Algernon Blackwood

 4 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor von Das leere Haus, Besuch von Drüben und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die Weiden

Neu erschienen am 01.10.2018 als Hardcover bei danube books Verlag.

Alle Bücher von Algernon Blackwood

Sortieren:
Buchformat:
Das leere Haus

Das leere Haus

 (13)
Erschienen am 12.12.1996
Besuch von Drüben

Besuch von Drüben

 (11)
Erschienen am 22.04.1997
Der Tanz in den Tod

Der Tanz in den Tod

 (7)
Erschienen am 21.01.1998
Der Griff aus dem Dunkel

Der Griff aus dem Dunkel

 (4)
Erschienen am 01.06.1986
Rächendes Feuer

Rächendes Feuer

 (3)
Erschienen am 01.10.1996
Die gefiederte Seele

Die gefiederte Seele

 (2)
Erschienen am 01.11.1996
Der Zentaur

Der Zentaur

 (2)
Erschienen am 23.09.2014
Aileen: und weitere unheimliche Geschichten

Aileen: und weitere unheimliche Geschichten

 (0)
Erschienen am 14.05.2018

Neue Rezensionen zu Algernon Blackwood

Neu

Rezension zu "Die Weiden" von Algernon Blackwood

Die Weiden
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Eine gottverlassene Donaulandschaft, die aus nichts als Weiden, Wind und Wasser zu bestehen scheint. Auf einer dieser Sandbänke schlagen zwei Kanuten ihr Zelt auf, um dort die Nacht zu verbringen. Zunächst sind sie fasziniert von der Urtümlichkeit und Abgeschiedenheit des Ortes; allmählich wird dieses Gefühl des Einsseins mit der Natur jedoch verdrängt durch eine immer stärker fühlbare Bedrohung, die sich im Laufe der Nacht zu lähmender Furcht verdichtet. Ungeheuerliche Gestalten tauchen auf, das Kanu schlägt leck, ein Paddel geht verloren, und am Ende dieser Nacht haben beide das Gefühl, nur mit knapper Not etwas Entsetzlichem entronnen zu sein.

Anlaß für diese Erzählung war eine Kanufahrt, die Algernon Blackwood mit einem Freund auf der Donau unternahm und über die er 1901 einen Reisebericht schrieb für das englische Macmillan’s Magazine mit dem Titel„Eine Kanufahrt auf der Donau“.

Kommentieren0
0
Teilen
Stefan83s avatar

Rezension zu "Die gefiederte Seele" von Algernon Blackwood

Eine staubige Angelegenheit ...
Stefan83vor 5 Jahren

Zu Beginn meiner Besprechung von „Die gefiederte Seele“ möchte ich erst einmal meine Behauptung in der Rezension zu „Der Tanz in den Tod“ revidieren, dass im Suhrkamp-Verlag nur drei Anthologien des englischen Autors Algernon Blackwood veröffentlicht wurden. So sind in Wirklichkeit sogar deren sechs innerhalb der Reihe „Phantastische Bibliothek“ erschienen, die, inzwischen allesamt vergriffen, einen beeindruckenden Querschnitt durch das Werk dieses Schriftstellers darstellen, den man neben H.P. Lovecraft und Shirley Jackson immer noch zu den Schwergewichten des psychologischen Schauerromans im frühen 20. Jahrhundert zählt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sein Name schon seit längerer Zeit aus den Regalen der Buchhandlungen verschwunden und heute zumeist nur noch Genre-Kennern sowie bibliophilen Sammlern ein Begriff ist. Ein Umstand, den wohl selbst die besten seiner Geschichten kaum ändern können, hat doch bluttriefender Splatter dem fein ziselierten Grusel längst den Rang abgelaufen. Und nach der Lektüre von „Die gefiederte Seele“ drängt sich zudem die Vermutung auf, dass eben diese besten Geschichten bereits in den zuvor veröffentlichten Sammlungen enthalten sind. Fakt ist jedenfalls: Wäre dies mein erstes Blackwood-Buch gewesen – es hätte wohl auch keine weiteren mehr für mich gegeben.

Während besonders „Das leere Haus“ und „Besuch von Drüben“ mit stimmungsvollen Geister- und Gruselgeschichten aufwarten, welche an den Urängsten des Menschen rühren und mit eindringlicher Unruhe unter die Haut des Lesers gehen, konzentriert sich dieser Band in erster Linie auf die Schattenbereiche der menschlichen Seele – und damit auf eine schmale Grenze zwischen Herz und Verstand, die wissenschaftlich nicht zu erklären und psychologisch kaum besser zu verstehen ist. Dieser Schritt weg vom klassischen Horror (z.B. eine knarzende Tür oder das Rauschen in den Weiden) hin zu einer eher esoterischen Ebene ist gleichzeitig einer auf dünnes Eis. Blackwoods neues Themenfeld verschließt sich dem rein betrachtenden Leser, zwingt ihn zu einer weit sensibleren Herangehensweise. Eine Tür knarzt hier nicht mehr allein aufgrund des Windes, auch haben keine Gespenster ihre Hand im Spiel – stattdessen erweist sich die Welt von Naturmächten durchdrungen, die ihre Geheimnisse nicht preis geben. Und wenn doch, dann sind sie ähnlich schwer zugänglich, wie die in diesem Band versammelten zehn Geschichten:

