Ali Sethi Meister der Wünsche

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Inhaltsangabe zu „Meister der Wünsche“ von Ali Sethi

Die stille Macht der Frauen Wie Geschwister wachsen der vaterlose Zaki und Samar Api, seine rebellische Cousine, in einem großen bürgerlichen Haushalt Lahores auf. An der Spitze der ebenso streitlustigen wie liebevollen Familie stehen Zakis freigeistige Mutter Zakia und seine willensstarke, kulturell eher konservative Großmutter Daadi. Die stürmischen politischen Entwicklungen Pakistans spiegeln und brechen sich im intimen Prisma dieser verzweigten Familiengeschichte. Doch der eigentliche Puls schlägt im Kleinen: Sethis Charaktere umarmen das Leben, selbst wenn alles dagegen spricht ...»Eine großartige Familiensaga, eine faszinierende Geschichte vom Erwachsenwerden in einer der schlimmsten Krisenregionen der Welt und ein tiefer Blick in den Alltag. Ali Sethi widersteht allen gängigen Klischees und schenkt uns eine differenzierte, oft komische und immer wieder völlig überraschende Sicht auf das Leben im heutigen Pakistan.« Khaled Hosseini (Autor von ›Drachenläufer‹ und ›Tausend strahlende Sonnen‹)

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    Meister der Wünsche
    gagamaus

    gagamaus

    05. November 2014 um 14:48

    Gleich vorneweg. Die Sprache und der Stil des Romans lassen nichts zu Wünschen übrig. Dafür gibt es auch meine drei Punkte. Auf eine ruhige und angenehme Art und Weise wird hier erzählt. Die Charaktere werden schön beschrieben, ihre Handlungen und ihre Worte werfen einen interessanten facettenreichen Blick auf ihre Stärken und Schwächen. Da ich erst kürzlich den Drachenläufer gelesen habe, fand ich Thema und Handlungsort ansprechend und hatte schon ein bisschen HIntergrundwissen. Leider fehlt der ganzen Geschichte ein richtiger Spannungsbogen. Die Erlebnisse der Menschen reihen sich teilweise ansatzlos aneinander, auch nach 200 Seiten war mir noch nicht ganz klar, um was es im Kern der Sache eigentlich geht. Man braucht wirklich sehr viel Ausdauer und Interesse, um durchzuhalten. auch wenn mir die Hauptprotagonisten symphatisch waren. Mir scheint, dass der Schriftsteller sehr viel seiner eigenen Erfahrungen in den Roman eingearbeitet aber dafür der rote Faden etwas gelitten hat. Ich mag zwar Entwicklungs- und Familienromane. Aber ein bisschen Spannung und Tempo dürfen es schon gerne sein. Das Buch sollte auf keinen Fall mit dem exorbitant-genialen Buch "DER DRACHENLÄUFER" verglichen werden. Mit dem hat es nur das Land und den kulturellen Hintergrund gemeinsam.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Gelinde

    Gelinde

    13. January 2013 um 16:51

    Dieses Buch war mir zu schwer. Der Schreibstil (vobei hier vielleicht auch die Übersetzerin einen großen anteil trägt) war wie beim Aufsatzt eines Drittklässlers; kurze Sätze aneinander gereit, nichts flüssiges. Dann die vielen Fremdwörter, auf jeder Seite, es gab zwar am Ende des Buches ein Glossar zu nachlesen aber bei der Häufigkeit wurde es mir bald zu viel. Dann die vielen fremden Namen, ich hab mich kaum zurechtgefunden über wen gerade berichtet wurde. Die vielen Gegensätze(einfach unverständlich) wärend des lesens, ok - es ist ein ganz anderes Land- vielleicht konnte ich es daher nicht verstehen. Ich war froh als ich das Buch weglegen konnte.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Quasselecke

