Alfred Wolfenstein

Autor von Dreiundneunzig (1793), Armer Lelian und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alfred Wolfenstein

Alfred Wolfenstein (1883–1945) war ein expressionistischer Lyriker, Dramatiker und Übersetzer. Protegiert von Dichtern wie Robert Musil und Rainer Maria Rilke hielt er sich lange Zeit im Zentrum der literarisch-politischen Avantgarde Frankreichs und Deutschlands auf. Verfolgt von den Nationalsozialisten, nahm er sich im Januar 1945 in Paris das Leben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alfred Wolfenstein

Cover des Buches Dreiundneunzig (1793) (ISBN: 9783947618767)

Dreiundneunzig (1793)

 (0)
Erschienen am 01.01.2019
Cover des Buches Die gefährlichen Engel (ISBN: 9783946619031)

Die gefährlichen Engel

 (0)
Erschienen am 01.01.2016
Cover des Buches Hier schreibt Paris (ISBN: 9783963171253)

Hier schreibt Paris

 (0)
Erschienen am 26.09.2018
Cover des Buches Armer Lelian (ISBN: 9783963172120)

Armer Lelian

 (0)
Erschienen am 12.08.2020

Neue Rezensionen zu Alfred Wolfenstein

Cover des Buches Der letzte Tag eines Verurteilten (ISBN: 9783938484524)buchjunkies avatar

Rezension zu "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo

Plädoyer gegen die Todesstrafe
buchjunkievor 3 Jahren


90 Seiten, die es in sich haben , und sich wegen ihres Inhalts gar nicht so schnell lesen lassen.

Aus der Einleitung: “Der letzte Tag eines Verurteilten“ ist nichts anderes als eine Schrift gegen die Todesstrafe.
Der Autor schreibt nicht über einen besonderen Fall: sondern im Namen aller schuldig oder unschuldig Angeklagten tritt er vor alle Gerichtshöfe, vor alle Richter, vor alle Geschworenen der Welt.

Nach der Einleitung von Victor Hugo werden die Gedanken eines zum Tode verurteilten jungen Mannes geschildert.
Und das gelang Hugo so, dass die Worte durch und durch gehen.

“Man vermehrte die Vorsichtsmassregeln, es gab kein Messer, keine Gabeln mehr für das Essen. Die Zwangsjacke, ein Sack aus Segeltuch umspannte meine Arme. Man war sehr besorgt um mein Leben.
Ich hatte die Revisionschrift eingereicht. Man hatte sechs oder sieben lästige Wochen mit dieser lästigen Sache zu tun und musste mich doch gesund und heil bis auf den Greveplatz ( zur Hinrichtung) bringen.“

Der Leser begleitet den Verurteilten bis zur Stunde seiner Hinrichtung.

“Der Regen wird den ganzen Tag dauern, länger als ich.“

Durch die hervorragende und intensive Art der Sprache spürt man beim Lesen die Beklemmung und die Verzweiflung.
1829 erstmals erschienen hat dieses Plädoyer auch heute nichts an seiner Gültigkeit verloren!

Victor Hugo war einfach ein begnadeter Schriftsteller, der soziale Missstände in seinen Roman zur Geltung brachte!

Kommentare: 4
17
Teilen
Cover des Buches Der letzte Tag eines Verurteilten (ISBN: 9783938484524)M

Rezension zu "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo

Rezension zu "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo
MaryBluevor 10 Jahren

Ein wahnsinnig gutes Buch über und gegen den Wahnsinn Todesstrafe - einfach ein Muss für jeden!

Kommentieren0
5
Teilen
Cover des Buches Der letzte Tag eines Verurteilten (ISBN: 9783938484524)Gilfaens avatar

Rezension zu "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo

Rezension zu "Der letzte Tag eines Verurteilten" von Victor Hugo
Gilfaenvor 11 Jahren

„Ein Plädoyer gegen die Todesstrafe“ - so lässt sich dieses sehr schmale Werk von Victor Hugo, erschienen 1829, lesen. Der Verurteilte, dessen Lebensgeschichte nur rudimentär erzählt wird, beschreibt nicht nur die Zustände und den Umgang mit der Todesstrafe in Frankreich am Anfang des 19.Jahrhunderts, er bittet, er fleht um sein Leben, würde sogar die Zwangsarbeit auf der Galeere vorziehen. „Ich will nur leben!“, schreibt er. Argumente für und wider der Todesstrafe werden nicht direkt geschildert – erkennbar, geradezu schlagend sind die dafür beschriebenen Szenen. Die Angst, die Hilflosigkeit, die Traurigkeit bei der Verabschiedung der Familie, die stoische, abgestumpfte, leidenschaftslose Haltung des Priesters; der Mob, der auf Rache sinnt, der Mob, der vor Freude schreit, wenn der Kopf fällt. Sehr eindringliche Bilder sind es, die vom Verurteilten nicht reflektiert werden. Er schildert diese nur, schnörkellos und direkt seine Emotionen und Gedanken, was dieses Buch unverzichtbar für mich macht. Es wird an die Menschlichkeit appelliert ohne den Leser direkt anzusprechen – und das macht dieses Buch nicht nur zum Lesevergnügen, sondern setzt auch an einen Gedanken an, nämlich das kein Mensch das Recht hat über einen anderen zu richten. Es macht nachdenklich. Es macht einen fassungslos.

Kommentieren0
9
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 2 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks