Alice Munro Tricks

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  • 11 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Tricks“ von Alice Munro

Nobelpreis für Literatur 2013Tricks, acht meisterliche Erzählungen von Alice Munro: Geschichten über Ausreißer, Entscheidungen, Leidenschaften und Verfehlungen. Wieder beweist Alice Munro besonderes Gespür für das Geheimnis ihrer Figuren, jenen rätselhaften Bereich, wo Selbstbetrug auf Hoffnungen, gefährliche Illusionen auf die kleinen Tricksereien des Alltags treffen. Der Leser kommt in ihren Geschichten seinem eigenen Leben so nah, dass er schwindlig wird vor Herzleid und Glück.

Es ist lange her, dass ich es gelesen habe, aber ich erinnere mich, dass ich überwältigt war.

— Moerteltoertel
Moerteltoertel

Ein wundervolles Buch! Jede Kurzgeschichte öffnet dem Leser die Augen über junge und nicht mehr so junge Frauen und was in ihnen vorgeht.

— oertel
oertel

Absolute Leseempfehlung auch für keine Kurzgeschichten Liebhaber! Must Read! *.*

— BuecherFeenkiste
BuecherFeenkiste

Literaturnobelpreisträgerin 2013!

— CorinnaSmiles
CorinnaSmiles

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  • eBook Kommentar zu Tricks von Alice Munro

    Tricks
    Christa Boucke

    Christa Boucke

    via eBook 'Tricks'

    Im Buch sind ziemlich viele Tippfehler

    • 2
  • Nichts für den Sommer

    Tricks
    dominona

    dominona

    19. October 2014 um 21:47

    Kein großes Tamtam, sondern wie beiläufig geschehen schlimme Dinge in den Erzählungen. Eine Protagonistin, Juliet, taucht häufiger auf und man begleitet sie interessiert, da man spürt: hier geht es nicht um heile Welt-Geschichten sondern um Fortschritt im Leben, um Schicksal, um älter werden. Das ist zwischen der ganzen existierenden Trivialliteratur eine willkommene Abwechslung und auch zurecht ausgezeichnet, nur hat es mich nicht so stark begeistert, dass ich es ohne Bedenken weiter empfehlen würde. Es ist schon möglich, dass man betrübt zu lesen aufhört und zu grübeln beginnt.

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  • Rezension zu "Tricks"

    Tricks
    j125

    j125

    Dies ist meine erste Sammlung Kurzgeschichten, die ich gelesen habe. Ich weiß jetzt auch warum. Leider wurde ich bis kurz vor Schluss überhaupt nicht warm mit Munros Geschichten, für die sie 2013 den Literaturnobelpreis bekommen hat. Ich dachte immer, dass Kurzgeschichten in sich abgeschlossen sind, denn wenn sie mehrere Kapitel hätten, würde man sie doch nicht als Kurzgeschichten sondern als in sich geschlossener Roman verkaufen, oder nicht? Jedenfalls gehören die meisten der acht Kurzgeschichten mehr oder weniger zusammen. Manche nehmen nur einen kurzen Bezug aufeinander, andere bauen stark aufeinander auf. Dadurch steht jedes Kapitel zwar für sich allein, ist aber auch Teil einer Geschichte. Gleichzeitig kann jedes Kapitelende eben dies sein, dass Ende eines Kapitels, aber auch das Ende der gesamten Geschichte. An sich ein ganz schöner Effekt, wenn ich nicht ständig das Gefühl hätte, etwas fehlt. Außerdem hatte ich das Gefühl die Autorin möchte mir etwas sagen, mir eine Art Moral mit auf den Weg geben, die ich aber leider nicht begreifen konnte. Die Sammlung handelt von Frauen, die alle Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts in Kanada lebten. Leider habe ich überhaupt keinen Zugang zu diesen Frauen gefunden, erst die letzten beiden Kurzgeschichten haben mich unterhalten, gefesselt und angesprochen. Insgesamt ist Munros Schreibstil sehr schön, mir gefällt ihre Sprache. Warum dieses Buch von mir drei Sterne bekommt, liegt wahrscheinlich am meisten an den Kurzgeschichten selbst. Ich glaube, ich bin eher der Roman-Typ :)

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    • 3
  • Perfekte Kurzgeschichten

