Alice Gabathuler no_way_out

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Inhaltsangabe zu „no_way_out“ von Alice Gabathuler

Noch bevor er die Augen öffnet, weiß Mick, dass er in der Falle sitzt. Neben ihm liegt Isabella, Frau eines Wirtschaftsbonzen. Steinreich. Und tot. Hat Mick sie tatsächlich umgebracht? Oder steckt er mitten in einem gnadenlosen Spiel, aus dem es kein Entkommen gibt? Ein packender Thriller mit brisantem Hintergrund - ausgezeichnet mit dem Hansjörg-Martin-Preis 2014!

Nichts besonderes, schade.

— Tatsu
Tatsu

NO WAY OUT ist nicht nur ein fesselnder Thriller, sondern auch ein sehr geschickt geschnürtes Paket Gesellschaftskritik.

— readeralex
readeralex

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  • no way out

    no_way_out
    simonfun

    simonfun

    25. March 2017 um 19:03

    Nicht gerade ein pageturner, aber dennoch nett und solide.

  • Aussenseiter in Schwierigkeiten

    no_way_out
    Armillee

    Armillee

    27. January 2015 um 10:51

    Der Schreibstil glich einer Achterbahnfahrt und es gab Momente, wo es mir zu viel Tempo war. Es geht hier um eine Verschwörungstheorie. Alles klingt einleuchtend, aber glaubt man daran, oder wird - wie in den meisten Fällen - abgewunken. Ich will es mal so sagen...die Handlungen könnten in dieser technologiesierten Zeit durchaus machbar sein. Der Grund, warum das alles passiert ist schon weiter hergeholt. Mick ist ein 17jähriger Außenseiter mit einer sehr schwierigen Kindheit im Gepäck. Es hat mir sehr gut gefallen, wie seine Sicht auf Ereignisse und Menschen lagen. Ich konnte alles nachvollziehen. Er war mir symphatisch und die anderen Protagonisten waren gut durchdacht. Und so folgte ich ihm auf den spannenden Seiten durch seine unglaubliche Geschichte, kämpfte und fühlte mit ihm. Das "Spiel" war wirklich gnadenlos. Die Welt ist nun mal schlecht und grausam. Macht und Geld, dass ist vielen Menschen wichtiger, als Mut, Vertrauen und Liebe. no_way_out wird nicht das letzte Buch von Alice Gabathuler sein.

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  • No Way Out

    no_way_out
    lenar

    lenar

    08. July 2014 um 17:00

    Cover: Ich finde das Cover ist wirklich gelungen und sehr passend für einen Thriller. Das Grau strahlt so etwas düsteres aus. Man sieht eine Wand, die mit Graffti besprüht wurde, unter anderem erkennt man dort die Namen aus der Geschichte: Smiley, Mick, Edy und Sina. Die Idee finde ich wirklich toll und ist auch mal etwas anderes. Der Titel "No Way Out" wurde in einer blutroten Schrift geschrieben und ist so nochmal ein Blickfang. Meine Meinung: Dies ist meine erstes Buch von "Blogg dein Buch" (zu der Seite geht es hier). Ich hatte es auch dort entdeckt und mir den Inhalt durch gelesen. Für mich klang es wirklich nach einem tollen und spannend Thriller. Natürlich habe ich mich dann sehr gefreut, als ich das Buch wirklich bekommen habe und musste gleich anfangen zu lesen. Das Buch beginnt mit einem Fall aus dem Jahr 2012, der sich in Florida zugetragen hat. Dies lässt schon erahnen, in welche Richtung das Buch geht, was ich wirklich sehr gut fand, da es sich um eine wahre Geschichte handelt, die 2012 geschehen ist. "No Way Out" beginnt schon gleich sehr spannend, was sich dann durch das ganze Buch zieht. Das liegt auch an den vielen überraschenden Wendungen die Alice Gabathuler in die Geschichte rein bringt. Immer an Stellen, an denen man am wenigsten damit rechnet.  Die Geschichte wird aus der Sicht von Mick erzählt, den ich wirklich sympatisch fand. Vertrauen kann er eigentlich fast niemanden, da er früher eine wirklich schlimme Kindheit hatte und dadurch sehr geprägt ist. Den einzigen wirklich Freund den er hat ist Smiley und den fand ich wirklich cool und ich musste an manchen Stellen auch wirklich wegen ihm grinsen.  Besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die Autorin mit dem Thriller ein ernstes Thema aufgreift und zwar, dass Außenseitern sehr oft die Schuld zu geschoben wird, obwohl sie es eigentlich nichts mit dem Fall zu tun haben. Mick hat sie da als ein gutes Beispiel gewählt, denn ihm wird der Mord angehängt, allerdings würde er nie jemanden weh tun.   Alles in allem muss ich sagen, dass mich die Geschichte wirklich begeistern konnte. "No Way Out" ist ein toller Thriller, mit tollen Charakteren, viel Spannung und einem ernsten Hintergrund. Dennoch fehlte mir leider das gewisse etwas für 5 Sterne, daher bekommt "No Way Out" von Alice Gabathuler gute: 4/5 Sternen

