Alfried Wieczorek

 4.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Schädelkult, Mumien und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alfried Wieczorek

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Alfried WieczorekSchädelkult
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Schädelkult
Schädelkult
 (2)
Erschienen am 26.09.2011
Alfried WieczorekPferdestärken
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Pferdestärken
Pferdestärken
 (1)
Erschienen am 01.04.2007
Alfried WieczorekMumien
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Mumien
Mumien
 (1)
Erschienen am 01.06.2015
Alfried WieczorekDie Staufer und Italien
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Die Staufer und Italien
Die Staufer und Italien
 (1)
Erschienen am 14.09.2010
Alfried WieczorekUrsprünge der Seidenstraße
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Ursprünge der Seidenstraße
Ursprünge der Seidenstraße
 (1)
Erschienen am 11.10.2007
Alfried WieczorekMannheimer Geschichtsblätter – remmagazin 18/2009
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Mannheimer Geschichtsblätter – remmagazin 18/2009
Alfried WieczorekMensch – Natur – Katastrophe
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Mensch – Natur – Katastrophe
Mensch – Natur – Katastrophe
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Erschienen am 01.09.2014
Alfried WieczorekDer nördliche Bodenseeraum
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Der nördliche Bodenseeraum
Der nördliche Bodenseeraum
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Erschienen am 01.05.2012

Neue Rezensionen zu Alfried Wieczorek

Neu

Rezension zu "Schädelkult" von Alfried Wieczorek

Ein Standart
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten

"Schädelkult - Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen" ist ein reichlich bebildertes, vielstimmig erzähltes Standartwerk über den menschlichen Kopf - und das, was man in den verschiedenen Kulturen und Epochen über ihn und mit ihm gedacht hat. Das Buch beginnt mit einer anatomischen Erläuterung zu den Teilen und Teilchen des Kopfes, und führt von da an rund um die Welt, quer durch die Zeiten. Ob Reliquienkult, Kannibalismus, Ahnenverehrung, Zuckerschädel oder moderner "Schädelkult"; Wer sich über die Thematik informieren möchte, ist hier genau richtig. Ich habe das Buch bereits vor einer Weile mit großem Interesse gelesen und kann es weiterempfehlen. Sehr interessant nehmen sich die Beschreibungen zur Verehrung der Schädel auf dem Cimitero delle Fontanelle (Neapel), oder der Ausflug in die Phrenologie heraus. Auch der Schädel als Medikament (Cranium Humanum und Mumia, noch teils bis ins 19. und 20. Jahrhundert käuflich zu erwerben), oder die berühtem Kristallschädel werden beschrieben und beleuchtet. Umfassend und verständlich kann man hier viel über den Schädel als Projektionsfläche für Ängste, Hoffnungen, Himmlisches und pseudo-wissenschaftliches lernen.
Allein: Zur modernen Verwendung, nicht nur in der
Gothik-Kultur, des Schädels hätte ich mir etwas mehr und etwas
konkretere Aussagen gewünscht.

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Saralondes avatar

Rezension zu "Die Medici" von Alfried Wieczorek

Die Medici - Menschen, Macht und Leidenschaft
Saralondevor 5 Jahren

Vor ein paar Wochen habe ich in meinem Urlaub die gleichnamige Ausstellung in Mannheim besucht und war schlicht begeistert. Die Ausstellung hat mich nicht nur umfassend über die Medici als Machthaber informiert, sondern ging auch sehr auf die Persönlichkeiten und ihre medizinischen Leiden ein, was ich sehr spannend fand. Da war es ganz klar, dass ich diesen umfangreichen Begleitband haben musste.

