Manchmal lüge ich

von Alice Feeney und Alice Feeney
4,2 Sterne bei47 Bewertungen
Manchmal lüge ich
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martina400s avatar

Ein spannender, überraschender und verstörender Thriller, der zeigt wie wichtig die kindlichen Wurzeln sind.

Cora19s avatar

Wer führt hier wen hinters Licht? Das Ende hat mich etwas ratlos gemacht.

Alle 47 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Manchmal lüge ich"

Ich heiße Amber Reynolds. Drei Dinge sollten Sie über mich wissen:

1. Ich liege im Koma.
2. Mein Mann liebt mich nicht mehr.
3. Manchmal lüge ich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499273117
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:15.12.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 15.12.2017 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    martina400s avatar
    martina400vor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannender, überraschender und verstörender Thriller, der zeigt wie wichtig die kindlichen Wurzeln sind.
    Manchmal lüge ich

    "1. Ich liege im Koma. 2. Mein Mann liebt mich nicht mehr. 3. Manchmal lüge ich."

    Inhalt:
    Amber liegt im Koma. Trotzdem bekommt sie alles mit und kann einfach nicht aus ihrer Welt auftauchen. Nur langsam kann sie sich an das erinnen was passiert ist und schwimmt immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aber eines ist klar: Amber liegt im Koma und manchmal lügt sie.

    Cover:
    Das Cover finde ich nicht ansprechend. Neugierig hat mich der Titel gemacht.

    Meine persönliche Meinung:
    Die Geschichte ist unglaublich spannend geschrieben und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Zudem steckt es voller Überraschungen und Wendungen. Die Protagonisten waren mir persönlich ein wenig zu "psycho" und schräg. Am Ende des Buches kennt man alle Hintergründe und kann Handlungen und Gefühle nachvollziehen. Trotzdem möchte ich niemanden kennen, der so wie Amber oder Claire ist. Weiters zeigt dieser Thriller auch wie wichtig als Kind die elterlichen Wurzeln sind und wie stark man dadurch geprägt wird. Eigentlich sehr traurig, was mit einer Seele passiert, wenn man sozial und existenziell vernachlässigt wird und welchen Knacks die Psyche bekommt. 

    Fazit:
    Ein spannender, überraschender und verstörender Thriller, der zeigt wie wichtig die kindlichen Wurzeln sind.

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    Cora19s avatar
    Cora19vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wer führt hier wen hinters Licht? Das Ende hat mich etwas ratlos gemacht.
    Schwesternliebe

    Psychothriller Manchmal lüge ich von Alice Feeney erschienen am 15.12.2017 im rowohlt Verlag, geb. Ausgabe 384 Seiten

    Amber liegt nach einem Unfall im Koma. Doch wie ist es dazu gekommen?

    Der Schreibstil ist beeindruckend bildhaft, Ambers Schwebezustand zwischen wachen und schlafen wird hervorragend beschrieben. Alles Gesprochene bekommt sie mit, was die Anderen aber nicht wissen. Das Buch ist in drei Kapitelkategorien unterteilt: „Jetzt“ beschreibt den Zustand im Koma, „Vorher“ beginnt eine Woche vor dem Unfall und „Früher“ gibt Einblick in Ambers Kindheit.

    Amber hat einige Ticks und Geheimnisse, ist am liebsten unsichtbar und fühlte sich schon in ihrer Kindheit ungeliebt. Ihre Ehe mit Paul ist schnell zum Erliegen gekommen, von daher zweifelt sie an ihm. Paul erweckt nicht den Eindruck eines Helden. Eine weitere große Rolle spielt ihre Schwester Claire, zu der sie ein sehr intensives Verhältnis hat.

    Sehr kurze und stets wechselnde Kapitel erreichen einen hohen Spannungsbogen. Die Dreiecksgeschichte zwischen Amber, Claire und Paul lässt Vermutungen aufkommen, doch am Ende kommt es durch geschickt eingefädelte Wendungen ganz anders.

    Fazit: Ein sehr gut konstruierter Psychothriller mit einigen unvorhersehbaren Twists und einer sehr labilen Protagonistin. Das Ende hat mich leider etwas ratlos zurückgelassen, von daher vergebe ich nur vier Sterne. 

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    Tintenelfes avatar
    Tintenelfevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Thrillerhighlight!
    Mein Thrillerhighlight 2017

    "Der eher düstere, rein auf psychologische Spannung ausgelegte Thriller packt von der ersten Seite an. Die kurzen Kapitel mit wechselnder Zeitebene geben ein schnelles Tempo vor und verleiten dazu, doch statt einer Pause schnell noch ein Kapitelchen mehr zu lesen. Der Thriller ist dynamisch, mitreißend und kommt mit ungeahnten Twists. Man merkt, wie sehr man einer Ich-Erzählerin in dem, was sie preisgibt, vertraut, denn man hat nur diese eine Stimme. Umso verwirrender und unzuverlässiger ist es, wenn man feststellt, dass man dieser Stimme nicht mehr trauen kann."

    Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog
    https://tintenhain.wordpress.com/2017/12/15/alice-feeney-manchmal-luege-ich-rezension/

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    Karin_Zahls avatar
    Karin_Zahlvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ganz nett!
    Manchmal lüge ich!

    Lügen über Lügen!
    Amber liegt im Krankenhaus,hört die Stimmen,der anderen und kann nicht auf sich aufmerksam machen.Sie liegt im Koma.Sie spürt die anderen.Warum hat sie ein ungutes Gefühl,wenn ihr Mann zu ihr spricht?Was ist nur passiert?Hat er damit was zutun?
    Wer schleicht sich ins Krankenzimmer und hört auf dem Handy,die Nachrichten ab und löscht sie dann?Was ist gemeint,sie hätte,es sich selber zuzuschreiben?

    Am Anfang des Buches zieht es sich unnötig in die Länge. Sicher hat man schon öfter diese Art von Bücher gelesen .Und kann sich denken,wie es ausgehen wird ?Ab der Mitte des Buches ging es endlich los mit der Spannung auch wenn man schnell vermutet hat ,wer die Person ist, die für diesen Unfall oder Mord in die engere Wahl kommen wird? Oder vielleicht liege ich falsch? 😊 Manchmal ist es etwas verworren geschrieben,da heißt es sich zurecht zu finden.Klappt aber ,man kommt nach und nach dahinter.

    Super Wendungen zum Ende.Alles in allem nicht so schlecht.

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    bookfox2s avatar
    bookfox2vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen
    And that's how psychopaths are made...

    Eine Frau liegt im Koma, doch ihr Gehirn bekommt alles von ihrer Umgebung mit. Warum hat sie Angst vor ihrem Mann? Warum sind ihr Mann und ihre Schwester so seltsam zueinander? Und was verrät uns die Erzählerin nicht?

    Es kommt selten vor, dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen kann und bis spät in die Nacht weiterlese. Aus mehreren Rückblenden erfährt der Leser nach und nach mehr aus der Kindheit (durch Tagebücher), von den Tagen vor dem Unfall und aktuelles aus dem Krankenhaus. Nicht alles erschließt sich beim ersten Lesen, aber wenn man einmal den Twist am Ende des Buches verarbeitet hat, macht alles in sich Sinn.

    Die meisten Personen in diesem Besuch sind nicht so, wie sie scheinen! Düstere Vergangenheiten werden aufgedeckt und mich gruselte es manchmal schon, einfach, weil die Fassade der Menschen so perfekt und die Irre dahinter so perfide.

    Ein absolut packender Thriller, mit wie schon gesagt, genialem Twist am Ende und einer unzuverlässiger Erzähler wie er im Buche steht - und zwar wirklich: Schließlich wird auf dem Buchrücken und -titel schon erwähnt "Manchmal lüge ich"

    Kommentare: 1
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    Unzertrennlichs avatar
    Unzertrennlichvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ruhiger, aber ungemein kluger Psychothriller!
    Manchmal lüge ich ...




    Schreibstil


    "Manchmal lüge ich" ist das Debüt von Alice Feeney und besonders ihr Schreibstil hat mich hier positiv überrascht. Die Geschichte wird in drei Zeitebenen (davor, jetzt und früher) sehr eindringlich erzählt und gibt einen guten Einblick in das Leben unserer Protagonistin Amber Reynolds.