    Quasselecke

    20. February 2011 um 12:39

    Kurz zur Handlung: Es geht um den pakistanischen Zaki der mit seiner geliebten Cousine Samar Api und seinen Geschwistern in Pakistan aufgewachsen ist. Nachdem er in Amerika zur Uni gegangen ist, kommt er zurück in sein Heimatland. Grund dafür war die Heirat seiner Cousine. Doch vieles ist nicht mehr so wie es war bevor er in die Staaten gegangen ist. Zaki erzählt über das Leben und den Leuten in Pakistan. Eigendlich war es das auch schon, viel mehr passiert in diesem Buch nicht, daher zieht es sich auch. Schön wäre es gewesen wenn ein bißchen mehr Action oder Spannung im Buch gewesen wäre und nicht einfach nur eine Familiengeschichte. Buchcover: Sehr ansprechendes Cover, wahrscheinlich hätte ich im Laden danach gegriffen. Warme angenehme Farben und ein tolles "Titelbild" Bewertung: Wie bereits gesagt hat mir dieses Buch endlose lange Stunden geschenkt. Eigendlich lese ich Bücher innerhalb von 2 - 7 Tagen durch, aber bei diesem habe ich Monate gebraucht, weil ich es immer wieder weggelegt habe und es eigendlich garnet zu Ende lesen wollte. Aber was muss das muss. Leider erfährt man meiner Meinung nach zu wenig über das Leben in Pakistan. Wenn doch darüber erzählt wird, wird mit vielen Fremden begriffen geschmissen, so dass man eigendlich nicht viel versteht. Schade!!! Das Buch bekommt von mir nur einen Stern wegen dem tollen Cover. Der Preis von 16,90 € halte ich aufgrund der dicke des Buches zwar für gerechtfertigt, allerdings nicht gut angelegt.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    schnuppermoench

    schnuppermoench

    16. October 2010 um 01:18

    .Schon wieder eines jener Bücher, die einen gewissen Kreis ansprechen, der alles für gut befindet, was nur fremdartig genug klingt. Ein Buch für Menschen, die lesen, um sich und vor allem anderen zu beweisen, wie unglaublich weltoffen und vielseitig interessiert sie doch seien. Furchtbar! Wer liest, weil er es eben einfach gerne tut, wer unterhalten werden will, der möge die Finger lieber von diesem Werk lassen. Es ist schlicht und einfach gesagt schrecklich langweilig und ganz und gar uninteressant. Ein absoluter Reinfall! .

