Alice Greenway

 3.9 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Weisse Geister, Schmale Pfade und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alice Greenway

Weisse Geister

Weisse Geister

 (41)
Erschienen am 04.12.2010
Schmale Pfade

Schmale Pfade

 (36)
Erschienen am 09.02.2016
White Ghost Girls

White Ghost Girls

 (2)
Erschienen am 09.02.2006
The Bird Skinner

The Bird Skinner

 (0)
Erschienen am 07.05.2015

Neue Rezensionen zu Alice Greenway

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Rezension zu "Weisse Geister" von Alice Greenway

Rezension zu "Weisse Geister" von Alice Greenway
Feder-und-Pergamentvor einem Jahr

Mit ihrer unglaublich schönen und bildhaften Sprache entführt Alice Greenway den Leser in eine ganz andere, bezaubernde Welt. Beim Lesen hat man sogleich das Gefühl, man könne die feuchte Luft auf der eigenen Haut spüren und die Vielzahl an Gerüchen, die in Verbindung mit diesem Ort und seinen Bewohnern stehen, in der eigenen Umgebung wahrnehmen. 
Die Autorin beeindruckt mit vielen liebevollen Details und Beschreibungen, wie etwa, wenn es um die Flora und Fauna des Ortes geht. 


Aber auch die Gedanken und Gefühle ihrer Figuren, sowie deren Beziehungen untereinander schildert sie eindrücklich. 
Es ist faszinierend zu erkennen, wie sehr das Leben von Kate und ihrem Vater mit dem Dschungel und dem Krieg verbunden ist. 
Das Interesse des Vaters an dem Vietnamkrieg und damit verbunden auch seine Arbeit als Photograph in diesem Krieg ist ja letztlich auch mit der Grund, warum jedem in dieser Familie etwas zu fehlen scheint. 


Das Bedürfnis der älteren Schwester Frankie nach Geltung und Aufmerksamkeit nimmt im Verlauf des Buches immer mehr zu und wird auch immer erschreckender. Ihr Tod scheint unvermeidbar zu sein und war dennoch sehr erschütternd. 


Während nun die beiden Schwestern im Verlauf des Buches immer mehr von ihrer Unschuld verlieren, ein Prozess, der nicht leicht zu beobachten ist, bietet der taube Junge Trost und fast eine Art Ausgleich dar, da er für Kate jemand ist, an den sie sich wenden kann und dem sie auch von der schweren Tasche mit Litschis erzählt.

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Rezension zu "Schmale Pfade" von Alice Greenway

Nachhaltig und gegensätzlich. Ein kriegstraumatisierter Ornithologe
Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren

Ich wollte schreiben, ein Buch das nicht so einfach zu lesen und zu verstehen ist. Aber das trifft es nicht ganz. Für mich ließ es sich schon flüssig lesen, wenn ich auch an manchen exotischen Vogelnamen hängenblieb. Dennoch gab es Stolperfallen, Dinge, über die ich nachdenken musste. Dinge über die ich nicht einfach so „weglesen“ wollte. Der Erzählton ist sehr ruhig und behäbig, selbst über grausame Kriegserlebnisse. Im Gegensatz dazu das Setting an der Küste Maines und auf den Salomonen-Inseln: so wunderbar maritim beschrieben, dass ich das Bootshaus von Jim augenblicklich vor Augen hatte, die Insel im Guadalcanal auf er stationiert war oder auch Cadillacs Kindheit am Meer. Es gibt Verweise und Verbindungen zu Stevensons „Schatzinsel“, vor allem Jim identifiziert sich später mit Long John Silver. All dies ist in einem ruhigen Spannungsbogen verwoben.

Die Geschichte ist gegensätzlich: idyllische Plätze wechseln mit Kriegsschauplätzen ab, ein Ornithologe ist zugleich Soldat und tötet Menschen. Liebe und Hass. Ruhe und Panik. Ich konnte am Anfang nicht absehen, wohin mich diese Geschichte führen würde, und war entsprechend überrascht. Selbst der englische Titel „Bird Skinner“ hat, wie man am Schluss erfährt, leicht abgewandelt seine Berechtigung, ebenso als ich an die Stelle kam, ab der ich mir dann den deutschen Titel, die „schmalen Pfade“ erklären konnte.

 

Alles in allem war die Thematik und die von der Autorin hergestellte Verbindung zwischen einem Ornithologen und der Schlacht um den Guadalcanal auf besondere Weise nachhaltig. Denn die Geschichte hat mich noch eine Zeitlang nach dem Lesen „begleitet“ und überhaupt stellenweise nachdenklich gemacht. Ich sollte jedoch vorwarnen, dass sich die Geschichte nicht jedem erschließen wird.

 

Ich finde sie auf alle Fälle lesenswert und vergebe vier Sterne wegen der besonderen Thematik.

