Ali Harris Ein Tag für ein neues Leben: Roman

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Inhaltsangabe zu „Ein Tag für ein neues Leben: Roman“ von Ali Harris

Der Weg zum Happy End ist nicht immer gerade ... Was wäre wenn? Wenn du den anderen Job angenommen oder dem süßen Typen deine Nummer gegeben hättest? Wärst du jetzt glücklicher? Bea Bishop geht auf den Traualtar zu, wo Adam auf sie wartet. Doch ist er wirklich der Richtige? Bea stolpert, stürzt und verliert das Bewusstsein – als sie wieder erwacht, lebt sie plötzlich parallel zwei ganz unterschiedliche Leben. In einem stürmt sie aus der Kirche, im anderen heiratet sie Adam. Beide Leben halten glückliche und unglückliche Momente für Bea bereit. Aber in welchem gibt es ein Happy End?

So ein wahnsinnig tolles Buch!!! *___*

— federmaedchensfederland
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  • Zwei Leben - Ein Schicksal

    Ein Tag für ein neues Leben: Roman

    federmaedchensfederland

    07. June 2017 um 19:09

    Zur Zeit bin ich wirklich total im romantische Frauenroman-Rausch, denn inzwischen ist es schon das zweite Buch, dass ich aus diesem Genre lese und es warten noch ein paar mehr im Regal. Aber um die soll es jetzt auch gar nicht gehen, sondern um diesen Schatz!! Und das ist Ein Tag für ein neues Leben in der Tat. In was hab ich mich zu erst verguckt?! Das Cover? Den Klappentext? Den Titel? Ich glaube, dass es der Titel war, der mich wirklich sehr angesprochen hat und der mir (aus meiner momentanen Situation heraus) irgendwie aus der Seele spricht. Der Titel weckt Sehnsüchte, Träume und den Wunsch nach Neubeginn, also alles worum es letztenendes auch in dem Buch ging. Das Cover im übrigen hat seine Wirkung auch nicht verfehlt, denn der Kontrast zwischen dem Knatschpink und dem warmen Gelborange haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Ein wirklich wunderschönes Cover, dass ich definitiv auch in meinem Regal stehen haben möchte und nicht nur in der digitalen Form. Die Geschichte beginnt und wir befinden uns mitten auf der Hochzeit von Bea Bishop, die, wie es den Anschein hat, sich endlich dazu durchringen konnte ihren Verlobten zu heiraten. Zu diesem Zeitpunkt alles schön und gut, aber schon im ersten Kapitel wird der Leser in der Zeit zurück katapultiert und findet sich ein ganzes Jahr in der Vergangenheit wieder. Auch diesmal ist er zu Gast auf einer Hochzeit und auch diesmal ist Bea die Braut, doch alles läuft etwas anders als man es sich ausmalt. Denn bis zum "in guten wie in schlechten Zeiten" kommen wir gar nicht. Bea tut das, was der Horror eines jeden Bräutigams ist. Während sie auf Adam Hudson zuschreitet, der Hochzeitsmarsch im Hintergrund spielt, erblickt sie in der Masse ein Gesicht, dass sie schon lange lange Zeit nicht mehr gesehen hat und es eigentlich für immer aus ihrem Leben versucht hat zu verbannen. Sie erblickt Kieran - ihre erste große Liebe! Und mit einem Mal bricht alles über der jungen Frau zusammen und sie flieht vor der Vergangenheit, vor der Zukunft und vor sich selbst. Ab diesem Punkt beginnt das Buch sehr sehr spannend zu werden und ich hatte wirklich Probleme (wenn man das jetzt wirklich als "Problem" bezeichnen kann), das Buch wegzulegen. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen, durchgefressen, eingesogen!! Die Art und Weise, wie das Leben für Bea nach diesem katastrophalen Nicht-Hochzeitstag weiterging, ist so fantastisch und mitreißend. Ali Harris erzählt zwei Geschichten, nämlich die von Bea Bishop, die ihren Freund vor dem Altar stehen gelassen hat, die nach und nach beginnt ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Der bewusst wird, was sie in ihrem Leben wirklich will und was nicht, wen sie will und braucht und wer eigentlich nur Ballast ist. Und Ali Harris erzählt auch die Geschichte von Bea Hudson, die ihren Adam geheiratet hat, mit ihm das Abenteuer Ehe beginnt und sich bald mit der Vergangenheit auseinandersetzen muss. Die sich fremd fühlt in der Welt, in der sie nun lebt und die Verbindung zu sich selbst immer weiter verliert. Zwei Leben, die auf den gleichen Parametern basieren, aber komplett unterschiedlich zu verlaufen scheinen, aber witzigerweise oder vielleicht auch durch das Schicksal berührt, irgendwie doch zum selben Punkt in der Zukunft führen. Ich finde diese Idee wahnsinnig faszinierend, denn im Grunde zeigt die Geschichte von Bea, dass manche Entscheidungen im Leben notwendig sind um sich weiter zu entwickeln und das manchmal die richtigen Menschen da sind, aber der Zeitpunkt einfach der Falsche ist! (Ja ich stehe auf diesen ganzen Schicksalskram, merkt man das etwa!?) Auch der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, flüssig, unkompliziert und auf den Punkt! Die Bilder sind mir gerade zu zugeflogen und ich konnte mich unheimlich gut in beide Versionen von Beas Leben hineinversetzen. Wieder einmal habe ich mir ein Buch ausgesucht, bei dem mir auch das wirklich tragische Thema gefällt, denn in der heutigen Gesellschaft wird das Thema "Depression" immer noch wie ein Tabu behandelt. Ich weiß, dass es sich in den letzten Jahren stark gebessert hat und es inzwischen wesentlich mehr Anlaufstellen für Betroffene gibt, aber nach wie vor haben Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, Hemmungen offen damit umzugehen, weil man nie weiß, wie das Umfeld reagiert. Verständnis? Ablehnung? Das Buch schildert (natürlich in einer schon sehr dramatischen Weise) das Leben mit einer solchen Erkrankungen, wie das Umfeld reagiert, wie der Betroffene selber reagiert und wie machtlos er sich manchmal fühlt. Besonders schön finde ich die Parallele zu den einzelnen Monaten und ihrem Jahresverlauf, die durch die Briefe von Beas Vater gezogen werden. Auch die Figuren haben mir wahnsinnig gut gefallen. Bea in ihrer Doppelrolle, als die tragische Figur, die einerseits anfangs mutwillig wegen einem anderen Mann ihre Hochzeit boykottiert und davon rennt um sich schließlich selbst zu finden und andererseits sich durch die Hochzeit hinter einer Maske versteckt, die nicht ihrer Persönlichkeit entspricht und immer wieder an ihre Grenzen getrieben wird bis es schließlich eskaliert. Aber auch Adam hat in beiden Versionen von Beas Leben mit sich selbst und seinen Entscheidungen zu kämpfen. Er sieht sich mit der Rolle als erfolgreicher Geschäftmann konfrontiert, die er von seinem Vater auferlegt bekommen hat, aber ob er wirklich glücklich ist steht auf einem anderen Stern. Und auch Kieran, der all das erst ins Rollen gebracht hat, hat in beiden Varianten ein schweres Päckchen zu tragen und sucht eigentlich nichts weiter als Absolution.  Fazit Ein Tag für ein neues Leben hat mich von anfang an überzeugt!! Ich habe es verschlungen und jedes einzelne Wort aufgezogen. Es war so schade (aber auch irgendwie sehr schön) als das Buch dann zu Ende war, denn ganz ehrlich hätte ich mir keine bessere Entwicklung bis zum Happy End ausdenken können!! Definive Leseempfehlung!!! An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Random House, blanvalet und dem Bloggerportal für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken!!

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