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  • Fesselnder Thriller

    no_way_out
    Iva

    Iva

    05. March 2014 um 11:26

    In „no_way_out“ erzählt die Schweizer Autorin Alice Gabathuler, wie ein Jugendlicher von einem machthungrigen, skrupellosen Industriellen manipuliert und Opfer von gesellschaftlichen Vorurteilen wird. Der 17-jährige Mick ist der ideale Sündenbock. Vom Stiefvater missbraucht, von der Mutter im Stich gelassen, wurde er früh zum Aussenseiter. Er vertraut niemandem und weiss, dass ihm keiner zu Hilfe kommen wird. Als er neben einer toten Frau erwacht, versucht er deshalb gar nicht erst, seine Version der Geschichte zu erzählen. Er ist überzeugt, dass sie niemanden interessiert. Hinzu kommt, dass er selbst nicht versteht, was sich zugetragen hat. Er wendet sich an die einzige Person, die in dieser Situation für ihn da ist: ein weiterer Aussenseiter, der sich als wahrer Freund entpuppt. Gabathuler greift ein brisantes Thema auf und zeigt auf eindrückliche Weise, wie Vorurteile und einseitige Medienberichte eine Gesellschaft vergiften. Leidtragende sind jene, die nicht in gängige Schemen passen, Querdenker, die Angst erwecken, weil sie von der Norm abweichen. Mit grossem Einfühlungsvermögen und präziser Sprache gibt Gabathuler diesen Jugendlichen ein Gesicht und eine Stimme. Ein grossartiger, fesselnder Jugendthriller, der zum Nachdenken anregt und bis zum Schluss spannend bleibt.

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  • Ein Jugendbuch auch für Erwachsene

    no_way_out
    Tom_Zai

    Tom_Zai

    04. March 2014 um 13:35

    Vor zwei Jahren wusste ich noch nicht, was ein Hashtag ist. Allenfalls stellte ich mir darunter einen total zubekifften Tag vor – ohne je gekifft zu haben! Vor zwei Jahren kannte ich auch Alice Gabathuler noch nicht – Schande über mich!   Mittlerweile kenne ich mich aus mit Hashtags und weiss, dass es sich um eine „Verschlagwortung“ von Twitter handelt. Und, das ist das Wichtigste, Alice ist zu einer Freundin geworden, die mich als Mensch und Autorin begeistert.   #no_way_out habe ich gelesen, und es beschäftigt mich. Thriller gehen manchmal unter die Haut. Unter die Haut geht im Buch auch bei „Mick“ sein erstes, selbstgeritztes Tattoo, und womöglich ist genau das mein persönlicher Flashback, das, was es ausmacht, dass ich mir die Story etwas auf Distanz halten muss, damit sie mir nicht zu nahe kommt.   Ich gehöre nicht zum Zielpublikum. Das Buch – wie alle Bücher von Alice, die ich gelesen habe – kann ich aber wunderbar aus der Perspektive eines Vaters lesen, der an seine halbwüchsigen Kinder denkt und sich ausserdem zurückerinnert an die eigene Jugend. Zitate im Buch wie „Mached usem Staat Gurkesalat“ und „Züri brennt!“ schmeissen mich subito ins Jahr 1980 zurück – und eben dahin, wo es „flashbackt“ und bald einmal dahin, wo die Emotionen Achterbahn fahren.   Alice zeichnet mit groben Strichen drei Welten, die anfänglich jede für sich stehen und im Lauf des Buches mehr und mehr verschwimmen: die Welt von jugendlichen Aussenseitern, die Welt von machtversessenen „Herrenmenschen“ (ein Ausdruck, der sich durch die Lektüre von „Herr Lehmann“ wieder in meinen Wortschatz geschlichen hat) und die virtuelle Welt der Medien, insbesondere auch der Social Media – immer am Anfang eines Kapitels stehen „Tweets“, die nach und nach an Bedeutung gewinnen. Grossartig gemacht!   Ich habe bisher drei Bücher von Alice gelesen. In allen geht es um unterdrückte, misshandelte, vernachlässigte oder missverstandene Kinder und Jugendliche. Alice geht behutsam vor, wenn sie die Verletzungen – körperliche und seelische – schildert. Sie schreibt von Narben. Die Bilder entstehen dann im Kopf der Lesenden, was sie nicht weniger intensiv macht.   #no_way_out ist für mich auch ein Buch, das schnörkellos folgendes aussagt: Die Mächtigen bedienen sich ihrer Macht, ohne mit der Wimper zu zucken und wenden dabei jedes mögliche Mittel an. Dazu gehören insbesondere auch Lug und Trug, Täuschung, Manipulation und Zerstörung. Das Idiotische dabei: die Opfer fühlen sich in diesem „Spiel“ sogar noch schuldig.   Wieso schmeisst mich das nun wieder an den Anfang der 80er? Und dann wieder zurück ins 21. Jahrhundert?   Zum Glück kommt die Hoffnung in #no_way_out (und in den anderen Büchern) nicht zu kurz. Dennoch habe ich den Eindruck, dass Alice in #no_way_out phasenweise darum kämpft, an das Gute zu glauben, an die Zukunft und nicht zu sehr zu hadern. Was die jugendlichen Protagonisten erleben, wie sehr sie der Welt der „Herrenmenschen“ ausgeliefert sind, ist immer an der Grenze zu einer Dystopie. Alice hätte Mick, Smiley und Edy auch vollends abstürzen lassen können (18 Meter!). Dass sie es nicht getan hat, macht mich glücklich.   Beim Lesen habe ich mich lange gefragt: „Wo bleibt die Musik?“ Kurz vor Schluss taucht sie dann aus dem Nichts auf: The Beauty of Gemina – At The End Of The Sea. (Dystopie, sag ich's doch!)   Für mich kommt beim Lesen von Alice' Büchern mittlerweile eine weitere Komponente dazu. Ich sehe die Autorin und den Menschen das Buch schreiben und mir persönlich vorlesen. Und ich erkenne sie und mich wieder, das ist das Verrückte, in allen drei Perspektiven: die Teenager, die Eltern und die Autorin/der Autor.   In diesem Sinne: #no_way_out ist ein weiteres berührendes Highlight. Danke Alice!   Noch was: Man schreibt immer von den „ersten Sätzen“ eines Romans und wie wichtig die sind und so weiter. In #no_way_out finde ich einen der berührendsten und phantastischsten Schlusssätze, die ich je gelesen habe.   Ich gehöre zu den Lesern, die NIEMALS den Schluss lesen, bevor das Buch nicht wirklich zu Ende gelesen ist. Natürlich werde ich den Schluss auch NIEMALS ausplaudern. Kauft das Buch! Lest es!  

