Ali Land

 4.2 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Ich bin böse, Good Me Bad Me und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ali Land

Ali Land hat Psychologie studiert, ihr Hauptforschungsgebiet war die Psyche von Heranwachsenden, und ihre Doktorarbeit trägt den Titel "Children Who Kill". Für ihren ersten Roman "Ich bin böse" hat sie sich von "Der Herr der Fliegen", "Die Wespenfabrik" und dem wahren Fall der britischen Serienmörderin Rosemary West inspirieren lassen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ali Land

Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783442484560)

Ich bin böse

 (60)
Erschienen am 20.02.2017
Cover des Buches Ich bin böse (ISBN: 9783844527520)

Ich bin böse

 (2)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Good Me Bad Me (ISBN: 9781405923934)

Good Me Bad Me

 (4)
Erschienen am 12.01.2017

Neue Rezensionen zu Ali Land

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Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Nichts unerwartetes....
rebellvor 6 Monaten

Inhaltsangabe: Die 15-jährige Milly wächst schwer traumatisiert in einer Pflegefamilie auf. Sie ist die Tochter einer Serienmörderin. Und diese konnte nur gefasst werden, weil Milly der Polizei entscheidende Hinweise gegeben hatte. Jetzt wird ihrer Mutter der Prozess gemacht, und Milly wird plötzlich von Gewissensbissen heimgesucht. In ihrer Pflegefamilie findet das Mädchen keine Unterstützung, um diese schwere Zeit zu überstehen – im Gegenteil: Phoebe, die leibliche Tochter, hasst Milly von ganzem Herzen und versucht mit allen Mitteln, ihr das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und damit weckt sie in Milly eine verborgene Seite. Eine böse Seite. ...


Cover: Das Cover ist einfach aber passend zur Geschichte.


Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird in Ich-Form aus Milly's Sicht erzählt. Recht emotionslos folgen wir ihrem Bericht eines Lebens, zudem sie keinen Zugang findet. Relativ trocken folgt der Leser den Spuren eines traumatisierten, seelisch zerstöretem Kind. Eine Erzählweise, die dazu führt, schwerlich eine Verbindung zu der Protagonistin aufzubauen. Man hat eher das Gefühl Zuschauer zu sein, trotz der Ich-Erzählung. Man bleibt aussen vor und kann Milly's Handlungen kaum nachvollziehen.


Spannung/Story:!!TRIGGERWARNUNG!! Die Geschichte geht ohne umschweife direkt los, als Milly ihre Aussage auf der Polizeiwache macht. Nur langsam und mit einzelnen Puzzleteilen setzt sich das grausame Bild zusammen, unter welchen Bedingungen Milly aufgewachsen ist und welchen Qualen sie sich in der Pflegefamilie stellen muss. Spannung kommt hier kaum bis gar nicht auf. Man kann sich recht schnell denken, wie das alles ausgeht und wozu Milly fähig ist. Der wie bereits beschrieben nüchterne Erzählstil zieht alles ganz schön in die Länge, sodass ich nach ca 100 Seiten direkt zum Ende gesprungen bin. Das Ende kam für mich wirklich unerwartet.

Jedoch muss ich betonen, das dieses Buch keine leichte Lektüre ist. Für Personen mit schwachen Nerven oder einer persöhnlichen Geschichte, ist dieses Buch nichts. Die Beschriebenen Szenen der Gewalt und des sexuellen Missbrauchs haben bei mir Bauchschmerzen verursacht und die Vorstellung, das sowas real sein könnte, lässt einen erschaudern. Leider hätte die Ausarbeitung der Geschichte besser sein können.


Fazit: Eine grausame Geschichte, bei der man durchhalten muss. Für mich jedoch leider ein totaler Reinfall.

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Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Die Geschichte der Tochter einer Mörderin
Rosecarievor 9 Monaten

Milly kommt in eine Pflegefamilie, nachdem sie ihre Mutter bei der Polizei angeklagt hat. Diese hat ihre Tochter misshandelt und mindestens neun Kinder gefoltert und ermordet. Diese furchtbare Vergangenheit arbeitet sie nun in der Pflegefamilie auf. Sie muss gegen ihre inneren Dämonen kämpfen und mit den Problemen, denen sie in ihrem schwierigen Alltag begegnet. Und ständig stellt sie sich die Frage "bin ich böse? Bin ich wie meine Mutter?" 

Wir erfahren Stück für Stück Teile der Vergangenheit von Milly, was sie durchmachen musste, wie sie sich fühlt. Manchmal hat sie schlimme Gedanken, aber sie will gut sein. Sie will nicht sein wie ihre Mum. 

Die Geschichte ist angenehm geschrieben. Man erfährt jeden Gedanken, jede Gefühlsregung von Milly bei allem, was sie tut, sieht oder erlebt. Die Charaktere sind wirklich sehr gut durchdacht mit viel Background, den man aber nur teilweise erfährt, und vor allem Milly kann man sehr gut verstehen und fühlt mit ihr. Man hofft einfach, dass es für sie ein Happy End gibt. Ich hatte teilweise das Gefühl, eine Biografie zu lesen mit dem Spannungsbogen eines Psychothrillers. Fand ich gut! 

Man will mehr erfahren, man will verstehen. Was ist passiert? Wie gehört das alles zusammen...? 

Die Stimmung war durchgehend drückend und das Ende ziemlich krass. Sehr gelungen.

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Rezension zu "Ich bin böse" von Ali Land

Unglaublich, was Menschen in der Lage sind zu tun...
Brina_10vor 9 Monaten

"Mich bringt der Gedanke daran, dass Erwachsene oder Kinder einander wehtun oder umbringen nicht aus der Fassung. Er ist mir vertraut."

Dies ist einer von vielen Gedanken der 15 jährigen Milly. Milly lebt in einer Pflegefamilie, weil ihre leibliche Mutter mehrere Kinder getötet und auch Milly von ihr misshandelt und gequält wurde. Sie war auch diejenige, die dem ganzen ein Ende bereitete - und zur Polizei ging. Im Buch wird die Zeit danach geschildert- die Integration in ein völlig neues Umfeld, immer wiederkehrende Ängste, Probleme und die Suche nach dem eigenen Ich.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Milly erzählt. Sie teilt mit dem Leser ihre Gefühle und Gedanken. Dabei wird beides total authentisch und nachvollziehbar geschildert. Die Dinge, welchen Milly sich aufgrund ihrer Herkunft stellen muss, lassen den Leser wirklich mitfiebern und erschaudern. 

Das Buch ist sehr empathisch und gefühlvoll geschrieben. Man kann sich vollkommen in Millys Lage versetzen und mit ihr mit fühlen. All die Angst,die Ohnmacht, die schlimmen Gedanken hautnah miterleben.

Der Schreibstil war am Anfang für mich schwer zu lesen. Die Kürze der Sätze verhinderten einen flüssigen Lesefluss, woran ich mich aber im Laufe des Buches gewöhnte. 

Auch passiert inhaltlich eher wenig, dafür emotional umso mehr. Die Story ist von Beginn  an trotz kleiner Wendungen relativ klar. Vielmehr wird das Buch bestimmt durch die tiefen Einblicke in Millys Seele. Die psychischen Vorgänge werden sehr eindrucksvoll und doch einfach und verständlich dargestellt.

Ein Buch, in dem man mitfühlt und am Ende selbst nicht mehr weiß,  was richtig oder falsch ist und auf welcher Seite man  stehen sollte. 

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