Alice Munro Der Bär kletterte über den Berg

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Inhaltsangabe zu „Der Bär kletterte über den Berg“ von Alice Munro

Die große Meisterin der Kurzgeschichte erzählt von den Verwirrungen der Liebe: Ausgerechnet auf einer Beerdigung lernt Meriel Eric kennen – und für einen Nachmittag lieben. Rosemary dagegen hatte ihr Leben für Derek geändert, nur um ihn wieder an Ann zu verlieren. Und Fiona vergisst beinahe ihre Liebe zu Grant – unter dem Titel 'An ihrer Seite' mit Julie Christie verfilmt. »Alice Munros Erzählungen gehören zum Besten, was die zeitgenössische Literatur Nordamerikas zu bieten hat.« [Jonathan Franzen]

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Außer sich

Ich fand das Buch toll, aber ich kann nachvollziehen, wenn man es zur Seite legt.

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  • Der Bär kletterte über den Berg von Alice Munro

    Der Bär kletterte über den Berg

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 17:29

    Grant, ein pensionierter Universitätsprofessor, muss mit ansehen, wie seine große Liebe und langjährige Ehefrau Fiona nach und nach das Gedächtnis verliert. Als er alleine der Krankheit nicht mehr trotzen kann, gibt er schweren Herzen die Verantwortung an ein Altersheim ab. Dort darf er sie zunächst einen Monat lang nicht besuchen, zur Eingewöhnung. Doch als er sie nach der vorgeschriebenen Wartezeit wiedersieht, stellt Grant fest, dass Fiona sich in einen anderen Mann verliebt hat… Der Bär kletterte über den Berg und ich kletterte mit. Ich saß auf seinem breiten Rücken und hielt mich an seinen Zotteln fest. Wir nahmen die szenische Route und es war zum Schwärmen schön. Denn Alice Munro schreibt die schönsten Landschaften und erdichtet die stärksten Bären. Mit einer Finesse, die nur dieser Autorin eigen ist, kondensiert sie zwei ganze Leben auf dreißig Seiten und etabliert sich damit als Grande Dame der modernen Kurzgeschichte. Einer Kurzgeschichte, die selbst alteingesessene Romanleser verzaubern und tief berühren dürfte, mich eingeschlossen. Zu dem Bär und dem Berg kam ich ganz unkonventionell über den Film – diese wunderbare Adaption von Sarah Polley, mit einer gealterten, aber doch immer noch beeindruckenden Julie Christie. Und ich las und las und las und ließ mich verzaubern von der Prosa Alice Munros, die ganz schnörkellos, dabei aber bis zur Perfektion geschliffen, durch die Landschaft streift. Sie zieht mich mit, hinein in die Köpfe der Figuren, in deren Gedankenwelt und Vergangenheit, die oft schmerzhaft ist und mir den Blick vorübergehend verschleiert. Doch dann lockt mich die Erzählstimme zurück in das hier und jetzt, wo die Frau des Erzählers sich nach und nach an sich selbst verliert. Eine wunderbare Geschichte mit genug Feingefühl um selbst in den Scherbenhaufen des Lebens sicher aufzutreten. Wenn Du sie noch nicht gelesen hast, dann hole das bitte nach – nicht für mich, sondern um deiner selbst willen. Denn Dir steht eine unvergleichliche Reise bevor, wie sie ein Leser im Versuch die Fülle an Neuveröffentlichungen zu navigieren leider viel zu selten antreten darf – eine Reise, die sich gegen die Zeit behauptet hat, so wie Fiona ihr langsam erliegt. Alice Munro ist bei Fernweh meine erste Wahl, da gibt es keine Zweifel und die Liebesgeschichte zwischen Grant und Fiona, so tragisch sie auch endet, ist und bleibt meine Lieblingsgeschichte dieser unvergleichlichen Schriftstellerin.

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  • Rezension zu "Der Bär kletterte über den Berg" von Alice Munro

    Der Bär kletterte über den Berg

    Ailis

    Dieses schmale Büchlein enthält drei Erzählungen der einzigartigen Alice Munro, der Meisterin der Kurzgeschichte. Es sind Dreiecksgeschichten, sie erzählen von Begierde und Verlangen, von Betrug und dem Reiz des Verbotenen, von kleinen Fluchten und komplizierten Beziehungsgeflechten, aber auch von der Liebe, die standhält und besonders ist. Am meisten berührte mich die dritte Geschichte, die dem Buch auch seinen Titel gibt. Sie erzählt die Geschichte von Fiona und Grant, deren gemeinsames Leben durch Fionas Demenzerkrankung aus den gewohnten Bahnen gerät. Sie zieht in ein spezielles Pflegeheim, wo sie optimal betreut wird. Die ersten 30 Tage darf Grant sie dort nicht besuchen und als er sie endlich wiedersieht, erkennt sie in ihm nicht ihren Mann, sondern einen Fremden, der so lieb ist, sie immer wieder zu besuchen. An ihrer Seite findet sich Aubrey, ebenfalls Bewohner des Heims, der nun ihr Begleiter ist und die Zuwendung erfährt, die bisher Grant gehörte. Eine wirklich bewegende Geschichte über ein gemeinsames Leben, über Höhen und Tiefen, besonders aber über eine Liebe, die zu Großem fähig ist. 2006 wurde diese Kurzgeschichte verfilmt, mit Julie Christie und Gordon Pinsent in den Hauptrollen. "An ihrer Seite" ist somit ein Film, der sich nach der Lektüre dieses Büchleins umgehend auf meiner Wunschliste wiedergefunden hat.

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