Leider hat er mich ein bisschen enttäuscht. Nicht in fachlicher Hinsicht, da ist das Buch hervorragend, nur unterscheiden sich die Artikel thematisch doch ziemlich stark von der Ausstellung. Ich habe vor allem die medizinischen Detailinformationen vermisst, auf der Ausstellung wurden beispielsweise Wirbelsäulenmodelle und Schädelabgüsse gezeigt. Man könnte argumentieren, dass das voyeuristisch ist, aber ich fand eher, dass es einem die Menschen hinter den Porträts näher bringt, wenn man weiß, mit welchen gesundheitlichen Problemen sie zu kämpfen hatten. Auch ist es erschütternd, die geringe Lebenserwartung in der damaligen Zeit auch unter Wohlhabenden vors Gesicht geführt zu bekommen.

Das Buch geht natürlich schon auf medizinische Aspekte ein, aber nicht in ähnlichem Maße wie auf der Ausstellung.

Mein zweiter Negativpunkt betrifft nur vereinzelte Artikel, die ich nur sehr bedingt für laientauglich halte. Insbesondere den Artikel “Wirtschaftsdenken im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit”, ich muss gestehen, dass ich den nach ein paar Seiten übersprungen habe, weil ich nicht mehr ganz folgen konnte – auch, weil mich wirtschaftsphilosophische Details einfach nicht so interessieren. Die überwiegende Anzahl der Artikel ist aber durchaus laientauglich und informiert den Leser auch umfassend nicht nur über die Medici, sondern auch über das Zeitalter der Renaissance in Florenz. Dabei werden so vielfältige Themen wie die Entstehung der Oper, “Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett” und “Illegitime Kinder und ihre Rechte” angesprochen.

Zusammenfassend möchte ich klarstellen, dass ich das Buch für ein hervorragend recherchiertes Werk halte, das sicher zu einem Standardwerk über die Medici werden wird. Wer sich über die Medici und ihre Hintergründe informieren will, dem empfehle ich das Buch durchaus. Ich war lediglich enttäuscht, dass es sich nicht näher an der Ausstellung orientiert.

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wolfschwerdts avatar

Rezension zu "Ursprünge der Seidenstraße" von Alfried Wieczorek

Rezension zu "Ursprünge der Seidenstraße" von Alfried Wieczorek
wolfschwerdtvor 8 Jahren

