Alfred Wallon

 3.4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Sterben kann ich morgen noch, Dark Worlds und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alfred Wallon

Ich weiß nicht, ob man es als Flucht, Besessenheit oder ganz einfach nur Engagement bezeichnen kann – diese Beurteilung überlasse ich besser anderen. Aber Tatsache ist, daß ich – soweit ich mich zurückerinnern kann – schon immer ein Faible fürs Lesen hatte. Das fing schon an, als ich in die Grundschule kam und dann mit den ersten "bunten Bildern" konfrontiert wurde. Es folgten Comics aus der guten alten Zeit des Lehning-Verlages. Sigurd, Falk, Tibor und Nick – wer damit aufgewachsen ist, weiß was ich damit sagen will. Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwer es damals war, überhaupt an diese Hefte zu kommen Man möge bedenken, daß ich in einem recht kleinen Dorf aufgewachsen bin und eine Fahrt nach Marburg – die nächst größere Stadt – schon etwas Besonderes darstellte. Frankfurt war noch ganz weit weg damals, fast unerreichbar... Dann kam der Tag, an dem ich zu registrieren begann, daß mein Vater Heftromane las – meist Western. G.F.Unger, Robert Ullman, U.H.Wilken, die Klassiker des deutschen Western. Ich begann mich dafür zu interessieren, da Western im Fernsehen längst zu meinen Lieblingen zählte. Das war zu einer Zeit, wo es noch etwas Besonderes war, einmal pro Woche jeden Sonntag um 18 Uhr Bonanza oder Shiloh Ranch zu sehen – oder Dienstag abend um 21 Uhr High Chaparral oder Hondo. Wir hatten drei Fernsehprogramme. Mehr nicht – und das reichte auch. Mein Vater war dagegen, daß ich Heftromane zu lesen begann – und er war alles andere als begeistert, als er mich immer öfter dabei ertappte. Zu diesem Zeitpunkt ging ich bereits nach Marburg aufs Gymnasium und entdeckte die Gesetze des Heftromans – in der Form eines Kiosks in unmittelbarer Nähe meiner Schule, wo es einmal in der Woche jeden Dienstag morgen neue Romane gab. So wurde ich zum Leser und Sammler und setzte zum Leidwesen meiner Eltern den größten Teil meines Taschengeldes in "Schundromane" um. In der 8.Klasse eben jenes Gymnasiums bekamen wir im Englischunterricht ein kleines Buch zu lesen - es nannte sich "Pioneer days of Kentucky - life and adventures of Daniel Boone". Es wurde dann eine Klassenarbeit anberaumt, die zum Ziel hatte, ein Kapitel nachzuerzählen und dann in der eigenen Phantasie einfach weiter zu schreiben. Alles in englisch! Ich habe damals mehr als 10 Seiten Text geschrieben und war selbst beim Klingeln zur Pause immer noch nicht zu stoppen. Wahrscheinlich war das die eigentliche Geburtsstunde meiner Autorentätigkeit. Irgendwann mit 14 oder 15 – ich glaube, es war um diese Zeit – war ich schon so tief in dem Genre drin, daß ich mir fest vornahm, auch einmal einen Roman zu schreiben. Beeinflußt von den Serien der 70er-Jahre schrieb ich meine erste Western-Serie RINGO – DER GEÄCHTETE. Es handelte sich um eine 30-bändige Serie á 32 Seiten, alle mit einer recht antiquierten Schreibmaschine auf Zeichenblockpapier geschrieben, und mit eigenen Titelbildern. Es folgten weitere Romane in der Art, so 50 an der Zahl. Alle nur für mich selbst, und niemals mit dem Gedanken, sie jemals veröffentlichen zu wollen ( was bis heute auch noch nicht geschehen ist ). Es war eben etwas sehr Kreatives für mich – und das hielt ich persönlich für besser, als sich jedes Wochenende auf den Sportplatz zu stellen und irgendeiner Fußballmannschaft beim Verlieren zuzusehen. Viel mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gab es damals nicht. Aber man wird älter, und der Erfahrungshorizont erweitert sich. Mit dem Führerschein und dem ersten Auto – und vor allen Dingen mit dem Schritt ins Berufsleben ändert sich so manches. Nicht aber die Liebe zum Lesen und sammeln, die ich bis heute beibehalten habe. Und dann wollte ich es wissen: ich setzte mich hin und schrieb meinen ersten "richtigen" Western. Er hieß "Die Dollarwölfe von Abilene" und war natürlich beeinflußt von den Fernsehserien früherer Jahre. Er mußte aber historisch sein, das war immer meine Leitlinie. Ich wußte damals kaum etwas über Redakteure und Lektoren und deren Vorlieben – ich wußte nur, daß