliche Reise durch die vielschichtige Welt der Sprache, Mythen, Märchen
RedCatvor 4 Monaten

Alfred ist in kleines Hardcover-Taschenbuch mit knapp 110 Seiten, das leicht in der Hand liegt und gut in kleinen Taschen verstaut werden kann und einen einfach mal ein paar Tage begleiten kann, da die Haptik sehr angenehm ist.

Nebenbei gesagt, liest es sich aber nicht so nebenbei. Man muss es schon konzentriert lesen, da versteckte Anspielungen – politisch, geschichtlich, sozial, mythologisch – schon die Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Aber es ist spaßig wenngleich auch zeitweise sehr anstrengend, mit Alfred auf der Reise zu sich selbst und zu seiner wahren Bestimmung zu sein.

Für mich war es dennoch ein besonderes Buch, so was ist mir noch nicht begegnet, da mir die Geschichte irgendwie abstrakt vorkam; gleichzeitig habe ich aber ebenso die Fülle an bildlichen Redewendungen faszinierend empfunden. Ein geschicktes Ineinandergreifen der Sprachelemente. Komarek schafft es auch immer wieder, eigentlich nicht miteinander einhergehende Vergleiche dennoch passend und absurd in Szene zu setzen, so kann Alfred 'geschwätzig schweigen' und sich selbst in den Rücken fallen! Es wird zu Tode gelacht und weitergelebt....

Auf seiner Reise begegnet den eigentümlichsten Gestalten, mit denen er tiefsinnige oder auch absurde Gespräche führt.

Er begegnet der Schlange aus dem Paradies, lernt einen gefallenen/verlorenen Engel kennen, darf sich auf einer Galeere beweisen, trifft Schreckgespenster, die ihr Glück in der Politik suchen, wohnt eine zeitlang bei Wölfen, die mit Rotkäppchen zu tun haben und führt Dialoge mit Störtebecker. Sogar bei einer Fee hat er drei Wünsche frei.

Und wenn ich mir die Geschichte so anschaue, kommt sie mir fast wie ein Traum vor, da im Traum die unmöglichsten Sachen zusammenpassen und aufeinandertreffen und weitab jeglicher Logik miteinander harmonieren oder auch disharmonieren. Und ein Traum spiegelt das wider, was in einem vorgeht, persönlich und hier auch 'global'.

Ich habe (leider) oft den Faden verloren und bin dann, ohne eine richtige Verknüpfung herzustellen, wieder eingestiegen. Mich hat vieles verwirrt und irritiert und dennoch gleichermaßen fasziniert, dass jemand seine Gedanken so zu Papier bringen kann und mich als Leser grübelnd zurücklässt.

Diese „LeseLUSTreise“ war für mich fast schon eine „LeseLASTreise“, da das Sprachgepäck sehr schwer und kompakt war – für mich jedenfalls. Aber eine literarische Herausforderung!

Tja, und vielleicht sehe ich ja nur das „halbe Leben“ - sei's drum...

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Gespräche aus der Community

Neu

Wer sich auf Alfreds Wege und Irrwege einlässt, 
könnte ans Ziel kommen,
wer die Moral der Geschichte sucht, 
wird ein paar köstliche Sünden finden. 

Und irgendeinen Alfred haben wir alle in uns.

Schlagt Alfred Komareks neues Buch auf und begebt euch auf eine fabelhafte Lesereise. Allen Abenteurern, TräumerInnen und Alltagsflüchtigen sei diese einzigartige Genusslektüre wärmstens ans Herz gelegt. Komareks neue lebensphilosophische Botschaft hat uns gerade in unserer entfesselt rasanten Gegenwart viel zu sagen.

Ein Buch zum Zurücklehnen, Schmunzeln, Runterkommen und Immer-wieder-neu-Entdecken: Alfred ist eine federleichte Einübung in Achtsamkeit und eine fantasievolle Aufforderung zu lustvoller Langsamkeit.

Smartphone aus, Fantasie an – „Alfred“ ist Spazierengehen im Geist


Mit Alfred auf die Reise gehen, heißt berührt und bezaubert sein, irritiert und erheitert, und oft mehreres zugleich. Alfred Komarek erzählt von seinem Alfred ebenso spielerisch wie präzise, weicht keinem Himmel und keiner Hölle aus. Nicht zuletzt gibt er ihm aber schier unverwüstliche Lust am Leben mit. 
Sein Geheimnis liegt im Umgang mit der Umwelt und den Mitmenschen. Fantasie braucht es, um durch das Leben zu kommen, und ein hohes Maß an Rücksicht und natürlich ein Auge für die kleinen Dinge im Alltag. 

„Wer Alfred Komareks Welt nicht wahrnimmt, sieht nur das halbe Leben.“
DIE WELT

Bewerbt euch sich bis zum 4. Februar 2018 und gewinnt eines von 10 Exemplaren von "Alfred".

Euer Haymon-Team


* Jeder der mitspielt, sollte bereit sein, im Gewinnfall eine Rezension zu schreiben und zu posten.

** Da es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde, ist eine Diskussion mit dem Autor und Moderation nicht vorgesehen. Zum Diskutieren und zum regen Austausch eurer Leseerlebnisse seid ihr aber selbstverständlich herzlich eingeladen! Wir sind schon gespannt auf eure Erfahrungen und Eindrücke!

Zur Buchverlosung

Eine Hommage an Menschen, die sich die Freiheit nehmen, anders zu sein

Worum geht's?