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  • Packender Thriller

    no_way_out
    Kampfleser

    Kampfleser

    10. February 2014 um 19:28
  • No_Way_out

    no_way_out
    MelanyHost

    MelanyHost

    21. October 2013 um 18:26

    Als Mick neben der Leiche einer reichen Frau aufwacht, bekommt er Panik. Er nimmt ihre Tochter als Geisel und flieht. Doch nun ist er nicht nur vor der Polizei auf der Flucht, sondern auch vor den Männern ihres Stiefvaters. Zu spät erkennt er, dass er in etwas viel Größeres hineingeraten ist... Ich hatte das Buch in zwei Tagen fertig. Es war sehr spannend, weil immer wieder kleine Höhepunkte eingebaut wurden. Auch hat mir gut gefallen, dass jede Person einen eigenen Charakter hat. Es ist ein Abenteuer, in dem es um Freundschaft, Liebe und die Vergangenheit geht. Die Geschichte ist sehr aktuell und nicht unrealistisch. Auch gefällt mir, dass das Buch in Ich-Form erzählt wird. Ich habe schon mehrere Bücher von dieser Autorin gelesen und dieses hat mir am besten gefallen. Ich finde auch das Titelbild sehr gelungen und anziehend. Das Buch ist sehr lesenswert, wenn jemandem eine Geschichte von Freundschaf, Liebe, Leben und Vergangenheit verpackt in einem Thriller mit viel Abenteuer gefällt. Ich denke, das Buch lesen lieber Jugendliche oder auch Junggebliebene.

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  • Spannender Jugendthriller