ich selbst den Roman für sehr gut hielt und sah deshalb keinen Grund darin, warum es andere nicht tun sollten. Die Ernüchterung kam dann sehr rasch. Der Bastei-Verlag schrieb mir, der Roman sei zu wirklichkeitsgetreu und passe demzufolge nicht in die laufenden Serien. Es dauerte dann über ein halbes Jahr, bis ich schließlich beim Kelter-Verlag in Hamburg auf Gehör stieß. Aber nur deshalb, weil der zuständige Redakteur Günter Triedwindt ein Freund von historischen Western war – deshalb gab er mir eine Chance. Und so erschien mein erster Roman in der Reihe US-WESTERN als Band 41. Vier weitere sollten noch folgen, bis die ganze Reihe dann eingestellt wurde und dies auch das Aus für mich bedeutete. Dann ging ich wieder auf die Suche – aber diesmal war es leichter als zu Beginn. Denn jetzt hatte ich ja schon fünf veröffentlichte Heftromane vorzuweisen und war also kein Anfänger mehr. Ich hatte Glück und konnte als Autor beim Marken-Verlag in Köln ( ich wünschte, es gäbe ihn heute noch ) einsteigen. Bei den Serien WESTERN-WOLF, BRONSON, 320 PS-JIM, und ZWEI TEUFELSKERLE konnte ich dann mitschreiben. Sowohl unter meinem bisherigen Pseudonym Al Wallon als auch unter dem neuen Pseudonym Chuck Malone. Mein erster Buchmessebesuch war 1982 – dort kam dann auch der Kontakt mit Bastei und Pabel zustande. Und dann war ich "drin"! Ich schrieb bei KOMMISSAR X mit, parallel bei Bastei in der Heftserie FANTASY und machte dann auch meine ersten Gehversuche im Sektor der Frauenromane. Dieses Genre sollte man nicht unterschätzen, denn immerhin stellt es rückblickend gesehen, mehr als 40 % meines ganzen Schaffens dar. Und wenn man es von dem Umsatzzahlen her betrachtet, waren meine Liebes- und Erotikromane am erfolgreichtsten, denn sie wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Zuletzt im vergangenen Jahr ins Russische. Man müßte eine separate Homepage erstellen, um hier alle Romane und Serien aufzulisten, an denen ich mitgeschrieben habe - zumindest habe ich aber versucht, den größten Teil davon in einer extra Rubrik aufzulisten. Pseudonyme wie Martin Kirchner, Liesel Lechner, Alfred Wallner, Claudine Wallon, Mandy Martin, Alida Walden und Claudia von Sternberg – all dies bin ich. Und ich vertrete auch heute noch die Meinung, daß ein Heimatroman ebenso eine spannende Sache wie ein Western sein kann. Aber nur unter der Voraussetzung, wenn man glaubhafte Charaktere und eine ebensolche Handlung zu schildern versteht. Als jemand, der in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist und auch heute noch dort lebt, kenne ich aus eigener Erfahrung dieses Bild und habe es – so denke ich jedenfalls – recht erfolgreich in meinen Bergromanen beschrieben. Der eine oder andere fiktive Almbauer oder Bürgermeister dürfte einen realen Gegenpart haben... Ende der 80er Jahre kam dann die große Ernüchterung für mich, denn die Vielfalt der Heftromanverlage schrumpfte gewaltig zusammen. Pabel reduzierte sein komplettes Programm auf Perry Rhodan, Kelter ging größtenteils auf Nachdrucke über, und Bastei verfolgte eine Schiene, mit der ich mich damals nicht identifizieren konnte. Insbesondere im Western-Bereich favorisierte man Sex und Action, aber man muß das tolerieren aus kaufmännischer Sicht. Jeder Verlag arbeitet gewinnorientiert - und wenn sich diese Romane verkaufen, dann ist offensichtlich auch ein Markt dafür vorhanden. Und das mittlerweile seit über 20 Jahren. Ob man sie jedoch als Leser historischer und klassischer Western mag, ist eine ganz andere Sache... Zu dieser Zeit war ich beruflich im Außendienst tätig und lernte dadurch einen Menschen namens Klaus Stowasser kennen, der eine Druckerei besaß und mir dann ein Angebot machte. Vom Preis her hielt ich es für eine Chance, und so entstand dann der Eigenverlag EDITION WILD WEST und die Serie PIONIERE, von der ich zwei Bände herausbrachte. Ich bekam zumindest den größten Teil der Druckkosten durch den Vertrieb wieder herein und wurde deshalb mutiger. Es entstand die Verwirklichung eines persönlichen Traums: - meine eigene Familiensaga. Ich nannte die Serie RIO CONCHO. Neben RIO CONCHO realisierte ich dann die Fortsetzung meiner Fantasy-Serie THORIN, von der 1984 vier