    Ich würde "Manchmal lüge ich" als Psychothriller erzählt. Die Sprache ist eindringlich und gut gewählt, allerdings hapert es an einigen Stellen an Spannung. Mir war die Atmosphäre an einigen Stellen einfach zu ruhig, weswegen mir die Geschichte auch nicht so recht fesselnd vorkam. An einigen Stellen hätte ich mir gerade bei den gut gesetzten Wendungen etwas mehr Tempo gewünscht!


    Charaktere


    Amber


    Wir lernen Amber zu drei verschiedenen Zeitpunkten kennen. Einmal in der Gegenwart: Sie liegt im Koma, kann sich nicht bewegen und dementsprechend auch nicht kommunizieren. Allerdings hört sie all das, was um sie herum vor sich geht. Sie ist praktisch in ihrem eigenen Körper gefangen.


    Zusätzlich erfahren wir, was vor ihrem "Unfall" passiert ist. Spannend fand ich hier ihre Situation auf der Arbeit, denn sie stößt hier ganz schön mit einer Kollegin zusammen, die zu allem Überfluss auch noch ein Ultimatum beim Chef stellt: Entweder ändert sich etwas an der Situation oder Amber wird gekündigt!


    Das setzt Amber natürlich total unter Druck. Hinzu kommt ihre Beziehung zu einem Mann, die schon lange nicht mehr rund läuft. Immer mehr Hinweise deuten an, dass er ihr etwas verheimlicht ...


    Hinzu kommt eine sonderbare Beziehung zu ihrer Schwester und eine Vergangenheitssicht in Tagebuchform, die am Ende noch für eine Mega-Überraschung sorgt!


    Mit Amber hat die Autorin hier einen vielschichtigen und ungemein tiefgründigen Charakter geschaffen, der allerdings vor dem Leser auch so einige Geheimnisse hat. Ich fand es toll, sie näher kennenzulernen und nach und nach ein genaues Bild über sie und ihr Leben zu bekommen!


    Meinung


    Manchmal lüge ich. Damit konfrontiert Amber den Leser bereits auf den ersten Seiten und natürlich schwebt dieser Satz dann auch über die ganze Geschichte. Was ist wahr? Was eine Lüge? Wie passt alles zusammen?


    Nach und nach wird das Leben einer eher labilen Person skizziert, sehr tiefgründig, sehr eindringlich. Ich konnte mit Amber mitfühlen, auch wenn hier wahrlich nicht alles ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Autorin hat es geschafft, einen sehr bedrohlichen Unterton zu finden. Auch wenn die Stimmung dieses Psychothrillers sehr ruhig gehalten hat, hat die Sprache bei mir an vielen Stellen für eine Gänsehaut gesorgt.

    Die drei Zeitebenen sind gut gewählt und fließen zum Ende hin ineinander. Es gibt zahlreiche Überraschungen und Wendungen, hier hat mir zwar an einigen Stellen ein gewisser Paukenschlag gefehlt, aber die Geschichte ist unvorhersehbar und durchwegs auf einem hohen Niveau was die psychologische Sichtweise angeht!


    Tief tauchen wir in Ambers Leben ein und eine Frage beherrscht diesen Roman: Was ist ihr geschehen? Wer ist Schuld an dem Unfall? Alles fügt sich hier nach und nach zusammen und besonders die Wendung bezüglich der Vergangenheitssicht fand ich gut gewählt und hätte ich so wohl niemals erwartet.


    In einigen Rezensionen hatte ich bereits gelesen, dass das Ende eher offen gehalten wurde. Das stimmt nur teilweise. Es gibt auf der letzten Seite tatsächlich noch einen echten Schockmoment, der die Geschichte rund um Amber noch einmal in ein neues Licht rücken will. Hier ist der Leser selbst gefragt, alles zusammenzufügen. Wie passt es zusammen? Welche Geheimnisse liegen noch zwischen den Zeilen verborgen? Ich liebe es, am Ende selbst mitdenken zu dürfen, denn tatsächlich ist der Leser hier selbst gefragt, das letzte Puzzlestück zu finden ...


    "Manchmal lüge ich" von Alice Feeney ist zwar recht ruhig erzählt und vielleicht fehlt es an einigen Stellen auch etwas an Spannung oder einen gewissen Nachklang von Wendungen, dennoch kann sich dieses Debüt sehen lassen. Nicht nur sprachlich ist der Autorin hier ein kleines, stilles Meisterwerk gelungen, auch von der Geschichte her werde ich dieses Buch noch länger in Erinnerung halten!