    no_way_out
    Mone80

    Mone80

    07. September 2013 um 22:02

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil mir die Geschichte im ersten Moment doch recht verwirrend geschrieben war und ich mit den Personen erstmal so garnicht warm wurde, konnte ich es aber ab dem 2. Teil dann nicht mehr aus der Hand legen. Und es hat sich gelohnt, denn ab da nimmt die Geschichte echt an Fahrt an. Mick ist ein 17 jähriger Ausreißer, mit einer dunklen Vergangenheit. Einer unschönen Vergangenheit. Und er soll die reiche Erbin umgebracht haben, doch er kann sich an nichts erinnern. Verwirrt wegen der Ereignisse, nimmt er die Tochter des Opfers als Geisel und flieht. So verwirrend Mick ist, so verwirrend ist das Buch auch. Es ist aus Micks Perspektive geschrieben und dies spiegelt seine Verwirrtheit sehr gut. Es macht den Leser teilweise schier kirre, weil er den Faden verliert. Das ganze wird noch unterstützt von Smiley, einem jungen Obdachlosen, der ein wenig Wirr im Kopf ist, aber dafür doch ein paar ganz schlaue Sachen sagt und Mick irgendwie immer ein wenig auf den Boden holt. Er ist der einzigste, den Mick vertraut und Mick hat das Vertrauen in die Menschen verloren, was an seiner Vergangenheit liegt. Das Buch beschäftigt sich mit einem kritischen Themen, Jugendkriminalität und zeigt teilweise in einer Art Verschwörungstheorie auf, was manche Leute dagegen tun möchten. Und ab dem Moment kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es wird klarer und ein deutliches Bild zeichnet sich im Kopf ab. Rasant, manchmal ein wenig unglaublich, ist die Geschichte von Mick, aber es geht nie so weit, dass es sich zu sehr von dem Möglichen, was vielleicht passieren könnte, entfernt. Die Twitter-Zitate am Anfang eines jeden Kapitels passten im Nachhinein sehr gut. Eine schöne Diskussion, die auf Grundlage der Geschichte entstanden ist. Durch die Zeitungsausschnitte die ab und zu in das Buch eingebunden sind, bekommt man einen umfassenden Blick auf den Fall. Doch sie sind auch sehr erschreckend, wie schnell man sich auf einen möglichen Täter festgelegt hat und mit den Twitter-Zitaten von manchen eine Hetzjagd inszeniert wurde. In 47 kurzen Kapiteln, die die Spannung immer ein Stückchen heben geht es ab dem 2. Teil rasant durch das Buch. Ab und an gibt es kleinere Ruhephasen, die man aber als Leser braucht um neue Luft zu schöpfen für den Endspurt. Nachdem ich mit Mick warm geworden bin, tat er mir auch unendlich leid. Die Autorin hat eine Geschichte erschaffen, die jenseits des Guten liegt und teilweise wirklich erschütternd war. Wie weit gehen Menschen, um einen Vorteil zu erzielen? So weit mag man eigentlich garnicht denken...Doch Alice Gabathuler schaut soweit und hat dies zu Papier gebracht. Am liebsten mochte ich Smiley. Er war die Figur, zu der ich von Anfang an einen Draht hatte und die ich sehr mochte. Der, der von sich selbst sagt, er hätte einen kaputten Kopf und auch zu den Aussenseitern der Gesellschaft gehört, hat doch das ein oder andere kluge Wort gebracht und hatte irgendwie etwas Bodenständiges an sich, was die Geschichte brauchte. Mit ihm, der Tochter des Opfers und einer geheimen Organisation stellen sie sich dem mächtigen Gegner. Das Ende ist dann um weiten nochmals spannender. So nach und nach werden alle offenen Fragen beantwortet und es kommt zu einem stimmigen Abschluss der Geschichte. Und auch wenn man weiß, wie es geschehen ist, nimmt es nicht die Spannung, denn das gesamte Paket der Themen, mit denen sich das Buch sich befasst, ist genial umgesetzt. Fazit: Ein Buch, dass es in sich hat. Verwirrung, Spannung und ein kritisches Thema in einem Jugendthriller vereint.

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  • Ein spannender Jugendroman mit interessantem Hauptprotagonisten.

    no_way_out
    Enni

    Enni

    26. August 2013 um 16:29

    Inhalt:Mick ist Teenager und lebt auf der Straße. Sein Leben ist nicht einfach und als er dann auch noch von einem schwarzen Jaguar angefahren wird, hält er dies für den Tiefpunkt. Doch es kommt noch viel schlimmer. Der vermögende Fahrer, Jake Linder, ist angetrunken und will ihn daher nicht ins Krankenhaus fahren. Stattdessen nimmt er ihn mit zu sich nach Hause, besorgt ihm einem "Arzt". Eigentlich möchte Mick so schnell wie möglich wieder dort weg, doch sein Zustand lässt dies nicht zu. Als er eines morgens neben Jakes ermordeter Ehefrau aufwacht, klebt Blut an seinen Händen... Mick bekommt Panik. Hat er sie getötet? Niemand wird dem obdachlosen Jugendlichen glauben! Meine Meinung:Ich muss ehrlich zugeben, dass ich schlecht in die Geschichte reinkam. Das lag vor allem an dem Schreibstil der Autorin, an den ich mich erst gewöhnen musste. Die Kapitel sind teilweise sehr kurz, das hat mich anfangs etwas genervt. Außerdem steht zu Beginn jedes Kapitels ein kurzer Satz, wie eine Twitternachricht mit Hashtags. Was es damit auf sich hat ergibt sich nach jedoch bald. Ab diesem Zeitpunkt fand ich die Nachrichten wirklich super. Sie haben die Handlung optimal ergänzt.  Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Allen voran Ich-Erzähler Mick, der es wirklich nicht einfach hatte im Leben. Der Leser erfährt erst langsam, wie es dazu kam, dass er auf der Straße lebt und niemandem vertraut. Mick ist Einzelgänger, doch eine Person kommt einem Freund am nähesten. Smiley lebt ebenfalls auf der Straße. Zu Beginn des Buches spielt er keine große Rolle, dies ändert sich aber schlagartig, als Mick dringend Hilfe braucht. An Smiley hat mir seine intelligente und hilfsbereite Art sehr gefallen. Außerdem gibt es da noch Edy. Sie ist die Tochter der Ermordeten und verständlicherweise zunächst gar nicht gut auf Mick zu sprechen. Aber ich will nicht zu viel verraten!Die Story war wirklich richtig gut. Ein aktuelles Thema spannend verpackt. Mich hat aber gestört, dass ich mir vieles schon denken konnte. Nichts desto trotz konnte mich die Autorin des Öfteren überraschen.