Bände bei Bastei erschienen. Sowohl RIO CONCHO als auch THORIN mußte ich jedoch zu meinem Bedauern Ende 1998 einstellen. THORIN bekam eine neue Chance als Paperback im Blitz-Verlag – RIO CONCHO dagegen nicht. Im Blitz-Verlag erschien dann auch die Horror-Serie MURPHY, die ich zusammen mit meinem Kollegen Marten Munsonius entwickelte und schrieb. Sowohl THORIN als auch MURPHY hatten aber im Blitz-Verlag trotz regelmäßiger Werbung kein langes Leben, so daß die Reihen schließlich eingestellt werden mußten. Im Jahr 2000 gründete ich zusammen mit der Druckerei MARXMÜHLE und Klaus Stowasser einen Verlag, der zur Buchmesse vier Titel mit phantastischen Romanen auf den Markt bringen wollte. Ich hatte als Verlagsleiter alle Vorbereitungen getroffen – alle vier Titel waren lektoriert, bearbeitet, und die Werbung dafür lief bereits auf Hochtouren. Dennoch hatte es die Druckerei aufgrund vieler negativer Fakten – deren Aufzählung ich mir hier ersparen möchte – nicht geschafft, zur Buchmesse die Bücher fertig zu haben. Diese verfehlte Politik konnte ich nicht länger mit tragen und verließ den Verlag dann deshalb Ende 2000. Was auch das Ende für die Druckerei bedeutete. Die von mir damals eingeplanten Buchtitel konnte ich aufgrund meiner guten Kontakte noch an andere Verlage weiter vermitteln. Ich selbst wollte mich jedoch völlig von der Schriftstellerei zurückziehen, da ich wegen der negativen Erfahrungen der letzten Monate eigentlich genug hatte. Ich hatte dies lange überlegt, bevor ich dies dann bekannt gab. Das Stadium des "Frührentners" dauerte allerdings nur zwei Monate. Dann veränderte sich alles für mich auf sehr überraschende und zugleich plötzliche Weise. Der Mohlberg-Verlag nahm Kontakt mit mir auf und schlug mir vor, THORIN zunächst als Heft und dann als Buch fortzusetzen. Ich kenne Heinz Mohlberg seit vielen Jahren. Er schaffte es, mich davon zu überzeugen, daß ich wieder schreiben sollte. Im Jahr 2001 wurde der Basilisk-Verlag gegründet. Der Verleger Patrick Grieser wollte mich als Autor haben, und so entstand der erste Band der Fantasy-Serie JESCA, eine Spin-Off-Serie zu THORIN. Im gleichen Verlag erscheint auch die Dark Fantasy-Serie CAINE, wo ich den ersten Band schrieb und an der Konzeption beteiligt war. Und dann wäre da noch die Horror-Serie CHRONIKEN DES BLUTES, wo ich zusammen mit Bernd Götz die ersten beiden Bände geschrieben habe, und die ebenfalls bei Basilisk erschienen sind. Die Zusammenarbeit habe ich jedoch mittlerweile eingestellt. Gegen Ende 2005 konnte ich auch bei BASTEI mit Western-Romanen Fuß fassen. In der Reihe WESTERN EXPRESS erschien als Band 60 mein Roman "Morgan jagt die Schienenwölfe", geschrieben unter dem Pseudonym T.C.Taylor. Ein weiterer Meilenstein meines Schaffens ist zweifelsohne die Heftreihe WESTERN LEGENDEN des Bastei-Verlages. Ich bin sehr froh, dass ich fast zwei Jahre lang von 2005 bis 2007 hier als Stammautor mit dabei war und 18 historische Western zu dieser Reihe beitragen konnte, die auf insgesamt 100 Bände angelegt war. In dieser Zeit wurde ich übrigens auch Mitglied der renommierten Western Writers of America. Die Jahre 2006 und 2007 brachten sehr viele Erfolge, aber auch deutliche Änderungen in der Verlagslandschaft. Das Ende der WESTERN LEGENDEN-Reihe war das vorläufige Ende von neuen historischen Western im Heftromanbereich. Und dieser Trend markierte auch das Ende meiner Aktivitäten als Autor von Heftromanen, weil ich in diesem Genre keine Zukunftsperspektiven mehr sehen konnte. Zum Glück setzte die diesjährige Frankfurter Buchmesse neue Schwerpunkte. Ich kam ohne große Erwartungen dorthin und wurde mehr als positiv überrascht. Es wurden Verträge mit dem Persimplex Verlag und dem Verlag Peter Hopf geschlossen und eine langfristige Zusammenarbeit für diverse Western-Buchprojekte vereinbart ( sowohl im Hardcover als auch im Taschenbuch ). Dieses erfreuliche Ergebnis markiert einen weiteren positiven Wendepunkt in meiner bisherigen Laufbahn. Auch wenn in Deutschland und Europa der klassische Western keine großen Verkaufszahlen mehr bringt, so will ich als Autor, der mit diesem Genre seit Jahrzehnten verwurzelt ist, mein Bestes geben, um es am Leben zu erhalten.

