Alfred Neven DuMont

 3.8 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Vaters Rückkehr, Reise zu Lena und weiteren Büchern.
Alfred Neven DuMont

Lebenslauf von Alfred Neven DuMont

Der deutsche Verleger Alfred Neven DuMont kommt am 29.03.1927 in Köln zur Welt. Nachdem er zunächst an den Münchner Kammerspielen tätig war und in München und Chicago ein Studium absolvierte, trat er 1953 in den Verlag M. DuMont Schauberg ein. Von 1960 an wirkt er als Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeigers und gründete kurz darauf die Boulevardzeitung Express. Seit 1990 ist er darüber hinaus Herausgeber der Mitteldeutschen Zeitung und seit 2006 der Frankfurter Rundschau. 2008 folgte überdies die Berliner Zeitung. Seit 2006 ist Alfred Neven DuMont Gesellschafter der israelischen Zeitung Ha’ aretz. Der Kölner ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt und Honorarprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2009 veröffentlichte er sein Romandebüt "Reise zu Lena", der im Herbst darauf in den USA erschienen ist. 2011 folgt sein aktuelles Werk "Vaters Rückkehr".

Alle Bücher von Alfred Neven DuMont

Alfred Neven DuMontVaters Rückkehr
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Vaters Rückkehr
Vaters Rückkehr
 (4)
Erschienen am 14.09.2011
Alfred Neven DuMontReise zu Lena
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Reise zu Lena
Reise zu Lena
 (3)
Erschienen am 23.08.2010
Alfred Neven DuMontJahrgang 1926/27
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Jahrgang 1926/27
Jahrgang 1926/27
 (3)
Erschienen am 17.04.2009
Alfred Neven DuMontDrei Mütter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Drei Mütter
Drei Mütter
 (1)
Erschienen am 14.03.2013
Alfred Neven DuMontDie verschlossene Tür
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Die verschlossene Tür
Die verschlossene Tür
 (0)
Erschienen am 28.08.2003
Alfred Neven DuMontMein 9. November
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mein 9. November
Mein 9. November
 (0)
Erschienen am 24.08.2009
Alfred Neven DuMontMein Leben: Die Jahre von 1927 bis 1968
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mein Leben: Die Jahre von 1927 bis 1968
Mein Leben: Die Jahre von 1927 bis 1968
 (0)
Erschienen am 26.08.2015

Neue Rezensionen zu Alfred Neven DuMont

Neu
Claris avatar

Rezension zu "Drei Mütter" von Alfred Neven DuMont

Kindheit ,Liebe, Lust und Leidenschaft
Clarivor 5 Jahren

Handelt es sich hier um einen Liebesroman oder um einen Entwicklungsroman?

Ich vermute beides.

Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Junge Alwyn, der zu Beginn der Erzählung etwa fünf Jahre alt ist. Er wird von einer bildschönen Mutter versorgt, die ihn zärtlich liebt und ihm alle körperliche Wohltaten einer stillenden Mutter zuteil werden lässt. Leider steht es um die Ehe der Eltern nicht zum Besten. Als der Vater schließlich die Familie verlässt, verlustiert sich die Mutter mit einem neuen Liebhaber. Alwyn gerät nun in die Fänge seiner fünf Jahre älteren Schwester Alwena. Sie erzieht ihren Bruder, liebt und züchtigt ihn. Diese fast inzestuöse Beziehung zeitigt jedoch auch seelische Folgen.

 

Als Alwyn in die Schule muss, passt ihm das gar nicht. Verwöhnt, hübsch und klug zieht er den Neid der Mitschüler auf sich, bis Egon erscheint. Jetzt hat er einen Beschützerfreund, der zugleich noch die Lehrfunktionen von Alwena genießt. Sie macht aus Egon einen passablen Schüler.

 

In dieser wohligen Kinderwelt gibt es kaum Kummer aber viel Eros und Wohlgefallen. Doch ganz unberührt bleibt der Knabe nicht von der Verfolgung böser Geister, hinter der sich eine verkappte Depression verbirgt.

 

Alwyn wächst heran und ist der Liebling der Frauen. An Zuwendung mangelt es ihm nie. Er ist klug und lernt leicht, so dass er ein äußerlich unbeschwertes Leben führt.

 

Alfred Neven DuMont erzählt die Geschichte seines sensiblen und vom Glück begünstigten Helden mit Liebe und Einfallsreichtum. Malerische Landschaftseindrücke, ein träumerischer Liebling der Götter; so ist das Leben in Freuden perfekt! Um ihn herum mögen die Beziehungen in die Brüche gehen: er bleibt der unangefochtene Held, den fast nichts aus der Bahn wirft, denn an liebestollen Frauen mangelt es ihm nicht.

Erst bei dem Besuch seines Großvaters in Afrika erfährt er, wie sehr ihm ein beschützender Vaterfreund gefehlt hat!

Mit zahlreichen Liebesszenen angereichert wird die Geschichte  leicht, ruhig und einfühlsam beschrieben. Ist die Mutter auch exzentrisch und der Vater oft abwesend: unser Helden meistert sein Leben ungestört. Der Großvater in Afrika aber ist seine große Entdeckung, denn er in ihm findet er einen liebevollen und weisen väterlichen Freund.

 

Die Entwicklung vom vergötterten Kleinkind zum schönen und klugen Mann geht insgesamt jedoch ohne schwere Einbrüche vonstatten. 

Alwyn geht seinen Weg  und schließt Frieden mit seinen diversen Freundinnen und Bezugspersonen. Einzig seine Besitz ergreifende Schwester wird mit seiner Loslösung von ihr nicht fertig.

 

Die ruhige, liebenswürdig daher erzählte Geschichte liest sich unbeschwert und einfach. Man findet Vergnügen an einem Leben mit geringen Aufregungen und Kümmernissen, wenn es so auch der wirklichen Welt kaum entspricht. Soll um ihn herum die Welt in Trümmern liegen. Alwyn bewegt sich unberührt von Betrübnissen und schwerem Leid des Lebens zwischen den ihn liebenden Frauen um ihn herum auf Forschungspfaden. Er wird ein glücklicher Mann. Und wir erleben die Entwicklung einer Adoleszenz, die ihresgleichen sucht.

 

Eine leichte und kurzweilige Lektüre bietet Alfred Neven DuMont mit diesem Roman seinem geneigten Lesepublikum.

 

Kommentieren0
7
Teilen
Dupsis avatar

Rezension zu "Reise zu Lena" von Alfred Neven DuMont

Rezension zu "Reise zu Lena" von Alfred Neven DuMont
Dupsivor 6 Jahren

„Ich glaube, ich habe mit allem gerechnet, mit Krankheiten, Versagen, Vergessen, aber nicht mit der Zeit. Die Zeit hat uns besiegt, aber sie ist nie als Gegner aufgetreten. Sie kam auf leisen Sohlen über Nacht und nistete sich heimlich ein. Kann man Zeit anfassen? Sie rütteln, mit ihr ringen, sie zurückschlagen, gar besiegen? Ich weiß es nicht.“ (S.196)

Zwei Jahre ist es her, dass Albert und seine Frau ihre Tochter verloren haben. Nach einem Tauchgang ist sie nicht zurückgekehrt und beide sind weit davon entfernt, den Verlust zu überwunden. Albert zieht sich vollkommen in sich zurück, versinkt in Depressionen, bis eines Tages Christie auftaucht, die beste Freundin seiner Tochter Glorie. Sie will Licht in das Dunkel um den Tod von Glorie bringen und nimmt Albert in Abwesenheit seiner Frau mit aufs Land, um ihm dort die Wahrheit zu erzählen.
Doch er findet dort viel mehr. Er findet zu sich selbst…


Ein Buch, dessen Sprache man fast als Poesie bezeichnen könnte. Es ist eine traurige Geschichte, aber doch auch eine voller Leben, voller Gefühl. Auf diese Geschichte sollte man sich einlassen können, denn Albert ist kein einfacher Charakter, den ich manchmal am liebsten geschüttelt hätte, um ihn aus dem schwarzen Loch seiner Gedanken herauszuholen. Doch die Sprache hat mich schlichtweg gefangen genommen, ließ mich bis zum Ende nicht mehr los, auch wenn ich mit dem Ende an sich nicht wirklich zufrieden war. Ich hätte es mir anders gewünscht, deshalb gibt es auch einen Stern Abzug von mir, wenn das Buch auch sonst etwas Besonderes ist. Ein Buch, das sich mit einem Thema auseinandersetzt, an das sich nicht viele herantrauen.