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    R-E-R

    R-E-R

    21. July 2010 um 14:48

    Eher artig als groß Ali Sethis “Meister der Wünsche” zu beurteilen fällt nicht leicht. Die Familiengeschichte die er in seinem Buch erzählt hat mir sehr gut gefallen. Die Verknüpfung dieser Familiengeschichte mit dem politischen Hintergrund Pakistans fand ich dagegen oberflächlich und ungenau, fast verwirrend. Zaki studiert in Amerika und reist zur Hochzeit seiner Cousine Samar Api zurück in seine Heimatstadt Lahore. Am Vorabend der Trauung lässt er die Geschichte seiner Familie Revue passieren. Drei Generationen umspannt die Erzählung. Als Ich-Erzähler berichtet Zaki über seine eigene Kindheit und Jugend, die seiner Mutter Zakia und die seiner Großmutter Daadi. Zeitangaben liefert der Autor nur vereinzelt oder gar nicht. Man erfährt weder das genaue Geburtsjahr Zakis noch das genaue Alter seiner Mutter und Großmutter. Es fällt daher schwer die politischen Ereignisse im Land zeitlich einzuordnen. So fehlt der historische Hintergrund um die Ereignisse richtig einordnen zu können. Wenn man mit der politischen Geschichte Pakistans nicht vertraut ist, ist es schwierig die verschlüsselten Hinweise des Autors zu verstehen. Auf leichtfertige Weise verspielt der Autor hier die Chance Interesse und Verständnis für sein Land zu wecken. Khaled Hosseini wird auf dem Umschlagcover von “Meister der Wünsche” zitiert. Zieht man seine Bücher “Drachenläufer” und “Tausend strahlende Sonnen” zum Vergleich heran, wird der Unterschied deutlich. Hosseini schafft es die Geschichten seiner Helden mit dem geschichtlichen Hintergrund seines Landes (in diesem Fall Afghanistan) nachvollziehbar zu verknüpfen und dadurch Neugier und Interesse zu wecken. Das schafft Sethi nicht. Was ihm gut gelingt sind seine Figuren und die Beschreibung des täglichen Lebens in der Familie. Zaki wächst im Haus seiner Großmutter auf. Sein Vater starb noch vor seiner Geburt bei einem Flugzeugabsturz. Allein unter Frauen ist sein hervorstechendes Merkmal Anpassungsfähigkeit. Besonders seine Mutter Zakia und ihre Schwiegermutter Daadi geraten immer wieder aneinander. Zaki fungiert sozusagen als neutrales Bindeglied zwischen den Fronten. Seine Hauptbezugsperson ist die Cousine Samar. Einzelkind wie er und vom Vater als Belastung empfunden wurde sie zur Tante nach Lahore geschickt. Die beiden wachsen wie Geschwister auf, bis Samar durch ungeschicktes Verhalten ihre Familie in Misskredit bringt und das Haus unfreiwillig verlassen muss. Dieses Ereignis und wie es dazu kommt, schildert Ali Sethi sehr eindrücklich und mit großem Einfühlungsvermögen. Überhaupt zeigen seine Figuren, dass Sethi einen scharfen Blick und die Fähigkeit zu klaren Analysen hat. Mit wenigen Worten beschreibt er treffend einen Charakter. Die Mutter Zakia stellt er als “halbgare Liberale” dar, weil sie nur aus Trotz gegenüber der Schwiegermutter die kämpferische Herausgeberin eines politischen Frauenmagazins geworden ist. Die Großmutter Daadi wird als “altmodische Konservative, deren negatives Denken immun ist gegen alles, was andere denken” charakterisiert. Viele interessante Nebenfiguren geben der Geschichte zusätzliche Würze. Daadis kranke, unterdrückte Schwester Choti, die ihre Tochter Samar lieber bei sich behalten hätte, jedoch nichts gegen ihren dominanten Ehemann ausrichten kann. Die loyale aber eigensinnige Hausdienerin Nasim. Der fast blinde! Fahrer Barkat. Die ewig kichernden Tanten Suri und Hukmi und deren unnütze Ehemänner. Am Ende hat man zwar das Gefühl ein gutes Buch gelesen zu haben aber es stellt sich keine wirkliche Zufriedenheit ein. Zu wenig Tiefgang haben die Informationen über das Heimatland der Familie Shirazi. Man verspürt keinen Erkenntniszuwachs. Auf dem Umschlagcover wird Khaled Hosseini mit dem Satz “Eine großartige Familiensaga” zitiert. Ich würde sagen eher artig als groß.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Bri

    Bri

    14. July 2010 um 09:32

    Familiensaga oder Darstellung einer pakistanischen Jugend? Der Meister der Wünsche – laut Verlagsangabe ein große Familiensaga ... laut Leseprobe auch ... nach der Lektüre muss ich leider sagen, eine große Familiensaga habe ich nicht entdecken können. Zaki Shirazi lebt in Lahore, Pakistan. Das Land ist gespalten. Die Jungen orientieren sich konkret am westlichen Leben, die Alten bleiben Ihren Traditionen und Gewohnheiten treu. Zaki wächst ohne Vater im Haus seiner Großmutter auf. Seine Mutter Zakia ist nicht die Schwiegertochter, die sich die Großmutter für ihren geliebten Sohn gewünscht hat, der viel zu früh bei einem Testflug als Pilot der Pakistanischen Armee ums Leben kommt. Auch zu früh, um die Geburt seines Sohnes mitzuerleben. Zakis Mutter gibt eine Zeitung heraus, aus finanziellen und politischen Gründen, und ist deshalb viel zu wenig zuhause. Zaki selbst erscheint als ein eher einsamer Junge, der kaum Freunde hat und seine Mutter schmerzlich vermisst. Was in der Leseprobe angeklungen war, kam bei mir leider nicht wirklich rüber. Über Zakis Vater wird nicht viel erzählt. Das Kennenlernen von Zakis Eltern wird aus der Sicht der Mutter dargestellt, die kurze Ehe danach bleibt für mich farblos. Schade, denn eigentlich dachte ich mir nach der Leseprobe, mir würde eine tiefere Geschichte erzählt. In der Mitte des Buches fand ich es schwer, weiterzulesen. Die detaillierte Beschreibung von Zakis Jugend war zwar nicht wirklich schlecht oder langweilig, spannend fand ich das allerdings auch alles nicht. Deshalb blieb das Buch erst einmal einige Wochen liegen. Um dann letztendlich doch noch gelesen zu werden. Und darüber bin ich froh. Zwar hat sich dadurch das Schreiben der Rezension ziemlich verzögert, doch habe ich ein versöhnliches Ende der Lektüre empfunden. So stringend, wie der Schluss hätte auch der Mittelteil geschrieben werden können. Deutlich zeigt sich Zakis Beziehung zu seiner Cousine, die eigentlich seine Tante ist und wie sehr diese Beziehung ihn prägt. Auch die Rolle der Frau in Pakistan im Allgemeinen wird scharf gezeichnet. Heute und zu Zeiten von Zakis Großmutter. Dennoch: den nach der Leseprobe erhofften „neuen Meister der Erzählung“ habe ich nur zum Teil finden können. Aber ein Abbruch der Lektüre wäre auch ebenso schade gewesen.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Malibu