Neue Bücher

GEISTERTANZ

Neu erschienen am 13.12.2018 als Hardcover bei epubli.

GEISTERTANZ

Neu erschienen am 12.12.2018 als Taschenbuch bei epubli.

​AMERICA 2100 Band 3 von 3 Düstere Prophezeiungen

Neu erschienen am 28.11.2018 als E-Book bei Uksak E-Books.

AMERICA 2100 Band 2 von 3 Sidon – Stadt ohne Gnade

Neu erschienen am 28.11.2018 als E-Book bei Uksak E-Books.

Alle Bücher von Alfred Wallon

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Sterben kann ich morgen noch

Sterben kann ich morgen noch

 (7)
Erschienen am 24.03.2014
Dark Worlds

Dark Worlds

 (3)
Erschienen am 13.03.2014
Todeskommando

Todeskommando

 (1)
Erschienen am 16.11.2009
GEISTERTANZ

GEISTERTANZ

 (0)
Erschienen am 13.12.2018
TODESKOMMANDO

TODESKOMMANDO

 (0)
Erschienen am 19.11.2018

Neue Rezensionen zu Alfred Wallon

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LukeDaness avatar

Rezension zu "Dark Worlds" von Alfred Wallon

Im Western was neues...
LukeDanesvor einem Jahr

Alfred Wallon tanzt nicht nur auf einer Hochzeit, wenn es um die Genre innerhalb seiner schriftstellerischen Tätigkeit geht. Er bewegt sich auf dem Parkett des Horrors genau so schrittsicher wie in der Science-Fiction, der Dystopie und auch der Fantasy.

Doch besonders scheint es ihm der Western angetan zu haben, auf dessen Gebiet er nicht nur die eigene Heftromanserie „Rio Concho“ verfasste, sondern auch zu diversen anderen Serien Romane mit beisteuerte.

„Dark Worlds“ ist nun ein erneuter Ausflug in das Genre der Dystopie – oder Endzeit, wenn man will – in dem er bereits vor ein paar Jahren die Serie „Corrigan“ gemeinsam mit Marten Munsonius konzipiert und verfasst hat.

Doch ist „Dark Worlds“ komplett anders als der gute „Corrigan“ und wer sich eine Art Kopie der damaligen Serie erhofft, wird sicher enttäuscht werden.