    Fazit


    "Manchmal lüge ich" ist ein Psychothriller, der diesen Namen auf jeden Fall verdient. Der Schreibstil ist intensiv, er zieht den Leser tief in das Leben von Amber, das alles andere als perfekt war. Für mich auf jeden Fall ein echtes Highlight, auch wenn ich mich erst einmal an den ruhigen Erzählstil gewöhnen musste! 

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    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor 8 Monaten
    Manchmal lüge ich


    Mein Leseeindruck subjektiv aber spoilerfrei ;) 


    Psychothriller mit dieser Thematik kann ich immer und immer wieder lesen ;) von daher war ich sehr gespannt auf die Umsetzung


    Dass es sich hier um ein Debut handelt würde man absolut nicht merken, denn der Schreibstil ist sehr sprachgewandt, eindringlich, detailreich flüssig und total angenehm zu lesen.
    Erzählt wird aus der Sicht der Protagonistin in ICH- Form und die Geschichte ist in drei Zeitabschnitte ( Jetzt, Früher und Zuvor) eingeteilt, welche aber immer ganz klar am Anfang des Kapitels deklariert sind.


    Durch diese Erzählweise erhält man einen wirklich intensiven Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Amber. Ihr Charakter ist also am ausführlichsten ausgearbeitet, so dass im Vergleich die Nebenpersonen schon fast ein bisschen blass wirken. Mich persönlich hat dies aber ehrlich gesagt überhaupt nicht gestört.


    Der Einstieg in die Geschichte mit dem JETZT ist sehr geschickt gewählt, da ich ebenso wenig weiss wie die Protagonistin und ich mich zusammen mit ihr auf Spurensuche begeben konnte.
    Zwar verläuft die Story über längere Zeit sehr ruhig und unaufgeregt, trotzdem verspürte ich eine dauernde unterschwellige Spannung, so dass ich dauernd weiterlesen wollte.
    An  einem bestimmten Punkt ergibt sich übrigens  eine Wendung, die mich total überraschte und ich benötigte tatsächlich ein paar Minuten um die ganze Sachlage zu begreifen. 
    Ab diesem Moment geht es plötzlich Schlag auf Schlag und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ehrlich gesagt war ich aber auch fast ein bisschen überfordert mit dem Tempo, etwas mehr Ausgewogenheit hätte der Geschichte sicher nicht geschadet.


    Eine bekannte Thematik, aber intensiv, fesselnd und raffiniert umgesetzt, genau solche Psychothriller möchte ich lesen.


    Ich vergebe hiermit 4,5 Sterne   



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    Callsos avatar
    Callsovor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Spannung, toller Stil - ein Thriller mit den bekannten Extras, wer spielt hier welche Speilchen....
    Ein prima Thriller, den man sehr gut empfehlen kann

    Ein starker Beginn, ein faszinierender Plot haben ordentlich Hunger auf das Buch gemacht.

    Und die Autorin bleibt sich im Buch treu und liefert einen fesselnden Thriller, der einfach genau das erfüllt, was man sich von ihm versprochen hat." Bei Manchml lüge ich" taucht man tief  in die Geschichte ein und folgt ihr

    Amber liegt im Koma, bekommt aber dennoch ganz viel von ihrer Umwelt mit. Zugleich gilt es ein Trauma aus der Jugendzeit aufzuarbeiten und die letzten beruflichen Weichen zu stellen. Zudem gilt es die Beziehungen zur ihrem Eheman Paul und ihrer Schwester Claire zu glätten. Es beginnt ein Psychospiel, wo man als Leser im wieder im Dunkeln tappt, wer welches Spielchen spielt

    Feines Tempo, ausgewogene Charaktere, tolle Spannung und jede Menge Wendungen, die einen als Leser immer wieder grübeln lassen.

    Ein unterhaltsames Buch, sehr schön geschrieben und somit für Fans von dem Genre ein echter Lesetipp und zugleich eine echte Empfehlung.

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    Ashimauss avatar
    Ashimausvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Speziell zu Anfang kommt keine Spannung auf, jedoch gibt es eine sehr gut durchdachte Story mit tollen Wendungen.
    Gut durchdachte Story mit tollen Wendungen, leider anfangs etwas langatmig

    Der Schreibstil ist super flüssig lesbar, dadurch fliegt man, auch trotz anfänglicher Langeweile, nur so durch das Buch.

