Alice Adams

 4 Sterne bei 97 Bewertungen

Lebenslauf von Alice Adams

Alice Adams wurde in Australien geboren, hat aber die meiste Zeit ihres Lebens in England gelebt. Neben Jobs als Kellnerin und in der Londoner City erwarb sie einen BA in Philosophie sowie umfassende Qualifikationen in Mathematik, Wirtschaft und Informatik. Sie lebt mit Mann und Kindern im Norden Londons, entflieht aber, sooft es geht, in die Wildnis. ›Als wir unbesiegbar waren‹ ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alice Adams

Cover des Buches Als wir unbesiegbar waren (ISBN: 9783832164676)

Als wir unbesiegbar waren

 (97)
Erschienen am 19.09.2018

Neue Rezensionen zu Alice Adams

Cover des Buches Als wir unbesiegbar waren (ISBN: 9783832198411)wbetty77s avatar

Rezension zu "Als wir unbesiegbar waren" von Alice Adams

Wie das Leben so spielt
wbetty77vor 3 Jahren

Eva, Benedict, Lucien und Sylvie lernen sich Mitte der 1990igern Jahre an der Universität kennen. Bis zum Studienabschluss sind die vier unzertrennlich, doch dann trennen sich ihre Wege. Voller Hoffnung stolpern sie in ihre Leben, müssen aber nach einigen Jahren erkennen, dass das Leben oftmals anders verläuft, als sie es sich vorgestellt haben. Auch wenn die vier Freunde ganz unterschiedliche Wege einschlagen, halten sie den Kontakt zueinander. Es ist die jahrelange Freundschaft, die jedem einzelnen schlussendlich den Halt und die Zuversicht gibt, das Leben so anzunehmen, wie es ist.

Obwohl die vier Freunde Eva, Benedict, Lucien und Sylvie während des Studiums unzertrennlich sind, geht jeder von ihnen nach dem Universitätsabschluss seinen eigenen Weg. Eva entscheidet sich für eine Karriere in der Londoner Finanzwelt, Benedict träumt als Physiker am CERN zu arbeiten und das Geschwisterpaar Sylvie und Lucien reist erst einmal um die Welt. Eva wird schnell zur hart arbeitenden Karrierefrau, die sehr viel Geld verdient. Auch bei Benedict läuft es gut. Er kann seinen Traum wahr machen und geht mit seiner schwangeren Frau in die Schweiz ans CERN. Der Frauenheld Lucien organisiert derweil Partys in Londoner Clubs. Nebenbei dealt er mit Drogen, was ihm eines Tages zum Verhängnis wird. Seine Schwester Sylvie hingegen möchte eine gefragte Künstlerin werden, schlägt sich nun mit schlecht bezahlten Jobs durch und trinkt zu viel Alkohol. Diese ungleichen Lebensweisen sorgen für Schwierigkeiten innerhalb der Freundschaft, denn sie führen zu Neid und Vorwürfen. Vor allem die Freundschaft zwischen dem Familienvater Benedict und den anderen gestaltet sich kompliziert, ebenso wie zwischen der karrierebewussten Eva und der desillusionierten Sylvie. Doch in den ca. 10 Jahren, in denen wir Leser die vier Freunde begleiten, muss jeder von ihnen einen Rückschlag hinnehmen. Schlussendlich können sich die Freunde aufeinander verlassen und geben einander den nötigen Halt.

Der Roman erzählt beginnend in den 1990igern Jahren die Geschichte von vier Freunden, die unterschiedlicher nicht sein können und doch eine unzertrennliche Gemeinschaft bilden. Sie starten mit den verschiedensten Erwartungen in das Leben nach der Universität. Manche Träume erfüllen sich, manche Gefühle werden nicht erwidert, aber ihre Freundschaft übersteht einige Höhen und Tiefen. Der Roman handelt von den Erwartungen, die man ans Leben stellt und was davon übrigbleibt, wenn man die erste Strecke hinter sich hat. Es ist eine wahrhaftige Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Leben, welches sich nie an Pläne hält. Die Charakteren sind unterschiedlich gezeichnet. Lucien und Sylvie erscheinen zunächst sehr oberflächlich, doch nach einigen Kapiteln erfährt man mehr über die beiden und versteht sie besser. Ich konnte mich gut mit den Figuren identifizieren. Eine Freundschaft über Jahre und auch über Ländergrenzen hinweg aufrecht zu erhalten, ist schwierig. Wenn zudem auch die Lebensplanungen weit auseinander driften, wird es häufig unmöglich. Ich denke, die Zielgruppe des Romans beginnt ab 35 Jahren, da es auch ums Scheitern von Lebensentwürfen geht. Die Geschichte dieser Vier ist toll erzählt und ich konnte mich darin wieder finden.