Mit den „Dark Worlds“ vermischt Wallon das Genre Endzeit und Western in einer Art, welche mir bisher so noch nicht untergekommen ist. Seine postapokalyptische Szenerie könnte sich genau so gut im alten Wilden Westen – welcher gar nicht so wild gewesen ist und nicht so lange angedauert hat wie man immer vermutet – abspielen, wenn da nicht diverse Abweichungen von der damaligen Lebensweise wären.

Der Hauptakteur des ganzen Spektakels, zum Beispiel, verfügt über Fähigkeiten, welche alles andere als normal sind. Es gibt mutierte Monster, bedingt durch Verstrahlungen. Doch gibt es auch Dinge, welche waschechte Western-Bestandteile sind – Indianer und Co..

Die komplette Story ist in Richtung „Ich räche den Tod meiner Familie!“ ausgerichtet und bewegt sich auch in gewohnten Pfaden solcher Erzählungen. Vermischt wird die Rachestory mit einem totalitären Herrscher, der selbst nach der Entmachtung noch versucht sein Regime am Leben zu erhalten und den Hauptdarsteller um die Ecke zu bringen. Auch versucht Wallon ein gewisses Sense of Wonder ins Spiel zu bringen, indem er in seine Endzeitwelt die Relikte der Vorzeit mit einbaut, welche erst gefunden und verstanden werden wollen. In diesem Fall handelt es sich um ein gigantisches Waffenarsenal – für heutige Maßstäbe sicher nichts Besonderes, in der zukünftigen Welt sicher eine nicht zu unterschätzende Machtposition, wenn man ihrer denn habhaft geworden ist.

Wallons Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, unkompliziert und lässt sich schnell und problemlos hintereinander weg lesen. Er verzichtet auf zu verkopfte Situationen oder zu nervige Erklärungen des Ganzen. Bei Wallon ist es wie es ist und man bekommt spannende und kurzweilige Unterhaltung im recht schnell getaktetem Gewand geboten.

Freunde des Western kommen hier genau so auf ihre Kosten wie Fans der dystopischen Unterhaltung, welche auch bereit sind mal von den ausgetretenen Pfaden der Zombies oder anderen untoten Weltenzerstörern abzuweichen.

„Dark Worlds“ fällt für mich wieder einmal in die Kategorie „Dystopie mal etwas anders!“ und ist aus diesem Grund eine erfrischende Ergänzung zur normalen Endzeit.

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Carlosias avatar

Rezension zu "Sterben kann ich morgen noch" von Alfred Wallon

Intessante Geschichte!
Carlosiavor 3 Jahren

Klappentext:
„Zuerst will ich von dir wissen, ob ich mich auf dich verlassen kann. Du hast eines meiner Bücher gelesen, Mike. Also müsstest du doch begriffen haben, wie wichtig es mir ist, am Ende meines Lebens noch einmal etwas Sinnvolles zu tun. Nach dem Mist der letzten Jahre ist das das Einzige, das ich noch erleben möchte. Sterben kann ich morgen noch.“

Im Altenheim „Sunset Valley’s Senior Rest“ könnte Ruhe und Frieden herrschen – gäbe es da nicht Frank Logan: Der knurrige 70-jährige Schriftsteller gilt als Schrecken des Pflegepersonals. Nur zum schüchternen Michael fasst er Vertrauen und bittet ihn um Hilfe: Er will ein letztes Mal an den Schauplatz seines wichtigsten Romans zurückkehren. Bevor Michael recht weiß, wie ihm geschieht, packt ihn eine nie gekannte Abenteuerlust. Wenig später findet er sich in einem klapprigen Auto auf dem Highway wieder. Unterwegs lernen die ungleichen Reisegefährten eine schöne Anhalterin kennen. Michael ist sofort bis über beide Ohren in Sally verliebt. Noch weiß er nicht, dass sie gerade erst ihren Freund verlassen hat. Dass sie ihn um 20.000 Dollar erleichtert hat. Und dass ihr deswegen zwei zu allem entschlossene Killer auf den Fersen sind …

Humorvoll und melancholisch, abenteuerlich und berührend: Die Geschichte eines Mannes, der keine Zeit zu verlieren hat.