    Die Kapitel des Buches sind mit Überschriften betitelt, die uns wissen lassen, wo wir uns zeitlich befinden. Das Buch ist daher in JETZT (die Gegenwart), ZUVOR (die Tage vor dem Unfall) und FRÜHER (Tagebucheinträge aus der Kindheit) aufgegliedert. Trotz der stets ändernden Handlungszeit lässt sich jeder Handlungsstrang gut verfolgen.

    Die Protagonistin Amber war mir von Anfang an ziemlich unsympathisch. Der Leser direkt auf den ersten Seiten darüber aufgeklärt, dass sie Zwangsstörungen hat und sehr unsicher ist. Sie ist nicht nur sich selbst gegenüber negativ eingestellt, sondern auch fast allen ihrer Mitmenschen. Ihre Gedanken und Handlungen sind für mich einfach nicht nachvollziehbar gewesen.

    Generell wirkten alle Charaktere etwas merkwürdig und teils leicht gestört. Jedoch verändert sich das bei manchen im Laufe des Buches stark!

    Die Handlung schleppte sich leider ziemlich daher. Für mich kam einfach keine Spannung auf. Erst gegen Ende änderte sich das zum Glück! Das Problem war, dass ich quasi von den ersten Seiten an wusste, was passieren wird und wer involviert ist. Die Autorin hat zwar anfangs versucht eine falsche Fährte zu legen, aber mit der konnte ich mich zu keiner Zeit anfreunden. Im Verlaufe des Buches wurde dann meine Vermutung immer mehr erhärtet, jedoch lag ich nicht zu 100 % richtig…

    Denn hier kommt der Wendepunkt, der das Ganze dann für mich wieder interessant und spannend gemacht hat! Ich muss leider gestehen, dass die Autorin mich ziemlich gut an der Nase entlanggeführt hat! Für mich ein klarer Pluspunkt!

    Speziell im letzten Drittel des Buches haut die Autorin Wendungen und Tatsachen einem entgegen, die der Leser so nie in Frage gestellt hat! Mir war zwar klar, dass mit einigen Personen etwas nicht stimmte, aber wie tiefgründig das Alles miteinander verwoben ist… da wäre ich nicht drauf gekommen!

    Das Ende war mir dann aber leider zu weit übers Ziel hinausgeschossen Hier wäre weniger mehr gewesen, aber naja. Das ist halt auch Geschmackssache! Aber für mich hätte diese Wendung nicht mehr sein müssen…

    Zum Schluss wird der Leser dann zum Glück noch darüber aufgeklärt, dass diese anfänglichen Szenen, die mir total deplatziert und unnütz für die reguläre Handlung erschienen, doch einen tiefgreifenderen Sinn für die Story haben.

    Für mich kamen leider die Szenen im Koma nicht gut zur Geltung. Teils lenkten die anderen Storyhandlungen davon zu sehr ab und dann waren die Kapitel übers Koma immer recht kurz. Zu keiner Zeit konnte ich die Angst von Amber spüren oder mich in ihre Lage hineinversetzen. Sehr schade, da ich mich darauf eigentlich am meisten gefreut habe. Im Koma von Joy Fielding hat mich nämlich damals so begeistert, dass ich unbedingt noch ein Buch mit dieser Thematik lesen wollte. Jedoch muss ich jedem, dem es um diese Thematik geht, von diesem Buch abraten. Hier sind eher psychologische Aspekte vorrangig!

    Fazit:

    Dass die Story so lange gebraucht hat um Fahrt aufzunehmen, ist natürlich nicht wirklich vorteilhaft. Jedoch konnten mich die Wendungen ziemlich begeistern! Alles in allem ist die Geschichte sehr gut durchdacht und lässt keine Fragen offen. Dass die Charaktere etwas skurril sind, trägt natürlich positiv dem „Verwirrungsplan“ der Autorin bei. Ich hätte mir jedoch speziell für die Komasequenzen etwas mehr Tiefgang gewünscht. Solche Aspekte müssen für den Leser so geschrieben sein, dass er sich da selbst hineinversetzen kann, sonst sind sie eher unnötig.

    Von mir gibts daher 3/5 Sterne!