Kommentieren0
8
Teilen
M

Rezension zu "Vaters Rückkehr" von Alfred Neven DuMont

Rezension zu "Vaters Rückkehr" von Alfred Neven DuMont
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Über eine schmerzliche Beziehung

Bei der Verfassung des Buches hat sich Alfred Neven DuMont, der Zeitungsmogul, wohl eher nicht vorgestellt, dass in der nun entstandenen Familiensituation zwischen ihm und seinem Sohn durchaus aktueller Zündstoff allein schon aus dem Titel des Buches heraus im Raume stehen könnte. Oder doch? Wer weiß, wieweit die Wurzeln des aktuellen Konfliktes zurückreichen und ob „Vaters Rückkehr“ tatsächlich nur ein Roman ist, oder ein Spiegel der aktuellen Lebenssituation? Oder eher doch eine Replik auf die eigene Vaterbeziehung? Fragen, die offen bleiben, die auch gar nicht letztendlich beantwortet werden müssen. Denn durch diese Hintergründe, vor allem aber durch die Form und Sprache des Romans, tritt die Geschichte ein in die mögliche Realität und bindet sich durchaus an eine Erfahrungen vieler Leser an (nicht nur der männlichen, auch wenn diese durchaus zuerst sich angesprochen fühlen könnten, als Söhne und Väter).

Anders aber zunächst als die handfesten Auseinandersetzungen im wahren Leben der DuMonts zur Zeit beginnt das Buch quasi auf der Sonnenseite des Lebens, auf der sich Karl, ein erfolgreicher Banker, befindet. Alles läuft rund, Familie, Beruf, Umfeld stimmig, wunderbar könnte das Leben sein und bleiben, wenn nicht der längst für tot erachtete Vater Karls auf einmal wieder äußerst lebendig im Raum stehen würde.

Nicht irgendein Vater ist es, mit dem sich der Ich-Erzähler des Buches nun auseinanderzusetzen hat, sondern „der“ Vater. Vital. Stark. Übermächtig. Einnehmend im Wesen (Frau und Kinder Karls sind fast umgehend in den Bann des „alten Herren“ gezogen).
„Wie gut ist es, wieder zu Hause zu sein“, jubiliert der Vater. Und auch die Haushilfe Käthe lässt sich gerne von diesem Charmeur mit der starken Persönlichkeit herumwirbeln und bezirzen. Mithin das gesamt Umfeld Karls wendet sich dem Vater fraternisierend zu.

Seite für Seite fühlt sich Karl mehr und mehr an die Wand gedrückt. Alte Erinnerungen tauchen wieder auf, Erinnerungen an eine unglückliche Familiengeschichte, den Tod der Mutter, die innere Konkurrenz zum Vater, die Karl in jungen Jahren nicht bestehen konnte.

Auch augenzwinkernde Geständnisse des Vaters im halbernsten Ton über seine Zeit als „Tango-Vortänzer“ und die tanzbedingte körperliche Nähe zu seiner damaligen Tanzpartnerin (in allen Ehren natürlich, was für eine Frage!) führen nicht zu einer Form erwachsen-freundschaftlichen Verhältnisses.

Und auch, als der alten Hans gen Ende des Buches betont, „Du hattest einen Vater, der sich immer um Dich bemüht hat“, kann Karl auch nach diesem neuerlichen Einfall des Vaters in sein Leben nur bitter antworten „Sein Bemühen ist nicht zu mir durchgedrungen“. Höchstens das Bemühendem Sohn immer den Rang abzulaufen. Ihn unten zu halten. Nun eben in dessen eigenen Leben. Das Bemühen eines Vaters, der zu diesem Zeitpunkt schon wieder nicht mehr anzutreffen ist im Leben Karls. So bleibt doch ein Stück offen, inwieweit eine Befriedung beider innerlich tatsächlich möglich war und ob alte Wunden wirklich heilen können, wenn die Personen sich im Wesen nicht ändern.

Und es bleibt offen, wieweit Alfred Neven DuMont bei so vielen inneren Ähnlichkeiten in der eigenen Familiengeschichte hier wirklich nur eine Fiktion zu Papier gebracht hat.

„Vaters Rückkehr“ ist ein Roman der inneren Auseinandersetzung und trifft das Wesen vieler Vater-Sohn Beziehungen (nicht nur in traditionellen Familienbildern) oft schmerzlich auf den Punkt, bietet Ansätze zu einem Verstehen der Generationen, aber lässt auch resignierende Eindrücke mit zurück. Lesenswert ist die Geschichte des sich „plötzlich wieder als Kind“ innerlich vorfindenden Karl auf jeden Fall.

Kommentieren0
11
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Alfred Neven DuMont wurde am 28. März 1927 in Köln (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 20 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks