Algernon Blackwood Der Tanz in den Tod

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Inhaltsangabe zu „Der Tanz in den Tod“ von Algernon Blackwood

"Mein wesentliches Interesse gilt wohl Anzeichen und Beweisen für andere Kräfte, die uns allen verborgen sind; anders ausgedrückt, der Erweiterung der Fähigkeiten des Menschen. Daher befassen sich viele meiner Erzählungen mit Bewußtseinserweiterung, mit der spekulativen und phantasievollen Darstellung von Möglichkeiten, die die Grenzen unseres normalen Bewußtseins übersteigen."§Blackwood wendet sich Zonen zu, an denen die Grenzen von Welt und Psyche durchlässig werden und den Menschen mit fremden Mächten konfrontieren. Mit Macht behauptet sich das Übernatürliche gegen das gewöhnliche Leben und erlangt eine eigene Wertigkeit, der man sich als Leserin und Leser kaum entziehen kann.§"Algernon Blackwood ist der absolute und unbestrittene Meister der unheimlich übernatürlichen Atmosphäre". H. P. Lovecraft

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    Der Tanz in den Tod
    Stefan83

    Stefan83

    06. October 2011 um 22:24

    Von allen drei bei Suhrkamp erschienenen Kurzgeschichtensammlungen ist "Der Tanz in den Tod" die meiner Meinung nach unspektakulärste, auch wenn Algernon Blackwood seinen favorisierten Themen (Natur, Geist & Angst) einmal mehr ein paar neue, spannende Seiten abgewinnen kann. Der Grusel-Altmeister konzentriert sich allerdings diesmal weniger auf Geistererscheinungen und verspukte Häuser, sondern geht mehr auf unerklärliche und andersweltliche Ereignisse ein. Als Folge daraus driften die Geschichten leider allzu sehr in die Science-Fiction-Ecke ab, was nicht ganz zum Autor passen will und sich auch streckenweise extrem ermüdend liest. Bestes Beispiel dafür ist die Kurzgeschichte "Ein Opfer der vierten Dimension", in der wir unserem alten Bekannten Dr. John Silence wieder begegnen, dessen diesmaliger Patient unter dem Verlust jeglicher Substanz leidet und zum ewigen Wechsel zwischen den Dimensionen verdammt ist. Blackwoods Faible für das pseudowissenschaftliche, parapsychologische Phrasieren tritt auch hier wieder deutlich zutage, wenngleich auch diese Erzählung nicht stellvertretend für den gesamten Band stehen soll, der folgende weitere Geschichten enthält: Der Tanz in den Tod Der Mann, den die Bäume liebten Durch die Wand Rennender Wolf Der Mann, der Milligan war Der leere Ärmel Verbotener Weg Aussprache Verfrühtes Ereignis Ein Opfer der vierten Dimension Seine Stärken spielt Blackwood, wie auch schon in den anderen Sammelbänden, unter freiem Himmel aus. In "Rennender Wolf" verfolgen wir die Erlebnisse des unternehmungslustigen Mr. Hyde, der tief in den kanadischen Wäldern am Ufer eines Sees die Bekanntschaft mit einer Kreatur macht und sich der Einsamkeit und den damit verbundenen Ängsten stellen muss. Der Autor, selber lange Zeit in Kanada unterwegs, fängt, wie schon in der Kurzgeschichte "Die Geisterinsel", die Abgeschiedenheit dieses augenscheinlichen Idylls nicht nur gekonnt ein, sondern malt vor den Augen des Lesers Bilder, die uns sogleich gedanklich in selbige Gefilde versetzen. Detailliert und doch nicht ausschweifend baut er eine aufgeladene Atmosphäre auf, die zur Widergabe am Lagerfeuer bestens geeignet scheint und für mich zu Blackwoods besten Leistungen zählt. Die anderen Kurzgeschichten können da nicht ganz mithalten, was auch unter anderem daran liegt, dass viele (z.B. "Durch die Wand") in ihrem Aufbau anderen Stories sehr ähneln und daher auch wenig zu überraschen vermögen. Die einzige längere Erzählung, "Der Mann, den die Bäume liebten", beeindruckt durch eine Wortgewalt, mit der besonders die Allgegenwart der Natur beschrieben wird, krankt letztendlich aber unter Blackwoods Zwang zur allzu detaillierten Erklärung. Das er zudem mehr als augenscheinlich die Gunst der Stunde nutzt, um mit der von ihm verhassten Religion der Christenkirche abzurechnen, nimmt dem Ganzen nicht nur die Faszination, sondern sorgt schließlich auch dafür, dass die anfangs so fesselnde Stimmung auf halbem Weg in theologischen Diskursen verloren geht. Insgesamt ist "Der Tanz in den Tod" eine lesenswerte Kurzgeschichtensammlung, die aufgrund einiger bizarrer Ideen und der für damalige Zeit interessanten Gedankengänge Freunden klassischer Geschichten zu empfehlen ist, jedoch weniger zum Schaudern und Gruseln taugt als "Das leere Haus" und "Besuch von Drüben".

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