    Tricks
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2014 um 06:54

    Wenn jemand den Literaturnobelpreis bekommt, der nicht politisch motiviert schreibt, dann lohnt es sich doch, einmal genauer hinzusehen. Besonders, wenn es sich dabei um Erzählungen handelt und nicht um Romane. Ich bin ein großer Freund von Kurzgeschichten und finde immer, dass man sie etwas stiefmütterlich behandelt.  In »Tricks« sind 8 Geschichten enthalten: Ausreißer Clark und Carla sind jung verheiratet und betreiben einen Reitstall. Als wochenlanger Dauerregen sie finanziell in Schwierigkeiten bringt und der Regen auf die Stimmung drückt, hat Clark einen Einfall, der Carla gar nicht gefällt. Entscheidungen Die Studentin Juliet lernt im Zug, auf dem Weg zu einem Aushilfsjob, einen Mann kennen, den sie nicht vergisst. Aber er ist mit einer Frau verheiratet, die schwer krank ist. Als sie einen Brief von ihm erhält, fährt sie auf dem Rückweg nachhause bei ihm vorbei. Seine Frau ist gerade gestorben.  Bald Juliet, jetzt 25 Jahre alt, hat ihr erstes Kind, eine Tochter, bekommen und besucht ihre sterbende Mutter im Elternhaus. Ihre Sicht auf die Ehe der Eltern verändert sich. Schweigen Juliet, jetzt ca. 45 Jahre alt, steht als Fernsehmoderatorin mitten im Leben. Doch plötzlich geht ihre jetzt 20-jährige Tochter in spirituelle Klausur und kommt nicht zurück. Leidenschaften Die Familie Travers nimmt Grace freundlich auf, weil sie ihren jüngsten Sohn Maury heiraten will. Doch dann taucht sein älterer Bruder Neill auf und der hat ein Alkoholproblem. Trotzdem ist Grace von ihm angetan. Verfehlungen Die 11-jährige Lauren lernt in einem Coffeeshop Delphine kennen und freundet sich mit der älteren Frau an. Bis Delphine ihr eine Geschichte erzählt, die Laurens Welt völlig durcheinander bringt.   Tricks I + II Robin entflieht dem Alltag mit ihrer schwer asthmatischen und misslaunigen Schwester und fährt regelmäßig mit dem Zug in die Stadt, um ein Theater zu besuchen. Als sie ihre Handtasche verliert, nimmt sie die Hilfe von Danilo an und verliebt sich in ihn. Sie machen ein Date aus: Zur selben Zeit, im nächsten Jahr, am gleichen Ort.  Gönne Dante eine Pause Nancy und der junge Arzt Wilf wollen heiraten. Als Ollie, Wilfs Verwandter, eintrifft, versteht er sich gut mit Nancy. Sie nimmt ihn mit zu Tessa, einer Freundin, die übersinnliche Fähigkeiten hat und verschwundene Dinge wiederfindet. Diese Geschichte in ist 5 Teile geteilt und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.  Die drei Geschichten »Entscheidungen«, »Bald« und »Schweigen« gehören zusammen und schildern Juliets Leben von ihrer Jugend bis ins Alter.  Wenn man wissen möchte, wie man perfekte Kurzgeschichten schreibt, die zum Nachdenken anregen, dann eignet sich dieses Buch sehr gut zum Studium. Alice Munros Geschichten haben kein Wort zuviel oder auch zu wenig. Ihr Stil ist klar und sie bevorzugt kurze Sätze. Das hat mir sehr gut gefallen. Auffällig ist, dass sie meistens aus der Sicht der weiblichen Protagonisten schreibt. Dabei schildert sie nicht wörtlich ihre Gedanken, sondern bleibt als Erzählerin immer etwas distanziert. Wenn sie einmal näher herangeht, dann lässt sie die Figuren über Briefe oder Tagebucheintragungen ihre Gedanken mitteilen. Sie erzählt die Geschichten, so wie die Handlung abläuft und gibt selten Einblicke in die Motive ihrer Figuren. So bleibt es dem Leser überlassen, die Dinge zu interpretieren.  Wenn in der Geschichte »Leidenschaften« der alte Herr Travers Grace einen Scheck über 1000 Dollar gibt, dann erfährt der Leser nicht, warum er das tut. Den Grund dafür kann man sich selbst überlegen. Es gibt keine Bestätigung, ob die eigene Vermutung richtig ist, denn es sind auch immer mehrere Lösungen möglich. Weil Menschen nicht immer logisch handeln und manchmal aus Sicht anderer Menschen unerklärliche Sachen tun, bietet jede der Geschichten genug Raum für eigene Deutungen.  Die Protagonisten sind nicht eindeutig gut oder böse. Alice Munro schildert die Menschen, so wie sie sind, je nach Situation, mal so, mal so. In der ersten Geschichte »Ausreißer« habe ich auf den wenigen Seiten meine Meinung über Clark dreimal geändert. Erst dachte ich, dass er ein Widerling ist, dann hielt ich ihn doch für vernünftig und zum Schluss war er mir unheimlich. Man muss schon Meister seines Fachs sein, um eine Geschichte so klar und doch so vage zu erzählen. Eines haben aber alle diese Geschichten gemeinsam: Sie schildern den Moment im Leben eines Menschen, in dem sich der eigene Lebensweg bestimmt. Ob es im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten ein guter oder ein schlechter Weg ist, bleibt offen. Alice Munros Stil ist faszinierend, und die Geschichten sind perfekt geschrieben. Trotzdem habe ich einen Bewertungspunkt abgezogen und dem Buch nur 4 Sterne gegeben. Dieser eine Punkt Abzug ist subjektives Empfinden und nicht erzähltechnisch begründet. Die Storys sind fesselnd, aber sie waren mir zu beklemmend. »Tricks« ist kein Buch, um meine Stimmung zu heben. Ich bin ein Leser, der gern in der Geschichte versinkt und die Stimmung in sich aufsaugt. Die Erzählungen spielen in wenig attraktiven Umgebungen und schwierigen menschlichen Situationen, die bei mir eher Melancholie ausgelöst haben.   Alice Munro wurde 1931 in Ontario geboren. Mit ihrem umfangreichen literarischen Werk ist sie in ihrer Heimat Kanada und der gesamten angelsächsischen Welt Bestsellerautorin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2013 erhielt sie den Literaturnobelpreis. Sie lebt in Ontario und British Columbia. 