    Malibu

    06. July 2010 um 19:07

    Der vaterlose Zaki und seine Cousine Samar Api wachsen wie Geschwister auf in Lahore. Um diese geht es größtenteils. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch so gar nicht angesprochen hat und ich leider abbrechen musste - schade eigentlich! Gerne hätte ich mehr gelesen, aber es wollte einfach nicht so recht plätschern. Der Schreibstil des Autors hingegen ist sehr leicht zu verstehen und man liest sich auch leicht rein, ich denke, man muss sich für so etwas interessieren, für eine fremde Kultur und ihre Familien. Ich hatte zwar die Bilder vor Augen, was ich gelesen habe, aber so richtig reinlesen konnte ich mich nicht in diese Familiensaga.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Mina - Das Irrlicht

    Mina - Das Irrlicht

    18. June 2010 um 08:38

    "Meister der Wünsche" wurde im Vorfeld viel gelobt. Der junge Autor käme aus einer renomierten und politisch für ihr Land sehr engagierten Familie. Von ihm sei großes zu erwarten und das Buch würde es bestätigen. Ich habe es nicht geschafft. Ich hätte mir gewünscht, der Meister hätte mir die Konsequenz geschenkt, durchzuhalten, denn angeblich, würde es zum Ende hin besser werden. Aber ich kam soweit gar nicht. Es war einfach lahm und langweilig. Kurzinfo zum Inhalt: Zaki und Samar Api wachsen eng miteinander auf. Als Samar Api heiratet, kehrt Zaki nach Hause zurück und erlebt seine Familie und seine Freundin wieder und schildert seine Wahrnehmungen...

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    elschummi

    elschummi

    22. May 2010 um 18:23

    173 Namen auf der Hochzeits-Gästeliste, denen der Erzähler auf einen Wunsch hin Einladungen schicken soll, aber seine Cousins Isa und Musa helfen ihm dabei, wenn er will. Hochzeitsvorbereitungen, die sind immer stressig egal, wo die Hochzeitvorbereitungen sind. Sie laufen meist ähnlich ab, egal in welchem Land, egal welche Kultur und auch egal, mit welcher Tradition gehandhabt wird. Nur die Reihenfolge der Abläufe ändert sich von Land zu Land. Ich kann auch nicht erkennen, wo die Kultur anfängt und die Tradition einfließt.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    sonjastevens