Über den Autorin:
(Amazon)
Ich schreibe seit 1981 und habe seitdem 250 Romane in allen gängigen Sparten der Spannungs- und Unterhaltungsliteratur veröffentlicht (auch eBooks).
Mein favorisiertes Genre ist der historische Western.
Ich bin Mitglied der Western Fictioneers, als einziger deutscher Autor.
Meine Homepage: http://www.alfredwallon.de.tl
Hier finden Sie weitere Einzelheiten über mich und meine Publikationen.

Erster Satz:
Noch vor zwei Jahren war die Welt für mich eine völlig andere gewesen, eine, in der es feste Regel, Gesetze und Verhaltensmuster gab.

Gestaltung:
Die Gestaltung ist in Ordnung sie ist nicht besonderes, aber sie spiegelt einen Teil der Geschichte wider. Es zeigt Frank…


Inhalt:
Mike ist ein ganz normaler junger Mann. Er ist Altenpfleger und hat einen Job bei der Sunset Valley’s Senior Rest. Doch nach dem Frank Logan dort aufgetaucht ist wird alles anders…


Meine Meinung:
Es ist ein sehr kurzes, aber ansprechendes Buch. Der Aufbau ist einfach gehalten und sehr verständlich. Aus der Sicht von Mike kann man alles verfolgen und seine Handlungen sind nachvollziehbar. Es hat mir sehr gut gefallen ihm durch die Geschichte zu begleiten.
Die Geschichte fängt am Anfang sehr normal an. Doch dann passiert etwas unerwartetes und das Leben der Beiden ändert sich, für Mike sehr überraschen und für Frank einfach notwendig…
Ich möchte nicht vorweg nehmen, doch das Ende hat mich doch ein wenig enttäuscht, obwohl ich es auch nachvollziehen konnte. Ich wäre gerne bis zum Ende dabei geblieben…

Bewertung:
∞∞∞∞

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Silvermoonnights avatar

Rezension zu "Mein bester Freund Holger: Cassiopeiapress Unterhaltung/ Edition Bärenklau" von Alfred Wallon

Tolles und wichtiges Thema, hat aber leider nicht überzeugt
Silvermoonnightvor 3 Jahren

Meine Meinung:

Freundschaft, Vertrauen und Zivilcourage sind nur drei Themen, welche in diesem kurzen Roman zum Tragen kommen. Aber es geht um mehr, es geht um Kinder und um die Seele, welche um jeden Preis geschützt werden sollte.

Das Cover zeigt zwei Kinder im Schattenmotiv, welche sich an den Händen halten und sich vertrauensvoll gegenüber stehen, während im Hintergrund die Sonne am Horizont unter geht. Dieses Bild spiegelt den Inhalt des Romans wieder, denn genau darum geht es um Kinderseelen, welche sich gegenseitig brauchen während ihre Sonne eigentlich am untergehen ist. Die beiden Kinder zeigen die Hauptprotagonisten Monika und Holger.

Geschrieben wurde der Roman in der Erzählperspektive. Der Schreibstil von Alfred Wallon empfand ich als sehr monoton und oft leider auch sehr nervig, obgleich er an vielen Stellen sehr detailliert Situationen darstellte, welche eigentlich belanglos waren. Sei es ein Tagesablauf oder Vorgehensweisen von Handlungen, welche eigentlich auch ohne viel Worte verständlich gewesen sind.
Was auch auffällig war für mich, waren die vielen Wiederholungen voller Namen, so kam es regelmäßig vor, dass Personen im Roman mit Vor- und Nachname benannt wurden.
Beispiel dazu ist, eine erwachsene Person tätigt eine Aussage und hinter fast jeder Aussage stand dann, sagte Peter Kaiser. Oder aber Eltern standen sich gegenüber und unterhielten sich, dann sagte Peter Kaiser zu Karin Kaiser. Hier hätte durchaus etwas Abwechlung nicht geschadet in Form von wand sich der Mann des Hausen an seine Frau oder ähnliche Darstellungen, diese häufigen Wiederholungen waren oft einfach unpassend und sorgten dafür, dass der Leser keine wirkliche Emotionen zum Buch und dessen Inhalt aufbauen konnte, da immer eine gewisse Distanz gehalten wurde.

