Alice Hoffman

 3,9 Sterne bei 217 Bewertungen

Lebenslauf von Alice Hoffman

Alice Hoffman wurde 1952 in New York geboren und lebt heute in Boston. Ihre Romane wurden in über 20 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Mit »The Rules of Magic« und »Practical Magic« schrieb sie eine zauberhafte Familiengeschichte, die gerade zum zweiten Mal verfilmt wird.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Ein Sommer in Fox Hill: Roman (ISBN: B0967XKM5F)

Ein Sommer in Fox Hill: Roman

Neu erschienen am 01.06.2021 als E-Book bei dotbooks Verlag.
Cover des Buches The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie (ISBN: 9783596700608)

The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie

Erscheint am 28.07.2021 als Taschenbuch bei FISCHER Tor.

Alle Bücher von Alice Hoffman

Cover des Buches Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell (ISBN: 9783737353878)

Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell

 (21)
Erschienen am 28.07.2016
Cover des Buches Der Flusskönig (ISBN: 9783442456178)

Der Flusskönig

 (21)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Märzkinder (ISBN: 9783442462438)

Märzkinder

 (18)
Erschienen am 19.06.2006
Cover des Buches Zaubermond (ISBN: 9783442427994)

Zaubermond

 (12)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Die Eiskönigin (ISBN: 9783442461097)

Die Eiskönigin

 (11)
Erschienen am 09.02.2006
Cover des Buches Die Mädchen von nebenan (ISBN: 9783442445820)

Die Mädchen von nebenan

 (8)
Erschienen am 01.01.2000

Neue Rezensionen zu Alice Hoffman

Cover des Buches The Museum of Extraordinary Things (ISBN: 9781471112157)Wortmagies avatar

Rezension zu "The Museum of Extraordinary Things" von Alice Hoffman

Mehr, als ich verdauen konnte
Wortmagievor 7 Monaten

„The Museum of Extraordinary Things” war eine recht ungewöhnliche Wahl, um die Erfolgsautorin Alice Hoffman kennenzulernen. Diesem Roman von 2014 fehlt das Element, das ihre Arbeit normalerweise auszeichnet – die Magie. Hoffman ist eine sehr aktive Vertreterin des Genres des magischen Realismus, die seit den frühen 1970er Jahren über 30 Bücher veröffentlichte. In „The Museum of Extraordinary Things“ verzichtet sie jedoch auf ihr Markenzeichen, weil eine Geschichte, die in New York und Coney Island um die Jahrhundertwende herum spielt, ihrer Meinung nach keinen zusätzlichen Zauber braucht.

Coralie Sardie sieht Eddie Cohan zum ersten Mal in einer kühlen Märznacht 1911 am Ufer des mächtigen Hudson. Aus den Schatten heraus beobachtet sie den jungen Mann und spürt sofort eine Verbindung zu ihm, wagt aber nicht, sich ihm zu nähern. Ihr Vater, der das Museum der Außergewöhnlichen Dinge auf Coney Island betreibt, erklärte ihr, dass lebende Wunder wie sie von einfachen Menschen niemals verstanden werden können. Obwohl Coralie fast erwachsen ist, fällt es ihr schwer, seine Gebote zu brechen. Betrachtet sie ihre Hände, kann sie nicht ignorieren, dass sie anders ist. Sie flieht ungesehen und ahnt nicht, dass die Wege des Schicksals manchmal magisch und seltsam sind. Denn Eddie, der als Fotograf in New York arbeitet, hat eine Gabe: er findet diejenigen, die als verloren gelten. Als ein Freund seines Vaters ihn bittet, seine vermisste Tochter zu suchen, weiß Eddie, dass der Fall alte Wunden aufreißen wird. Heimgesucht von quälenden Erinnerungen folgt er den Hinweisen nach Coney Island – und zu Coralie. Ineinander erkennen sie alles, was sie sich je erträumten. Doch in einer sich wandelnden Welt haben Liebe und Freiheit ihren Preis …  