    sonjastevens

    29. April 2010 um 03:46

    Interessantes Buch! „Meister der Wünsche“ von Ali Sethi ist ein Buch, dass das Leben von Zaki, dem Ich-Erzähler, und seiner Familie in "zwei geschickt miteinander verlochtener Erzählstänge" (Klapptext) beschreibt. Es spielt in Zakis Kindheit, als er ungefähr 10 Jahre alt ist, in Lahore, Pakistan und als Zaki als junger Erwachsener wieder nach Hause zurückkehrt zu der Hochzeit seiner Cousine Samar Api, eigentlich studiert er jetzt in Amerika - ein Land, welches nicht unterschiedlicher zu Pakistan sein könnte. Vor allem aber beschreibt das Buch die Emanzipation der Frau in Pakistan - falls das Wort Emanzipation nicht zu hoch gegriffen ist, da Pakistan ein Männer dominiertes Land ist, unterstrichen durch den dort herrschenden moslemischen Glauben. Diese Frauenbewegung wird vor allem durch Zakis Mutter, Zakia, die noch vor seiner Geburt ihren Mann verliert und zu daher zu ihrer höchst konservativen Schwiegermutter Daadi zieht, und Samar Api, Zakis rebellischer Cousine, verkörpert. Zakia möchte ein Stück Eigenständigkeit behalten und arbeitet daher zuerst als Jounalistin, bald aber bringt sie mit ihrer Freundin ein eigenes modernes Frauenmagazin heraus, welches auch des Öfteren Probleme bedeutet. Das Buch ist sehr interessant und spannend, besonders, weil ich mich persönlich nicht wirklich mit Pakistans Kultur, Politik und Geschichte auskenne, jedoch das Buch mir eine Chance gegeben hat meinen Horizont zu erweitern und mehr über Land und Leute Pakistans zu erfahren. Schwierig fand ich zu Beginn in die Geschichte einzutauchen, durch die verschiedenen Erzählstränge wusste ich oft nicht genau, wo und vor allem wann die Story gerade spielt, das fand ich sehr verwirrend und das hätte meiner Meinung nach besser viel besser gemacht werden können. Auch - obwohl hinten im Klapptext ein Namensregister war, wusste ich am Anfang oft nicht wer, wer ist. Das wurde natürlich durch die für mich untypischen pakistanischen Namen unterstrichen. Ich fand es interessant, dass oft auch pakistanische Ausdrücke in dem Buch gebraucht worden sind, das machte es authentischer, diese Ausdrücke wurden in einem neun seitigen Glossar am Ende des Buches erläutert. Negativ aufgefallen ist mir aber, dass einige Wörter / Begriffe vergessen worden sind! Das hat mich wirklich genervt.Sprachlich hat mir das Buch auch nicht immer zugesagt, des Öfteren waren die Sätze sehr abgehakt - ich frage mich ob es daran liegt, dass der Übersetzter näher am Original bleiben sollte? Mein Fall war das leider nicht, aber nach den ersten 150 Seiten habe ich mich an den Schreibstil, sowie die Spünge in der Erzählung und den für mich schwierigen Namen gewöhnt und danach ließ sich das Buch gut und flüssig lesen. Die Gestaltung des Buches an sich war sehr schön, mir gefallen das schlicht gehaltene Cover und auch die Landkarte, welche sich vorne im Einband befindet. Fazit: Das Buch hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen, ich fand es sehr interessant - denn ich werde gerne in ferne Länder, in denen andere Kulturen herrschen, entführt.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    maryrichards

    maryrichards

    06. April 2010 um 21:43

    Ali Sethis „Meister der Wünsche“ ist sein Romandebüt. Dieses Buch ist eine Familiensaga, die das Leben einer pakistanischen Familie in Lahores widerspiegelt. Es gefiel mir sehr einen Einblick in das Familienleben dieses anderen Landes mit einer anderen Kultur zu bekommen. Im Mittelpunkt stehen zwei Kinder, die gemeinsam wie Geschwister aufwachsen – Zaki und Samar Api. Auch die politische Lage Pakistans wird in diesem Buch beleuchtet mit Blick auf die Krisen in dem Land, ohne dabei auch die heiteren Seiten des Lebens außer acht zu lassen. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Zuerst einmal ein großes Lob für die wunderschöne Covergestaltung – wie aus einem Märchen dieses Bild und es macht Lust auf mehr! Nicht ganz so gut fand ich die große Vielzahl an Fachbegriffen und Fremdwörtern aus der pakistanischen Kultur (zum Beispiel spezielle Kleidungsstücke) und die Wörter und Sätze auf pakistanisch (Urdu). Eigentlich sind dies Sachen, die ich in anderen Büchern schon sehr schön fand, aber leider fehlen mir hier genaueren Beschreibungen (zum Beispiel als Fußnote) und auch nicht alles was direkt auf pakistanisch gesagt wird, wird komplett übersetzt. So kann man sich einige ansonsten sehr schön beschriebene Stellen nicht richtig bildhaft vorstellen oder müsste beim lesen woanders einige Sachen nachschlagen, wozu ich aber nicht die Muße hatte. ABER: als ich mit dem Buch zuende war, habe ich nach dem letzten Kapitel dann ein Glossar entdeckt, in dem doch einige von den ausländischen Bezeichnungen beschrieben waren – dieses hätte mir während des Lesens ein viel besseres vermitteln des Stoffes beschert, aber so habe ich das Glossar dann nur als reine, wenn auch interessante, Information gelesen. Alles in allem ist das Buch aber schön zu lesen und die 20 Kapitel auf gut 500 Seiten sind so lang, dass man sich recht gut in die Geschichte vertieft. Es ist flüssig geschrieben und den Schreibstiel fand ich angenehm. Am Anfang war die Handlung für mich etwas verwirrend, da direkt zu Beginn viele Leute und Namen auftauchen und ins Spiel kommen. Mit der Zeit lernt man aber die Beziehung der Personen untereinander kennen und ich finde die fürs europäische Ohr erst Mal fremdklingenden Namen sehr schön. Alles in allem drei Sterne von mir: Ein nettes Buch, das ich gerne gelesen habe, aber ich selbst mir wohl nicht geholt hätte.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    06. April 2010 um 13:08