Außerdem fand ich es sehr eigenartig, dass das Buch zwar über ein Kinderschicksal erzählt, aber viele Stellen doch sehr Kindlich beschrieben wurden, Mutti sagte, Papa machte. Der Autor rutschte einfach oft in diese Wortwahl ab, was es mir schwer machte zu erfassen, ob ich nun ein Buch lese, welches für Kinder gedacht war, oder für einen Erwachsenen, denn das Thema hier im Hintergrund ist sicherlich kein Thema, dessen Tragweite ein Kind kaum erfassen kann in jungen Jahren und es auch vom Schreibstil hier an anderen Stellen kaum kindgerecht dargestellt wurde.


Der Roman beschreibt Situationen, welche jeder Mensch von uns schon mal gehört, gesehen oder evtl. sogar selbst miterlebt hat. Kinderseelen, welche in der Dunkelheit liegen und für die es scheinbar keine Hoffnung oder Lichtquellen mehr gibt. Holger ist solch ein Kind, obgleich er ein sehr mutiges Wesen in sich trägt und Stärke aufbringen kann wenn andere Kinder in Not geraten, schafft er es nicht den selben Mut für sein Leben und sein Schicksal aufzubringen. Monika ist sein Gegenstück dazu, sie ist couragiert, sozial aufgezogen und sieht die Menschen mit dem Herzen, nicht mit den Augen. Sie lernt Holger kennen und setzt alles darauf an Ihn als Freund für sich zu gewinnen, was sich als sehr schwierig herausstellt, obwohl auch Holger viel Zuneigung für Monika zeigt. Holgers Geheimnis verhindert immer wieder, dass er Vertrauen aufbauen kann.

Die Geschichte spiegelt unsere Gesellschaft wieder, die immer wieder blind durchs Leben laufen und nicht mitbekommen, wie viele Kinder Not leiden und daran fast zerbrechen. Und doch vergisst der Autor nicht die Menschen, welche mit einem wachen Blick und einem sozialen Herzen durch das Leben schreiten und Kindern helfen wollen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Diese Menschen, die bereit sind Kraft und Kampfgeist einzusetzen, damit traumatisierten Kindern wieder ein Lächeln geschenkt werden kann.
Tabuthemen, soziale Zerwürfnisse und Betriebsblindheit werden hier klar angesprochen, denn viele Eltern und auch Dienststellen verlassen sich darauf, dass Menschen die täglich mit Kindern zusammenarbeiten, erkennen werden. Leider zeigt diese Geschichte die Schattenseite solcher Berufe, oft werden Situationen falsch eingeschätzt oder einfach ignoriert, obwohl die Anzeichen eigentlich recht eindeutig sind. Menschliches Versagen trifft auf soziale Kompetenz und sie zeigen uns Lesern, dass JEDER Mensch helfen kann, wenn er nur genug Mut zum handeln hat.

Ein sehr wichtiges Thema eine tolle Idee, aber eine sehr schlechte Umsetzung, leider. Wenig Gefühl und Stellenweise wurde hier viel Potential einfach nicht genutzt. Es ist ein Kurzroman, der gerade bei diesem Thema mehr Emotionen und auch mehr Nähe und Tiefe gebraucht hätte, um mich als Leserin zu überzeugen.

Daher von mir leider nur zwei Sterne, für die Idee zu der Geschichte und eben auch den Mut dazu dieses Thema öffentlich zu thematisieren. Aber für mehr reicht es bei mir leider nicht. 

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alfredwallons avatar
alfredwallon
Ich bin seit über 30 Jahren als Schriftsteller tätig und habe all die Jahre über nur bei konventionellen Verlagen veröffentlicht. Aber mittlerweile ist das Segment der ebooks so umfangreich und vielversprechend geworden, dass ich nun auch einmal - unabhängig von meinen laufenden Verlagsprojekten - etwas in eigener Regie veröffentlichen möchte.

Mein historischer Western CAMP GRANT MASSAKER ist soeben als ebook über KDP bei amazon erschienen. Die CreateSpace Buchausgabe folgt Anfang April. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich diese Dinge entwickeln werden. Im positiven Fall wird es sicher nicht mein letztes Projekt in dieser Richtung gewesen sein...

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