Ali Land

 4,2 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor von Ich bin böse, Good Me Bad Me und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ali Land

Ali Land hat Psychologie studiert, ihr Hauptforschungsgebiet war die Psyche von Heranwachsenden, und ihre Doktorarbeit trägt den Titel "Children Who Kill". Für ihren ersten Roman "Ich bin böse" hat sie sich von "Der Herr der Fliegen", "Die Wespenfabrik" und dem wahren Fall der britischen Serienmörderin Rosemary West inspirieren lassen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ali Land

Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783442484560)

Ich bin böse

 (63)
Erschienen am 20.02.2017
Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783844527520)

Ich bin böse

 (2)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Good Me Bad Me (ISBN: 9781405923934)

Good Me Bad Me

 (4)
Erschienen am 12.01.2017

Neue Rezensionen zu Ali Land

Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783442484560)K

Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Großartiges und spannendes Buch
KarenAydinvor 3 Monaten

Die fünfzehnjährige Milly befindet sich in einer Pflegefamilie. Sie ist die Tochter der sogenannten Peter-Pan-Mörderin, einer Frau, die mehrere Kinder getötet hat. Der entscheidende Hinweis, der sie ins Gefängnis bringt, kommt von ihrer Tochter. 

Das Thema "Kinder eines Serienkillers" ist spannend. Auch Nora Roberts hat sich in "Die Stunde der Schuld" (2018) ihm angenommen. Während bei Roberts der Fokus auf der erwachsenen Frau lag, deren Kindheit sie immer noch verfolgt, zeigt Land hier das schwer traumatisierte Kind, das versucht, in der Schule und in der Pflegefamilie zurechtzukommen und in einem Prozess gegen die Mutter aussagen muss. 

Das Buch ist aus der Perspektive von Milly geschrieben und gibt tiefe Einblicke in ihre Psyche. Von dem Erzählstil hat es mich ein kleines bisschen an Romy Hausmann erinnert. 

Der Roman wird als "psychologischer Spannungsroman" beschrieben, aber bisweilen auch unter den Thrillern und Krimis gelistet. Er ist beides, denke ich. Denn es stellt sich die Frage, inwiefern Milly reines Opfer oder doch ganz die Tochter ihrer Mutter ist und was sich in dem "Spielzimmer" wirklich zugetragen hat. 

Der Roman entwickelt sich langsam, Freunde eines actionreichen Einstiegs müssen ein wenig durchhalten, kommen aber spätestens in der zweiten Hälfte des Romans voll auf ihre Kosten. Denn dann wird es alles richtig spannend. 

Das Ende habe ich dann richtig gefeiert! 

Beeindruckend aufgrund ihrer Bildgewalt ist auch die Sprache: "Kummer ist Nebel. Dunst. Diese Nebel hängen tieg, verhüllen die Landschaft, verhüllen die Realität (...)... wölbt die Finger auf der Schreibtischoberfläche. Tarantelzwillinge bereit zum Angriff." 

Ich kann den Roman absolut empfehlen. Wer den Stil grundsätzlich mag und auch Romy Hausmann gern gelesen hat, wer sich nicht nach einer heilen Welt und einem Happy End sehnt, der kommt hier voll auf seine Kosten!

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Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783442484560)R

Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Nichts unerwartetes....
rebellvor 2 Jahren

Inhaltsangabe: Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Sie ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. ...


Cover: Das Cover ist einfach aber passend zur Geschichte.


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird in Ich-Form aus Milly's Sicht erzählt. Recht emotionslos folgen wir ihrem Bericht eines Lebens, zudem sie keinen Zugang findet. Relativ trocken folgt der Leser den Spuren eines traumatisierten, seelisch zerstöretem Kind. Eine Erzählweise, die dazu führt, schwerlich eine Verbindung zu der Protagonistin aufzubauen. Man hat eher das Gefühl Zuschauer zu sein, trotz der Ich-Erzählung. Man bleibt aussen vor und kann Milly's Handlungen kaum nachvollziehen.


Spannung/Story:!!TRIGGERWARNUNG!! Die Geschichte geht ohne umschweife direkt los, als Milly ihre Aussage auf der Polizeiwache macht. Nur langsam und mit einzelnen Puzzleteilen setzt sich das grausame Bild zusammen, unter welchen Bedingungen Milly aufgewachsen ist und welchen Qualen sie sich in der Pflegefamilie stellen muss. Spannung kommt hier kaum bis gar nicht auf. Man kann sich recht schnell denken, wie das alles ausgeht und wozu Milly fähig ist. Der wie bereits beschrieben nüchterne Erzählstil zieht alles ganz schön in die Länge, sodass ich nach ca 100 Seiten direkt zum Ende gesprungen bin. Das Ende kam für mich wirklich unerwartet.

Jedoch muss ich betonen, das dieses Buch keine leichte Lektüre ist. Für Personen mit schwachen Nerven oder einer persöhnlichen Geschichte, ist dieses Buch nichts. Die Beschriebenen Szenen der Gewalt und des sexuellen Missbrauchs haben bei mir Bauchschmerzen verursacht und die Vorstellung, das sowas real sein könnte, lässt einen erschaudern. Leider hätte die Ausarbeitung der Geschichte besser sein können.


Fazit: Eine grausame Geschichte, bei der man durchhalten muss. Für mich jedoch leider ein totaler Reinfall.

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Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783442484560)R

Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Die Geschichte der Tochter einer Mörderin
Rosecarievor 2 Jahren

Milly kommt in eine Pflegefamilie, nachdem sie ihre Mutter bei der Polizei angeklagt hat. Diese hat ihre Tochter misshandelt und mindestens neun Kinder gefoltert und ermordet. Diese furchtbare Vergangenheit arbeitet sie nun in der Pflegefamilie auf. Sie muss gegen ihre inneren Dämonen kämpfen und mit den Problemen, denen sie in ihrem schwierigen Alltag begegnet. Und ständig stellt sie sich die Frage "bin ich böse? Bin ich wie meine Mutter?" 

Wir erfahren Stück für Stück Teile der Vergangenheit von Milly, was sie durchmachen musste, wie sie sich fühlt. Manchmal hat sie schlimme Gedanken, aber sie will gut sein. Sie will nicht sein wie ihre Mum. 

Die Geschichte ist angenehm geschrieben. Man erfährt jeden Gedanken, jede Gefühlsregung von Milly bei allem, was sie tut, sieht oder erlebt. Die Charaktere sind wirklich sehr gut durchdacht mit viel Background, den man aber nur teilweise erfährt, und vor allem Milly kann man sehr gut verstehen und fühlt mit ihr. Man hofft einfach, dass es für sie ein Happy End gibt. Ich hatte teilweise das Gefühl, eine Biografie zu lesen mit dem Spannungsbogen eines Psychothrillers. Fand ich gut! 

Man will mehr erfahren, man will verstehen. Was ist passiert? Wie gehört das alles zusammen...? 

Die Stimmung war durchgehend drückend und das Ende ziemlich krass. Sehr gelungen.

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