Alice Ekert-Rotholz Alice Ekert-Rotholz: Reis aus Silberschalen

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Inhaltsangabe zu „Alice Ekert-Rotholz: Reis aus Silberschalen“ von Alice Ekert-Rotholz

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  • Eine deutsche Familie in Bangkok um 1950

    Alice Ekert-Rotholz: Reis aus Silberschalen
    Fanje

    Fanje

    04. April 2013 um 17:52

    Hannes Petersen lebt seit etwa 10 Jahren in Bangkok als erfolgreicher Geschäftsmann eines mittelständischen Hamburger Unternehmens. Nach zehnjähriger Trennung kommt ihn seine Frau mit den zwei Kindern "Pummel" und "Pünktchen" besuchen. Die Familie hat sehr Unterschiedliches erlebt: Hannes ist vor Beginn des zweiten Weltkrieges aus Deutschland geflohen, seine Frau hat die Kriegs- und Nachkriegszeit mit den Kindern in Hamburg verbracht. Als Martha und die Kinder in Bangkok ankommen, geraten Hannes thailändisches Leben und seine Familie aufeinander. Er hat seine Frau in den zehn Jahren mehrmals betrogen und seine Kinder sind in der Erinnerung in den Hintergrund gerückt. Doch schon kurz nach deren Ankunft erkennt er, dass seine Familie ihm das Wichtigste ist. "Reis aus Silberschalen" beschreibt das Zusammenprallen zweier Welten und die Probleme, die Hannes Petersen durch seine Liebschaften bei der Ankunft seiner Frau entstehen. Gegen Ende des Romans entladen sich die Gegensätze in einer für die Familie sehr gefährlichen Weise. Zu Beginn lässt sich das Buch nur etwas stockend lesen, da viele Personen beschrieben werden und die Handlung nicht sehr flüssig aufgebaut wird. Gegen Ende fesselt jedoch die große Krise und man möchte unbedingt wissen, ob sie für die Familie ein gutes Ende nimmt. Problematisch an dem Buch fand ich häufig die Einseitigkeit, mit der Personen der unterschiedlichen Kulturen beschrieben werden. So sind die Deutschen fast immer zielstrebig, laut und aufbrausend und für die Hamburger ziemt es sich gar nicht, "verträumt" zu sein, während die ostasiatischen Hausangestellten (Thailänder und Chinesen) alle höflich, leise und geldgierig sind. Die Eigenschaften, die den einzelnen Bevölkerungsgruppen zugeschrieben werden, finde ich nicht abgestuft genug und zu verallgemeinernd. Deshalb sollte man das Buch sehr reflektiert lesen.  Allerdings muss man dem Buch zu Gute halten, dass es, wenn man es reflektierend liest, einen Einblick in das Leben in Bangkok um 1950 gibt und auch ein wenig in das Leben im Nachkriegsdeutschland. Das Buch ist also eher Personen zu empfehlen, die sich für Südostasien und Thailand im Besonderen interessieren und eventuell schon ein wenig über dieses Land wissen.

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