Ali Smith Ganz andere Geschichten

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Inhaltsangabe zu „Ganz andere Geschichten“ von Ali Smith

Menschen erzählen sich Geschichten, weil sie sich lieben, und andersherum: Geschichten beweisen, dass es Liebe unter den Menschen gibt. So ist es jedenfalls in Ali Smiths Universum, in dem das Erzählen Menschen zusammenbringen und trennen kann, in dem Geschichten so wichtig sind, dass sie sich gegenseitig ins Wort fallen oder auseinander entstehen oder zu etwas ganz Neuem führen. Die Blumensendung eines Unbekannten, ein verwundeter Vogel, den die Katze ablegt, ein Sonnenbad auf dem Garagendach, Gedanken beim Geschirrwaschen – aus ganz alltäglichen Situationen zaubert Ali Smith Geschichten voller Menschlichkeit und Zärtlichkeit, Witz und Lebenslust.

Für Kurzgeschichtenliebhaber! Zu empfehlen. ;-)

— BettinasBuechereck

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  • Jeder, ob real oder erfunden, verdient doch ein offenes Schicksal

    Ganz andere Geschichten

    BettinasBuechereck

    23. December 2017 um 17:18
  • Geschichten über Geschichten

    Ganz andere Geschichten

    YukBook

    03. August 2017 um 07:28

    Als passionierte Leserin verschlinge ich Tag für Tag neue Geschichten, mal kürzer mal länger. Selten mache ich mir dabei Gedanken über das Verhältnis zwischen Erzähler und Leser – außer es handelt sich um ein Buch von Ali Smith. In ihren Romanen und Kurzgeschichten geht es nämlich meist um das Erzählen selbst. Das war schon in ihrem letzten Buch mit dem Titel „Wem erzähle ich das?“ so. In dieser Kurzgeschichtensammlung rückt sie erneut die Beziehung zwischen Erzähler und Leser bzw. Zuhörer in den Vordergrund und lässt sie sogar als Protagonisten auftreten. Schon in der ersten Erzählung „Gottesgabe“ legt die schottische Schriftstellerin verwirrende Fährten. Besteht ein Zusammenhang zwischen einer kleinen Rettungsaktion im Garten und der Erinnerung an einen Urlaub in Griechenland? Dies bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Fest steht, dass man ihre Geschichten mit größter Aufmerksamkeit liest – denn darum scheint es ihr auch beim Erzählen zu gehen: seine Umgebung mit Aufmerksamkeit zu betrachten, genau hinzusehen und auf Details zu achten, sei es das Kommen und Gehen am Eingang eines Supermarkts oder eine Menschenschlange an der Bushaltestelle. Sie beobachtet die sich ständig verändernde Nähe und Distanz zwischen den Menschen oder auch zwischen Mensch und Tier. Aus diesen Alltagsszenen zaubert sie ungewöhnliche, häufig in sich verschachtelte Geschichten, die mal witzig, mal melancholisch, mal romantisch, mal unheimlich sind. Die für Kurzgeschichten typischen überraschenden Pointen findet man hier weniger – dafür eine sehr interessante Form des experimentellen Schreibens. Ein Thema, das Ali Smith besonders beschäftigt, scheint die Verletzlichkeit zu sein. In einer Geschichte wird um ein Haar eine Drossel getötet, in einer anderen isst ein Mädchen so wenig, dass sie immer weiter abmagert und kurz davor ist, sich ganz aufzulösen. Man könnte meinen, dass der Autorin Geschichten deshalb so wichtig sind, weil sie dadurch vergängliche Momente und Zustände konservieren kann. Am besten gefiel mir „Eine Geschichte von Liebe“, die zeigt, welche Macht der Erzähler auf den Zuhörer ausüben und welche Spielchen er mit ihm treiben kann. In letzter Zeit hörte ich öfters, dass das Vorlesen auch unter Erwachsenen wieder in Mode gekommen ist. Das würde Ali Smith bestimmt gefallen.

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  • Ganz andere Geschichten

    Ganz andere Geschichten

    Zeilentraumfaenger

    12. June 2017 um 14:02

    Ganz andere Geschichten ich sowas wie die Fortsetzung zu Freie Liebe und andere Geschichten. Es war wieder richtig schön, auch wenn mir das andere Buch besser gefallen hat.Ali Smith weiß einfach, wie man Kurzgeschichten schreibt. Nach jeder kleinen Geschichte, musste ich das Buch kurz weglegen und in Ruhe darüber nachdenken. Auch wenn das Buch wirklich dünn ist, ist es definitiv nichts für Zwischendurch.Es gibt so viele Kleinigkeiten, die im ersten Moment einfach nur schön klingen, aber irgendwann wieder in meinen Kopf geschossen sind, weil sie plötzlich Sinn ergeben haben. Oft waren in einer kleinen Geschichte so viele verschiedene Handlungen, dass man daraus bestimmt ein ganzes Buch hätte machen können. Aber am Ende wurden sie so geschickt zusammengeführt, dass sie trotzdem eine komplette und abgeschlossene Geschichte ergeben haben.

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