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  • Literaturnobelpreisträgerin 2013!

    Tricks
    CorinnaSmiles

    CorinnaSmiles

    Schöne Überraschung: Da fängt man an, einen Kurzgeschichtenband zu lesen, ist ganz hingerissen von den Erzählungen und erfährt kurze Zeit später aus den Nachrichten, dass die Autorin den Literaturnobelpreis  erhält! Herzlichen Glückwunsch Alice Munro – die kanadische „Meisterin der Kurzgeschichte“. Munros Buch „Tricks“ besteht aus acht Erzählungen im Umfang von jeweils 40 - 50 Seiten. Ihre Darstellung menschlicher Gefühlswelten ist tiefschürfend und intensiviert sich mit jeder weiteren Zeile und jeder weiteren Seite. Fragen werden bei den Lesern/Leserinnen aufgeworfen; so gesehen sind die Geschichten zum Teil recht unbequem. Sie regen zum Nachdenken an und geben kleine Rätsel mit auf den Weg. Menschliches Verhalten ist nun einmal nicht immer nachvollziehbar, auch nicht in Munros Helden und vor allem Heldinnen. Ihre Themen ranken sich um Eheprobleme, neue Lebenswege, zerbrechende Familien, schmerzende Verluste und verpasste Lebens- und Liebeschancen. In einer Sprache und Erzählweise, die absolut sicher, ausgereift, geschickt und berührend ist.

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    • 2
  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    KreaMaBuecherwelt

    KreaMaBuecherwelt

    06. February 2012 um 19:20

    In den acht Erzählungen geht es um Wunden, Tod, Bedrohung, Sehnsucht und Leid und kaum eine endet glücklich. Thema in den Geschichten ist die menschliche Unzulänglichkeit und das Gefühlsleben in Beziehungen.
    Man wird von der Autorin einfach in die Geschichte hineingeschmissen ohne große Vorerzählungen und ohne etwas über die Personen zu erfahren, die in der Geschichte vorkommen.