Schon der Name Seidenstraße lässt an luxuriöse Güter, an Karawanen, an die mörderische Taklamakan, an Romantik und Abenteuer, Entbehrungen und gewaltige Handelsgewinne, an Exotik und natürlich das ferne China denken. All diese Gedanken sind nicht falsch, stellen aber, wie der Begleitband zur Ausstellung „Ursprünge der Seidenstraße“ zeigt, nur einen Teil und dazu noch einen recht Verklärten des Phänomens Seidenstraße dar.
Das Buch „Ursprünge der Seidenstraße“ vertieft die Informationen einer vom Reiss- Engelhorn- Museum in Mannheim konzipierten Ausstellung durch faszinierende Beiträge internationaler Fachleute, die nicht nur die neuesten Erkenntnisse der vorbuddhistischen Seidenstraßenforschung präsentieren. Bereits die Konzentration auf die vorbuddhistische Zeit, also den Zeitraum vom 2. Jahrtausend vor unserer Zeit bis etwa das 6. Jahrhundert nach Christus war bei der Beschäftigung mit der Seidenstraße bislang relativ ungewöhnlich. Erst als es ab dem Ende des 2. Jahrtausends auch politisch möglich wurde, an einem der wichtigsten Knotenpunkte der sogenannten Seidenstraße, nämlich im Tarimbecken in der Region Xinjiang in internationaler Kooperation zu forschen, präsentierte sich den Fachleuten eine archäologische Sensation nach der anderen.
Der legendäre aber eben erst seit den neunziger Jahren des 2. Jahrtausends systematisch erforschte Teil der Seidenstraße, die hier am Rande der unwirtlichen Taklamakan verläuft, liegt in der Uigurischen Autonomen Region Xinjiang der Volksrepublik China. Das südchinesische Xinjiang, in dessen Norden Kasachstan, Russland und die Mongolei liegt, das westlich von Kirgistan, Tadschikistan, Afghanistan und Pakistan begrenz wird, stößt im Süden an Indien und Tibet, eine wahrlich zentrale Lage zwischen Asien und Europa.
Die Erkenntnisse der Forscher sind, wie das Buch zu den Ursprüngen der Seidenstraße zeigt, sehr vielschichtig. Grabungen, Pollenanalysen und andere wissenschaftliche Untersuchungen in der Region haben gezeigt, dass sich die klimatischen Bedingungen immer wieder gravierend verändert hatten. Vereinfacht betrachtet ergibt sich daraus auch, dass die sogenannte Seidenstraße eben keine Straße, sondern ein weit verzweigtes Wegenetz ist, an dessen Knotenpunkten sich spätestens seit der Eisenzeit florierende Handelsorte entwickelt hatten. Die klimatischen Bedingungen sind es auch, die in bestimmten Regionen die sensationellen, unglaublich gut erhaltenen Artefakte bereits aus der Bronzezeit konserviert haben.
Die Interpretation der sensationellen Neufunde, die im Buch „Ursprünge der Seidenstraße“ sehr anschaulich sowohl in Zusammenhang mit den inhaltlichen Kapiteln, als auch im Kontext ihrer Fundorte im Katalogteil präsentiert werden bringt ein ganzes Bündel von Überraschungen. So stellte sich beispielsweise heraus, dass der europäisch geprägte Begriff Seidenstraße, also die interkontinentale Straße zum Transport von hochwertigen Luxusgütern aus China nach Europa, wesentlich zu kurz greift. Die Autoren belegen, dass die Bedeutung der Interkontinentalverbindung im gegenseitigen Kulturaustausch zwischen Europa und Asien, insbesondere China lag.
Bis in die Bronzezeit lässt sich der Globalisierungsprozess zurückverfolgen, der gerade an den untersuchten Stationen der Seidenstraße zu einer geradezu unüberschaubaren Kultur- und Völkervielfalt mit eigenen Kulturtechniken und vielfältigem Kulturtransfer, nachweisbar vor allem bei der Textilverarbeitung, geführt hatte. Die Erkenntnisse, dass es eine deutliche Beeinflussung Chinas durch westliche, unter anderem auch indoeuropäische Kulturen gegeben hatte, dass die Römer wohl besser über China bescheid wussten als es umgekehrt der Fall war und dass Tuche aus Xinjiang in China mindestens ebenso begehrt waren, wie chinesische Seide in Europa, zeichnen ein ganz neues Bild nicht nur der Region, sondern auch der Geschichte insgesamt. „Ursprünge der Seidenstraße“ zeigt, dass Luxusprodukte wohl etwas waren, das die sogenannte Seidenstraße am wenigsten geprägt haben dürfte.
Überraschungen bringen die Neufunde aus Xinjiang nicht nur in Bezug auf die historische Neubewertung der Beziehungen zwischen China und dem Westen. Es ist ebenso faszinierend, die Einzelfunde im Kataloganhang zu studieren. Als eines von vielen Beispielen seien hier nur die etwa 4000 Jahre alten Gräber mit ihren Bootssärgen, den aufgestellten Paddeln und den gut erhaltenen Mumien genannt, gefunden 60 Kilometer tief in der Wüste Lop, nahe eines ausgetrockneten Sees. Auch dies ist ebenso ein Beleg für die klimatischen und Vegetationsschwankungen wie die Tatsache, dass der Name der mörderischen Taklamakan soviel bedeutet wie „Heimat der Pappeln“ oder „Großes Pappelland“.
Während die Kapitel des umfangreich illustrierten Buches „Ursprünge der Seidenstraße“ dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Aspekte der Archäologie und Geschichte der klimatisch sehr anspruchsvollen und wechselhaften Region verschafft, wird im Katalogteil jeder einzelne Ausgrabungsort unter den Aspekten Lage, Geschichte, Datierung und Funde vorgestellt. Kleine Karten als Ausschnitte der dem Katalogteil vorgeschalteten Übersichtskarte des gesamten untersuchten Gebietes, erleichtern die regionale Zuordnung der einzelnen Grabungsstätten erheblich.

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