Alfred Neven DuMont Taschenbücher / Reise zu Lena

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Inhaltsangabe zu „Taschenbücher / Reise zu Lena“ von Alfred Neven DuMont

Für das Ehepaar Albert und Ann bricht eine Welt zusammen, als ihre Tochter Glorie eines Tages von einem Tauchgang nicht mehr zurückkehrt. Erschüttert lässt Albert alles hinter sich zurück und bricht auf, um sich selbst zu finden.

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  • Rezension zu "Reise zu Lena" von Alfred Neven DuMont

    Taschenbücher / Reise zu Lena

    Dupsi

    09. September 2012 um 20:41

    „Ich glaube, ich habe mit allem gerechnet, mit Krankheiten, Versagen, Vergessen, aber nicht mit der Zeit. Die Zeit hat uns besiegt, aber sie ist nie als Gegner aufgetreten. Sie kam auf leisen Sohlen über Nacht und nistete sich heimlich ein. Kann man Zeit anfassen? Sie rütteln, mit ihr ringen, sie zurückschlagen, gar besiegen? Ich weiß es nicht.“ (S.196) Zwei Jahre ist es her, dass Albert und seine Frau ihre Tochter verloren haben. Nach einem Tauchgang ist sie nicht zurückgekehrt und beide sind weit davon entfernt, den Verlust zu überwunden. Albert zieht sich vollkommen in sich zurück, versinkt in Depressionen, bis eines Tages Christie auftaucht, die beste Freundin seiner Tochter Glorie. Sie will Licht in das Dunkel um den Tod von Glorie bringen und nimmt Albert in Abwesenheit seiner Frau mit aufs Land, um ihm dort die Wahrheit zu erzählen. Doch er findet dort viel mehr. Er findet zu sich selbst… Ein Buch, dessen Sprache man fast als Poesie bezeichnen könnte. Es ist eine traurige Geschichte, aber doch auch eine voller Leben, voller Gefühl. Auf diese Geschichte sollte man sich einlassen können, denn Albert ist kein einfacher Charakter, den ich manchmal am liebsten geschüttelt hätte, um ihn aus dem schwarzen Loch seiner Gedanken herauszuholen. Doch die Sprache hat mich schlichtweg gefangen genommen, ließ mich bis zum Ende nicht mehr los, auch wenn ich mit dem Ende an sich nicht wirklich zufrieden war. Ich hätte es mir anders gewünscht, deshalb gibt es auch einen Stern Abzug von mir, wenn das Buch auch sonst etwas Besonderes ist. Ein Buch, das sich mit einem Thema auseinandersetzt, an das sich nicht viele herantrauen.

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  • Rezension zu "Reise zu Lena" von Alfred Neven DuMont

    Taschenbücher / Reise zu Lena

    Ailis

    31. August 2010 um 18:43

    Alfred Neven DuMonts Roman "Reise zu Lena" erzählt die Geschichte von Albert und Ann, die ihre geliebte Tochter Glorie an die Tiefe der See verloren haben. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Christie, die eher Schwester als Freundin und seit Jahren Teil der Familie war, reiste Glorie zum Tauchen auf die Cayman-Inseln und kam von ihrem letzten Tauchgang nicht zurück. Alles, was den Eltern von ihrer Tochter bleibt, ist ein Totenschein, den Christie ihnen nahezu wortlos überreicht. Fortan nagen vor allem an Albert die Zweifel zum Tod seiner Tochter, aber auch Vorwürfe und Ängste, ob er es nicht hätte verhindern können - doch wie will er das wissen, wo er doch nicht weiß, was wirklich geschehen ist auf dieser Insel mitten in der Karibik? Mehr als zwei Jahre nach Glories Tod - Ann ist gerade verreist, um ihrer sterbenden Schwester beizustehen -, erscheint Christie wie aus dem Nichts in ihrer Heimatstadt und entführt Albert auf einen mehrtägigen Ausflug zu ihrer Mutter Lena. Und dort, in der Abgeschiedenheit des Landlebens, soll Albert erfahren, was genau damals geschah... Ich habe mich mit diesem Buch eher schwer getan. Die Sprache mutet sehr altmodisch an und wirkt gestelzt, besonders die Dialoge liegen jenseits dessen, was für wahre Gespräche realistisch sein dürfte. Die ganze Wortwahl ist antiquiert und Neven DuMont scheint ein großer Freund von Sinndoppelungen zu sein. Immer wieder reiht er mehrere semantisch ähnliche oder verwandte Begriffe aneinander, wie Perlen an einer Kette, um eine Situation oder ein Gefühl möglichst deutlich zu beschreiben. Manche mögen in diesem Verfahren die Eloquenz des Autors sehen, die ich auch nicht bestreiten möchte, aber für meinen Geschmack war es zu viel des Guten, der Roman war dadurch anstrengend zu lesen. Hier ein kleines Beispiel: //"Es kommt ihnen vielleicht merkwürdig, abseitig vor oder schlimmer: ohne jeden Belang, bedeutungslos, lächerlich. Was ist diese Angst vor der Angst? Diese unbegreifliche, unergründliche Angst, die sich auf nichts Fassbares bezieht, die einfach nur das ist, sinnlos, wesenlos, nicht zu packen. Oder habe ich mich selber eingekerkert, aus Stolz, aus Dummheit, aus mangelnder Liebe? [...]"// Wer diesen getragenen Stil mag, wird sicher nichts falsch machen, wenn er zu diesem Roman greift, denn die Geschichte, die der Autor uns erzählt, kann einen gefangennehmen. Es ist die Geschichte von Missverständnissen und Lügen, die aus falscher Zuneigung heraus entstehen und mit denen wir glauben leben zu können - doch sie holen uns irgendwann ein, und was dann? So geht es Albert und Ann und auch Christie und ihrer Mutter Lena. Zu lange haben sie geschwiegen und Wichtiges verschwiegen, bis sie plötzlich merken, dass das Leben mehr sein muss als das, was es ihnen bisher war. "Reise zu Lena" zeigt, welche Tiefen und Untiefen in menschlichen Beziehungen lauern und das nichts mehr ist, wie es scheint, wenn man kurze Zeit ohne Scheuklappen und Ängste lebt. Es ist eine Abrechnung mit dem Leben, zugleich aber auch Plädoyer für das Leben.

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