Alfred Wallon Mein bester Freund Holger: Cassiopeiapress Unterhaltung/ Edition Bärenklau

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Inhaltsangabe zu „Mein bester Freund Holger: Cassiopeiapress Unterhaltung/ Edition Bärenklau“ von Alfred Wallon

Ein Kinderschicksalsroman von Alfred Wallon Der Umfang dieses Buchs entspricht 121 Taschenbuchseiten. Monika ist mit ihren Eltern vom Land in die Stadt gezogen. Für die Kleine ist alles neu. Sie braucht Zeit, in der neuen Schule Fuß zu fassen und neue Freunde zu finden. Was für ein Glück, dass Holger in ihrer Klasse ist. Monika und er verstehen sich sofort. Aber diese neue Freundschaft steht schon bald auf dem Prüfstein - denn Holger scheint ein Geheimnis zu haben, von dem weder Monika noch ihre Eltern etwas ahnen. Sie erkennen alle nur, dass der Junge ein großes Problem verschweigt. Als sie wenig später die Wahrheit erfahren, gibt es nur noch eine Entscheidung: Monikas Eltern müssen eingreifen, um die Freundschaft zwischen ihrer Tochter und Holger auf Dauer zu festigen …

Eigentlich ein sehr interessantes Thema, aber als Roman schlecht umgesetzt leider

— Silvermoonnight
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  • Tolles und wichtiges Thema, hat aber leider nicht überzeugt

    Mein bester Freund Holger: Cassiopeiapress Unterhaltung/ Edition Bärenklau

    Silvermoonnight

    10. January 2016 um 09:37

    Meine Meinung: Freundschaft, Vertrauen und Zivilcourage sind nur drei Themen, welche in diesem kurzen Roman zum Tragen kommen. Aber es geht um mehr, es geht um Kinder und um die Seele, welche um jeden Preis geschützt werden sollte. Das Cover zeigt zwei Kinder im Schattenmotiv, welche sich an den Händen halten und sich vertrauensvoll gegenüber stehen, während im Hintergrund die Sonne am Horizont unter geht. Dieses Bild spiegelt den Inhalt des Romans wieder, denn genau darum geht es um Kinderseelen, welche sich gegenseitig brauchen während ihre Sonne eigentlich am untergehen ist. Die beiden Kinder zeigen die Hauptprotagonisten Monika und Holger. Geschrieben wurde der Roman in der Erzählperspektive. Der Schreibstil von Alfred Wallon empfand ich als sehr monoton und oft leider auch sehr nervig, obgleich er an vielen Stellen sehr detailliert Situationen darstellte, welche eigentlich belanglos waren. Sei es ein Tagesablauf oder Vorgehensweisen von Handlungen, welche eigentlich auch ohne viel Worte verständlich gewesen sind. Was auch auffällig war für mich, waren die vielen Wiederholungen voller Namen, so kam es regelmäßig vor, dass Personen im Roman mit Vor- und Nachname benannt wurden. Beispiel dazu ist, eine erwachsene Person tätigt eine Aussage und hinter fast jeder Aussage stand dann, sagte Peter Kaiser. Oder aber Eltern standen sich gegenüber und unterhielten sich, dann sagte Peter Kaiser zu Karin Kaiser. Hier hätte durchaus etwas Abwechlung nicht geschadet in Form von wand sich der Mann des Hausen an seine Frau oder ähnliche Darstellungen, diese häufigen Wiederholungen waren oft einfach unpassend und sorgten dafür, dass der Leser keine wirkliche Emotionen zum Buch und dessen Inhalt aufbauen konnte, da immer eine gewisse Distanz gehalten wurde. Außerdem fand ich es sehr eigenartig, dass das Buch zwar über ein Kinderschicksal erzählt, aber viele Stellen doch sehr Kindlich beschrieben wurden, Mutti sagte, Papa machte. Der Autor rutschte einfach oft in diese Wortwahl ab, was es mir schwer machte zu erfassen, ob ich nun ein Buch lese, welches für Kinder gedacht war, oder für einen Erwachsenen, denn das Thema hier im Hintergrund ist sicherlich kein Thema, dessen Tragweite ein Kind kaum erfassen kann in jungen Jahren und es auch vom Schreibstil hier an anderen Stellen kaum kindgerecht dargestellt wurde. Der Roman beschreibt Situationen, welche jeder Mensch von uns schon mal gehört, gesehen oder evtl. sogar selbst miterlebt hat. Kinderseelen, welche in der Dunkelheit liegen und für die es scheinbar keine Hoffnung oder Lichtquellen mehr gibt. Holger ist solch ein Kind, obgleich er ein sehr mutiges Wesen in sich trägt und Stärke aufbringen kann wenn andere Kinder in Not geraten, schafft er es nicht den selben Mut für sein Leben und sein Schicksal aufzubringen. Monika ist sein Gegenstück dazu, sie ist couragiert, sozial aufgezogen und sieht die Menschen mit dem Herzen, nicht mit den Augen. Sie lernt Holger kennen und setzt alles darauf an Ihn als Freund für sich zu gewinnen, was sich als sehr schwierig herausstellt, obwohl auch Holger viel Zuneigung für Monika zeigt. Holgers Geheimnis verhindert immer wieder, dass er Vertrauen aufbauen kann. Die Geschichte spiegelt unsere Gesellschaft wieder, die immer wieder blind durchs Leben laufen und nicht mitbekommen, wie viele Kinder Not leiden und daran fast zerbrechen. Und doch vergisst der Autor nicht die Menschen, welche mit einem wachen Blick und einem sozialen Herzen durch das Leben schreiten und Kindern helfen wollen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Diese Menschen, die bereit sind Kraft und Kampfgeist einzusetzen, damit traumatisierten Kindern wieder ein Lächeln geschenkt werden kann. Tabuthemen, soziale Zerwürfnisse und Betriebsblindheit werden hier klar angesprochen, denn viele Eltern und auch Dienststellen verlassen sich darauf, dass Menschen die täglich mit Kindern zusammenarbeiten, erkennen werden. Leider zeigt diese Geschichte die Schattenseite solcher Berufe, oft werden Situationen falsch eingeschätzt oder einfach ignoriert, obwohl die Anzeichen eigentlich recht eindeutig sind. Menschliches Versagen trifft auf soziale Kompetenz und sie zeigen uns Lesern, dass JEDER Mensch helfen kann, wenn er nur genug Mut zum handeln hat. Ein sehr wichtiges Thema eine tolle Idee, aber eine sehr schlechte Umsetzung, leider. Wenig Gefühl und Stellenweise wurde hier viel Potential einfach nicht genutzt. Es ist ein Kurzroman, der gerade bei diesem Thema mehr Emotionen und auch mehr Nähe und Tiefe gebraucht hätte, um mich als Leserin zu überzeugen. Daher von mir leider nur zwei Sterne, für die Idee zu der Geschichte und eben auch den Mut dazu dieses Thema öffentlich zu thematisieren. Aber für mehr reicht es bei mir leider nicht. 

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