Die Medici

von Alfried Wieczorek 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Die Medici
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Inhaltsangabe zu "Die Medici"

Die Medici sind eine der berühmtesten Familien der Welt. Ihr Name ist eng verbunden mit Macht, Reichtum und Kunstförderung. Sie prägten die Zeit der Renaissance durch ihr diplomatisches Geschick, ihr kulturelles Engagement sowie ihre politischen und wirtschaftlichen Visionen. Zwei Päpste und zwei Königinnen gingen aus ihr hervor.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783795426347
Sprache:
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Schnell & Steiner
Erscheinungsdatum:01.01.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Saralondes avatar
    Saralondevor 5 Jahren
    Die Medici - Menschen, Macht und Leidenschaft

    Vor ein paar Wochen habe ich in meinem Urlaub die gleichnamige Ausstellung in Mannheim besucht und war schlicht begeistert. Die Ausstellung hat mich nicht nur umfassend über die Medici als Machthaber informiert, sondern ging auch sehr auf die Persönlichkeiten und ihre medizinischen Leiden ein, was ich sehr spannend fand. Da war es ganz klar, dass ich diesen umfangreichen Begleitband haben musste.

    Leider hat er mich ein bisschen enttäuscht. Nicht in fachlicher Hinsicht, da ist das Buch hervorragend, nur unterscheiden sich die Artikel thematisch doch ziemlich stark von der Ausstellung. Ich habe vor allem die medizinischen Detailinformationen vermisst, auf der Ausstellung wurden beispielsweise Wirbelsäulenmodelle und Schädelabgüsse gezeigt. Man könnte argumentieren, dass das voyeuristisch ist, aber ich fand eher, dass es einem die Menschen hinter den Porträts näher bringt, wenn man weiß, mit welchen gesundheitlichen Problemen sie zu kämpfen hatten. Auch ist es erschütternd, die geringe Lebenserwartung in der damaligen Zeit auch unter Wohlhabenden vors Gesicht geführt zu bekommen.

    Das Buch geht natürlich schon auf medizinische Aspekte ein, aber nicht in ähnlichem Maße wie auf der Ausstellung.

    Mein zweiter Negativpunkt betrifft nur vereinzelte Artikel, die ich nur sehr bedingt für laientauglich halte. Insbesondere den Artikel “Wirtschaftsdenken im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit”, ich muss gestehen, dass ich den nach ein paar Seiten übersprungen habe, weil ich nicht mehr ganz folgen konnte – auch, weil mich wirtschaftsphilosophische Details einfach nicht so interessieren. Die überwiegende Anzahl der Artikel ist aber durchaus laientauglich und informiert den Leser auch umfassend nicht nur über die Medici, sondern auch über das Zeitalter der Renaissance in Florenz. Dabei werden so vielfältige Themen wie die Entstehung der Oper, “Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett” und “Illegitime Kinder und ihre Rechte” angesprochen.

    Zusammenfassend möchte ich klarstellen, dass ich das Buch für ein hervorragend recherchiertes Werk halte, das sicher zu einem Standardwerk über die Medici werden wird. Wer sich über die Medici und ihre Hintergründe informieren will, dem empfehle ich das Buch durchaus. Ich war lediglich enttäuscht, dass es sich nicht näher an der Ausstellung orientiert.

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