Alica Ryba

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Autor von Professionell coachen - konkret, Professionell coachen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alica Ryba

Alica RybaProfessionell coachen - konkret
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Professionell coachen - konkret
Professionell coachen - konkret
 (1)
Erschienen am 06.10.2014
Alica RybaProfessionell coachen
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Professionell coachen
Professionell coachen
 (1)
Erschienen am 07.04.2014
Alica RybaIntegratives Coaching
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Integratives Coaching
Integratives Coaching
 (0)
Erschienen am 05.06.2012

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Rezension zu "Professionell coachen - konkret" von Alica Ryba

Aus der Praxis für die Praxis
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Aus der Praxis für die Praxis

Einerseits finden sich in der Literatur vielfache Titel zum und um das Coaching herum.

Grundlagen, Entwicklungen, Methoden, Instrumente, durchaus der Erwartung an einen professionellen Coach entsprechend, „wissenschaftlich gewonnene Erkenntnisse“ anzuwenden, wie es auch die Herausgeber dieses Buches vermerken.

Auf der anderen Seite zählt kaum etwas für das erfolgreiche Coaching so viel wie Erfahrungen und daraus gewonnenes, intuitives Handeln.

Die Verbindung formulieren die Herausgeber dieses Buches darin, dass sich diese subjektive „Einzigartigkeit“ jedes Coachingprozesses keineswegs als zufällig oder beliebig herausstellt, sondern in dieser je individuellen Ausprägung jedes einzelnen Coachings sich „Allgemeines in einer eigentümlichen Weise“ zeigt.

Darin spiegelt sich das Wesen jeder kreativen Tätigkeit.
Mit zunehmender Kompetenz orientieren sich Fachleute erkennbar weniger an „Regelwissen“, sondern gehen „situationsgebunden, innovativ und ganzheitlich“ vor, bewegen sich dabei aber durchaus in einem weiten Rahmen konkreter Methoden und theoretischer Erkenntnisse.

Wie aber kommt bei Experten neben der erfahrungsbedingten Intuition auch Fachwissen und (theoretische) Reflexion vor?
Als „kritische Betrachtung der eigenen Institutionen“, lautet die Antwort der Herausgeber.

Dieses „implizite“ und dennoch „rational reflektierte“ Wissen erfahrener Coaches zugänglich zu gestalten setzen sich die Herausgeber nun mit diesem Buch zum Ziel, um damit ein „Lernen im Fortschreiten der Intuition“ auch beim Leser in Gang zu setzen. Und setzen damit ein sehr auf die „innere Praxis“ abzielendes Werk ihrem „Professionell Coachen“ zur Seite.

Methodisch wird dies im Buch durch konkrete Hinterfragung ebenso konkreter Interventionen vermittelt. Ein Prozess, bei dem erfahrene Coaches einen Einblick in die eigene Reflexion offen legen und sich den Fragen anderer stellen, nachdem im Buch die wesentlichen methodischen Schritte einer erfolgreichen Reflexion dargelegt wurden.

Während sich dann im zweiten, in guter Weise sehr breiten, interviewähnlichen Teil des Buches Dialoge über konkrete Coachingsfälle entfalten, in denen die Beziehung (als wesentliche Ebene des Coachings), „Grenzgänge“ in der Coachingerfahrung, spezielle Einblicke in das Coaching in kleinen und kleineren Unternehmen und Besonderheiten bei komplexen Systemen und unvorhersehbaren Situationen die Schwerpunkte bilden, bevor im letzten Kapitel des Buches ein zusammenfassendes Interview mit zwei Senior-Coaches das Bild abrundet.

In dieser Aufteilung ist der erste Teil der Reflexion jener, in dem Methoden, Sachwissen, Herangehensweisen, Ratingmethoden, Selbstreflexive Techniken und manches mehr dargelegt werden, während die „Praxis“ (die „Intuition“) in den Dialogen des zweiten Teils mitschwingt und „aus den konkreten Erfahrungen“ gelernt werden kann.

Gerade die gemeinsame, hier und da auch (positiv zu sehende) „kleinteilige“ Betrachtung konkreter Fallbeispiele nehmen den Leser dabei geradezu mit in die Situation und die Wahrnehmungen des Coaches.

Ein Vorgehen, in dem vor allem deutlich wird, wie intuitiv erfahrene Coaches hintergründigen Linien, Stimmungen, manchen Aussagen im Gespräch folgen und wie sich in einem ständigen Prozess des Einfühlens konkrete Linien dabei ergeben.
Auf die ebenso intuitiv reagiert wird (oder ebenso gerade nicht darauf eingegangen wird).

Durch die reflektierte Betrachtung und die damit einhergehenden Begründungen des eigenen Handelns öffnet sich in guter Weise die „Innensicht“ des Coaches auf die konkrete Situation und sein daraus resultierendes Vorgehen, welches in allen Fällen nicht auf Analysen und Regeln, sondern auf einem inneren Setting beruht.

Zum einen sind die Dialoge und gemeinsamen Reflexionen auf diese Weise sehr lehrreich für den Leser, was konkrete Settings und Problemfragen in der eigenen Praxis angeht, auf der anderen Seite wird deutlich, dass es bei der Frage nach einem erfolgreichen Coaching vor allem um eine breit gefächerte, durchaus rational reflektiere Erfahrung geht.

