Algernon Blackwood Besuch von Drüben

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Inhaltsangabe zu „Besuch von Drüben“ von Algernon Blackwood

Dieser Band variiert Blackwoods Lieblingsthema: das Gespensterhaus. Betritt ein sensibler Mensch ein solches Gebäude, dessen Atmosphäre vergiftet ist durch die haßerfüllten Gedanken und Taten früherer Bewohner, wird er leicht zum Angriffsobjekt des bösen Willens, der als unheilbringender 'Genius loci' auf sein Opfer lauert. In der Erzählung 'Der Horcher' bemächtigen sich die spinnennetzartig ausgebreiteten Gedanken des Horchers des neuen Bewohners. 'Griff nach der Seele' schildert eindringlich die unheimlichen Erlebnisse in einem Haus, das früher Schauplatz der Untaten einer dämonischen Frau war. Unter dem Einfluß von Haschisch verfällt ein junger Dichter ihrer unheilvollen Macht. In zwei anderen Geschichten begegnet man dem mutigen Shorthouse in unheimlichen Behausungen, wo er im Kampf gegen böse Geister und Menschen zu unterliegen droht.

Klassische Gruselgeschichten wie man sie sich wünscht. Blackwood ist für mich besser als Poe.

— moffeli

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  • Das Spiel mit der Angst

    Besuch von Drüben

    Stefan83

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich eine lange Zeit Geister- und Gruselgeschichten nur müde belächelt habe. Das hat sich nun nach der Lektüre der bereits zweiten Kurzgeschichtensammlung von Algernon Blackwood radikal geändert. Der mittlerweile völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Autor zeigt einmal mehr sein Können und belegt, dass das Schaudern nicht mit Kitsch verbunden sein muss, eine spannende, unheimliche Szenerie keine billigen Effekte benötigt. Meisterhaft beherrscht Blackwood das Spiel mit der Angst und setzt die Menschen in seinen Geschichten in stets fesselnder Atmosphäre dem Einfluss andersweltlicher Phänomene aus. Und auch der Leser fühlt sich, meist schon ob der bildreichen Beschreibungen, als Teil der Erzählung, wobei der Autor jedoch darauf achtet, nicht einfach nur zu erschrecken, sondern uns quasi nötigt, sich mehr mit dieser Materie zu beschäftigen. Das Grauen wird nicht auf ein durchsichtiges Gespenst reduziert, sondern ist vielmehr allgegenwärtig, nicht fassbar, und gerade deswegen so unheimlich. Es scheint, als ob Blackwood nicht unterhalten, sondern belehren wollte, was sich auch in der Wahl seiner Figuren verdeutlicht. Als Beispiel sei da John Silence erwähnt, der vom Autor mehrfach benutzt wurde und in diesem Sammelband unter anderem seinen großen Auftritt in der Geschichte "Griff nach der Seele" hat. Der etwas oberlehrerhafte, parapsychologische Seelendoktor wirkt, wahrscheinlich nicht ganz ungewollt, wie eine Reminiszenz an Doyles Sherlock Holmes. Auch er ist in beratender Funktion tätig und bearbeitet nur Fälle die ihn interessieren. Das in dieser Geschichte auch noch der Drogengebrauch als Auslöser für die Verbindung zur Geisterwelt skizziert wird, ist eine weitere augenzwinkernde Parallele. "Griff nach der Seele" ist dann auch eines der Highlights dieses Sammelbands, der eigentlich keine schwache Geschichte aufweist und in der Zusammenstellung äußerst abwechslungsreich geraten ist. Obwohl tendenziell die meisten davon ein gutes Ende nehmen, sind sie allesamt von der Grundstimmung sehr düster, ist die irgendwo lauernde Gefahr stets allgegenwärtig. Neben der titelgebenden Story "Besuch von Drüben" enthält der Sammelband noch folgende Kurzgeschichten: Der Horcher Die Spuk-Insel Gestohlenes Leben Kein Zimmer mehr frei Ein gewisser Smith Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York Griff nach der Seele Besonders in "Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York" tritt dies zutage, welche, für Blackwood eher ungewohnt, sehr actionreich daherkommt und mit einem Grusel-Ende im Stile Poes aufwartet. Ein Schauergenuss zum mithorchen und Zähne klappern, der beinahe prädestiniert für eine Erzählung am Lagerfeuer ist. Derart handlungsreich sind die meisten anderen Werke hier nicht. Blackwood lässt die Protagonisten oder Erzähler oft viel erklären, wobei es erstaunlich ist, inwieweit es der Autor vermag, Gefühle, Eindrücke und Wahrnehmungen schriftlich zu Papier zu bringen. Gutes Beispiel hierfür ist "Die Spuk-Insel", in der ein einsamer Bewohner einer kleinen Insel des Nachts Besuch von Indianern bekommt. Unwillkürlich hält man hier den Atem an, meint man selbst die Schweißperlen im Nacken fühlen zu können, derart detailliert und präzise wird die Angst des Protagonisten geschildert, der sich in der Dunkelheit der Blockhütte seinen Angreifern hilflos ausgesetzt sieht. Das Ende raubt dann den Atem und sorgt für wohltuende Gänsehaut. Jede für sich hier näher zu beschreiben, würde jedoch den Geschichten ihre Faszination nehmen, weshalb man sie lieber selbst lesen sollte. Insgesamt erweist sich Algernon Blackwood auch in der von Suhrkamp zusammengestellten Sammlung "Besuch von Drüben" einmal mehr als Meister der Atmosphäre und der gruseligen Schauplätze. Ein absolutes Muss für alle Freunde von stimmungsvollen Gruselgeschichten aus dem guten, alten viktorianischen England und ein Titel der eine gleichsam schön gestaltete Neuauflage ohne Frage verdient hätte.