    Pakistan: ein Land voller politischer Unruhen und Umwälzungen, in dem immer noch ein streng hierarchisches Kastensystem herrscht; ein Land der traditionellen Feste, in dem das gesamte Leben stark von der Religion geprägt ist. Ein Land, das in den Nachrichten hauptsächlich Schlagzeilen durch Bombenanschläge macht. Dies ist der Schauplatz für das Buch „Meister der Wünsche“, dem Debütroman des in Pakistan geborenen Autors Ali Sethi. In ihm erzählt der junge Zaki Shirazi vom Leben seiner Familie. Nach Jahren des Studiums in den USA kehrt Zaki in seine Heimat zurück, um bei der Hochzeit seiner Cousine Samar Api dabei zu sein. Vaterlos von seiner Großmutter aufgezogen, wuchs Zaki mit Samar Api zusammen in einem Haus auf, wodurch sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft entwickelte. Und während die Hochzeitsgesellschaft nun auf die Ankunft des Bräutigams wartet, schwelgt Zaki in alten Erinnerungen und schildert dabei die Vergangenheit der einzelnen Familienmitglieder. Er erzählt von seiner in ihren Ansichten eher konservativen Großmutter Daadi, die die Kämpfe zwischen Hindus und Moslems in Pakistan miterlebt hat; er erzählt von seiner Mutter, die für die Rechte der Frau eintritt und sich als Journalistin aktiv engagiert, so dass die Erziehung ihres Sohnes an dessen Großmutter hängenblieb; und er erzählt von seiner selbstbewussten, rebellischen Cousine, die schwer verliebt in einen Jungen ist, der jedoch nicht bereit zu sein scheint, sie zu heiraten. Diese einzelnen Episoden im Leben der verschiedenen Personen verknüpft der Autor zu einem umfassenden, detaillierten Familienporträt und vermittelt dadurch die Kultur dieses Landes, sowie die Rolle der Frau in Pakistan, ohne dabei Klischees zu bedienen oder zu verurteilen. Durch die unterschiedlichen Einstellungen und Ansichten der Familienmitglieder, besonders der Großmutter Daadi und deren Schwiegertochter Zakia, bekommt man mehr als nur eine Meinung zum bestehenden System, zur Regierung und den religiös beeinflussten Gesetzen vermittelt, wodurch sich der Autor der Aufklärung seiner eigenen Einstellungen gekonnt entzieht. Was das Lesen etwas erschwert hat, war der nicht chronologische Zeitverlauf der Erzählung. Zaki springt in seinen Schilderungen der Erlebnisse seiner Familienmitglieder in der Zeit hin und her. Dank fehlender Zeitangaben kann man sich nur aus Hinweisen auf die momentane politische Situation ein Bild darüber machen, in welchem Jahr die Handlung gerade spielt. Wenn man nicht allzu viel über die Geschichte Pakistans weiß, kann das anfangs etwas Probleme bereiten. Man gewöhnt sich jedoch an diesen Stil. Leider erschien mir die Geschichte zeitweise auch etwas gefühlsarm: beispielsweise die Liebesgeschichte zwischen Zakis Eltern wirkte auf mich sehr oberflächlich und hätte für meinen Geschmack etwas tiefgreifender und gefühlvoller geschildert werden können. Und da die Handlung auch auf keinen Höhepunkt hin arbeitet, fehlt es dem Buch leider etwas an Spannung. Wie viel von dieser Geschichte insgesamt autobiografisch ist, kann ich leider nicht beurteilen, obwohl man als Leser durchaus Parallelen zum Leben des Autors feststellen kann. Mein Fazit: „Meister der Wünsche“ ist ein lehrreiches Buch über Pakistan und seine Kultur, dem es leider etwas an Spannung und Gefühl fehlt. Trotzdem eine Leseempfehlung von mir!