Und dies nur in dieser Verbindung zur „kreativen Kunst“ wird.
Nur in der Praxis zu verbleiben ohne einen Teil an Zeit für die Reflexion aufzuwenden (ca. 20 Prozent der Tätigkeit, wie das Buch mitteilt), reicht hierzu genauso wenig aus, wie eine umfangreiche Kenntnis in der Theorie und der möglichen Methoden und Interventionen.

Ein gut zu lesendes Buch, dass seinem Anspruch gerecht wird, das Geschehen „hinter dem Coaching“, im „Inneren des Coaches“ dem Leser zur Verfügung zu stellen und die Schnittstellen zwischen Wissen, Erfahrung und Intuition genau zu benennen.

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Rezension zu "Professionell coachen" von Alica Ryba

Bewährt, praxisbezogen und hervorragend dargestellt
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Bewährt, praxisbezogen und hervorragend dargestellt

Themenorientierte Interventionen, entwicklungsorientierte Interventionen, prozessorientierte Interventionen, ein klarer Blick auf die professionelle Coachingpraxis mit der theoretisch fundierten Bestimmung der Grenze zwischen Coaching und Psychotherapie, dem Verweis auf häufige Coachingfehler, grundlegende Gedanken zu den Möglichkeiten und Grenzen der Persönlichkeitsentwicklung, abgerundet (aber noch lange nicht abgeschlossen in der Nachwirkung des Buches) durch einen sehr erhellenden „Junior-Senior-Dialog“, bietet dieses Praxisbuch Methoden, Möglichkeiten, Hinweise, Reflexionen, eine Einordnung des Coachings und sehr bedenkenswerte Überlegungen zu den notwendigen Haltungen eines Coachs, welche in dieser Fülle, Qualität und umgehenden praktischen Nutzbarkeit kaum an anderem Orte zu finden sein werden.

Zudem findet der Leser auch die „Formalia“ zum Coaching in Form von Verbänden, Ausbildungsmöglichkeiten, Zeitschriften, Kongresse und Tagung und einiges mehr an nützlichen Informationen „rund um das Coaching“.

All dies auf der festen Prämisse, dass „Vorgehen und Erfahrungen abzugleichen und neu zu entwickeln sind“ und das als dauerhafter Prozess, nicht als ständige Rekapitulation einmal gelernter Inhalte.

Selbstredend hat jeder professionelle Coach und Berater seinen ihm eigenen Stil, beruhend auf der konkreten Richtung seiner Ausbildung, (hoffentlich) persönlich weiterentwickelt, erweitert und ergänzt durch neue Impulse und reine Erfahrungen.

Dennoch, Coaching vollzieht sich in einem doch in der Breite ähnlichen, fast gesetztem Rahmen, steht für jeden Coach vor ähnlichen Herausforderungen und wird an ähnlichen Punkten ähnliche Hürden bereit halten in dem Versuch und Wagnis, „Wirklichkeit in der notwendigen Komplexität zu erfassen“.

Aufgrund der Kompetenzen und Erfahrungen der Autoren in diesem Buch wird schon nach wenigen Seiten deutlich (und erhärtet sich im weiteren Verlauf der Lektüre), dass hier „aus der Praxis für die Praxis“ mit hoher Qualität Impulse gesetzt werden, Voraussetzungen, Prozesse, Möglichkeiten und Grenzen des Coaching reflektiert vorliegen und der Leser sowohl ein vielfältiges Instrumentarium zur Erweiterung seiner eigenen Tätigkeit finden wird, wie auch grundlegende Überlegungen zum eigenen Prozess der Entwicklung in diesem Arbeitsbereich.

Mit immer der Notwendigkeit, und, das spürt man dem Buch auch in der Haltung der Autoren durchgehend ab, einer „kritischen Distanz zu Klischees und Methodenfixierung, zu Heilslehren und Sektendynamiken“.

Diese Haltung ist im praktischen Vollzug der Darlegung fast die Wichtigste, denn Methodenstreit, tiefe Überzeugung der eigenen Methode und der eigenen Herangehensweise als der „eigentlich Richtigen“ (und eigentlich einzig möglichen) durchziehen den Therapie- und Coachingbereich ja zu Hauf.

Wenn Paul Watzlawick sein „Anything, if it does“ formuliert, dann findet sich diese Überzeugung in diesem Buch erkennbar wieder.

Was es tut, was praktisch hilft und wirkt, wie man sich der Wirklichkeit in der notwendigen Komplexität nähert und dann, ganz praktisch, mit dieser Umgang findet, dazu verhilft dieses Buch in hervorragender Weise.
Wenn man es unvoreingenommen auf seine Umsetzbarkeit in der eigenen Praxis hin nutzt in diesem „unüberschaubaren“ Feld der Angebote im Coachingbereich.

Für den im Bereich Arbeitenden eine essentielle Hilfe für Praxis, grundlegendes theoretisches Verständnis und Reflexion des Coachingprozesses und seiner Voraussetzungen und Folgen, für jeden am Bereich Interessierten eine umfassendes, fundierte und in Sprache und Übersichtlichkeit hervorragend dargestellte Lektüre. 

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