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  • No way out

    no_way_out
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    23. August 2013 um 09:13

    Mick kann sich nicht erinnern, warum er mit Isabella Lindner in einem Zimmer liegt. Er kann sich nicht erinnern, sich ausgezogen zu haben und er kann sich erst recht nicht daran erinnern die Ehefrau des steinreichen Wirtschaftsbonzen Jake Lindner ermordet zu haben. Trotzdem wacht er blutüberströmt neben ihr auf, entführt in einer Kurzschlussreaktion Edy, die Tochter der Toten, und flieht ... vor der Polizei, vor Jakes Männern, die für Geld alles tun würden, und vor seiner eigenen Vergangenheit. Erst durch seinen Freund Smiley erfährt Mick, dass er scheinbar Opfer eines perfiden Komplotts geworden ist. Ich habe bisher erst drei Bücher der Schweizer Autorin gelesen, aber trotzdem habe ich beim Name Alice Gabathuler sofort ein bestimmtes Bild vor Augen. Eine Autorin, die packende Jugendthriller schreibt. Eine Autorin, die ihre Außenseiter-Protagonisten liebt. Eine Autorin, die kein Blatt vor dem Mund nimmt und gesellschaftskritisch schreibt. Das alles sorgt dafür, dass ich ihre Bücher bisher immer extrem authentisch und sehr spannend fand. Geht man nach den o.g. Kriterien, so ist "no_way_out" ein typischer Gabathuler. Mit viel Herzblut hat die Autorin ihren Protagonisten, den 17-jährigen Rumtreiber Mick, geschaffen und beleuchtet ihn von allen Seiten. Von seinen guten und von seinen schlechten, in der Gegenwart und aus der Vergangenheit. Auch die Thematik ist ungeheuer brisant: Reiche Industrielle vertuschen ihre Straftaten nicht mehr, indem sie versuchen diese unter den Teppich zu kehren, denn dort könnten sie theoretisch doch irgendwann entdeckt werden, sondern arbeiten in einem dichten Netzwerk komplexe Komplotte aus, mit denen sie die Tat jugendlichen Außenseitern in die Schuhe schieben. So erwischen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Für die Straftaten wird jemand anderes verurteilt und die Fälle gelten als aufgeklärt und gleichzeitig heizen sie die Stimmung des Landes gegen solche Außenseiter und Rumtreiber an. Dass Jugendliche ohne Zuhause, ohne Geld und ohne eigenem sozialen Netzwerk gar keine Chance gegen so ein ausgeklügeltes System haben, verdeutlicht Gabathuler gekonnt. "no_way_out" ist zum Teil schon ziemlich hart und kein Jugendthriller für zartbesaitete Leser. Er ist packend, brisant und ungeschönt. Ich habe bisher nicht herausgefunden, ob die Autorin auf wahre Begebenheiten zurückgegriffen hat, aber nachdem ich den Roman beendet hatte, hat sich bei mir schon das Gefühl eingestellt, dass dieses Vorgehen tatsächlich gängige Praxis sein könnte, die es vielleicht bisher nur noch nicht offiziell in die Medien geschafft hat. Aber egal ob er nun auf Tatsachen beruht oder reine Fiktion ist - der Roman ist unglaublich realitätsnah und fühlt sich einfach "echt" an. Fazit: Ein spannender Jugendthriller der verdeutlicht, dass man nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen muss, um ein guter Mensch zu sein, dass zu viele Menschen blind und ohne nachzudenken alles glauben, was ihnen durch Medien suggeriert oder auf anderen Wegen präsentiert wird und dass jeder mit dem Herzen hinschauen muss und sich aktiv eine eigene Meinung bilden sollte. Broschiert: 336 Seiten Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (15. Juli 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3522201787 ISBN-13: 978-3522201780 Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