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Cover des Buches Als wir unbesiegbar waren (ISBN: 9783832198411)

Rezension zu "Als wir unbesiegbar waren" von Alice Adams

Von Anfang bis Ende einfach schön
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Entdeckt habe ich das Buch zum ersten Mal auf dem Blog von der lieben Inga. Und sofort hat Als wir unbesiegbar waren mein Interesse geweckt. Das lag diesmal vor allem am Inhalt und der Rezension von Inga, der ich mich nach dem Lesen in vollem Umfang anschliessen kann. Das nehme ich deshalb direkt vorweg, weil es kaum Kritikpunkte von mir gibt.

Klappentext
Eva, Benedict, Lucien und Sylvie – vier unzertrennliche Freunde, die nach dem College dem wahren Leben entgegenfiebern. Zwei Jahrzehnte später haben alle einen Weg mit Höhen und Tiefen hinter sich. Sinnlich, präzise und mit großem Gespür für die Gefühlswelt ihrer Figuren erzählt Alice Adams, was einem Halt gibt, wenn die eigenen Träume mit der Wirklichkeit kollidieren – wahre Freundschaft.

Die Autorin hat einen wunderbar emotionalen Schreibstil und schafft es so, ihren Figuren Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind allesamt durchaus sympathisch, auch wenn ich mich nicht immer mit allen identifizieren konnte. Das Buch liest sich durchweg flüssig und es fiel mir schwer, dass Buch aus der Hand zu legen. Und selbst wenn ich es doch tun musste, war es angenehm leicht, wieder in das Leben der Clique einzutauchen.

Ein wenig hat mich das Buch an Zwei an einem Tag von Dave Nicolls erinnert. Das liegt wohl daran, dass es auch hier um eine große Zeitspanne geht, in welcher sich das Geschehene abspielt. Der Roman beginnt im Sommer 1995 und endet im August 2015. Zwanzig Jahre lang begleitet der Leser die vier Hauptcharaktere durch alle Höhen und Tiefen, die das Leben bereithält. Ich hatte stets das Gefühl, direkt dabei zu sein, teilzunehmen an der Freude und den Sorgen von Eva und Co.

Eva war mir zunächst die sympathischste aller Protagonisten. Ich mochte ihre natürliche, offene Art und ihre Leichtigkeit. Benedeit, welcher aus gutem Hause stammt, war für mich dagegen nicht so recht einzuschätzen. Die Geschwister Sylvie und Lucien fand ich weniger ansprechend. Aber auch diese Antipathie währte nur kurz. Adams erzählt die Geschichten der vier sehr detailliert und einfühlsam, sodass die Clique sehr menschlich erscheint.

Ich mag die Vielfältigkeit dieser Geschichte, die fantastisch umgesetzt wurde. Es wird nie langweilig, die Geschehnisse spielen hauptsächlich in London, die Autorin nimmt den Leser allerdings mit auf eine kleine Weltreise, denn im Laufe der Jahre machen einige der Charaktere Halt in anderen Ländern. Die Schauplätze werden sehr realistisch und nah geschildert, sodass ich mich oft an diese Orte versetzt fühlte.

Die Freunde sind füreinander da, entfernen sich voneinander, verlieren sich und finden wieder doch zusammen. Mit großen Gefühlen wird nicht gespart. Es geht um traurige Kindheitserinnerungen, gescheiterte Beziehungen, bitteren Liebeskummer, die Suche nach dem eigenen Platz im Leben, berufliche Misserfolge, ungeplante Schwangerschaften und den Kontakt mit Drogen und Alkohol. Somit ist wohl eine ziemlich breite Palette sichtbar.

Ein so schönes Buch, dass es mich richtig traurig machte, als ich die letzte Seite las und das Buch zuklappen musste. Alice Adams ist hier ein wundervoller Roman gelungen, der tolle Charaktere verspricht und mich beim Lesen oft glücklich zurückließ. Ich möchte euch Als wir unbesiegbar waren sehr gerne ans Herz legen.


Danke an den Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar. 

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Cover des Buches Als wir unbesiegbar waren (ISBN: 9783832198411)brauneye29s avatar

Rezension zu "Als wir unbesiegbar waren" von Alice Adams

Nicht mein Buch
brauneye29vor 4 Jahren

Zum Inhalt: 
An der Universität sind Eva, Benedict, Sylvie und Lucien unzertrennlich. Als sie Ende der Neunzigerjahre ihr Studium beenden, glauben sie sich am Beginn eines aufregenden Lebens. 
Meine Meinung: 
Ich habe mich mit dem Buch eher schwer getan. Man begleitet die vier durch ihr Leben, das kann natürlich für den ein oder anderen interessant sein, für mich war das trotz der unterschiedlichen Lebenswege eher langweilig. Auch wenn sich natürlich immer wieder was neues ereignet, konnte mich das Buch und die Geschichte nicht mitnehmen. Da mir die Geschichte zunehmend immer weniger gefiel, konnte auch der Schreibstil, der wirklich nicht schlecht war, nichts mehr raus reissen. Die Protagonisten waren mir anfangs eigentlich auch noch ganz sympathisch, irgendwann gingen mir diese auch etwas auf die Nerven. 
Fazit: 
Nicht jedes Buch ist für jeden geeignet.

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