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    anushka

    anushka

    02. April 2010 um 10:36

    Exotische Familiengeschichte mit kleinen Schwächen Zaki Shirazi kehrt für die Hochzeit seiner Cousine von seinem Studium in Amerika in seine Heimatstadt Lahore in Pakistan zurück. Es ist für ihn aber nicht nur eine räumliche, sondern auch eine zeitliche Rückkehr. Er blickt auf die Geschichte seiner Familie, vor allem aber der Frauen in seiner Familie, zurück. Dabei wird deutlich, dass die vielen Einzelschicksale eng verwoben sind mit der Religion und der Geschichte des Landes, das nach der Unabhängigkeit von den Briten völlig zerrissen ist. Und mit der fortschreitenden Islamisierung Pakistans ändern sich auch die Rollen der Frauen in Zakis Familie. "Meister der Wünsche" ist das Debüt des pakistanischen Autors Ali Sethi. Es lassen sich viele Parallelen zwischen seinen fiktiven Charakteren und seiner tatsächlichen Familie finden. Beispielsweise ist Zakis Mutter Redakteurin einer politik-kritischen Zeitschrift. Auch Sethis echten Eltern gehört ein kritisches Wochenmagazin. Und dass es ein Erstlingswerk ist, merkt man leider auch an einigen Stellen sehr deutlich. Sehr detailliert werden die Hochzeitsvorbereitungen beschrieben, sodass anfänglich Bollywood-Feeling aufkommt, und der Leser sich zunächst auf eine etwas leichtere Lektüre einstellt. Doch gerade zu Beginn des Buches ist sie sehr anstrengend. Es werden übermäßig viele Urdu-Begriffe verwendet, sodass ich gerade auf den ersten 80 Seiten extrem oft zum Glossar am Ende des Buches blättern musste. Das hat den Lesefluss erheblich behindert und mir ist die Notwendigkeit nicht deutlich geworden. Beispielsweise geht doch nichts von der Exotik verloren, wenn man Kichererbsen übersetzt anstatt dafür den Urdu-Begriff zu verwenden, zumal in Pakistan die zweite Amtssprache sowieso Englisch ist, in dem dieses Buch geschrieben wurde. Zudem wurde mir das Ziel der Geschichte nicht klar und daher wirkte es auf mich, als würde die Geschichte ziellos vor sich hinplätschern, zumal es streckenweise an Spannung fehlte. Dass die Geschichte einen Kreis bildet, der genau dort ankommt, wo er angefangen hat, wird erst auf den letzten Seiten deutlich. Bis dahin erfährt der Leser die Lebensgeschichte der konservativen Großmutter Daadi, ihrer auf dem Dorf lebenden Schwester Choti, Zakis liberaler Mutter Zakia und seiner rebellischen und modernen Cousine Samar Api. Dabei springt der Autor in der Zeit hin und her und erzählt zwischendurch sogar die Lebensgeschichte der Dienstangestellten. Viele Dinge sind kulturbedingt unverständlich und werden für den westlichen Leser nicht zusätzlich erklärt, was dem Autor natürlich selbst überlassen ist. Doch dadurch blieb mir die Pointe von so manchem Dialog und mancher Situation verborgen. Auch die Geschichte Pakistans ist nicht leicht verständlich und steht auch nicht im Mittelpunkt, wie im Klappentext angepriesen. Sie bildet lediglich einen, manchmal unsichtbaren, Rahmen der Erzählung. Es ist beispielsweise von Vorteil, schon vorher etwas über Benazir Bhutto zu wissen, die übrigens 2007 Opfer eines Attentats wurde, was im Buch leider nicht thematisiert wurde. Auch sprachlich überzeugt dieses Buch nicht auf ganzer Linie, wenn die Sprache auch sehr poetisch und bildhaft ist. Doch aneinandergereihte "er sagte" - "sie sagte" störten mich des Öfteren. Alles in allem ist dieses Buch aber durchaus lesenswert, wenn es auch nicht an die Werke von Khaled Hosseini (ich denke, da dieser Autor im Klappentext zitiert wird, ist der Vergleich auch zulässig) oder Yasmina Khadra herankommt. Es versprüht jedoch Exotik und führt ein kompliziertes Leben in einem Land mit einer komplizierten Gesichte vor Augen. Und ab einem gewissen Punkt ist man auch in der Geschichte von Zaki angekommen und gefangen. Man braucht jedoch gerade am Anfang etwas Geduld und Durchhaltevermögen.

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    31. March 2010 um 21:28

    Erzählt wird die Geschichte von Zaki Shirazi und seiner Cousine Samar Api. Sie wachsen zusammen in Pakistan auf, und man erfährt vieles über dieses Land und seine Kultur. Anfangs war es für mich etwas schwierig, in die Geschichte hineinzukommen, denn es fallen viele fremdartige Namen, die erst nachgeschlagen werden müssen. Aber andererseits ist es vielleicht gerade das, was dieses Buch irgendwie faszinierend macht. Die Geschichte wird in zwei Zeiten erzählt. Der erwachsene Zaki kehrt aus den USA zurück nach Pakistan, um die Hochzeit seiner Cousine Samar Api zu feiern. Als er zurück in seiner Heimat ist, erinnert er sich an seine Kindheit, die sehr detailliert beschrieben wird. Bis auf die etwas langwierige "Einlesephase" hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Besonders interessant ist es, so tiefen Einblick in ein fremdes Land, seine Kultur, Religion und Gebräuche zu bekommen!

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  • Rezension zu "Meister der Wünsche" von Ali Sethi

    Meister der Wünsche
    lafayette

    lafayette

    30. March 2010 um 16:19

    In seinem Romandebut "Meister der Wünsche" erzählt Ali Sethi die Geschichte des jungen Pakistani Zaki Shirazi. Vaterlos wächst er in Lahore auf, ein Umstand, der ihm sehr zu schaffen macht, wird er doch deswegen von Zeit zu Zeit von seinen Freunden gehänselt. Er lebt mit seiner Mutter im Haushalt seiner Großmutter, zusammen mit einer älteren Cousine, seiner besten Freundin. Zaki ist ein hilfsbereiter, liebenswerter Junge, der die amourösen Eskapaden seiner Cousine bereitwillig unterstützt. Ali Sethi schreibt aus der Sicht dieses Jungen und verwendet dabei eine einfache Sprache, die das Alter des Ich-Erzählers wirkungsvoll unterstreicht. Der Autor führt seine Leser sanft und beharrlich in eine bis dato fremde Kultur und Denkweise ein. Handlungen werden nicht nur beschrieben, der kleine Zaki interpretiert sie direkt für uns. Dies schafft einen eigenen Zauber, dem man sich so schnell nicht entziehen kann. Die Beibehaltung einiger Redewendungen und Begriffe aus dem Urdu verstärkt diese Wirkung noch. Auch wenn manche Dialoge fremdartig oder gar absurd erscheinen und sich mir die Komik nicht unbedingt erschließt, bin ich von der Sprachmelodie und der Eigentümlichkeit dieser Kultur fasziniert. Parallel zur Familiengeschichte wird die sich ständig verändernde, instabile politische Situation in Pakistan beschrieben. Dessen ungeachtet lebt der kleine Zaki ein optimistisches, fröhliches Leben und erzählt freimütig über seine Versuche, Freunde zu finden, über seine Mutter, die mehr Zeit in der Redaktion als mit ihrem Sohn verbringt und über die manchmal schwierigen Lebensumstände im Haus der Großmutter. Das Buch trägt fast autobiographische Züge und ist absolut ohne Vorbehalte zu empfehlen. Auch wenn genau genommen nichts Spektakuläres geschieht und kein Spannungsbogen aufgebaut wird, habe ich nichts vermisst, im Gegenteil ich habe mich immer gefreut, wieder in diese faszinierende Welt eintauchen zu können.

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