  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    Ailis

    Ailis

    21. August 2011 um 12:16

    Wieder haben sie mich gefangen genommen - Alice Munros Erzählungen sind für mich immer ein besonderes Leseerlebnis, das ich nur schwer in Worte fassen kann. Sie sprechen etwas in mir an, berühren mich in ihrer stillen Melancholie, die dem Leben ihrer Figuren so eigen scheint. Sie sind intensiv und konzentriert und fast immer wünsche ich mir, Alice Munro hätte aus diesen Erzählungen einen Roman gemacht, da ich mich danach sehne, mehr zu erfahren, noch tiefer eintauchen zu dürfen und nicht loslassen zu müssen. Und genau diesen Effekt muss eine gute Erzählung für mich haben: sie mag auf dem Papier enden, aber sicher nicht in meinen Gedanken, die versuchen, die Lebensfäden weiterzuspinnen und sich auf eine Reise zur eigenen kreativen Energie machen. Welches Ende würde ich den Geschichten geben? Welche Schicksale den Figuren auf den Leib schreiben? Welche Informationen wünsche ich mir? Alice Munros Erzählungen sind soviel mehr als nur ein geniales Stück Prosa! Sie sind spannend, fesselnd, mitreißend, berührend, irritierend, faszinierend und noch einiges mehr. Tricks ist eine Sammlung von acht Erzählungen, in deren Mittelpunkt Frauen und Mädchen stehen, die sich auf ihre Weise dem Leben und seinen Anforderungen stellen und die in ihrer anfänglich erscheinenden Einfachheit doch besonders sind. Besonders gefallen hat mir, dass drei Erzählungen sich um das Schicksal einer Frau drehten, was meinen Wünschen nach möglichst viel Information natürlich sehr entgegenkam. Und doch, als ich das Buch am Ende zuschlug, war mein erster Gedanke ganz klar und deutlich: Mehr! Alice Munro lässt mich nicht los...

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  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    serendipity3012

    serendipity3012

    „Es sind Erzählungen.“ „Achso“. So begann ein Artikel, der vor ein paar Tagen anlässlich des 80. Geburtstags der Kanadierin Alice Munro erschien. Erzählungen sind in Deutschland nicht sehr beliebt, die meisten bevorzugen Romane, die längere Form, bei der man Zeit hat, sich auf die Geschichte und die Figuren, die Entwicklung beider einzulassen. Alice Munro schreibt Kurzgeschichten von 30, 50 oder 70 Seiten, doch ihre Erzählungen sind wie kleine Romane. „Tricks“, ihre Sammlung von 2004, hierzulande erschienen 2006, besteht aus acht Erzählungen, verstörend, melancholisch, ein bisschen weise. Jede dieser Geschichten hat ein Mädchen, eine Frau zur Protagonistin, erzählt eine Episode aus ihrem Leben oder ein ganzes Leben, das, was wichtig ist. Manche dieser Erzählungen sind locker miteinander verbunden, manche stehen für sich. Wir lesen davon, wie schnell gefasste Entscheidungen Leben verändern können, wie der Zufall zuschlägt, wie Menschen auf das, was ihnen zustößt, reagieren. Robin zum Beispiel hat nach einem Theaterbesuch Danilo kennengelernt, einen jungen Mann aus Montenegro, der ihr half, als sie ihre Handtasche verloren hatte. Sie beschließen, sich nach genau einem Jahr wiederzusehen, ohne sich in der Zwischenzeit zu schreiben. Oder die junge Lauren, deren Leben komplizierter wird, als sich mit Delphine eine erwachsene Frau um ihre Freundschaft bemüht und sich dabei seltsam verhält: Warum ist so sehr an Lauren interessiert? Munro schreibt in einer klaren, einer melancholischen Sprache, einer Sprache, die viel sagt und ebenso viel unausgesprochen zwischen den Zeilen ausdrückt. Jede einzelne Erzählung zieht sofort in ihren ganz eigenen Bann, die Geschichten brauchen keine Vorlaufzeit. Sehr zu empfehlen, auch für jene, die „eigentlich keine Erzählungen mögen“.