Das dreifache Band

Das Land des grünen Ingwer

Die gefiederte Seele

Die Nacht des Pan

Der andere Flügel

Heidefeuer

Besuch nach Ladenschluss

Hingang auf Widerruf

Der Totenwald

Doktor Feldman

Desweiteren enthält der Sammelband die Novelle „Ägyptischer Heimgang“ (1914 erschienen) - und sie ist es auch die ganz besonders die Geduld des heutigen Lesers auf die Probe stellt. Hierbei muss man explizit von „heute“ reden, war doch Blackwoods naturmystischer Ansatz zu seinen Lebzeiten ein gänzlich neuer und hoch gelobter, da er sich in Untiefen wagte, welche andere Schriftsteller lieber unangetastet ließen. Gerade aufgrund der Tatsache, dass sie so äußerst schwer in Worte und damit auf Papier zu bringen waren. Gute hundert Jahre später ist von dieser Faszination wenig bis nichts geblieben. Während man Blackwood in Kenner-Kreisen für die großartigen, unheimlich atmosphärischen Schauergeschichten immer noch lobt, deckt man über dessen wiederholte Versuche, das Unfassbare fassbar zu machen, den Mantel des Schweigens. Verschlimmbessert wird dies im Fall des Suhrkamp-Version durch die unglaublich altmodische Übersetzung, die dem ohnehin zähen Handlungsbrei von „Ägyptischer Heimgang“ noch weiteren Beton untermischt. Auch wenn hier deutlich wird, welche literarische Qualitäten Blackwood besaß – bis zum heutigen Tag kann ich mich an kaum eine Novelle erinnern, die sich derart langatmig und langweilig über voran gewälzt hat. Der Drang, dass Buch einfach zur Seite zur legen bzw. zur nächsten Geschichte vorzublättern, war hier (auch wegen der schon nicht wirklich überzeugenden vorherigen Geschichten), ähnlich wie der beschriebene Sog des Alten Ägyptens, äußerst mächtig. Tapfer, aber auch gleichgültig wurde die Pflicht dann dennoch zu Ende gebracht.

Glücklicherweise stellt „Ägyptischer Heimgang“ auch gleichzeitig den Wendepunkt dieser Anthologie dar. Die folgenden Geschichten, allen voran „Besuch nach Ladenschluss“, „Doktor Feldman“ und „Der Totenwald“, bieten schließlich wieder gewohnt gute, weil eindringliche Grusel-Kost. Richtig genießen kann man diese, allein aufgrund der zuvor aufgewandten Anstrengungen, aber nicht mehr.

„Die gefiederte Seele“ war meine vierte und bis hierhin schwächste Blackwood-Lektüre. Hier ist die Patina doch zu dick, der Stil zu altmodisch, um längerfristig Gefallen daran finden zu können. Das psychologische Jonglieren des Autors in allen Ehren - in diesem Fall hat sich die antiquarische Suche für mich persönlich nicht gelohnt. Neueinsteiger sollten deshalb auch unbedingt zu den bereits oben gelobten anderen Sammelbänden greifen.

Kommentieren0
12
Teilen
Sonoriss avatar

Rezension zu "Das leere Haus" von Algernon Blackwood

Rezension zu "Das leere Haus" von Algernon Blackwood
Sonorisvor 7 Jahren

1. Das leere Haus (1906)
"Das leere Haus" ist eine unheimliche Geschichte, die eine dichte Atmosphäre aufweist und spannend erzählt wurde. Das Ende ist für mich nicht ganz klar. 4 Sterne


2. Der Wendigo (1910)
Algernon Blackwoods Stärken liegen in der Beschreibung von Naturgewalten und das Entstehen lassen von Stimmungen, was in dieser Erzählung mit seiner dichten Atmosphäre besonders deutlich wird. Mit dieser unheimlichen und sehr schönen Atmosphäre beschrieb er die Natur und seine Erscheinungen, die sich jenseits unserer Vorstellungskraft befinden und mich gruseln ließen. Das Faszinierende dabei ist, dass dies Blackwood ohne große Beschreibungen oder gar Gewaltdarstellungen vermochte. 4 Sterne 

3. ... á cause du sommeil et á cause des chats (1908)
Nur ganz wenige unheimliche Erzählungen vermochten Beklemmungen bei mir zu erzeugen, oder ließen mich ängstigen. Blackwood hat es mit "... á cause du sommeil et á cause des chats" geschafft: Nur ungern habe ich mich auf die Geschichte eingelassen, sie ließ mich fürchten... Ich fand nichts Süßliches oder ähnlich Angenehmes darin vor. Soweit ich meinen früheren Aufzeichnungen entnehmen kann, geht es um einen Mann, der etwas Schreckliches erlebt hat. Dabei ließ der Autor die Reinkarnationslehre und das Hexenwesen mit einfließen. 4 Sterne 

4. Die Weiden (1907)

"Die Weiden" ist nicht nur ein Klassiker unter den unheimlichen Geschichten, sondern auch eine der besten aus diesem Genre. Mit einer sehr dichten und unheimlichen Atmosphäre stellt Blackwood die Natur sehr überzeugend als etwas Übernatürliches dar. Das Übernatürliche bekommt besonders im ersten Drittel dieser Erzählung einen großen Raum. Was in den letzten beiden Dritteln passiert, kann ich leider oder zum Glück nicht mehr sagen. Die Aussage von "Die Weiden" ist jedenfalls, dass überall dort, wo der Mensch noch nicht war, jenseitige Mächte herrschen. Eine grandiose Erzählung, die ich auf jeden Fall noch mal lesen werde. 5 Sterne

Kommentieren0
10
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Algernon Blackwood wurde am 14. März 1869 in London (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 65 Bibliotheken

auf 5 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

von 3 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks