Alice Grünfelder

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Die Wüstengängerin

Die Wüstengängerin

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Erschienen am 15.03.2018
Vietnam fürs Handgepäck

Vietnam fürs Handgepäck

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Erschienen am 24.09.2012
An den Lederriemen geknotete Seele

An den Lederriemen geknotete Seele

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Erschienen am 09.02.2000
Himalaya fürs Handgepäck

Himalaya fürs Handgepäck

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Erschienen am 03.04.2017
Flügelschlag des Schmetterlings

Flügelschlag des Schmetterlings

 (0)
Erschienen am 24.07.2009
Sri Lanka fürs Handgepäck

Sri Lanka fürs Handgepäck

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Erschienen am 23.09.2014
Himalaya - Menschen und Mythen

Himalaya - Menschen und Mythen

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Erschienen am 25.02.2004

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Rezension zu "Die Wüstengängerin" von Alice Grünfelder

Berührende Schicksale
Petra_Ivanovvor 3 Monaten

In den 1990er Jahren sucht die Studentin Roxana nach unbekannten buddhistischen Höhlenmalereien im Nordwesten Chinas. Jahrelang ist sie in der Provinz Xinjiang unterwegs, schliesslich verliert sich ihre Spur in der Wüste Taklamakan. Zwanzig Jahre später stösst Linda, die in Xinjiang ein Entwicklungsprojekt auf die Beine zu stellen versucht, auf Roxanas Aufzeichnungen. Das Schicksal der Studentin lässt Linda nicht mehr los.

«Die Wüstengängerin» ist mehr als die berührende Geschichte zweier starker Frauen. Der Roman ist eine Reise in eine Region, die für mich bis anhin ein weisser Fleck auf der Landkarte war. Der Widerstand der Uiguren gegen die chinesische Regierung ist zwar immer wieder Thema in den Medien, dennoch entstanden erst beim Eintauchen in diesen Roman Bilder in meinem Kopf. Die Autorin schafft es, die Protagonistinnen und die Schauplätze so lebendig werden zu lassen, dass ich die Hitze, die Trockenheit, die gleissende Sonne selbst spüre und beim Lesen wiederholt nach einem Glas Wasser greife. Ihre Figuren sind vielschichtig, deren Motive manchmal undurchsichtig. Sie bilden die komplexen Verhältnisse in der Region ab, ohne dass der Roman moralisierend wirkt. Genau so spannend sind die persönlichen Geschichten von Roxana und Linda, die von der Autorin langsam aufgerollt werden. Roxana sucht nicht nur nach Höhlenmalereien, sondern auch nach Boden unter den Füssen. Oder gerade nicht? Dass sie sich sozusagen auflöst, eins wird mit der Wüste, lässt die Grenze zwischen den Welten verschwinden. Ein Buch, das ich nicht mehr aus den Händen legen konnte.

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Rezension zu "Die Wüstengängerin" von Alice Grünfelder

Die Wüstengängerin
Erdhaftigvor 7 Monaten

Zur Hand genommen und in fast einem Rutsch durchgelesen. Zwei Frauen und zwanzig Jahre dazwischen erkunden aus unterschiedlichen Gründen die Region der Uiguren zwischen Altai-Gebirge und Taklamakan-Wüste. Es dreht sich um die Spannungen zwischen Chinesen und den eingesessenen Völkern, um die Spannungen, die beide Frauen in sich tragen ebenso wie um Suchen. Mehr ineinander übergehend beschreibt Grünfelder die Wege, warum die beiden ausgerechnet dort unterwegs sind. Sie tut dies mit einer unglaublich klaren Sprache, beschreibt in gewählten Worten und gibt so einen Einblick in ein Land, das kaum jemand so wirklich zu kennen scheint. Zumindest nur wenige aus den westlichen Ländern. Beide Erzählstränge scheinen anfänglich voneinander getrennt zu sein, sind es  und bleiben es auch. Dennoch verbinden sie sich irgendwann. Das Ende ist so unvorhersehbar wie der gesamte Roman.

Eher eine Reisebeschreibung – die Reise zu sich selbst ebenso zu…? Empfehlenswert auf jeden Fall!

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Rezension zu "Die Wüstengängerin" von Alice Grünfelder

Sehr interessante und fesselnde Geschichte mit zwei Handlungssträngen. Lebendiger Schreibstil!
ChristineJaeggivor 8 Monaten

In Alice Grünfelders Debütroman „Die Wüstengängerin“ treffen wir auf zwei Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten die Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas besuchen. Zu Beginn der 90er Jahre erforscht die Studentin Roxana buddhistische Höhlenmalereien, um zu beweisen, dass die Region nicht immer islamisch war. 20 Jahre später stößt die schwerkranke Entwicklungsarbeiterin Linda auf Aufzeichnungen der verschollenen Roxana und folgt deren Spuren ...

"Die Wüstengängerin" ist ein Roman, den man aus mehreren Gründen nicht mehr weglegen will: einerseits fesselt einen die spannende Geschichte rund um das Schicksal der beiden Frauen, andererseits erfährt man auch interessante wie erschreckende Dinge über die Unterdrückung der uigurischen Minderheit in China. Zu guter Letzt verzaubert einen die lebendige Sprache des Romans: So lassen mich als Leserin die authentischen Beschreibungen gleich selbst zur Wüstengängerin werden.

Fazit: Ein hochinteressanter und sprachstarker Roman, der nicht nur das Schicksal der unterdrückten Uiguren aufzeigt, sondern auch die Geschichte zweier eigenwilliger und einsamen Frauen auf der Suche nach sich selbst.


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