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    • 3
  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    Madame Swann

    Madame Swann

    27. May 2010 um 15:25

    Bevor ich das erste Buch von Alice Munro gelesen habe, war ich skeptisch. Denn bis dahin konnten mich Kurzgeschichten nie so fesseln wie ein Roman. Doch Munros Erzählungen sind anders. Was auf der Rückseite vieler ihrer Bücher steht, ist wahr: In jeder ihrer Geschichten steckt ein ganzer Roman. Sie beginnen langsam, oft völlig unscheinbar, doch sie entwickeln nach nur wenigen Seiten einen unglaublichen Sog, in dessen Mitte man sich so schnell befindet, dass man es gar nicht bemerkt. Es sind wunderschöne und vielschichtige Geschichten, die stets mehrere Jahre, manchmal ein ganzes Leben umfassen. Es sind Alltagsgeschichten, in denen der Alltag, das normale Leben auf irgendeine Weise aufgebrochen wird. Das geschieht meist nicht plötzlich durch ein einschneidendes Ereignis, sondern ganz allmählich und leise. Doch am Ende steht die Protagonistin vor einem veränderten Leben, hat sie selbst sich verändert. Munros Frauenfiguren sind stark und liebenswert, ihre Sprache eindrücklich und wunderschön. "Tricks" ist neben "Himmel und Hölle" mein Lieblingsbuch von Alice Munro. Alle acht Erzählungen haben mich tief in ihre verschiedenen Schichten hineingezogen, haben mich berührt und nachdenklich gestimmt und mich mit der Zufriedenheit erfüllt, die nur ein gutes Buch hinterlassen kann.

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  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2010 um 12:18

    Die acht Erzählungen in dem Buch TRICKS handeln von Wunden, Tod, Bedrohung, Sehnsucht und Leid. Immer im Mittelpunkt die einfachen Frauen, dabei beobachtet Alice Munro ihre Emotionen, Gefühle und Sehnsüchte diese Frauen genau. Leider könnte ich mit diesem Buch nicht viel anfangen. Die Geschichten sind auf eine geheimnisvolle Art und Weise mit einander vernetzt, aber haben denn noch keinen richtigen Bezug zu einander. Erschwerend kommt dann noch dazu, dass Alice Munro eine ziemlich schweren Schreibstil an den Tag legt, welcher es einem nicht erleichtert, dass Buch zu lesen. Auch wenn Alice Munro als große Dame der kanadischen Literatur gehandelt wird, hat mich Tricks nicht überzeugen können

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  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    paroles

    paroles

    23. September 2009 um 20:09

    Die Elogen auf Alice Munro kann man in großer Zahl nachlesen. Sie haben recht. Wie schön, dass ich noch so viel von ihr nicht gelesen habe. Und: Sie schreibt keine short stories, die nur kurz in eine Lebenssituation eintauchen, man bekommt immer auch das Vorher, oft auch das Später mit vermittelt. Ich vermute, dass sie neben einer einzelnen Figur Generationen und die Veränderungen, die die Übergänge zwischen ihnen begleiten, porträtiert. Wunderbar der Sound, der Nüchternheit und Empathie verbindet. Lesen!

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  • Rezension zu "Tricks" von Alice Munro

    Tricks
    radieschen

    radieschen

    22. February 2009 um 20:59

    Tricks 8 Erzählungen, die unter die Haut fahren. Ich war bisher kein Liebhaber von Kurzgeschichten, aber ich habe einfach nur genossen...Ob melancholisch, zart, einfühlsam, nachdenklich oder erschütternd - von allem etwas! Alice Munro hat die außergewöhnliche Gabe alltägliche Situationen mit geringen stilistischen Mitteln bedeutend erscheinen zu lassen und die psychologischen Rafinessen ihrer Figuren in den Vordergrund zu stellen.Ich habe selten das Gefühl gehabt, kennen zu lernen ohne zu werten. Jede Erzählung an sich übt ihre eigene Faszination aus, mir der man sich weit über das Buch hinaus auseinander setzen muß. 3 Erzählungen haben unmittelbar miteinander zu tun, die anderen jedoch sind völlig unabhängig von einander. Man liest und fühlt sich, als hätte man einen kompletten Roman voller wichtiger Details gelesen.Die Personen erscheinen so vertraut und authentisch, als hätte man sie vor seinem eigenen Auge... Für Liebhaber einer Etappenaufnahme eines weiblichen Lebens mit all den Achterbahnfahrten der Emotionen. Ein wahrlicher Genuß...

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