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mondsichels avatar

Rezension zu "Weisse Geister" von Alice Greenway

WEISSE GEISTER
mondsichelvor 2 Jahren

Filme und Dokus über den Vietnamkrieg habe ich schon viele gesehen. Doch Alice Greenways Roman ist das erste Buch, das ich über dieses Thema gelesen habe. Und dieses Buch ist auch gleich ein besonderes in zweierlei Hinsicht: Es berichtet vom Alltag eines dreizehnjährigen Mädchens und von der Halbinsel Hongkong aus. Kontakt mit Vietnam und dem Kriegsgeschehen hat man fast nur über den Vater der Erzählerin. Er arbeitet als Fotograf und ist selten Zuhause bei seiner Familie. Man erfährt viel über das Familiengefüge. Da ist Kate, die Erzählerin, und deren Schwester Frankie. Dazu noch die unscheinbare Mutter und das chinesische Kindermädchen und der Vater, der trotz Abwesenheit sehr präsent ist.

Was dieses Buch aber für mich zu einem ausgewöhnlichen Buch macht, ist die Sprache. Als Leser wird man förmlich in die Geschichte hineingesaugt. Wer sich packen lässt, schafft die 220 Seiten locker in zwei, drei Tagen. Die Sprache bleibt selbst in den grausamen Szenen sinnlich. Man schmeckt den Mief der Großstadt und das Dickicht im Dschungel. Es wird auch nicht mit drastischen Bildern gespart. Aber der Roman ruht sich auf seiner schönen Sprachen nicht aus. Zwei wirklich überraschende Wendungen erwarten den Leser.

Ich würde sechs Sterne vergeben, wenn es möglich wäre. So sage ich: Fünf Sterne, und das mehr als verdient.

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Gespräche aus der Community

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Mare_Verlags avatar

Liebe LovelyBooks-Freunde,

schon geht’s los mit der nächsten Vorableserunde! Wir haben einen ganz besonderen Schatz für euch: Am 9. Februar 2016 erscheint Alice Greenways zweiter Roman »Schmale Pfade« im mareverlag. Ihr habt die Möglichkeit an unserer Leserunde teilzunehmen und eines von 30 Vorableseexemplaren zu gewinnen!

Zum Buch:

Der alte Jim Kennoway hat seine Frau verloren und mit ihr den Willen zu leben, nun wohnt er zurückgezogen auf einer Insel vor der Küste Maines. Der einst anerkannte Ornithologe hat inzwischen nur noch drei Dinge im Sinn: trinken, rauchen und vergessen. Doch mitten im Sommer taucht ein ungewöhnliches Mädchen bei ihm auf. Cadillac Baketi, eine junge Salomonerin, hoch aufgeschos­sen, schlau und erfrischend unverblümt, ist die Tochter von Tosca – gemeinsam mit ihm als Inselscout hatte Jim 1943 während des Pazifikkriegs japanische Schiffe ausgespäht. Jetzt, dreißig Jahre später, schickt ihm Tosca seine Tochter, denn sie soll sich an das Leben in Amerika gewöhnen, bevor sie im Herbst ihr Medizinstudium in Yale beginnt. Jim ist bedient, er kann keinen Besuch gebrau­chen – und schon gar keinen, der Erinnerungen an den Krieg, seine Jugend und seine große Liebe heraufbeschwört. Möglicherweise aber ist Cadillac genau die Richtige, um ihm dabei zu helfen, seinen Frieden mit einem düsteren Kapitel seiner Vergangenheit zu machen.

In einer an Bildern reichen, intensiven Sprache erzählt Alice Greenway die Geschichte eines Mannes, den das Schicksal im Lauf seines Lebens immer aufs Neue herausgefordert hat. Die sommerliche Küstenlandschaft Maines und die Wildheit des Südpazifiks bilden die Kulisse für diesen bewegenden Roman, in dem Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit auf irritierend schöne Weise eingebettet sind in Beschreibungen einer Natur, die ein Versprechen von Glück und Verheißung in sich trägt – und weder Gewalt noch Krieg duldet.

Hier geht’s zur Leseprobe.


Möchtet ihr zu den 30 Vorablesern gehören?* Dann bewerbt euch und beantwortet bis zum 11. Januar 2016 die folgende Frage:„Vogelkunde, das versteht er jetzt, ermöglichte es ihm, sich auf diese Welt einzulassen, und bot ihm zugleich die Mittel, ihr zu entfliehen.“        

Jim Kennoway macht sein Kindheitshobby zum Beruf. Habt ihr auch eine Leidenschaft, die euch auszeichnet und in der ihr aufgeht?

Wir freuen uns auf eure Antworten und auf zahlreiche Bewerbungen!

Euer mareverlag

* Bedingung ist, dass ihr euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
So & nun kommt meine Rezension Einmal auf Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/autor/Alice-Greenway/Schmale-Pfade-1205384468-w/rezension/1230408770/ & auf meinem Blog die komplette Rezension http://bluubsbuecherwelt.blogspot.de/2016/03/schmale-pfade-alice-greenway.html Vielen lieben Dank nochmal das ich das Buch lesen dürfte, es ist zwar nicht eins meiner lieblings Bücher geworden dennoch kann ich mir sehr gut vorstellen mehr von der Autorin zu lesen. Schönen Abend euch noch eure Bluub :)
Zur Leserunde
L
Hallo, könnt Ihr mir bitte sagen, wie das Buch "Weisse Geister" von Alice Greenway ist? Das Cover und die Inhaltsangabe finde ich sehr ansprechend und überlege jetzt, ob ich es lesen sollte.
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
Dazu gibt es hier bei Lovelybooks schon 8 Rezensionen - die helfen dir sicher weiter!
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