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  • toller Jugendthriller

    no_way_out
    Kendra

    Kendra

    21. August 2013 um 19:39

    "No way out" von Alice Gabathuler ist ein wirklich toller Jugend Thriller, der mich total überzeugen konnte! Ein toller und interessanter neuer Gedankengang, dass wichtige Persönlichkeiten jugendliche Rumtreiber als ihren persönlichen "Sündenbock" benutzen und dabei in der Politik gegen ein neues Gesetz plädieren, dass Menschen  zu "Selbstjustiz" greifen sollen... Dies wird von der sogenannten BtN: "Bund für eine tatkräftige Nation gefordert. Doch von diesem wirklich schockierenden Zugängen ahnt der junge Mick nicht. Mick, der aus heiterem Himmel von einem Auto angefahren wird, verletzt wird und zum Zusammenflicken mit in die Villa des "Geisterfahrers" genommen wird, ist allerdings bereits schon zu Beginn nicht gerade begeistert. Daher ist der einzige Gedanke für ihn, so schnell wie möglich wieder aus der Villa, samt ihren merkwürdigen Bewohnern zu verschwinden. Doch dann wacht er neben der toten Frau von Jake auf. Blut befleckt nicht nur das Bett, sondern auch sein Messer. Was hat er getan? Oder hatte er womöglich nichts mit diesem Mord zu tun? Voller Panik, ergreift er nachdem die Tochter der Toten ihn am Tatort auffindet, die Flucht mitsamt Edy der Tochter. Nach anfänglichen Hass Attacken zwischen den beiden, raufen sie sich im Laufe der Flucht zusammen und versuchen gemeinsam den Mörder und dessen Motiv herauszufinden. Hierbei hilft ihnen der sympathische Smiley, der ebenfalls zu den Außenseiter der Gesellschaft gehört. Auch eine Gerechtigkeitsorganisation steht ihnen bald zur Seite, denn sie haben mächtige Gegner... Ein wirklich spannender Roman, Hier fühlt man wirklich mit Mick mit, der einem in dem ganzen Schlamassel echt leid tut. Nicht nur, dass er selber bereits in der Vergangenheit sein eigenes trauriges Schicksal zu tragen hatte, auch jetzt befindet er sich in einer schrecklichen Situation, auf der Flucht vor der Polizei, vor den "mörderischen" angeheuerten Mördern, aber auch vor seiner eigenen Vergangenheit und seinem bislang fehlenden Mangel an Vertrauen an seinen Freund. Denn kann er ihm wirklich vertrauen? Und was ist mit Edy und dem mysteriösen Typen von der Gerechtigkeitsorganisation...? Wirklich ein tolles und alptraumhaftes Szenario, dass die Autorin geschafft hat aufs Papier zu bannen. Ich steckte bis zum Ende mit Haut und Haare in der Geschichte drinnen. Auch das Cover finde ich toll, besonders die rote Schrift die schön hervorgehoben ist und über die man so schön streichen kann :-) Dann sag ich mal: Wer tolle Jugend Thriller mag, für den gibt es keinen Weg an diesem Buch vorbeizukommen :-)

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  • Den Leser erwartet eine der bisher stärksten Geschichten von Alice Gabathuler!

    no_way_out
    AusZeit-Mag

    AusZeit-Mag

    15. August 2013 um 22:19

    ~Inhalt~ Der 17-jährige Mick lebt auf der Straße und vertrödelt dort seine Zeit mit seinem Freund Smiley. Als er eines Tages von einem Auto angefahren wird, entsteht eine Verkettung von unglaublichen Ereignissen, bei denen Mick immer mehr in Gefahr gerät. Er wird von dem reichen Autofahrer mit nach Hause genommen, wo er plötzlich wieder erwacht und die tote Frau des Mannes neben sich findet. Was ist passiert? Ist Mick wirklich zum Mörder geworden? Er kann sich nicht erinnern, entführt panisch die Tochter, klaut ein Auto und flüchtet. Und diese Flucht findet eine unglaubliche Wendung nach der anderen … ~Einschätzung~ Die Schweizer Autorin Alice Gabathuler habe ich schon länger auf dem Lese-Schirm. Sie ist mir bereits durch ihre gelungen Jugendthriller „dead.end.com“, „Matchbox Boy“ sowie „Black Out“ bekannt. Ihre Bücher beschäftigen sich mit interessanten Themen und sind nicht nur für die jüngeren Leser spannend. „No_way_out“ reiht sich problemlos in die Reihe ein und ist, wie ich finde, sogar bisher das beste Buch aus ihrer Feder. Mick hat eine ziemlich schwierige Kindheit hinter sich und möchte eigentlich nur vergessen. Seit einer Weile schlägt er sich auf der Straße durch und hängt mit seinem besten Freund Smiley rum, der einfach immer grinst und ein bisschen komisch im Kopf ist. Aber Micks Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als er von dem Geschäftsmann Jake angefahren wird. Weil Jake nicht will, dass die Polizei eingeschaltet wird, nimmt er Mick mit nach Hause und lässt ihn dort verarzten. Mick wird von Jakes Frau umgarnt und von der Tochter Edy verachtet. Die Familie ist so komisch, dass Mick nur noch von dort abhauen will. Doch dann erwacht er neben Jakes toter Frau und weiß sich nicht anders zu helfen, außer zu flüchten. Er hat keine Ahnung, was passiert ist, aber voller Angst, erwischt zu werden und in den Knast zu wandern, entführt er Edy und nimmt sich Jakes Auto. Gemeinsam mit Smileys Hilfe beginnt eine rasante Flucht, bei der sie auf eine unglaubliche Spur kommen, was hinter dem merkwürdigen Mordfall stecken könnte … Intensiv, aufrüttelnd und sehr spannend erzählt die Autorin diese Geschichte aus der Sicht des Protagonisten Mick. Ich habe kaum ein paar Zeilen gelesen, da war ich schon gefangen von der ungewöhnlichen Atmosphäre des sehr packenden Jugendthrillers und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Neben Mick, der coolen, selbstbewussten und trotzdem durch seine schlimme Vergangenheit tief erschütterte Hauptfigur, fand ich auch für den etwas überdrehten Smiley viele Sympathien. Die beiden lernt man nach und nach immer mehr kennen, und ich fand vor allem die Erinnerungsfetzen von Mick sehr interessant, wodurch man als Leser immer mehr versteht, warum er so unnahbar ist und niemandem vertrauen kann. Dazu kommen noch einige sehr gelungene Charaktere hinzu, die greifbar dargestellt wurden, wie etwa der skrupellose Jake, der ein anderer ist, als der, für den er sich ausgibt sowie die verhätschelte Edy, seine Stieftochter, für die Mick erst nur Verachtung empfindet, aber dann sogar etwas mehr… Die Geschichte beschäftigt sich vor allem mit dem Thema „jugendliche Außenseiter“ und dass die Gesellschaft diese gern zu Sündenböcken bei öffentlichen Auseinandersetzungen und Problemen macht, weil sie eben als aufsässig, aggressiv und unangepasst gelten. Dass man aber nicht alle über einen Kamm scheren kann, hat die Autorin mit dieser Geschichte sehr gut veranschaulicht. „No_way_out“ ist, wie gewohnt von der Autorin, wieder leicht lesbar und gut geschrieben. Der neckische Ton des Protagonisten hat hier einfach sehr gut gepasst. Spannend, faszinierend und für Thriller-Fans absolut empfehlenswert. ~Fazit~ Ein packender Jugendthriller, in dem es um Mord, Verrat und die Macht der Gesellschaft -falsche „Böse“ zu schaffen – geht. Mit einer gelungenen Portion unerwarteter Wendungen und großartigen Figuren erwartet den Leser eine der bisher stärksten Geschichten von Alice Gabathuler. Von mir gibt es begeisterte 5 von 5 Punkten. (DL)

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  • Ein spannendes, actionreiches Buch über die Menschem am Rande der Gesellschaft!

    no_way_out
    funne

    funne

    15. August 2013 um 12:39

    Mick ist ein siebzehnjähriger Außenseiter, der auf der Straße lebt und dessen Vergangenheit die Hölle ist. Als er sich jedoch von seinem Freund Smiley trennt, wird auch seine Gegenwart zur Hölle: Mick wird angefahren. Der Fahrer hilft ihm, nimmt ihn mit in sein protziges Haus, pflegt ihn gesund. Eines Abends füllt er ihn ab. Als Mick aufwacht, liegt neben ihm Isabella Linder, die Frau seines Helfers. Nackt. Und tot. Mick weiß nicht, was er tun soll. Er hat keinerlei Erinnerungen an die letzte Nacht. Bevor er jedoch erwischt werden kann, schnappt er sich Edy, Isabellas Tochter, und nimmt sie als Geisel. Eine aufregende Flucht beginnt, auf der Mick nur langsam klar wird, dass er unschuldig ist. Meine Meinung: Zugegeben, anfangs erinnerte mich das Buch stark an eine Schullektüre wie beispielsweise „Rolltreppe abwärts“. Das lag jedoch vor allem an der Schreibweise. An der Handlung konnte man schnell erkennen, dass dem nicht so ist. Denn es wurde wunderbar actionreich. Und die Schreibweise wurde auch wunderbar. Richtig packend. So sehr, dass ich vergaß mir Notizen zur Rezension zu machen. Die Handlung bekommt von mir hiermit eine extra Erwähnung, denn ich fand sie wirklich großartig. Ist es nicht eine tolle Idee, dass Jugendlichen Straftaten angehängt werden? Versteht sich, rein als Idee für ein Buch. Ich hätte nämlich keine Lust, neben einer Leiche aufzuwachen, ein blutiges Messer in der Hand und ein T-Short des Opfers in meiner Tasche. Aber ich fand die Handlung einfach super ausgearbeitet. Wie nach und nach Micks Trauma zum Vorschein kommt, die achtzehn Meter, die sich bis zum Sprung durch das Buch durchziehen und auch danach, die ganze Organisation von Gerechtigkeit für Leon, und der von Jake Linder geplante Mord an seiner Frau, großartig durchdacht. Eine Handlung ohne Lücken und noch mehr. Ebenso die Charaktere. Sie waren wunderbar, fast alle. Daniel er schien mir zwar ein wenig durchsichtig, wenig ausgearbeitet, aber die anderen sind einfach genial: Mick. Smiley. Sina. Edy. Jake Linder. Johanna und Jasper. Was mich auf das Design bringt. Eine Weile lang habe ich in jede meiner Rezensionen einen Kommentar zum Design geschrieben. Zum Cover. Aber mittlerweile schreibe ich das nur noch, wenn es etwas Besonderes ist. Und das ist es hier, nicht nur das Cover, sondern das ganze Design. Besonders am Anfang ist das Buch recht trostlos, mit einer depressiven Atmosphäre. Dazu passt der Titel no_way_out perfekt. Auch die triste, graue Betonwand passt, aus der die rote Schrift hervorsticht. Das Besondere aber sind die Namen. Das finde ich eine sehr gute Idee. Man sieht die Namen der wichtigsten Charaktere, ebenso wie den Schriftzug „GfLeon“, was für die Organisation Gerechtigkeit für Leon steht. Auch die Worte „Hell“ und "Never Forget", die eine sehr wichtige Rolle spielt. Abgerundet wurde alles durch die Papp-Optik. Das Cover glänzt nicht, ist einfach aus Pappe, was ebenfalls einen traurigen, trostlosen Eindruck hinterlässt. Auch innen gibt es eine Besonderheit: Jedes Kapitel beginnt mit einem Tweet. Passend dazu das Hashtag-Zeichen auf dem Cover. Finde ich eine klasse Idee. Ich schreibe so viel zum Design, weil es einfach die ganze Geschichte wunderbar verpackt und einen passenden Vorgeschmack auf den Inhalt liefert, was man nicht ganz so oft und so deutlich zu sehen bekommt. Zum Schluss kann ich nur wiederholen, dass das Buch richtig genial und super actionreich geschrieben ist, packend und spannend. Auch steckt natürlich eine Nachricht dahinter, eine Kritik der Autorin. Besonders rührend fand ich die Worte am Anfang von ihr: „…und für alle anderen, die nicht der Norm entsprechen. Die Welt braucht Menschen wie euch.“ Was genau meine Meinung ist. Szene-Menschen oder Punks oder schlicht und einfach Außenseiter und Obdachlose werden zu oft als Abschaum abgestempelt, obwohl sie doch auch einfach Menschen sind.

