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FraeuleinZeilenliebe

vor 12 Monaten

(2)

Eckdaten:
Titel: Solitaire
Autorin: Alice Oseman
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Inhalt: Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt. (Quelle: Amazon)
Cover: Der Schutzumschlag vom Hardcover gefällt mir sehr gut und das Buch ist auch ohne Schutzumschlag wirklich schön. Die Farbkombination mit blau und rosa finde ich klasse. Das Bild auf dem Schutzumschlag passt wirklich sehr gut und ist ansprechend.
Schreibstil: Alice Oseman hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil. Das Buch lässt sich sehr schnell und einfach lesen.
Meine Meinung: Alice Oseman hat ihren Debütroman "Solitaire" mit gerade einmal 17 Jahren geschrieben. Es geht um Tori Spring, die mit einer "alles-egal" Einstellung durchs Leben geht. Sie wirkt ein wenig depressiv und sie hat auch häufig wirklich schlimme Gedanken.
Als sie Michael Holden kennenlernt und zeitgleich die anonyme Schülergruppe "Solitaire" auftaucht, löst sich Toris "Starre" allmählich.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, vor allem mit Tori und Michael, sowie Toris Familie wurde ich sehr schnell warm.  Tori ist oft traurig, wütend und versucht, nichts an sich heranzulassen. Michael hingegen ist wirklich ein sehr lustiger, lieber und netter Typ. Toris Bruder Charlie spielt ebenfalls eine große Rolle in Toris Leben und ihre Geschichte. Er ist absolut liebenswert und mein Lieblingscharakter in diesem Buch.
Insgesamt hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt. Es ist ein Buch, das mich wirklich seit langem mal wieder gefesselt hat. Dass dieses Buch thematisch kein leichter Roman ist, hat man gleich in den ersten Kapiteln gemerkt. Tori hat so schlimme, depressive Gedanken, vor denen ich mich sogar selbst ein Stück weit distanzieren musste. Alice Oseman schreibt einfach verdammt ehrlich über die Schattenseiten des Erwachsenwerdens, über Schicksalsschläge und über das Klarkommen mit dem eigenen Leben. Damit, sich selbst anzunehmen. Und dies schreibt die Autorin nicht wörtlich, sondern das alles stand für mich zwischen den Zeilen.
Man kann ein Stück weit in die Seele eines depressiven Teenagers schauen und das war oft erschreckend, und oft musste ich auch denken, wie Recht Alice Oseman hat!
Fazit: Wie man unschwer erkennen kann, bin ich absolut begeistert von diesem Buch.
5 von 5 Sternen

Autor: Alice Oseman
Buch: Solitaire
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