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    Aydas avatar
    Aydavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungener Debütroman, der mich bestens unterhalten hat,spannend mit tollen Wendungen und ein Alptraum beginnt...4,5 Sterne
    Gelungener Debütroman, der mich bestens unterhalten hat,spannend mit tollen Wendungen...

    Gelungener Debütroman, der mich bestens unterhalten hat,spannend mit tollen Wendungen und ein Alptraum beginnt...4,5 Sterne

    Inhalt:
    Wir lernen Amber Reynolds kennen. Sie ist verheiratet und arbeitet bei einem örtlichen Radiosender. Die Ehe läuft soweit gut,allerdings hat das Ehepaar seit vielen Jahren den Wunsch nach einem Kind. Als Amber eines Tages einen Unfall hat,ändert sich ihr Leben jedoch schlagartig,denn sie liegt nach dem Unfall im Koma und als ob das nicht schon schlimm genung ist, bekommt sie alles um sich herum mit aber keiner weiß es...

    1. Ich liege im Koma.
    2. Mein Mann liebt mich nicht mehr.
    3. Manchmal lüge ich.


    Meine Meinung:
    Ich bin durch Zufall auf diese Neuerscheinung aus dem Rowohltverlag aufmerksam geworden. Als ich die Inhaltsbeschreibung las, hatte ich sofort das Gefühl,dieses Buch könnte etwas für mich sein und genauso war es auch. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt und war spannend zu lesen. Die Autorin Alice Feeney hat hier einen richtig guten Debütroman geschrieben,bei dem man bis zum Ende nicht alles erahnen kann. Die Handlung spielt auch um diese Jahrezeit, was zufällig sehr gut gepasst hat. Wir erleben das Geschehen aus der Parpektive von Amber sowohl ein paar Tage vor dem Unfall als auch  in der Gegenwart aus Sicht als Komapatientin. Dann gibt es noch eine weitere Vergangenheitsperspektive aus den 90´ern,aus der wir Tagebucheinträge lesen. Die Kapitel sind in einer sehr angenhemen Länge gehalten und ich flog nur durch die Seiten. Die ganze Atmosphäre und die Protagonisten sind sehr gut geschildert, natürlich sind alle Personen für den Verlauf der Geschichte sehr wichtig. Die Geschichte ist gut konstruiert und auch das Ende hat mir gefallen. Wir erleben ihre Wahrnehumgen und Gefühle hautnach mit und ich fand es so bedrückend mit in ihren Gedanken zu stecken und im Hintergrund diese Bewegungslosigkeit zu spüren,wo sie jeden ausgelifert ist,der oder die ihr was böses wollen. Ich musste auch einmal kurz daran denken,dass es ja tatsächlich schon Patieten hab bzw. gibt die im Koma sind und alles wahrnehmen können.
    Die eine oder andere Frage bleibt etwas offen aber insgesamt sehr spannend zu lesen, gute Unterhaltung und daher von mir eine klare Leseempfehlung mit 4,5 Sternen!
    Vielen Dank an die Autorin Alice Feeney und an den Rowohltverlag.

    Autorin:
    Alice Feeney ist Journalistin und hat 16 Jahre als Nachrichtenredakteurin und Produzentin für BBC News gearbeitet. Sie hat in London und Sydney gelebt und sich mit ihrem Mann und ihrem Hund inzwischen in Surrey niedergelassen. «Manchmal lüge ich» ist ihr Debütroman.
    (www.rowohlt.de)

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    Intelligent, fesselnd und großartig erzählt.

    Faszinierend, originell, Suchtfaktor. Ich kann kaum abwarten, was die Autorin nach diesem brillanten
    Debüt als nächstes herausbringt.

    Mehr davon!

    Ein absolut packender, raffinierter und erschütternder psychologischer Thriller.

    Absolut überwältigend!

    Eine Ausnahmeerscheinung, die rasante Twists mit messerscharfer Sprache kombiniert.

    Einfach genial!

    Rasant geschrieben und mit einem Ende, das einen sofort nochmal lesen will.

    Man wünscht sich, es würde mehr Bücher wie 'Manchmal lüge ich' geben: Nicht nur ein packender
    psychologischer Thriller, sondern auch sprachlich wunderschön. Absolut überzeugend.

    Eine kühne, originelle Stimme – ich liebe dieses Buch.

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