Dieses Buch widmet sich einem Artenschutzprogramm. Denn sie werden immer seltener, die schrägen Vögel. „Sie nisten“, schreibt Alfred Komarek, „im Schweigen der Schwätzer, unter den Dächern der Unbehausten, hinter den Regeln der Vernunft, über den Niederungen des Größenwahns, in Wissenslücken, Budgetlöchern und in der Höhle des Löwen.“ Zusehends fehlt es ihnen an Lebensraum. Höchste Zeit, ihnen Würdigung und Ermutigung zuteil werden zu lassen, in Worten, aber auch in den wunderbaren Bildern des Fotografen János Kalmár.

Eine Auswahl solcher rarer Köpfe ist in diesem Buch versammelt, u.a.:

Heini Staudinger: Idealist und Realist, friedfertiger Rebell, erfolgreicher Unternehmer.

Gottfried Umschaid: Weinkeller-Unterweltskönig, Winzer, Galerist, Künstler, Mitbegründer des „Nonseums“ im „verruckten“ Dorf Herrenbaumgarten.

Bodo Hell: Hüter der Worte und der Ziegen, gründlich geerdeter Sprachakrobat, kompliziert, weil nichts komplexer ist als das einfache Leben.

Martha Labil: Clown und Komödiantin fernab der Bühne, hemmungslos exponierte Akrobatin, möglichst unmöglich, befremdlich alltäglich.

Arnold Lobisser: Instrumentenbauer, Musiker und vieles mehr. Ein Lehrer, der nie auslernt, ein Künstler, der mit den Händen träumt, ein schöpferischer Handwerker.

Erscheinungstermin: 1. September 2014

Alfred Komarek
geboren 1945 in Bad Aussee. Literarischer Wegbegleiter durch Österreichs Kulturlandschaften, Essayist und Erzähler. Autor der „Polt“-Kriminalromane und der Salzkammergut-Tetralogie rund um den Publizisten Daniel Käfer. „Glauser“- und „Romy“-Preisträger, Toleranzpreis des österreichischen Buchhandels. Sieben Romane wurden von ORF und arte verfilmt. Lebt als freier Schriftsteller in Wien, Bad Aussee und Niederösterreich.


János Kalmár
geboren 1937 in Budapest, freier Fotograf in Wien. Veröffentlichungen u.a. in „Merian“, „Geo“, „Ambiente“, „Cosmopolitan“, „Harper’s Bazaar“. Über 40 Bildbände. Arbeitsschwerpunkte: kulturhistorische Themen, Landschafts- und Städteporträts, Phänomene des Lebens. V.a. Bücher wie „Laguna“, „Bauet Häuser und wohnet darin“ oder „Gelebte Räume“ zeigen die besondere Qualität seiner Arbeit. Ausstellungen im In- und Ausland.

>> Informationen zum Buch

Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr wissen wollt, wer diese schrägen Vögel sind und was sie zu einem schrägen Vogel macht, dann bewerbt euch bis einschließlich 1. September 2014 für eines von 15 Leseexemplaren von "Schräge Vögel". Beschreibt uns doch einen "schrägen Vogel", dem ihr einmal begegnet seid und sagt uns auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

> Besucht unsere neue Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Leseprobe (Vorwort):

Es gibt sie noch, die schrägen Vögel. Sie nisten im Schweigen der Schwätzer, unter den Dächern der Unbehausten, hinter den Regeln
der Vernunft, über den Niederungen des Größenwahns, in Wissenslücken, Budgetlöchern und in der Höhle des Löwen. Sie fliegen zu ebener Erde, sie fallen in den Himmel, sie wachen in ihren Träumen auf. Schräge Vögel sind zu allem fähig, sie nehmen sich alles heraus und denken nicht daran, alles hinzunehmen. Sie mögen Künstler oder Abteilungsleiter sein, Spötter oder Propheten,
Menschenfreunde oder Eigenbrötler, Clowns oder Gelehrte, Träumer oder Maschinisten, Forscher oder Eremiten, doch eines sind sie nie: so wie die andern.
Um sie wogt die breite Masse, überragt von Angebern, übertönt
von Schreihälsen, kommentiert von Besserwissern, gelenkt von Geschäftemachern, beherrscht von der angemaßten Macht der Mächtigen.
Ohne schräge Vögel wäre die Welt schier zum Verzweifeln, oder zumindest sehr, sehr langweilig.
Aber es fehlt zusehends an Lebensraum für diese ohnedies schon rar gewordene Spezies. Auch ihre Welt wird reglementiert, betoniert und parzelliert. Wer nicht in den Raster passt, passt nirgendwo
hin.
In diesem Buch geht es demnach um eine aussterbende Gattung
oder, positiv gesagt, um deren Würdigung und Ermutigung. Die schrägen Vögel mögen doch bitte, bitte weiter flattern: allen zur Freude, die gerne so wären wie sie, aber auch um jene zu ärgern,
die sich gestört sehen.
Fürs erste kann es nur um eine kleine Zahl rarer Köpfe gehen, aber sie stehen fürs Ganze. Die Auswahl zeugt von hemmungsloser
Willkür, die Beschreibung von ungenierter Subjektivität (passt ja irgendwie zum Thema).
Dennoch: Dies ist der Anfang eines ambitionierten Artenschutzprojektes.
Man wird ja lesen, wie es weitergeht.
Letzter Beitrag von  Blausternvor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Alfred Komarek wurde am 05. Oktober 1945 in Bad Aussee (Österreich) geboren.

Alfred Komarek im Netz:

Community-Statistik

in 172 Bibliotheken

auf 13 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

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