Alice Lima de Faria , Alice Lima de Faria Ich war’s nicht!, sagt Robinhund

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Inhaltsangabe zu „Ich war’s nicht!, sagt Robinhund“ von Alice Lima de Faria

Wenn im Kindergarten etwas schiefgeht, glauben alle, dass Robinhund Schuld ist. Aber das stimmt gar nicht. Das mit der verschütteten Milch war nicht seine Schuld. Das mit dem Ball war nicht seine Schuld und das mit der Schaukel auch nicht. Das ist einfach so passiert. Aber keiner glaubt ihm. Gut, dass Robinhund einen großen Bruder hat, der immer für ihn da ist.

Wenn man etwas nicht absichtlich gemacht hat, ist man es dann endschuld oder nicht? Eine Frage, die viel Gesprächsstoff liefert

— Kinderbuchkiste

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  • Ein wunderschönes Buch, das viel Gesprächsstoff liefert

    Ich war’s nicht!, sagt Robinhund

    Kinderbuchkiste

    12. September 2017 um 18:41

    Das war ich nicht!Ich-Stärkung / EmpathieWas ist wenn einem aus versehen ein Missgeschick passiert?War man es dann oder war man es nicht weil man es ja nicht absichtlich gemacht hat?Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch.Robinhund könnte eigentlich ein superglücklicher kleiner Kerl sein denn er hat einen ganz, ganz tollen großen Bruder, dem er nicht nur immer alles erzählen kann sondern der auch immer für ihn da ist und sich rührend um ihn kümmert. Sogar ein Baumhaus haben sie gemeinsam gebaut. So ein großer Bruder, der wie ein Fels in der Brandung da steht und immer für einen da ist, ist schon etwas sehr besonders. Für Robinhund ist dies jedoch besonders wichtig, denn er ist etwas anders als die anderen. Er ist nicht nur zuweilen sehr chaotisch und ungestüm sondern auch sehr eigenwillig. Er macht gern das wozu er Lust hat ungeachtet der Tatsache ob er es darf oder nicht. Deshalb hat er im Kindergarten nicht immer einen leichten Stand. Ständig gibt es Ärger. Ärger bekommen ist nicht so schön und so mag der kleine Kerl auch gar nicht gern dort hin gehen.Als sein Bruder ihn wieder einmal in den Kindergarten bringt und darauf besteht das Robinhund da bleibt fällt auch er  bei seinem kleinen Bruder in Ungnade. "Du bist der Allerdoofste!" schimpft er.Was passiert, wenn man widerwillig etwas macht ist klar. Mit schlechter Laune wird alles nur noch schlimmer und es passieren auch schon mal Dinge, die sonst nicht passiert wären, weil man einfach zu ungeduldig oder trotzig ist. So geht es auch Robinhund. Er hält sich nicht an die Regeln, gießt sich trotz Verbot selber etwas ins Glas und kleckert. möchte es wegwischen und stößt dabei gegen die Milchtüte.Damit nicht genug schaukelt er seine Freundin an. Die möchte immer höher und höher fliegen und feuert Robinhund so richtig an, doch man ahnt es schon auch das geht nicht gut Fritzi fällt und Robinhund ist der Übeltäter. Ist das nicht irgendwie gemein?Nun gut man könnte sagen er wusste das er es nicht darf aber man könnte auch sagen, dass er es nur gut gemeint hat.Ja und wer ist Schuld wenn einer einen anfeuert den Fußball richtig fest zu schließen und ein anderer bekommt ihn ab?In unserem Fall bekommt Robinhund nun endgültig einen furchtbaren Ärger. Die Kita Leiterin wird soooo böse, dass unser kleiner Kerl Reißaus nimmt. Er läuft weg und versteckt sich. Auch als alle ihn suchen und versichern nicht mehr sauer zu sein  und auch als alle Kinder abgeholt werden, bleibt er in seinem Versteck.Beleidigt, verletzt und traurig sitzt er im Gebüsch. Draußen ist es schon dunkel geworden da findet ihn sein großer Bruder, der ihn einfühlsam und verständnisvoll in den Arm nimmt.Er versteht ihn.*Wie wichtig es ist jemanden zu haben, der immer zu einem steht, das wird in dieser wunderbaren Geschichte sehr deutlich.Es ist eine Geschichte, die für viel Gesprächsstoff sorgt, denn solche Situationen gibt es täglich. Mit ihnen umzugehen lernen ist Teil der psychischen Entwicklung im Kindesalter."Wie hättet ihr euch an Robinhunds Stelle gefühlt?""Wie hättet ihr reagiert?""Wie hätte man es an Robinhunds Stelle besser machen können?"Sicherlich fallen jedem noch weitere Fragen ein.*Die Geschichte wird nicht nur in Textpassagen erzählt sondern auch durch die wunderbaren Illustrationen die die Autorin selbst gezeichnet hat.Sie illustrieren das Geschehen sehr intensiv und stimmungsvoll. Wut, Angst, Traurigkeit aber auch die Stellung der einzelnen Figuren innerhalb der Geschichte werden hier perfekt visualisiert.Es gibt ein kleines Wesen, das wir umgangssprachlich als Petzte bezeichnen würden. Dieser kleine Kerl kommt in der Erzählung nicht vor spielt aber innerhalb der Geschichte eine wichtige Rolle.Sehr eindrucksvoll sind aber auch Mimik und Gestik der Figuren sowie die ausdrucksstarke, überzeichnete Darstellung der wütenden Kita Leiterin, die nicht nur monsterartiger groß dargestellt wird sondern so übermächtig wirkt, das wir gut nachempfinden können wie klein und verängstigt sich Robinhund fühlt.Bei unseren Lesekindern kam die vorletzte Seite besonders gut an auf der wir Robinhund in den großen, sicheren Armen des großen Bruders unter dem Busch verkrochen sehen.Dieses kuschelige, Gefühl von Sicherheit hat die Kleinen sehr berührt.*Ein Buch, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen berührt und zum nachdenken anregt.*Ein Buch mit viel Potential ein echtes Lieblingsbuch zu werden!

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