Oh man. Hätte ich geahnt, dass „The Museum of Extraordinary Things” für mich zu einem Schreckgespenst mutieren würde, hätte ich beim Lesen besser aufgepasst. Natürlich habe ich während der Lektüre keineswegs ein mentales Nickerchen eingelegt, doch im Nachhinein stellte ich fest, dass die Geschichte, die Alice Hoffman erzählt, unheimlich schwierig zu beschreiben ist, weil sie sich thematisch nicht festnageln lässt. In diesem Buch geht um vieles. Man könnte zahlreiche Deutungsansätze und Motive hineinlesen, verschiedene Genre-Maßstäbe anlegen und würde dennoch nicht das gesamte Spektrum abdecken. Hoffman behandelt alle Aspekte gleichwertig, sodass ich mich scheue, zu definieren, welche denn nun im Vordergrund stehen und die Frage nach einem thematischen Kern kaum zu beantworten ist. Hinzu kommt, dass sie mit ihrem sanften Schreibstil eine zarte, sepiagetönte Atmosphäre entstehen lässt, die mich einlullte und mich vergessen ließ, wie dicht sie Motive ineinander webt, weshalb mir gar nicht auffiel, dass ich ein bis obenhin vollgestopftes Buch vor Augen hatte. Das merkte ich erst, als ich gezwungen war, eine Inhaltsangabe zu verfassen. Ich halte das für ein deutliches Zeichen ihrer schriftstellerischen Finesse. Da ich euch aber nicht gänzlich unwissend aus dieser Rezension entlassen möchte, werde ich meine vagen Mutmaßungen und Überlegungen zu „The Museum of Extraordinary Things“ trotzdem mit euch teilen. Ich glaube, dass Hoffman in diesem Buch primär das Thema Veränderung fokussiert, das sie durch die individuellen, fiktiven Schicksale ihrer Hauptfiguren Coralie und Eddie und reale historische Ereignisse zum Ausdruck bringt. Sie rahmt die Geschichte mit zwei verheerenden Bränden ein, das Feuer in der New Yorker Triangle Shirtwaist Factory am 25. März 1911, in dem 146 Arbeiter_innen den Tod fanden und den Dreamland Brand am 27. Mai 1911, durch den der letzte originale Vergnügungspark auf Coney Island komplett zerstört wurde. Feuer wird seit jeher mit Veränderung, Reinigung und Neuanfang assoziiert, daher halte ich es nicht für einen Zufall, dass Hoffman diese gut dokumentierten Katastrophen nutzt, um „The Museum of Extraordinary Things“ im damaligen Zeitgeist zu verankern. Der gesellschaftliche und politische Umbruch, den die Brände symbolisieren, hat selbstverständlich Auswirkungen auf Coralie und Eddie, doch für sie findet Wandel auch auf einer ganz persönlichen Ebene statt. Vaterfiguren spielen dabei eine Rolle, ebenso wie die Suche nach Identität, Liebe und Freiheit. Eddie, der als jüdischer Einwanderer nach New York kam, hadert heftig mit seiner Vergangenheit; Coralie hingegen muss entscheiden, ob sie ihre Zukunft als Attraktion in einem Kuriositätenkabinett verbringen möchte. Der Fall der verschwundenen jungen Frau führt die beiden subtil zusammen, ohne die Tragik ihres Schicksals zu verharmlosen und erinnert diskret daran, dass Eddie und Coralie am Rande der Gesellschaft nicht allein sind. Vielleicht kann man sogar resümieren, dass „The Museum of Extraordinary Things“ nicht nur Wandel allgemein thematisiert – sondern den Wandel, den die Ausgestoßenen der Gesellschaft 1911 dringend brauchten.

„The Museum of Extraordinary Things“ ist ein Roman, der mich ein bisschen ratlos zurücklässt. Ich weiß nicht so richtig, was ich mit all den komplexen Themen, die Alice Hoffman darin anspricht, anfangen soll oder wo ich anfangen soll. Ich fand die Lektüre schwer zu verarbeiten und konnte nicht herausfinden, welches Gesamtbild die Autorin anstrebte. Ich begreife noch immer nicht, wie sich die Puzzleteile, die zweifellos formvollendet und einfühlsam beschrieben sind, zusammenfügen sollen. Möglicherweise soll sich auch gar kein rundes Gesamtbild ergeben – schließlich kümmert sich das Leben nicht um Kohärenz und eventuell wollte Hoffman genau diesem wilden, grausamen, wunderschönen Chaos Tribut zollen. Ich kann es wirklich nicht sagen. Verzeiht, falls diese Rezension ein wenig wirr und nicht so aussagekräftig ist, wie ihr es sonst von mir gewohnt seid. Hin und wieder begegnet mir ein Buch, das mir mehr auftischt, als ich verdauen kann – „The Museum of Extraordinary Things“ ist so ein Buch.

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Cover des Buches Practical Magic by Alice Hoffman (1996-06-01) (ISBN: B01JXOC4VG)E

Rezension zu "Practical Magic by Alice Hoffman (1996-06-01)" von Alice Hoffman

magisch
Eve80vor einem Jahr

Vor etwa 20 Jahren habe ich Practical Magic zum ersten Mal gelesen und seit dem ist es mein allerliebstes Lieblingsbuch und ich lese es so etwa alle 2 Jahre.

Alice Hoffman schafft es auf so magische Weise Gefühle, Gerüche, Natur, Wetter .... zu beschreiben, dass es mir jedes Mal Gänsehaut und ein wohliges Gefühl beschert. Ich liebe ihre Art zu schreiben so sehr.

Die Geschichte um Sally, ihre Schwester und ihre Töchter ist so voller Magie obwohl diese so gut wie gar nicht angewendet wird. Es geht um Weiblichkeit, Familie und ganz viel Liebe.

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Cover des Buches Die Mädchen von nebenan (ISBN: 9783442445820)Zen-Colas avatar

Rezension zu "Die Mädchen von nebenan" von Alice Hoffman

Wunderbar, aber überhaupt nicht schwerelos
Zen-Colavor einem Jahr

»Die Mädchen von nebenan« war für mich so ein Überraschungsbuch, das sich absolut gelohnt hat. Durch den Suchbegriff »Mädchen nebenan« bin ich darauf gestoßen – ein nichtssagendes Cover, bei Amazon nur gebraucht und ohne Klappentext erhältlich, selbst im Netz habe ich nicht herausbekommen, worum es geht. Absoluter Blindkauf also. Und dann: Top!


Letztendlich geht es um Greta, die als Jugendliche mit ihrer besten Freundin nebenan langsame Schritte erst ins Teenager- und später ins Erwachsenenleben wagt. Die schwerelosen Sommernächte, auf die man vielleicht wegen des Titels hofft, nehmen nur ganz wenig Raum ein; schon bald lastet eine sehr melancholische Stimmung auf dem Buch und eine große Schwere auf Gretas Schultern.


Die Autorin hat einen wunderbaren, weil knappen und gleichzeitig bildstarken und atmosphärischen Stil, dazu eine gute Beobachtungsgabe, die die eine oder andere »Bähm, tolle Zeile!«-Stelle erzeugt. Darüber hinaus wechselt sie dann und wann die Perspektive, auch wenn der Fokus meistens (stets dritte Person, persönlicher Erzählfokus) auf Greta liegt.


Letztlich ist »Die Mädchen von nebenan« ein starkes, dabei vom Umfang eher knappes Buch – ein Buch über das Leben, Familie, Freundschaft, Liebe. So bittersüß wie das Leben selbst ...

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