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  • Rezension zu "Besuch von Drüben" von Algernon Blackwood

    Besuch von Drüben

    Wortklauber

    13. September 2008 um 17:26

    Algernon Blackwood, Jahrgang 1869, Sohn einer Herzogin, deren bigotter Erziehung er als Zwanzigjähriger entfloh; fast noch ein echter Viktorianer ... und für viele ein Großmeister der phantastischen Erzählung. Der Band enthält die Geschichten: 1) Der Horcher - The Listener (1907) Das vorweg: Das Ende ist schwach. Es jagt zwar noch einmal einen Schauer über den Rücken, aber dieser Zufall der Aufklärung der seltsamen Ereignisse ist dann nun doch etwas weit hergeholt ... Das soll jedoch niemanden abhalten, die Geschichte zu lesen. Denn bis kurz vor Schluß ist sie absolut genial! Wer ist "der Horcher"? Der Ich-Erzähler selbst? Ein Eigenbrötler, der in ein marodes Haus gezogen ist und als einziger Mieter in einer der oberen Etagen auf Geräusche horcht? Auf Gespräche seiner Vermieterin mit ihrem Sohn (der "irgendwas bei die Bahn" arbeitet), auf ihren Enkel, der in der Gasse ausdauernd mit einem Spielzeugwägelchen spielt, an dem ein Rad erbärmlich quietscht, immer mehr auf unheimliche nächtliche Geräusche? Geräusche und Erscheinungen, die ihn immer mehr an seinem Verstand zweifeln lassen - ist er ein Schlafwandler, wird er verrückt, seine Schwester hatte ihm so etwas prophezeit ...? Oder wird der Ich-Erzähler vielmehr tatsächlich belauscht ...? Lesenswert! 2) Die Spuk-Insel - A haunted island (1906) 3) Besuch von Drüben - Keeping his promise (1906) Studenten, versunken in ihre Studien, werden heimgesucht (wie überhaupt in fast allen Geschichten Geister umgehen). Die Enden der Geschichten sind fast immer abrupt und unbefriedigend. Bei dieser frage ich mich, was es mit "dem Atmen" auf sich hat (und ob derjenige denn immer noch in jenem Zimmer unsichtbar vor sich hin atmet ...) 4) Gestohlenes Leben - With intent to steal (1906) 5) Kein Zimmer mehr frei - The occupant of the room (1907) Frauen kommen in diesen Geschichten, wenn überhaupt, nur am Rande vor. Und dann sind sie entweder einfältig, klatschsüchtig, abgrundtief böse oder tot. 6) Ein gewisser Smith - Smith: An episode in a lodging house (1906) 7) Seltsame Abenteuer eines Privatsekretärs in New York - The strange adventures of a private secretary in New York (1906) Zitat: "Nun, ich glaube nicht, daß es etwas gibt, was mir sonderlich Angst machen könnte, Sir - mit Ausnahme der Weiber." ... Atmosphärisch, packend beschrieben, wenn auch etwas langatmig. 8) Griff nach der Seele - A psychical invasion (1908) Die letzte ist die längste Geschichte - und für mich auch die langweiligste.

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