Ali Smith

 3.7 Sterne bei 74 Bewertungen
Autorin von Die Zufällige, Beides sein und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ali Smith

Spannend, schräg und extrem wortgewandt: Ali Smith wurde im Jahr 1962 in Inverness in Schottland geboren. Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin studierte Smith in Aberdeen und Cambridge. Im Anschluss war sie als Dozentin für Literatur an der Universität Strathclyde tätig. Da Smith an einer chronischen Krankheit leidet, musste sie ihren Beruf aufgeben – fand aber den Weg zum Schreiben. Im Jahr 1995 gelang es ihr, einen ersten Kurzgeschichtenband mit dem Titel „Free Love and Other Stories“ herauszubringen. Prompt wurde dieser mit dem Saltire First Book of the Year Award ausgezeichnet. Zwei Jahre später erschien Smiths erster Roman „Like“. Als Mitglied der Royal Society of Literature wurde Smith im Jahr 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihre neueren Romane mit den deutschen Titeln „Es hätte mir genauso“ oder „Beides sein“ sind ebenfalls preisgekrönt. Kritiker bezeichnen ihre Werke als intellektuelles und sprachkritisches Dandytum. Smith schreibt spannend-schräge Geschichten und schafft es mit einfachsten erzählerischen Mitteln, mit Klischees und Erwartungen zu spielen und zu überraschen. Die Mixtur von Wahrheit und Fiktion gibt ihren Romanen den letzten Schliff. Smith lebt mit Lebenspartnerin Sarah Wood gemeinsam in Cambridge. Ihr widmet sie all ihre Bücher.

Neue Bücher

Es hätte mir genauso
 (6)
Erscheint am 10.12.2018 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Ali Smith

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Ali SmithBeides sein
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Beides sein
Beides sein
 (11)
Erschienen am 12.03.2018
Ali SmithDie Zufällige
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Die Zufällige
Die Zufällige
 (12)
Erschienen am 02.03.2009
Ali SmithEs hätte mir genauso
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Es hätte mir genauso
Es hätte mir genauso
 (6)
Erschienen am 10.12.2018
Ali SmithIm Hotel
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Im Hotel
Im Hotel
 (5)
Erschienen am 14.12.2015
Ali SmithFreie Liebe und andere Geschichten
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Freie Liebe und andere Geschichten
Freie Liebe und andere Geschichten
 (4)
Erschienen am 13.03.2017
Ali SmithGanz andere Geschichten
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Ganz andere Geschichten
Ganz andere Geschichten
 (3)
Erschienen am 09.05.2017
Ali SmithDie ganze Geschichte und andere Geschichten
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Die ganze Geschichte und andere Geschichten
Die ganze Geschichte und andere Geschichten
 (3)
Erschienen am 14.05.2018
Ali SmithDie erste Person
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Die erste Person
Die erste Person
 (2)
Erschienen am 09.05.2012

Neue Rezensionen zu Ali Smith

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AnnieHalls avatar

Rezension zu "Die ganze Geschichte und andere Geschichten" von Ali Smith

Raffinierte Kurzgeschichten
AnnieHallvor 6 Tagen

Die ganze Geschichte und andere Geschichten beinhaltet zwölf Kurzgeschichten von Ali Smith und ist 2018 im btb Verlag erschienen.

Ali Smith erzählt von Büchern, Ungeheuern, Sex, Kunst , Rausch und Liebe und zwar so beiläufig, als würde man der besten Freundin zugehören. Dabei sind die Geschichten keineswegs banal, sondern offenbaren die bizarren und grotesken Momente des Alltags.

Ein bunter Reigen an Erzählungen, der den Leser auf eine überraschende Reise durch ein Jahr nimmt, fantasievoll und eingängig geschrieben. Die tiefere Bedeutung der Geschichten erschließt sich nicht immer beim ersten Lesen, aber das macht die Erzählungen umso spannender.

Wer Die erste Person mochte, wird auch diese Geschichten klug und verblüffend finden.

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Die ganze Geschichte und andere Geschichten" von Ali Smith

War für mich nicht richtig greifbar
CocuriRubyvor 5 Monaten

Ich bin von dem Schreibstil wirklich sehr angetan. Ich würde es als „fein“ bezeichnen, was aber große Bilder im Kopf erzeugt – es ist sehr plastisch und atmosphärisch – und wenn dann z.B. ein Antiquariat beschrieben wird, sieht, riecht und schmeckt man den Staub förmlich.


In allen Geschichten geht es tatsächlich darum zu Erzählen – dies erfolgt natürlich in verschiedenen Stilen und Arten. Es zeigt auch, wie man eine Geschichte erzählen kann und was sich verändert, wenn man den Blickwinkel ändert – wie sich das auswirkt.

Das ist auch auf fast ästhetische Weise schön – ich habe das sehr gerne gelesen.


Ich fand es auch schön, dass (zumindest Gefühlt) die Geschichten in gewisser Form miteinander verknüpft waren. Sie sind nicht wahllos zusammen gewürfelt, sondern bilden scheinbar genau in dieser Reihenfolge ein Ganzes.


Es sei aber auch gesagt, dass die Geschichten einzeln ziemlich um sich selbst kreisen.

Damit meine ich: Es gibt immer Szenen, die ausschweifend, fast träumerisch, um aufgeworfenen Nichtigkeiten oder Gedankengänge kreisen – das streckt die Geschichte schon etwas, hat aber auch was für sich – es stecken interessante Komponenten darin, nicht nur sprachlich.


Auf der anderen Seite schwang dadurch in so ziemlich jeder Geschichte etwas surreales mit – oder böse ausgedrückt: Es gibt immer eine Figur, die scheinbar den Verstand verliert und dann etwas für mich nicht mehr nachvollziehbares tut oder in einer konfusen Gedankenwelt abdriftet – meist wird kurz darauf auch die Sichtweise gewechselt.


Erzählerisch gibt es Geschichten, die den Er-Sie-Erzähler benutzen; in anderen wird ein Ich-Erzähler verwendet, in dessen Geschichte aber auch eine Figur ist, die mit Du geschrieben wird und es immer im laufe der Geschichte ein Blickwechsel gibt und dass Ich & Du tauschen.

Das war manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber interessant.


Alle Geschichten spielen auch auf das ein oder andere an – aber in seinen Aussagen sind die Geschichten recht leise. Ich fand nicht, dass sonderlich viel Kraft in den Worten steckten.

Die Anspielungen waren übrigens oft im Bereich der Kommunikation und Wahrnehmung von Menschen.


Insbesondere zwei Geschichten haben mir gut gefallen (die erste und vorletzte), allerdings konnte ich leider mit den anderen nicht so viel anfangen (außer, dass sie eben schön geschrieben sind) – ich muss aber auch gestehen, dass ich viele auch schlicht nicht verstanden habe bzw. nicht herauslesen konnte, was sie mir eigentlich sagen wollten (wenn sie denn etwas sagen wollten).


Fazit

Der Schreibstil ist wirklich schön – wenn auch in meinen Augen nicht so herausragend, wie es die Klappen- und Werbetexte versprechen.

Die Geschichten sind abwechslungsreich und scheinbar trotzdem miteinander verknüpft.

Trotzdem konnte ich leider nicht so viel damit anfangen – die meisten haben mich von Inhalt nicht angesprochen oder ich habe sie schlicht nicht verstanden (mag sein).

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EsthersBuechers avatar

Rezension zu "Beides sein" von Ali Smith

Mann, Frau, beides
EsthersBuechervor 5 Monaten

Noch bevor ich dieses Buch angefangen habe, war ich schon gewarnt, dass es nicht so leicht ist, einzusteigen, dass man die ersten 30 Seiten mindestens braucht, um in der Geschichte drin zu sein. Also habe ich mit viel Geduld gewappnet das Buch geöffnet – und konnte es für die ersten ca. 150 Seiten kaum mehr aus der Hand legen. Die Sprache und die Geschichte haben mich sofort gepackt, und haben mir wunderbare Lesestunden geschenkt. Inzwischen habe ich erfahren, dass manche Ausgaben mit dem in meiner Ausgabe als zweiten gedruckten Teil anfangen, was den etwas schwierigeren Einstieg erklärt. Ich weiß allerdings nicht, ob das auch für diese Taschenbuchausgabe gilt.

Beides sein erzählt die Geschichte zweier Figuren. George ist ein sechzehnjähriges Mädchen (und eigentlich heißt sie Georgia, wird aber trotzdem George genannt), das vor kurzem seine Mutter verloren hat und einen Weg sucht, mit seiner Trauer und den Erinnerungen an die Mutter umzugehen. Francesco del Cossa war ein Maler der italienischen Renaissance, er lebte ca. 500 Jahre vor George. Im Roman verbinden sich diese zwei Leben und Schicksale auf wundersame Art.

Die Verbindung zwischen ihnen wird von Georges Mutter hergestellt. Sie ist es, die ein Bild von Francesco del Cossa in einer Zeitschrift entdeckt und davon dermaßen fasziniert ist, dass sie mit ihren beiden Kindern sofort nach Italien fahren muss, um es im Original zu sehen.

Als mir beim Lesen klar wurde, dass es hier um ein tatsächlich existierendes Bild geht, musste ich selber auch sofort recherchieren (nein, ich bin nicht nach Italien gefahren – aber vielleicht kommt das auch noch). Zusammen mit George habe ich die im Internet auffindbaren Bilder von Francesco del Cossa studiert, und zusammen mit ihr habe ich gelernt, auf Details zu achten. George neigt dazu, sehr schnell eine Meinung zu fassen, oder gar zu entscheiden, dass etwas für sie uninteressant ist, und hält es für wichtiger, auf die grammatikalische Korrektheit einer Aussage zu achten, als auf den Inhalt. Das hat sie zwar nicht immer sympatisch gemacht, sie kam mir aber auch sehr bekannt vor. Als sie dann anfing, sich Zeit für die Beobachtung eines einzigen Bildes zu nehmen, trat ich mit ihr zusammen einen Schritt zurück und versank in den Werken dieses kaum bekannten Künstlers.

Dabei stieß ich auf eine Beschreibung des Altarbildes, das er für die Griffoni Kapelle angefertigt hat. Ein Detail dieses Altarbildes ziert das Cover des Romans, es ist die Hand der Heiligen Lucia, die zwei Augen hält, die die Blüten einer Blume zu sein scheinen. Die Symbolik, die die Autorin dieser Beschreibung, Iulia Millesima darin entdeckt, mag zwar weit hergeholt sein, ich finde es zumindest übertrieben, in allem irgendwelche Symbole entdecken zu wollen, aber hier passt das verblüffend gut zum Roman (ich habe mich auch gefragt, ob Ali Smith das gelesen hat):

[…] how could I not notice that the right eye was an ancient symbol of Osiris and the left of Isis, and so that the balanced view is a symbol of our mercurial hermaphrodite, already fixed on a flower stem.

Es wird nämlich nicht nur mit Georges Namen gespielt, auch im zweiten Teil des Romans, als Francesco del Cossa auftaucht, spielt Geschlecht und dessen Unbestimmtheit/Unbestimmbarkeit (Unwichtigkeit?) eine große Rolle. Mir fiel der Einstieg in diesen zweiten Teil etwas schwerer, war aber dann sehr angetan von der Figur dieses Malers, über den wir in Wahrheit kaum etwas wissen. Ali Smith erweckt Francesco mit sehr viel Gefühl zum Leben, und demonstriert dabei auch viel Kenntnis der Techniken der Renaissance-Malerei.

Ich werde noch bestimmt öfter über dieses Buch nachdenken. Und ich denke, mehr kann man von einem guten Buch nicht verlangen.

Übrigens ist ein Bild von Francesco del Cossa (Die Verkündigung) in Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister ausgestellt. Ich bin daran vor einigen Monaten einfach vorbeigegangen. Wenn das Francesco gesehen hätte…

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abas avatar


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Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Ali Smith wurde am 24. August 1962 in Inverness, Schottland (Großbritannien) geboren.

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