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  • Außergewöhnliche Geschichte mit besonderer Atmosphäre!

    no_way_out
    LilStar

    LilStar

    12. August 2013 um 15:15

    Der 17jährige Mick hat eine schwere Kindheit erlebt und lebt schon lange auf der Straße. Trotzdem er sich mit nicht ganz einwandfreien Mitteln über Wasser hält, hat er einen hohen Moralkodex und würde kein Mensch verletzten. Eines Tages wird er in einen Unfall verwickelt. Der reiche Geschäftsmann Jake fährt ihn mit seinem Auto an und nimmt ihn mit zu sich nach Hause um ihn gesund zu pflegen. Als es Mick schließlich wieder gut geht, will er unbedingt schnell weg von Jake, denn er, seine Frau und seine Stieftochter sind ihm nicht wirklich sympathisch. Als Mick von Jake dann am letzten Abend noch abgefüllt wird, erwacht er am nächsten Morgen schließlich neben Jakes toter Frau. Hat er Isabella ermordet? Mick kämpft um seine Freiheit, um seine Erinnerungen und um die Wahrheit und kommt nach und nach einem viel tiefergehenden Geheimnis auf die Spur … Die Optik des Buches spiegelt den Inhalt schon gut wieder: düster, grau, aussichtslos. So fühlt sich diese Geschichte von Alice Gabathuler an. Die Klappenbroschur kommt passend dazu mit einem Pappcover, das sich auch wie Pappe anfühlt. Im Innern des Buches besteht die Geschichte aus zwei großen Abschnitten, die ebenfalls noch in viele kurze Kapitel unterteilt sind. Jedes Kapitel beginnt mit einem fiktiven Tweet, der zur Geschichte und zu den Geschehnissen passt. Insgesamt ein sehr stimmiges, optisches Gesamtbild. Die Geschichte, die die Autorin hier geschaffen hat, birgt nicht gerade wenig Gesellschafts- und Sozialkritik. Es geht darum, wie die Menschen durch Nachrichten manipuliert werden können. Natürlich nicht nur darum, aber das ist wohl der Punkt, den jeder für sich überdenken und ändern könnte. Nicht einfach alles schlucken, was von den Medien vorgekaut wird, sondern auch mal kritisch hinterfragen. Im Buch passiert es dem jungen Mick. Er gerät als jugendlicher Außenseiter nahezu unverschuldet in eine Sache, aus die er kaum noch Chancen hat unbeschadet wieder herauszukommen. So manipuliert wird er als mittelloses Straßenkind. Natürlich von einflussreicheren Leuten. Es geht um Macht und damit einher natürlich um Geld. Aber auch in unserer tatsächlichen Realität gibt es viele Parallelen zu dieser Geschichte, denn Vorurteile gegenüber Obdachlosen herrschen genügend vor, auch gegenüber obdachlosen Jugendlichen. Kaum jemand denkt weiter über die Gründe und Ursachen. Dieses Problem wird auch hier in dieser Geschichte deutlich, wobei es hier noch um viel mehr geht. Die Geschichte im Buch ist sehr eindrücklich geschildert. Die besondere düstere Atmosphäre hat mich direkt von Beginn an gefangen genommen und obwohl ich die Figuren jetzt nicht so unheimlich sympathisch fand, habe ich doch vor allem mit Mick, aus dessen Sicht die ganzen Geschehnisse geschildert werden, mitgefiebert und mich ebenfalls über diverse Ungerechtigkeiten empört. Insgesamt hat mir dieses Buch gut gefallen. Die Geschichte ist gut konstruiert, wenn auch mit einigen leichten Schwächen in der Logik, und regt teils zum Nachdenken an. Von mir gibt es für diese außergewöhnliche Geschichte vier Sterne!

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